Schlagwort: Cube

Wer sich einen der kleineren Cubes zulegt oder für Mini-ITX-Projekte nach besonders kurzen und trotzdem kühlen sowie leisen Karten sucht, der steht nur allzu oft vor der alles entscheidenden Frage, was er sich denn nun eigentlich kaufen sollte.

Gut geeignete und sehr kleinformatige Karten wie die Minis von Asus oder HIS stehen leider nicht gerade für eine extreme Vielfalt und Aktualität – und doch gibt der Markt mehr her, als man vielleicht auf den ersten Blick annehmen könnte!

Denn fast jeder Hersteller bietet auch leicht “abgespeckte” Varianten seiner Gaming-Boliden an, die sich meist an Systemintegratoren richten und nur im Massenabsatz auch ordentlich Gewinn abwerfen. Deshalb versuchen die Hersteller solcher Karten auch fast nie, diese Produkte aktiv zu bewerben. Zu unscheinbar und dem vermeintlichen Ideal so gar nicht entsprechend sind sie und dabei oft noch etwas lauter und wärmer als die großen Schwestern.

Und doch besitzen viele dieser Karten ein Potenzial, das man sich zu Nutze machen kann – und mit wenigen Handgriffen verkehrt sich so ein vermeintlicher Nachteil ganz schnell in einen unschlagbaren Vorteil!

Die Gigabyte GTX 960 OC ist so eine Karte, der man auf den ersten Blick das Potenzial nicht so recht ansehen mag. Dabei haben wir schon bei der von uns modifizierten Galax GTX 970 OC bewiesen, dass kurz nicht unbeding unvernünftig oder langweilig sein muss. Im Gegenteil, wir erzielen sogar noch einen gehörigen Mehrwert, weil weniger nämlich auch in so manchem Falle viel mehr sein kann!

Ohne allzu sehr zu spoilern können wir jetzt schon verraten, dass wir die Leistungsaufnahme um erstaunliche 24 Prozent senken konnten, ohne dabei nennenswert an Gaming-Performance einzubüßen!

Zur GTX 960 an sich ist mittlerweile genug geschrieben worden. Da wir uns nicht wiederholen wollen, verweisen wir an dieser Stelle auf unseren Launch-Artikel, unser Übertaktungs-Special und den SLI-Test. Doch wenn man genau hinsieht, haben wir uns immer nur nach oben hin orientiert, um noch mehr Leistung aus den Produkten herauszukitzeln bzw. diese nach ihrer Performance bewertet.

Kehrt man diesen Ansatz um, dann kann man auch die Frage stellen: Was erreicht man mit möglichst geringem Einsatz und welche Chancen eröffnen sich dadurch für den Bau diverser Nischenlösungen, die man mit den originalen Werksvorgaben nicht oder nur schwer realisieren könnte?

Packen wir’s an – oder besser: packen wir’s rein – und lassen eine dieser kleinen GTX 960 auf allerengstem Raum in einem kleinen Show-Case von Lian Li zur Höchstform auflaufen! Wir liefern dazu natürlich auch ein wenig Theorie und genaue Messergebnisse, denn belegen wollen wir unsere Resultate ja schließlich auch.

Zunächst haben wir uns jedoch erst einmal die Karte besorgt, denn wie bereits geschrieben: So wirklich beworben wird sie (leider) nicht. Doch wenn man will, wird man knapp 195 Euro durchaus fündig. In der abschließenden Tabelle listen wir noch einmal kurz auf, was der Markt derzeit an verwertbaren Mini-Karten dieser Leistungsklasse hergibt:

GeForce GTX 760 GeForce GTX 960 Radeon R9 285
Shader-Kerne: 1152 1024
1792
Textur-Einheiten: 96 64 112
ROPs: 32 32
32
Fertigungsprozess: 28 nm 28 nm
28 nm
Kerntakt: 980/1033 MHz 1126/1178 MHz
bis zu 918 MHz
Speichertakt: 1502 MHz GDDR5 1752 MHz GDDR5
1375 MHz GDDR5
Speicherbus: 256 Bit 128 Bit
256 Bit
Speicherbandbreite: 192,2 GByte/s 112,2 GByte/s
176 GByte/s
Idle/Max. TDP: 170 Watt 120 Watt
190 Watt
Stromversorgung: 2 x 6 Pin 1 x 6 Pin
2 x 6 Pin

