Schlagwort: benchmark

Einführung

Zusammen mit nPerf SAS aus Frankreich bieten wir unseren Lesern ab sofort einen ganz besonderen Service: einen echten Speed-Test für Eure Internet-Verbindungen! Doch nicht nur das, denn nPerf benötigt keine Installation irgendwelcher Plugins oder Flash, bietet dafür aber auch Statistiken, die Möglichkeit, Eure Messungen statistisch zu erfassen und vieles mehr. Wir haben deshalb nachfolgend das Wichtigste für Euch noch einmal zusammengefasst.

Wir bieten Euch, basierend auf lizensierten der nPerf-Integration, eine Internet-Speed-Test-Anwendung, die kostenlos genutzt werden kann. Jeder Leser kann diese Funktion nutzen, um die Geschwindigkeit seiner Internetverbindung zu messen. Alle Benutzer der nPerf-Anwendung, egal ob nun hier, auf Partnerseiten oder auf der nPerf-Homepage selbst, bilden zusammen das sogenannte Panel dieser fortlaufenden Studie. Diese nPerf-Studie basiert daher auf Millionen von Tests, und repräsentiert damit auch das umfangreichste Datenmaterial für Deutschland.

Hier klicken und den Speed-Test starten! Er steht ab sofort auch auf der Startseite in der rechten Toolbar zur Verfügung.

Geschwindigkeits- und Latenzmessungen

Die Hauptaufgabe des nPerf-Speed-Tests besteht darin, die maximale Kapazität der Datenverbindung in Bezug auf Geschwindigkeit und Latenz zu messen. Um dies zu erreichen, baut nPerf mehrere Verbindungen gleichzeitig auf, da nur die volle Ausnutzung der Bandbreite erlaubt, diese genau zu messen. Die für das sagenannte “Barometer” (deutschlandweite Auswertung) verwendete Bandbreite ist der Durchschnittswert, der von der Anwendung gemessen wird. Bandbreitenmessungen spiegeln somit die maximale Kapazität der Datenverbindung wider.

Diese Werte entsprechen möglicherweise nicht der realen und subjektiven Wahrnehmung bei normaler Verwendung des Internets, da hier nur auf nPerf-Servern gemessen wird und so mancher Anbieter von Webinhalten bereits von sich aus bandbreitenbezogen arg limitiert.

Die gemessene Bitrate kann ebenso von der Qualität des lokalen Netzwerks des Benutzers (negativ) beeinflusst werden. Diese mögliche Limitierung ist umso höher, je schneller die eigene Internetanbindung ist. Bei einer sehr schnellen Glasfaserverbindung kann daher eine lokale Verbindung über das WLAN oder PowerLAN den gemessenen Durchsatz erheblich reduzieren. Da diese Einschränkungen jedoch für alle Mitbewerber gleich ist, beeinflussen sie den eigentlichen Vergleich untereinander natürlich nicht. Testverfahren A wird also nicht schneller agieren können als Testverfahren B. Darüber hinaus weisen wir ja alle Benutzer auf diese Einschränkungen hin und empfehlen ausdrücklich, eine guter Ethernet-Verbindung zum eigenen Router im Heimnetzwerk zu nutzen.

Die verwendeten Server

Um Benutzern jederzeit eine maximale Bandbreite zu gewährleisten, setzt nPerf auf ein Netzwerk von Servern, die für diese Aufgabe auch wirklich geeignet sind. Diese Serversind in Deutschland oder im Ausland gehostet. Die verfügbare Gesamtbandbreite für Deutschland beträgt z.B. mehr als 25 Gb/s. Jeder Anwender kann, neben der automatischen Auswahl, natürlich auch selbst frei aus der Liste der angebotenen Server wählen.

Statistik und anonymisierte Auswertung aller Ergebnisse nur nach ISPs

Die erzielten Testergebnisse werden automatisch und manuell überprüft, um Überschneidungen zu vermeiden sowie mögliche missbräuchliche oder betrügerische Nutzungen auszuschließen. Um eine Studie zu ermöglichen, die den Verbrauchermarkt am besten abbildet, werden professionelle “Firmen” -Verbindungen vom Test ausgeschlossen. Tests, die über Mobilfunkverbindungen (2G, 3G, 4G) durchgeführt wurden, sind ebenfalls von der statistischen Erfassung ausgeschlossen. Vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 hat nPerf z.B. 5.978.334 Tests aufgezeichnet und gefiltert. Das Ergebnis dieser Studie ist durchaus beeindruckend, denn man erkennt die jeweiligen Anteile der Internet-Provider (ISPs) ziemlich deutlich:

Interessant ist auch die Auswertung der durchschnittlichen, über das gesamte Jahr zusammengefassten Download-Bitraten, die pro ISP sehr unterschiedlich ausfallen:

Interessant ist auch die Auswertung der wöchentlich zusammengefassten Durchschnittswerte:

Aus wenn der Kabelbetreiber Unitymedia hier noch mit am besten abschneidet, sind die Download-Schwankungen über den Tag, über die viele Kunden vor allen in den Hauptnutzungszeiten klagen, deutlich sichtbar:

Beim Upload sieht das Ganze schon ein wenig anders aus, denn vor allem die Kabelnetzanbieter limitieren diese Bandbreiten im Verhältnis zur Download-Rate sehr deutlich. Hier wird eigentlich nur das Nötigste geboten, wirklich performant ist es aber nicht. Zunächst auch hier wieder der Überblick fürs gesamte Jahr:

