Sharkoon Skiller SGK4 im Test: Wer braucht schon mechanische Switches


Als Sharkoon vor einigen Wochen die Skiller SGK4 angekündigt hat, staunten wir nicht schlecht, als das Unternehmen vollständiges N-Key-Rollover und Anti-Ghosting versprach. Kennt man diese Funktionen doch in erster Linie von den teuren Tastaturen mit mechanischen Switches. Die Skiller SGK4 setzt hingegen auf leise Rubberdomes. Schafft es Sharkoon etwa die Vorzüge aus beiden Welten zu vereinen?

Als wir die noch verpackte Tastatur zum ersten Mal in den Händen halten, fällt uns als erstes das geringe Gesamtgewicht auf. Der schützende Karton enthält alle wichtigen Informationen zur Tastatur, die dem potentiellen, interessierten Käufer ein gutes Bild von dem Inhalt vermittelt. Ist das Siegel aufgebrochen zeigt sich die Skiller SGK4 von einer Kunststofffolie umhüllt. Im Inneren findet sich neben einem mehrsprachigen Handbuch nichts weiter außer eben der Tastatur selbst.

Wie schon erwähnt ist die Skiller SGK4 überaus leicht. Sharkoon verzichtet also auf eine Metall-Platte im Inneren, die das Gewicht erhöhen würde. Einige Hersteller von Tastaturen schwören auf das zusätzliche Gewicht, da sie sich einen besseren Halt für ihre Tastaturen versprechen. Sharkoon begnügt sich mit Gummifüßchen, die bei Bedarf ausgeklappt werden können. Das Einklappen der beiden Stützen ist übrigens mit einem gut wahrnehmbaren Knall-Geräusch verbunden, das Haustiere (in meinem Falle eine Katze) aufschrecken lässt.

Sharkoon nutzt bei der Skiller SGK4 überwiegend schwarzen Kunststoff mit einer rauen Oberfläche. Die Tasten sind hingegen leicht „satiniert“ und fühlen sich angenehm weich an. Mit dieser Kombination gelingt es dem Unternehmen, einen sehr wertigen haptischen Eindruck zu erzeugen. Man sieht und fühlt der Tastatur nicht an, dass sie nur 25 bis 30 Euro – je nach Online-Shop – kostet.

Sharkoon Skiller SGK4, LEDs RGB, USB, DE

Sharkoon Skiller SGK4, LEDs RGB, USB, DE
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Das optische Gesamtbild wird von einer abstrakten Form mit kantiger Linienführung dominiert. Eine RGB-Beleuchtung, die sich über sechs Zonen erstreckt, färbt das schwarze Design bunt. Wer kein Blink-Blink haben möchte, kann die Beleuchtung auch vollständig abschalten oder in der Helligkeit dimmen.

Wenn wir schon bei Dingen sind, die einen festen Bestandteil der Tastatur darstellen, so dürfen wir die Handablage nicht unerwähnt lassen. Diese ist Bestandteil des Tastaturgehäuses und kann nicht entfernt werden. Das finden wir an sich auch gar nicht schlecht, müssen aber die Formgebung ein wenig kritisieren. Die Trapez-förmige Gestaltung sieht zwar schick aus, benachteiligt aber die linke Hand mindestens geringfügig. Egal, wie wir die Hand platzieren, so kommen wir immer und immer wieder mit dem Handballen an die Kante. Die rechte Hand hingegen liegt wunderbar und sehr bequem auf.

Die Skiller SGK4 ist überaus robust gestaltet, Verbiegungen sind nur mit viel Kraftaufwand möglich. Sowohl mit als auch ohne der Stellfüßchen hat die Tastatur einen sehr guten Halt auf dem Tisch. Hier gibt es nichts auszusetzen. Auch die extravagante Formgebung, das markante Design zieht Blicke auf sich. Letztendlich ist Produkt-Design aber eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Kommentare (8)