Auf der diesjährigen CeBIT konnten wir bereits einen ersten Blick auf das kleine Gehäuse werfen, dessen Aufbau und Unterbringungsmöglichkeiten sofort unser Interesse weckten: Das Gehäuse besteht aus zwei nebeneinander liegenden Kammern. Dabei beherbergt die in der frontalen Draufsicht linke Kammer das Mainboard sowie die direkt darauf aufgesteckten Kernkomponenten, während die rechte Kammer als separater Lagerraum für das Netzteil und den Großteil der Festplatten genutzt werden kann.

Der Vorteil dieses Doppelkammer Designs besteht in der Separation der zu besonders hoher Temperaturentwicklung neigenden Kernkomponenten,  die von einem eigenen, ungehinderten Luftstrom profitieren sollen. Da das Node 804 darüber hinaus die Möglichkeit mitbringt, bei Bedarf gleich mehrere Radiatoren oder Kompaktwasserkühlungen einzusetzen, hat es das Potenziel, sich als echter Kühlungsexperte mit geringem Platzbedarf zu entpuppen.

Auf 30,7 x 34,4 x 38,9 cm wird eine Menge Platz für ITX oder m-ATX Systeme geboten: 16 cm hohe Prozessorkühler, 32 cm lange Grafikkarten, bis zu 10 Lüfter, bis zu 28 cm große Wärmetauscher und 12 Festplatten klingen beeindruckend. Die herstellertypische, dreistufige Lüftersteuerung fehlt ebensowenig wie eine umfassende Staubschutzfilterung.

Zudem sorgt ein seitliches Sichtfenster für den Blick auf die inneren Werte. Der Preis für das derzeit noch nicht lieferbare Gehäuse wird sich gemäß der derzeitigen Listungen in den einschlägigen Preisvergleichen voraussichtlich bei um die 90 Euro einpendeln.

Verpackung und Lieferumfang

Wie üblich verschickt Fractal Design das Gehäuse in schlichter Kartonage. Der Lieferumfang umfasst neben einer vorbildlichen Montageanleitung einschließlich einer Fülle exakter Kompatibilitätsangaben und Maßangaben auch ein Konvolut an Schrauben, einige zusätzliche Entkopplungsgummis zur Laufwerksmontage, Kabelbinder sowie eine Adapterschiene zum Verbauen eines optischen Slot-In-Laufwerks im Slim-Format.

Technische Spezifikationen und Bedienelemente

Fractal Design Node 804
Typ: Cube
Abmessungen (HxBxT): 30,7 x 34,4 x 38,9 cm
Gewicht: ca. 6 kg
Material: Stahl
Kunststoff (Frontblende, Deckelblende)
Aluminium (Frontblende)
Formfaktor: Micro-ATX, ITX
Einbauschächte: 1x 5,25″ Slot-in Slim (extern)
8x 3,5″ (intern)
2x 3,5 oder 2,5“ (intern)
2x 2,5“ (intern)
PCI-Steckplätze: 5
Lüfter vorinstalliert: 1x 12 cm Front links (bis zu 1200 U/min.)
1x 12 cm Heck links (bis zu 1200 U/min.)
1x 12 cm Heck rechts (bis zu 1200 U/min.)
 Lüfter optional: 1x 12 cm Front links
2x 12 cm Front rechts
2x 12/14 cm Deckel links
2x 12/14 cm Deckel rechts
Wasserkühlung optional: 1x 14 cm Heck rechts (statt werksseitig verbautem 12 cm Lüfter)
12 x 28 cm und 14 x 32,5 cm Deckel oder zwei 12 x 27,8 cm Front (exakte Maße siehe Testabschnitt)
CPU-Kühler: bis 16 cm Höhe (Herstellerangabe); bis 16,4 -16,5 cm Höhe (eigene Messung)
Grafikkarte: bis 29/32 cm (mit/ohne Frontlüfter auf Höhe der Grafikkarte, Herstellerangabe)
Netzteil: ideal: bis 20 cm inkl. abstehender Kabel; möglich: bis 32 cm inkl. abstehender Kabel
Kabelmanagement: Bedingt durch den Zwei-Kammer-Aufbau können Kabel problemlos in der rechten Kammer außerhalb des Sichtfelds untergebracht werden
Marktpreis: Um 90 Euro (Straßenpreis zum Launch)