Auch die wöchentliche Auswertung ergibt ein eindeutiges Bild:

Bei den Latenzen betrachten wir ebenfalls erst einmal das gesamte Jahr als Übersicht:

Hier nun ebenfalls noch das wöchentliche Mittel über das gemessene Jahr:

Datenerfassung

Wir laden alle Leser und Besucher unserer Webseite herzlich ein, sich an dieser anonymisierten Erhebung zu beteiligen, wobei das eigentliche Angebot von nPerf nur in unsere Webseite eingebunden ist. Das Anlegen eines individuellen Accounts bei nPerf ist möglich, aber keine Pflicht und es werden von unserer Seite auch keinerlei Benutzerdaten an nPerf weitergegeben. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung und den betreffenden Informationen auf der Webseite von nPerf.

ASRock stellt mit der Radeon RX 580 Phantom Gaming X ein Erstlingswerk vor, bei dem man eigentlich eingedenk der langjährigen Erfahrungen der Mitbewerber mit diesen Modellen gar nichts falsch machen kann. Also quasi das ideale Testobjekt zum Üben. Denn die GPU ist ja keine echte Neuentwicklung, sondern nur die Fortschreibung dessen, was AMD mit “Ellesmere” und Polaris 10 bereits vor zwei Jahren begonnen hat.

Da unser Launchartikel “AMD Radeon RX 480 im Test: Kann Polaris gegen Pascal kontern?” bereits alle wichtigen theoretischen Grundlagen und tieferen Informationen zur Architektur enthält, schenken wir uns an dieser Stelle einfach die langatmige Wiederholung der Theorie und widmen uns lieber der Neuerscheinung.

Unboxing, Optik und Haptik

Mit einem Gewicht von nur 598 Gramm ist diese Karte fast schon ein Fliegengewicht, was auf einen eher zurückhaltend dimensionierten Kühler schließen lässt. Auch bei den Maßen ist die Karte eher Mittelmaß. Sie besitzt eine Einbaulänge von 26,7 cm (Außenfläche Slotblende bis Ende der Kühlerbdeckung), womit es eine durchschnittlich lange Karte ist. Mit 10,5 cm Höhe (ab Oberkante Mainboardslot bis Oberseite der Kühlerabdeckung ist sie zudem relativ niedrig, außerdem liegt die Einbautiefe mit 3,5 cm genau dort, wo man es für eine Dual-Slot-Karte erwartet.

Die zwei Lüfter mit einem Rotorblattdurchmesser von je 8,5 cm sitzen in einer Öffnung mit 8,7 cm Durchmesser. Insgesamt 9 Rotorblätter pro Lüfter sorgen mit ihrer speziellen Form vor allem für einen kräftigen Durchsatz und weniger für Verwirbelungen; sie erzeugen also etwas mehr statischen Druck. Ob und wie laut das Ganze dann wird, werden wir gleich noch sehen.

Auf eine Backplate verzichtet ASRock, was bei den gängigen Preisen von 1 bis 2 USD inclusive Montage-Mehraufwand aus finanzieller Hinsicht sogar sinnvoll erscheint. Denn stabilisieren muss sie eigentlich nichts, dafür ist der Kühler auf der Gegenseite zu leicht.

Man sieht an der Unterseite der Karte bereits deutlich, dass auch ASRock bei den AMD-Karten auf die in dieser Leistungsklasse üblichen, horizontal angeordneten Lamellen setzt. Der Vorteil liegt darum, dass die erwärmte Abluft nicht gegen Seitenwand und Mainboard gedrückt wird, sondern zum Teil sogar direkt aus dem Gehäuse befördert werden kann.

Auch die Oberseite zeigt deutlich, dass ASRock bei der Form und Gestaltung den Mitbewerbern folgt. Außerdem ist am Ende der Platine der einzelne 8-Pin Spannungsversorgungsanschluss positioniert, der um 180° gedreht wurde. Auf einen beleuchteten LED-Schriftzug verzichtet man hingegen. Der Heatsink zeigt außer den Enden der zwei 6-mm- und der einen 8-mm-Heatpipes nicht Auffälliges.

Das offene Ende der Karte dient zum Abluftauslass, außerdem steht der Kühler ein ganzes Stück über, da die Platine wesentlich kürzer ist.

Die Slotblende besitzt fünf Anschlüsse. Ein einzelner HDMI-2.0-Anschlüsse und drei DisplayPorts 1.4 stehen dem Anwender zur Verfügung. Der DVI-D-Anschluss ist eine logische Ergänzung, die sich vor allem an Aufrüster mit älteren Monitoren richtet. Da die Slotblende jedoch auch zum Luftaustritt genutzt wird, ist dessen Anwesenheit kühltechnisch eher kontraproduktiv.

Technische Eckdaten

Abschließend werfen wir noch einen ersten Blick auf die rein technischen Daten. Der als maximaler Takt angezeigte Wert ist hingegen eher eine Wunschvorstellung, die innerhalb des gesteckten Power- und Temperatur-Limits kaum oder überhaupt nicht zu erreichen sein dürfte. Aber lassen wir uns überraschen.