  • Stechpalme schrieb am
    Ok, wackelige Tasten will wohl niemand. Und du hast recht, im Test geht, zumindest für mich, nicht so ganz hervor wie der Tastendruck ist. JAKOB.... ich glaub wir müssen mal wieder über Skype schnacken ;-) Grüße, Eddy
  • Exilossi schrieb am
    Jakob Ginzburg hat gesagt
    Mich hat die Handballenauflage eben am meisten gestört. Das Tippgefühl ist gut, es kommen etwas festere Rubberdomes zum Einsatz. Beim Überwinden des Hauptwiederstandes wird die Tasteneingabe noch nicht ausgelöst, serst kurz danach. Zum Tippen könnte man die Tastatur gut nutzen, aber wohl eher, wenn man größere Hände hat und nicht mit dem Handballen an der Kante der Handballenablage umeinanderrutscht. Bezüglich der Füße, siehe Bild.
    Danke für die Zusatzinfos, dann werde ich die mal für später vormerken.
    Stechpalme hat gesagt
    Das Problem mit dem Schreibgefühl ist, es ist subjektiv. Z.b. kann ich mit den hoch gelobten mechanischen Tastaturen weder vernünftig spielen und schon gar nicht schreiben. Bei mir persönlich sind also Mechas ein komplettes No-Go. Ich mag flache beleuchtete Tasten die einen "mittleren" Druckpunkt haben wie z.B. die Logitech K740. Du wirst nicht drum herum kommen sie für dich selbst zu testen. Das was dir Jakob mitteilen wird, kannst du persönlich schon wieder ganz anders empfinden. Alles was er dir sagen kann, steht eigentlich schon im Test.
    Ich gebe dir in soweit Recht, dass jeder für sich Vorlieben beim schreiben hat, aber den Unterschied zwischen schwammig und straff, bzw. wackelige oder verkleinerte Tasten kann man schon objektiv feststellen. Wie man die Aussagen für sich gewichtet, ist dann wieder eine persönliche Herausforderung.
  • swatcher1 schrieb am
    Hm... in dieser Preisklasse habe ich [allgemein] arge Bedenken, dass die Buchstaben auf den meistgenutzten Tasten sehr schnell weggerubbelt sein werden...
  • Jakob Ginzburg schrieb am
    Aragornius hat gesagt
    Klasse Test! Anmerkung: "Sowohl mit als auch der Stellfüßchen ..." da sollte man 'der' mit 'ohne' austauschen, dann macht das auch Sinn. Der Herr Ginzburg hat also mindestens eine Katze....Was man so alles in den Artikeln der Herren Ginzburg und Wallossek so alles erfährt ist schon sehr interessant. Das macht das Ganze hier auch etwas menschlicher.
    Danke, ist gefixt. Die Katze wird demnächst vermutlich öferts sogar zu sehen sein ;)
  • Jakob Ginzburg schrieb am
    Exilossi hat gesagt
    Danke für den Artikel, Jakob! Auf den ersten Blick scheint mir als ob die Sharkoon in der Lage wäre eine Sidewinder X4 würdig zu vertreten. Wenn die Sidewinder hier sich irgendwann mal entscheiden sollte den Geist aufzugeben. :D Aber ein paar Fragen stellen sich mir schon noch: Wie macht sich die Sharkoon eigentlich bei längerer Schreibtätigkeit? Die nicht optimale Handballenauflage hattest du ja erwähnt, aber wie macht sich die Tastatur beim schreiben? Sind die Tasten von Größe und Abstand Standard? Wie ist das Schreibgefühl, bzw. die Rückmeldung, knackig/straff oder eher weich/schwammig? Sind die hinteren Beinchen wirklich in der Lage die Tastatur anzustellen, oder sind die auch nur Schau wie bei einigen anderen Tastaturen? Würde mich freuen, wenn du noch ein paar Worte hinsichtlich dem üblichen Einsatzes einer Tastatur verlieren könntest. ;)
    Mich hat die Handballenauflage eben am meisten gestört. Das Tippgefühl ist gut, es kommen etwas festere Rubberdomes zum Einsatz. Beim Überwinden des Hauptwiederstandes wird die Tasteneingabe noch nicht ausgelöst, serst kurz danach. Zum Tippen könnte man die Tastatur gut nutzen, aber wohl eher, wenn man größere Hände hat und nicht mit dem Handballen an der Kante der Handballenablage umeinanderrutscht. Bezüglich der Füße, siehe Bild.

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