Um die dezente Gehäuseoptik nicht zu stören, befinden sich sämtliche Frontanschlüsse übrigens auf der rechten Seite. Das ist weniger praktisch, wenn man das Node 804 so auf dem Schreibtisch aufstellt, dass man über das Seitenfenster Einblick auf die verbaute Hardware nehmen kann, sieht aber zweifellos besser aus. Zwei USB 3.0 Steckplätze, HD-Audio Anschlüsse und ein Power Taster stehen hier zur Verfügung. Ein Reset Taster wurde jedoch nicht vorgesehen.

Nachdem Cooltek mit den „Coolcube“ genannten ITX-Gehäuse bereits zu Beginn des Jahres sein zeitlos-elegantes und dennoch aufreizendes kleines Schwarzes aus gebürstetem Aluminium vorstellte, folgt nun mit dem „Coolcube Mini“ die kleine Schwester, die sich in einem gar noch knapperen und voll wohnzimmertauglichen Kleid präsentiert.

Beiden Gehäusen im Cube-Format gemein ist die robuste Materialbasis: Hier sorgt 1,5 mm dickes Aluminium für einen soliden und gänzlich verwindungssteifen Grundaufbau sowie eine ausgesprochen ansprechende haptische Kontaktaufnahme. Gegenüber der großen Schwester entfallen die beiden PCI-Slots zur Nutzung einer zusätzlichen Grafikkarte. Im Gegenzug gibt sich das Coolcube Mini seinem Namen mit einem Innenvolumen 6,8 statt 10,08 Liter entsprechend noch einmal deutlich kleiner. Damit eignet es sich augenscheinlich entweder zum Aufbau eines System auf Basis einer universal potenten APU, oder aber zur Realisierung einer heimischen Multimediazentrale mit Stromsparcharakter. Sollte hierzu ein externes Netzteil genutzt werden, liegt eine entsprechende Blende für die SFX-Netzteil-Öffnung an der Rückseite bei.
Der Preis für das Cooltek Coolcube Mini wird voraussichtlich bei moderatenn € 55 liegen. Dafür wird ein attraktives Äußeres und durchdachtes Inneres geboten. Die mit Löchern versehene Seitenwand und die Möglichkeit zur Montage eines Zusatzlüfters sollten eine ausreichende Kühlung ermöglichen, zudem stehen ausstattungsseitig zwei USB-Anschlüsse in der aktuellen 3.0-Generation zur Verfügung.

Im Praxis-Teil testen wir zweierlei – einmal auf Basis eines kleineren Prozessors, der trotz der geringen Maße des Coolcube Mini kein Problem darstellen sollte, und einmal im Abschnitt “Tom’s Wahnsinn” auf Basis eines Intel Core i5-2500K. Kann das gut gehen? Wir werden sehen.

Lesen Sie bitte zuvor auch den ersten Teil:
Nachbauprojekt Silent-PC: Tom’s Cube – lautloses Gaming auf kleinstem Raum (Teil 1)

Was erwartet uns im Teil 2?

Im ersten Teil hatten wir unser Bauprojekt ja bereits in Betrieb genommen. Als reiner HTPC für minimale Spieleanforderungen bereits gut geeignet, wollen wir nun versuchen, in einzelnen Schritten dem Ziel eines Gaming-PCs näher zu kommen. Geringer Platz, Wärmeentwicklung und richtige Grafikkartenauswahl sind nur einige der antstehenden Probleme, die wir Stück für Stück lösen müssen.

Der PC aus dem ersten Teil - grafisch momentan nur mit der APU befeuert.Der PC aus dem ersten Teil – grafisch momentan nur mit der APU befeuert.

Allerdings müssen wir jeden der Schritte auch finanziell hinterfragen, denn beim Passivumbau kann man sehr schnell auch sehr viel Geld verbrennen. Außerdem wollten wir ja noch die Frage nach CrossfireX mit APU und aus diskreten Einzelkarten klären, schließlich hatten wir ja im ersten Teil auch ein für CrossfireX gut geeignetes Board empfohlen.