Verglichen mit den relevanten (Referenzkarten) sieht dies dann so aus:

Nvidia
GeForce
GTX 970   
Nvidia
GeForce
GTX 1060
AMD
Radeon
RX 480
ASRock
RX 580
Phantom Gaming
Sapphire
RX 580
Nitro+   
AMD
Radeon
R9 390X
Shader-
Einheiten
1664 1280 2304 2304 2304 2816
ROPs 56 48 32 32
32
64
GPU GM204 GP106 Ellesmere Ellesmere
(“Polaris 20”)
Ellesmere
(“Polaris 20”)
Hawaii/
Grenada
Transistoren 5 Mrd. 4.4 Mrd. 5.7 Mrd.
5.7 Mrd. 5.7 Mrd. 6.2 Mrd.
Speichergröße 4 GB 6 GB 8 GB 8 GB 8 GB 8 GB
Interface 256 bit 192 bit 256 bit 256 bit 256 bit 512 bit
GPU-Takt
MHz
1051+ 1506+ 1266
1380
1411
1050
Speichertakt
MHz
1750 1750 2000
2000
2000
1500

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung erneut verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,3 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
G.Skill TridentZ DDR4 3600
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Betriebssystem Windows 10 Pro (1709, alle Updates), Treiber Stand 29.04.2018

Der VRMark Cyan Room ist der erste Benchmark von Futuremark, der die Direct-X12-API nutzt und speziell für eien Bewertung von VR-Brillen gedacht ist. Er bietet vergleichsweise große und komplexe Umgebungen sowie eine Vielzahl von Spezialeffekten. Es besteht die Möglichkeit sich in Echtzeit in der virtuellen Umgebung zu bewegen, zudem kann die Detailsstufe angepasst werden, um die Leitungsfähigkeit der verschiedene Brillen zu testen.

Cyan Room schließt sich an Orange Room und Blue Room an, den beiden anderen Benchmarks für das Bemessen der Leistung von VR-Brillen, allerdings wird bei diesen beiden Formaten auf Direct X12 verzichtet. Allerdings scheint die Schnittstelle bei VR-Entwicklern auf droßen Zuspruch zu stoßen, da sie dank der Möglichkeit des direkten Zugriffs aus CPU und GPU mehr Möglichkeiten zur Optimierung bietet.

Der Cyan-Room-Testlauf soll ab 22. November zur Verfügung stehen und kann sowohl als Advanced- wie auch Professional-Version kostenfrei genutzt werden.

Genau das bleibt aber am Ende die spannendste Frage dieses Tages, denn von einer breiten Verfügbarkeit und vor allem stabiler Software war ja bisher kaum etwas zu spüren. Es kann also eigentlich nur besser werden.

Doch was bleibt einem am Schluss übrig, wenn man, aus welchen Gründen auch immer, erst einmal kein Sample erhält, um pünktlich zum vorgezogenen Launchtag mit am Start sein zu können? Wir haben deshalb versucht, mit einem zusätzlichen Abschnitt zur VR-Performance und einer Effizienzbetrachtung wenigstens noch etwas Mehrwert zu generieren, um nicht das 1001. Review von der Stange anzubieten, das eh keinen mehr interessiert.

Gerade der VR-Bereich rund um unsere FCAT-Messungen zeigt jedoch, dass nicht nur AMD offene Baustellen ohne Absicherung betreibt. Wir haben unseren Test nämlich mehrmals verschieben müssen, weil eine FCAT-Bibliothek fehlerhaft war. Zusammen mit Nvidia konnten wir dann exklusiv auch die neueste Software testen und nutzen. Zumindest diese Werte sind also auch exklusiv aktuell nur hier zu lesen und es hat schon einen gewissen Unterhaltungswert, dass sich sogar Nvidia extra bemüht, damit indirekt einen RX Vega56 Artikel noch einigermaßen zeitnah zu gewährleisten.

Wir verweisen an dieser Stelle natürlich auch noch einmal auf unseren Test der Vega Frontier Edition und den Launchartikel zur RX Vega64, die beide dann auch die entsprechenden Informationen zur Technologie und Theorie unter der Haube enthalten. Darüber hinaus hatten wir ja auch schon mit dem Wasserkühlungsumbau (“Übertaktet und abgekocht: AMD Radeon RX Vega64 wassergekühlt“) ein weiteres Follow-Up veröffentlicht, das andere Facetten zeigen konnte.

Was unterscheidet die Radeon RX Vega56 von der RX Vega64?

Die Radeon RX Vega 56 nutzt den gleichen Vega-10-Prozessor, wie wir ihn auch in der Vega64 finden. Es ist ein 486 mm² großer Chip mit 12,5 Milliarden Transistoren, der in GlobalFoundries 14LPP-Prozess hergestellt wird. Man findet vier Shader Engines, jede mit eigenem Geometrieprozessor und Draw Stream Binning Rasterizer.

Besitzt die RX Vega64 noch 64 aktive Compute Units in diesen Shader Engines, deaktiviert AMD bei der RX Vega56 zwei CUs pro Shader Engine, so dass es am Ende auf 56 hinausläuft. Womit sich dann auch die Namensgebung erklärt. Bei 64 Stream-Prozessoren und vier Textureinheiten pro CU erhält man folgerichtig 3584 Stream-Prozessoren und 224 Textureinheiten – also ca. 88% der Vega-NCU-Ressourcen.

Die niedrigere Rechenleistung und der gringere Texturendurchsatz sind auch durch die niedrigeren Basis- und typischen Boost-Taktraten bedingt. Die Radeon RX Vega56 taketet im Vergleich zur Vega64  nur noch mit 1156 MHz statt 1274 MHz, während der mögliche Boost-Takt der RX Vega56 bei 1471 MHz im Vergleich zu den 1546 MHz der RX Vega64 liegt. Die theoretische SP-Performance sinkt damit von maximal 13,7 TFLOPS auf 10,5 TFLOPS, wobei dies natürlich nur absolute Peak-Werte sind.

