Die Nachfrage nach 12 Zoll-Wafern soll einbrechen – weiter sinkende Arbeitspeicherpreise?
Die Hersteller von Silizium-Wafern erwarten einen Einbruch der Nachfrage von 12 Zoll-Produkten durch den schwachen Speicherchipsektor. Dies verkündet DigiTimes und bezieht sich auf Quellen aus der Industrie. Damit sollten die Preise für Arbeitsspeicher weiter fallen.
Arbeitsspeicherpreise im freien Fall
Die Preise für 12 Zoll-Wafern sind einem großen Preisdruck ausgesetzt, der nur einen Weg kennt – nach unten. Erste Anzeichen dafür kamen bereits im zweiten Halbjahr 2018 zum Vorschein. Vor allem der Rückgang von Bestellungen soll zu Überbeständen geführt haben. Der Markt für Speicherchips kühlt sich seit Monaten, sodass Arbeitsspeicher, so günstig wie schon lange nicht mehr ist.
Hersteller von Silizium-Wafern, vor allem diejenigen, die weniger stark von langfristigen Lieferverträgen abhängen, sind negativ betroffen. Der Hersteller Global Wafers, der überwiegend auf LTAs (Long Term Agreements) setzt, soll laut der Quelle finanziell stabil sein. Global Wafers sieht laut Doris Hsu weiterhin seine 8- und 12-Zoll-Wafer-Fertigungslinien mit voller Kapazität laufen. 80-90 Prozent der hergestellten Wafern sollen auf LTAs basieren.
Global Wafers verzeichnete im März 2019 einen Rekordumsatz von 183,4 Millionen US-Dollar. Jetzt wird nur noch ein stagnierendes sequentielles Wachstum der Umsätze im zweiten Quartal erwartet. Laut Doris Hsu ist man zuversichtlich, dass die Performance im zweiten Halbjahr, die des ersten Halbjahres übertreffen soll. Global Wafers ist der drittgrößte Zulieferer von Silizium-Wafern nach dem Erwerb von SEMI.
Bereits Ende 2018 wurde durch Marktanalysten das Sinken der Arbeitsspeicherpreise von bis zu 30 Prozent verkündet. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt – eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht. Ein Hinweis auf eine mögliche Wende lässt sich vielleicht aus Intels öffentlich gemachter Roadmap entnehmen. Verantwortlich für die schlechte Nachfrage soll unter anderem Intels-Produktionsknappheit von 14nm-Produkten sein, was auf die Verzögerung von Intels 10nm-Prozesses zurückzuführen ist. Durch die Verzögerung werden schlicht mehr Kapazitäten in der 14nm-Fertigung benötigt.
Quelle: DigiTimes
Kommentare (6)
SpalterG schrieb am
HerrRossi schrieb am
Anhang anzeigen 1039
Es handelt sich um dieses RAM: https://geizhals.de/g-skill-ripjaws…-3200c14d-32gvk-a1382377.html?hloc=at&hloc=de Das Kit müsste also noch um ca. 100,- € im Preis sinken, um den Tiefstpreis einzuholen.
SpalterG schrieb am
Paul Stanik schrieb am
Erstmal Danke für den Hinweis
In der News steht doch: "Die Hersteller von Silizium-Wafern erwarten einen Einbruch der Nachfrage von 12 Zoll-Produkten durch den schwachen Speicherchipsektor."
Besterino schrieb am
Im Übrigen sind 12-Zoll Wafer (300mm) nach wie vor der absolute Standard bei den meisten Fertigungsprozessen. 350mm bzw. 400mm oder gar 450mm Wafer sind "the hot shit", 300mm "good old trusted" Technik. Fab 18 von TSMC (geplant für 2020) ist z.B. wohl auch noch auf 300mm.
Dass man aus der Meldung irgendwas "Neues" in Bezug auf Speichernachfrage/-preise schließt, ist schon echt sportlich – machen die Kollegen bei Digitimes übrigens aus gutem Grund nicht. Dort ist das – völlig zu Recht – eine Meldung zu einem Wafer-Hersteller und der wirklich EINZIGE Bezug zu Arbeitsspeicher ist der Hinweis auf die Nachfrage bei dem für diesen Hersteller relevanten Kundentyp.
Richtig kurios wird es dann, unter der Überschrift "Arbeitsspeicher" zu Intels 10/14nm Fertigungsprozessen zu spekulieren. Das hat mit dem Thema mal so gar nichts mehr zu tun. Nur weil sich hierzulande wohl kaum einer dafür so richtig für Wafer und das große Bild im Herstellungsprozess interessiert, muss man das Ding nicht für eine News so aus dem Kontext ziehen und mit Spekulationen / sportlichen Schlussfolgerungen spicken. Habt Ihr nicht nötig, weniger ist dann mehr.
Mindestens solltet Ihr bitte Überschrift, Zwischenüberschrift, Aufreißer und Text/Inhalt besser aufeinander abstimmen.