Das MSI A75-P35 lässt auch Drei-Slot-Lösungen zu und eignet sich daher auch für unsere Kombinationen kleinerer Karten mit großen VGA-Kühlern außerhalb der Kompatibilitätslisten. Für CrossfireX-Lösungen mit 2 diskreten Grafikkarten muss jedoch das Gigabyte-Board aus Teil 1 verwendet werden.

Wir experimentieren je nach Umbau in diesem zweiten Teil mit zwei Mainboards und bitten deshalb auch, den Hinweis auf das jeweilig verwendete Board zu berücksichtigen, wenn ein eigener Nachbau geplant ist!

Sei doch endlich mal leise!

Nein, wir wollen kein unartiges Kind erziehen, dafür gibts schließlich mehr oder weniger passende Formate im Privatfernsehen, wir widmen uns an dieser Stelle lieber den Unarten unserer Technik, hier konkret in der Form von entstehender Abwärme und den damit in der Folge verbundenen Geräuschen aktiver Entlüftung. Statt wütend zurück geschleudertem Spinat an der Wand riskieren wir höchstens Abstürze, Bluescreens und defekte Hardware. PCs können genauso bockig sein wie unser Filius, aber mit etwas Logik und Experimentierfreude sind sie dann doch einfacher zu bändigen.

Was also haben wir im Einzelnen vor? Ziel ist ein möglichst kleiner, dabei so schnell und trotzdem so leise wie möglich agierender PC, der auch beim moderaten Gaming nicht gleich klein bei gibt und zudem noch sparsam ist. Unmöglich? Dachten wir anfangs auch, nur die Technik macht durchaus große Schritte in die gewünschte Richtung und so haben wir nach einigem Experimentieren am Ende dann doch eine praktikable und zudem auch recht nachbausichere Variante gefunden, die wir in mehreren Teilen vorstellen wollen.

Den Großteil des Risikos nehmen wir dem Leser hierbei mit Absicht ab, denn der Einzelne wird kaum über die Vergleichs- und Testmöglichkeiten verfügen, die uns in der Redaktion zur Verfügung stehen. Deshalb ist dieser Nachbau-Vorschlag nicht nur thematisch in einzelne Schritte gegliedert, sondern wir erklären auch ganz genau, warum wir uns für das eine oder andere Produkt entschieden haben. Was erwartet den Leser nun im Detail?

• Die Auswahl des Kühlprinzips und des dazu passenden Gehäuses
• Das richtige Netzteil fürs Kühlprinzip
• Die Auswahl von CPU, Mainboard und Speicher
• Vorauswahl der restlichen Komponenten
• Die Auswahl des geeigneten CPU-Kühlers und Lüfters (3 Kühler und 8 Lüfter)
• Untervolten fur Dummies –  Sparen kann so einfach sein
• Einbau und Erstinbetriebnahme
• Ausbaustufe 1 – der lautlose HTPC ist fertig

Wir werden die Leistung im zweiten Teil steigern und z.B. zeigen wie man billig und mit eigenen Mitteln eine Passivgrafikkarte selbst baut, wie man professionelle VGA-Kühler verbaut und am Ende mit einem Kompromiss aus semi-passiver Kühlung und Leistungssteigerung das maximale Ergebnis für die gewählten Komponenten erreicht.

• Wir wollen auch richtig spielen, was tun?
• Verwendung kleiner käuflicher Passivkarten und deren Grenzen
• Resteverwertung für eine selbst umgebaute semi-passive HD 6670
• Dual-Grafik und Crossfire zur ersten Leistungssteigerung
• Steigerung der Gehäuselüftung mit niedrigstem Geräuschpegel
• Umbau stärkerer Karten mit handelsüblichen VGA-Lüftern
• Große Benchmark-Suite für verschiedene Ausbau- und Leistungsstufen

Es ist ein komplexes Thema, deshalb lässt sich all dies natürlich nicht in einen einzigen Teil pressen. Aber wir haben es auch so aufgeteilt, dass nach diesem ersten Teil bereits ein brauchbares Produkt fertiggestellt ist, das sich auch schon trefflich nutzen lässt. Doch genug geschrieben, fangen wir einfach an!

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