Jeder der Shader-Engines von Vega 10 besitzt vier Render-Back-Ends, die 16 Pixel pro Takt-Zyklus liefern, woraus sich die 64 ROPS ergeben. Diese Render Back-Ends hängen gemeinsam am L2, der jetzt 4 MB groß ist, während Fidji noch mit zwei MB L2-Kapazität auskommen müsste. Idealerweise bedeutet dies, dass die GPU weniger häufig auf den HBM2 zugreifen muss und die Abhängigkeit von Vega 10 von der Speicherbandbreite verringert. Da die Taktraten von Vega 10 auf der 56-Cu-Karte bis zu 40% höher sind als noch bei als Fiji ‘s, jedoch die Speicherbandbreite auf 102 GB/s sinkt, sollte ein größerer Cache hier also durchaus hilfreich sein, um Flaschenhälse auf dem Flaggschiff zu verhindern.

Der Einsatz von HBM2 ermöglicht AMD die Halbierung der Anzahl der Speicher-Stacks auf dem Interposer im Vergleich zu Fiji, was den aggregierten 4096-Bit-Bus quasi halbiert. Im Vergleich zu den 4GB-HBM-Modulen der Radeon R9 Fury X, nutzt die Radeon RX Vega56 recht komfortable 8 GB mit 4-Hi-Stacks, ähnlich wie die Vega64. Mit einer 1,6 GB/s Datenrate schafft man dann 410-GB/s-Bandbreite, was in der Theorie die Werte einer GeForce GTX 1070 bzw. GTX 1080 mit GDDR5 bzw. GDDR5X deutlich übertrifft.

Optik, Haptik und Anschlüsse

Die ca. 1064 Gramm schwere Karte (14 Gramm mehr als die Frontier Edition) ist 26,8 cm lang (ab Außenkante Slot-Blende bis Ende Gehäuse), 10,5 cm hoch (ab Oberkante Mainboard-Slot bis Oberkante Gehäuse) und 3,8 cm tief. Damit ist es eine echte Dual-Slot-Karte, auch wenn die Backplate noch einmal ca. 0,4 cm auf der Rückseite benötigt.

Gehäuseabdeckung und Backplate sind aus schwarz eloxiertem Aluminium, welches sich wertig und kühl anfasst. Die Oberflächenstruktur des Deckels wurde einfach per Kaltverformung vor dem Eloxieren realisiert. Alle Schrauben sind mattschwarz lackiert. Nur das aufgedruckte, rote Radeon-Logo an der Front hebt sich farblich deutlich ab.

Die Oberseite ist geprägt von den beiden 8-Pin PCIe-Spannunsgversorgungs-Anschlüssen, sowie dem beleuchteten, roten Radeon-Logo. Außerdem finden wir einen BIOS-Umschalter, der auf ein BIOS mit deutlich niedriger Leistungsaufnahme zugreifen lässt. Leiser, kühler und natürlich auch etwas langsamer. Zusammen mit den drei neuen Modi im Wattman “Turbo” (max. Power Limit), “Balanced” (Standardvorgabe) und “Power Save” (min. Power Limit) ergeben sich so mehrere Variationsmöglichkeiten, auf die wir später noch eingehen werden.

Das Kartenende ist geschlossen und am Rahmen findet man die bei Workstation-Karten üblichen Löcher fürs Mounting. Die mattschwarz pulverbeschichtete Slot-Blende beherbergt drei DP-Anschlüsse und einen HDMI-2.0. Auf einen DVI-I hat man aus strömungstechnischen Gründen cleverer Weise verzichtet, denn die Blende ist gleichzeitig ja der Auslass der warmen Abluft aus dem Kühlsystem.

Modell Radeon
Vega64
Radeon
Vega56
Radeon
R9 Fury X
Geforce
GTX 1080
Geforce
GTX 1070
GPU Vega 10 XTX Vega 10 XTX Fiji XT GP104 GP104
Chipgröße 484 mm² 484 mm² 596 mm² 314 mm²  314 mm² 
Transistoren 12.5 Mrd. 12.5 Mrd. 8.9 Mrd. 7,2 Mrd. 7,2 Mrd.
GPU-Basistakt/
Boost-Takt
1247 MHz
1630 MHz
1156 MHz
1471 MHz
k.A.
1050 MHz
1606 MHz
1733 MHz
1506 MHz
1683 MHz
Shader/SIMD 4096/64 3584/56 4096/64 2560/20 1920/15
Textur-Einheiten/ROPS
256/64 224/64 256/64 160/96 120/64
Speicheranbindung 2048 Bit 2048 Bit 4096 Bit 384 Bit 352 Bit
Speichertyp HBM2 HBM2 HBM GDDR5X GDDR5
Speicherbandbreite
483,8 GB/s 410 GB/s 512,0 GB/s 320,3 GB/s 256,3 GB/s
Geschw. Grafikspeicher
1,89 Gbps 1,6 Gbps 1,0 Gbps 10,0 Gbps 8,0 Gbps
Speicherausbau
8 GB 8 GB 4 GB 8 GB 8 GB
DX12 Feature-Level 12_1 12_1 12_0 12_1 12_1
PCIe-Buchsen 2 × 8-Pin 2 × 8-Pin 2 × 8-Pin 6 + 8-Pin 8-Pin
TBP 295 Watt 210 Watt 275 Watt <250 Watt  <150 Watt 

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung erneut verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,3 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
Corsair Vengeance DDR4-3200
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
Alphacool Eiszeit 2000 Chiller
2x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Treiber Radeon: 17.20.1035
Quadro: R381 U2 (382.05)
Betriebssystem Windows 10 Pro (Creators Update, alle Updates)

Das alles klingt erst mal einfach, ist es dann in der Praxis sogar auch. Anstelle eines Wasserblocks lege man einfach eine flache Heatpipe auf einen großflächigen Heatsink und lasse optional Wasser durchlaufen, um die Abwärme aufzunehmen und abzutransportieren. Fertig ist eine relativ einfach gestrickte Wasserkühlung, die parallel zur normalen Luftkühlung genutzt werden und diese sogar komplett ersetzen kann.

Dass so ein Kompromiss, denn es ist ja nun mal einer, trotzdem noch ganz gut funktionieren kann, wird der heutige Test zeigen. Allerdings sollte man, auch wegen der nötigen technischen Einschränkungen und Vorgaben, vor allem vom Wasserkühler keine Wunder erwarten.

Da die eigentliche Performance aller Boardpartnerkarten eher vom tatsächlich erreichten Boost-Takt, und somit ursächlich von der Kühlung, dem Power Target und vor allem auch der Güte des jeweiligen Chips abhängen, ist jeder nur auf Benchmarkbalken basierende Test eher eine auf Zufällen basierende Momentaufnahme eines einzelnstehenden Exemplars. Genau deshalb haben wir den Schwerpunkt dieser Einzelreviews vor allem auf die eigentliche technische Umsetzung jedes Modells gelegt und dies mit unserem Equipment auch sehr gut dokumentieren können.

Unboxing, Abmessungen und Anschlüsse

Die Karte ist wuchtig, optisch auffällig und auch sonst kein verschämtes Mauerblümchen, sondern eher ein selbstbewusster Exot. Auf das interessante Kühldesign werden wir jedoch später noch einmal gesondert eingehen.

Die wichtigsten Features zeigen wir zunächst zusammengefasst in einer Tabelle:

Übersicht der Einbaumaße, Features und Anschlüsse
Einbaulänge:
29,4 cm (Slot-Blende bis Ende Cover)
30,0 cm (Slot-Blende bis Kabelbaum)
Einbauhöhe:
14,5 cm (Oberkante Slot bis Oberkante Karte)
Einbautiefe:
3,8 cm (2,5-Slot)
0,5 cm Backplate
Gewicht:
1636 Gramm
Backplate: Ja, mit RGB-Logo
Kühlung: Hybrid aus Wasser- oder Luftkühlung
Horizontal ausgerichtete Kühllamellen
Lüfter:
2x 10 cm (9,6 cm Rotordurchmesser)
Anschlüsse Slotblende:
2x DisplayPort 1.4
2x HDMI 2.0
1x Dual-Link DVI-I
Sonstige Anschüsse:
2x SLI Connector
Geregelte Gehäuselüfterausgänge
RGB-Ausgang
Diverse Messpunkte
Spannungsversorgung:
2x 8-Pin PCI-Express

Außenansichten

Betrachten wir nun die Karte von außen. Asus legt zwar Wert auf einen guten optischen Ersteindruck, allerdings ist die gesamte Frontabdeckung nur aus einfachem Kunststoff. Einzige Akzente sind die RGB-Effekte auf der Ober- und Rückseite, sowie der sichtbare Kühleranschluss mit den Gewindeanschlüssen. Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken.

Spezifikationen

Der GPU-Z Screenshot zeigt uns bereits vorab die wichtigsten Eckdaten, wobei der tatsächlich erreichte Boost bei unserem Modell deutlich höher lag:

Abschließend das Ganze noch einmal als tabellarischer Vergleich zu den anderen, relevanten Grafikkartenmodellen:

Nvidia
Titan X
(Pascal)
Nvidia
GeForce
GTX 1080 Ti FE
Asus
GTX 1080 Ti
ROG Poseidon
Platinum
Nvidia
GeForce
GTX 1080 FE
Nvidia
GeForce
GTX 980 Ti
GPU
GP102 GP102 GP102 GP104 GM200
CUDA-Kerne
3584 3584 3584 2560 2816
Basistakt 1417 MHz 1480 MHz 1595 MHz
1607 MHz 1000 MHz
Boost-Takt
1531 MHz+ 1582 MHz+ 1709 MHz
1733 MHz+ 1076 MHz+
Speichergröße & -typ
12 GByte
GDDR5X
11 GByte
GDDR5X
11 GByte
GDDR5X
8 GByte
GDDR5X
6 GByte
GDDR5
Die-Größe
471 mm² 471 mm² 471 mm² 314 mm² 601 mm²
Prozesstechnik
16 nm 16 nm 16 nm 16 nm 28 nm
Transistoren
12 Mrd. 12 Mrd. 12 Mrd. 7,2 Mrd. 8 Mrd.
Streaming Multiprozessoren (SM)
28 28 28
20 22
GFLOPS (Basistakt)
10.157 10.609 11.068
8.228 5.632
Textureinheiten
224 224 224 160 176
Texturfüllrate
317,4 GT/s 331,5 GT/s 357,3 GT/s
257,1 GT/s 214 GT/s
ROPs
96 88 88
64 96
Pixelfüllrate
136 GPix/s 130,24 GPix/s 140,4 GPix/s
114,2 GPix/s 116,7 GPix/s
Speicherdatenrate
10 GBit/s 11 GBit/s 11 GBit/s 10 GBit/s 7 GBit/s
Speicherbus
384 Bit 352 Bit 352 Bit 256 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite
480 GByte/s 484,4 GByte/s 484,4 GByte/s 320 GByte/s 336 GByte/s
L2-Cache
3 MByte 2816 KByte 2816 KByte 2 MByte 3 MByte
TDP
250 Watt 250 Watt 275 Watt (PT)
180 Watt 250 Watt

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -Methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung noch einmal verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,3 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
Corsair Vengeance DDR4-3200
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
Alphacool Eiszeit 2000 Chiller
2x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik

Als PC-Partner Brand (neben Inno3D und Manli) feierte Zotac letzten Winter stolz das 10-jährige Bestehen. Dass das Geschäft bisher so gut lief, liegt nicht nur an den Massenprodukten im Einsteigersegment und der Mittelklasse, sondern eben auch an den Karten für Enthusiasten, denen man nunmehr mit der Zotac GTX 1080 Ti Amp! Extreme Edition ein neues Flaggschiff in die Ahnengalerie stellt.

Da sich die Spezifikationen der Standard- bzw. Referenzmodelle (“Nvidia GeForce GTX 1080 Ti 11GB im Test“) nicht Gaming-Zielgruppen-like in Szene setzen lassen, muss es dann schon ein wenig mehr sein und so greift auch Zotac tief in die Materialkiste und schickt den neuesten Sprössling gleich zu den starken Jungs ins Superschwergewicht. Warum nur kleckern, wenn man ordentlich einen draufsetzen kann? Sparringspartner gibt es genug, doch wie gut funktioniert der beworbene Dampfhammer nun wirklich? Wir haben dazu viele detaillierte Antworten auf die wichtigsten Fragen, versprochen.

Da die eigentliche Performance aller Boardpartnerkarten eher vom tatsächlich erreichten Boost-Takt, und somit ursächlich von der Kühlung, dem Power Target und vor allem auch der Güte des jeweiligen Chips abhängen, ist jeder nur auf Benchmarkbalken basierende Test eher eine auf Zufällen basierende Momentaufnahme eines einzelnstehenden Exemplars. Genau deshalb haben wir den Schwerpunkt dieser Einzelreviews vor allem auf die eigentliche technische Umsetzung jedes Modells gelegt und dies mit unserem Equipment auch sehr gut dokumentieren können.

Unboxing, Abmessungen und Anschlüsse

Die Karte ist das, was man salopp als “dicken Klopper” bezeichnet, der auch optisch schon vor Kraft kaum laufen kann. Um die Muckis noch besser in Szene zu setzen, ist es in gewissen Pumperkreisen ja nicht ganz unüblich, viel zu knappsitzende Klamotten zu tragen, in denen man eher wie Hassan, die adrenalingefüllte 2-Slot-Leberwurst daherkommt. Nicht so die Amp! Extreme Edition, die stolz auch Bauch zeigt und stattdessen lieber den ganzen umbauten Raum nur für sich selbst beansprucht.

Mit einem extremen Gewicht von 1,568 Kilo, überdurchschnittlichen 31 cm realer Einbaulänge (Außenkante Slot-Blende bis Ende des Covers), einer Höhe von 13 cm (Oberkante Mainboard-Slot bis Oberkante Abdeckung) und einer Einbautiefe von wuchtigen 5,3 cm ist die 2,5-Slot-Karte nämlich ein echtes Dickerchen, das auf der Rückseite dann auch noch einmal ca. 0,5 cm Platz benötigt, was man bei großen Turmkühlern unbedingt berücksichtigen sollte.

Der Materialmix aus überwiegend Kunststoff für die Abdeckung fasst sich trotzdem noch einigermaßen wertig an. Die Design-Linie wird konsequent weiterverfolgt und man findet außer einigen zeitgemäßen Modifikationen keine wirklichen optischen Überraschungen. Die Backplate ist gleichzeitig auch partiell eine Abdeckung für Bereiche der Ober- und Unterseite, stabilisiert aber nur und soll vor allem schön aussehen. Kühlen kann sie (noch) nicht und die Pad-Industrie hat mit Zotac auch noch keinen neuen Großkunden hinzugewinnen können. Aber das wird auch noch, wetten? Bei Sapphire findet man, nur eine Etage weiter, sicher auch erst einmal genügend Pads zum Ausborgen.

Die Oberseite ist geprägt vom RGB-hintergrundbeleuchteten Zotac-Logo, sowie einem nur weiß aufgedruckten “Geforce GTX”-Schriftzug. Die zwei 8-Pin-Spannungsversorgungsanschlüsse sitzen um 180° gedreht am Platinenende der Oberseite.

Unter- und Oberseite zeigen die vertikale Lamellenausrichtung des Kühlers und die Abwesenheit eines echten VRM-Heatsinks, der noch weitere Baugruppen aktiv mitkühlen könnte. Stattdessen sitzt dort auf der Platine ein Stück von oben angepustetes Strangaluminium, dessen kleinerer Bruder weiter rechts dann auch noch zum Zuge kommen wird. Ob sich das Splitting der Kühler noch rächt? Auch dazu werden wir Tests anstellen, denn etwas gesunde Skepsis macht sich da schon breit.

Das Ende der Karte zeigt zwei 8-mm- und drei 6-mm-Heatpipes für den rechten Teil des Kühleraufbaus. Allerdings ist von dieser Seite aus die sechste, eine weitere 6-mm-Heatpipe, von außen nicht sichtbar. Doch dazu später mehr. Bei der Anschlussvielfalt setzt man bei Zotac eher auf Standard-Kost aus einem HDMI-2.0-Anschluss, sowie drei DisplayPort-1.4-Buchsen und einem wiederbelebten Dual-Link DVI-D-Anschluss (Bild rechts). Den hatte Nvidia beim Referenzdesign schon mal vorsorglich eingespart.

Spezifikationen

Der GPU-Z Screenshot zeigt uns bereits vorab die wichtigsten Eckdaten, wobei der tatsächlich erreichte Boost bei unserem Modell deutlich höher lag:

Abschließend das Ganze noch einmal als tabellarischer Vergleich zu den anderen, relevanten Grafikkartenmodellen:

Nvidia
Titan X
(Pascal)
Nvidia
GeForce
GTX 1080 Ti FE
Zotac
GTX 1080 Ti Amp!
Extreme Edition
Nvidia
GeForce
GTX 1080 FE
Nvidia
GeForce
GTX 980 Ti
GPU
GP102 GP102 GP102 GP104 GM200
CUDA-Kerne
3584 3584 3584 2560 2816
Basistakt 1417 MHz 1480 MHz 1645 MHz
1607 MHz 1000 MHz
Boost-Takt
1531 MHz+ 1582 MHz+ 1759 MHz
1733 MHz+ 1076 MHz+
Speichergröße & -typ
12 GByte
GDDR5X
11 GByte
GDDR5X
11 GByte
GDDR5X
8 GByte
GDDR5X
6 GByte
GDDR5
Die-Größe
471 mm² 471 mm² 471 mm² 314 mm² 601 mm²
Prozesstechnik
16 nm 16 nm 16 nm 16 nm 28 nm
Transistoren
12 Mrd. 12 Mrd. 12 Mrd. 7,2 Mrd. 8 Mrd.
Streaming Multiprozessoren (SM)
28 28 28
20 22
GFLOPS (Basistakt)
10.157 10.609 11.068
8.228 5.632
Textureinheiten
224 224 224 160 176
Texturfüllrate
317,4 GT/s 331,5 GT/s 368,5 GT/s
257,1 GT/s 214 GT/s
ROPs
96 88 88
64 96
Pixelfüllrate
136 GPix/s 130,24 GPix/s 144,8 GPix/s
114,2 GPix/s 116,7 GPix/s
Speicherdatenrate
10 GBit/s 11 GBit/s 11 GBit/s 10 GBit/s 7 GBit/s
Speicherbus
384 Bit 352 Bit 352 Bit 256 Bit 384 Bit
Speicherbandbreite
480 GByte/s 484 GByte/s 492,8 GByte/s 320 GByte/s 336 GByte/s
L2-Cache
3 MByte 2816 KByte 2816 KByte 2 MByte 3 MByte
TDP
250 Watt 250 Watt 300 Watt (PT)
180 Watt 250 Watt

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -Methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung noch einmal verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,3 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
Corsair Vengeance DDR4-3200
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
Alphacool Eiszeit 2000 Chiller
2x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik

Die Radeon RX 550 ist eigentlich als einzige der nunmehr gelaunchten Grafikkarten von AMD wirklich neu und läuft intern als Polaris 12. Sie zielt eindeutig auf den Einsteigerbereich für unter 100 Euro ab und besetzt damit eine Marktnische, in der Nvidia aktuell keinerlei modernere Karten anbieten kann. Sie ist die direkte Nachfolgerin der noch auf dem Oland-Chip basierenden Radeon R7 250 und konkurriert, neben den hauseigenen APUs, nur noch mit Intels integrierter Grafik. Leichtes Spiel? Wir werden sehen.

Polaris 12 “Lexa” kurz vorgestellt

Der Wechsel von GCN Gen 1 auf GCN Gen 4 bringt neben eindeutigen Performance-Vorteilen auch noch den Sprung von 28 nm planar auf 14 nm FinFET (14LPP), was sich auch in einer nochmals gesteigerten Effizienz niederschlagen sollte. Betrachten wir nun einmal die nachfolgenden Schemen und suchen den Unterschied, denn Polaris 12 bietet bis zu 640 Shader, die in insgesamt 10 Compute Units (CU), sowie zwei Shader-Engines zusammengefasst sind  Bei Polaris 11 sind es hingegen 16 CUs in 2 Engines. Damit besteht, wie auch bei Polaris 11, die Möglichkeit zwei Primitives pro Takt abzuarbeiten.

Die Radeon RX 550 besitzt jedoch nur 8 dieser CU und somit folgerichtig auch nur 512 Shader, sowie 32 Textureinheiten (rechts). Das Back-End des Chips ist großzügiger ausgelegt, wobei die 16 ROPs, der 128-Bit-Speicherbus und der 7 Gb/s GDDR5 Speicher in der Lage sind, bis zu 112 GB/s zu bewegen. Während Polaris 11 jedoch mit einem 1MB L2-Cache kommt,  sind es bei Polaris 12 nur noch 512KB.

Diese 512 Shader sollen laut Referenzvorgaben von AMD mit maximal 1.183 MHz takten können, den Basistakt gibt AMD jedoch mit 1100 MHz an. das reicht dann auch für ca. 1,2 TFLOPS und ergibt somit eine ordentliche Steigerung im Vergleich zur Radeon R7 250, auch wenn auf der Homepage immer noch im Text von 1,7 TFlops geschrieben wird. Die angegebene Leistungsaufnahme sinkt von 60 auf 50 Watt, was wir später noch genauer untersuchen sollen. Mit dem 128-bit breiten Speicher-Interface werden insgesamt vier Module angebunden, die je nach Auslegung der Boardpartner einen Speicherausbau von zwei bzw. vier GByte erlauben.

Wer nun ob und wann mit dem Vollausbau bedient werden wird, lässt AMD derweil noch offen. Exakt das kann man aus Endkundensicht nicht verstehen (und gutheißen), zumal das Namenswirrwarr wie schon bei der RX 460 dann zu Irritationen führen könnte.
Wir wollen auch nicht unerwähnt lassen, dass mit GCN Gen 4 auch neue Video-Codecs und die bessere Video-Engine Einzug halten, sodass z.B. HEVC unterstützt werden kann und auch die Konnektivität mit dem DisplayPort 1.4 und HDMI 2.0 deutlich steigt. Womit wir auch wieder beim HTPC angelangt wären.

Beim Chip haben wir erst einmal gestutzt, denn Made in Taiwan deutet ja nicht gerade auf Globalfoundries hin. Außerdem kam uns auch die Art der Beschriftung bekannt vor, da wie ähnliche Nomenklaturen und Fonts bereits auf Nvidia-Karten gesehen hatten. Das Geheimnis liegt im Packaging, also dem Produktionschritt, wo die GPU zunächst auf einer kleinen Platine gesockelt und fixiert wird. Das geschieht bei ASE (dem größten IC Packaging Fertiger weltweit) in der Factory auf Taiwan, wo auch die Chips von TSMC finalisiert werden. Daher also auch die Ähnlichkeiten im Äußeren.

Im Test: MSI RX 550 Aero ITX 2GB

Da AMD keine eigenen Referenzkarten bereitstellen konnte, nutzen wir ein Exemplar von MSI. Die MSI RX 550 Aero ITX kommt mit einem etwas höheren GPU-Takt von 1203 MHz zum Kunden, beim RAM hat sich hingegen nichts geändert. Einen semi-passiven Lüftermodus sucht man beim Einsteigermodell vergeblich, hier stehen Einfachheit, Sicherheit und natürlich auch ein niedriger Preis im Vordergrund.

Die leichte Übertaktung ab Werk sollte kaum ins Gewicht fallen, zumal wir uns nicht sicher sind, ob die Karte den Boost-Takt aufgrund des sehr niedrig angesetzten Leistungslimits (Boardpower) überhaupt halten kann. Doch dafür haben wir ja dieses Review und unseren Test.

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -Methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i3 6320
MSI Z270 Gaming Pro Carbon
G.Skill F4-3200C14Q-32GTZ @ 2400 MT/s
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (Creators Update)
Kühlung:
Noctua NH-D15
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik

Doch was kann nun die Neuauflage (mehr) bieten? Schließlich ist ja die GPU selbst keine wirkliche Neuentwicklung, sondern nur die Fortschreibung dessen, was AMD mit “Ellesmere” und Polaris 10 schon letztes Jahr begonnen hat. Da unser Launchartikel “AMD Radeon RX 470 4GB: Flotter Einstieg ins Mainstream-Gaming” bereits alle wichtigen theoretischen Grundlagen und tieferen Informationen zur Architektur und der etwas abgespeckten Variante enthält, schenken wir uns die langatmige Wiederholung an dieser Stelle einfach.

Weil AMD kein eigenes Referenzdesign für die Polaris-Neuauflage entwickelt und bereits die Radeon RX 470 nur mit Hilfe der Boardpartner vorgestellt hatte, ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Weg auch bei der Neuauflage gewählt wurde, so dass wir mit der Asus RX 570 Strix OC auf das direkte Nachfolgemodell der seinerzeit bereits getesteten Asus RX 470 Strix OC zurückgreifen können. Das macht natürlich auch den direkten Vergleich von neu zu alt deutlich einfacher.

Zeitlich hätte der Launchtermin zusammen mit der Radeon RX 580 allerdings so knapp nach Ostern nicht ungünstiger ausfallen können, so dass sich die direkt Beteiligten, auch im Namen ihrer Kinder und restlichen Familie, für dieses erst kurz vor den Feiertagen gelieferte Osterei und die arbeitsreichen Feiertage herzlich bedanken möchten. Ob und wie zumindest die Käufer diese Neuauflage als echtes Geschenk sehen können und werden, das wird unser heutiger Test klären müssen.

Asus RX 570 Strix OC

Die Karte besitzt mit 1300 MHz Boost- und 1750 MHz Speichertakt im Vergleich zum Vorgängermodell nur sehr moderat gesteigerte Taktraten, denn die Asus RX 470 Strix OC taktete bereits mit 1270 MHz (Boost-Takt) und 1650 MHz für den Speicher und somit nur geringfügig niedriger.

Allerdings konnte die damalige Boardpartnerkarte wegen der eher mäßigen Kühlung und wegen des unzweckmäßigen Platinenlayouts den GPU-Takt nicht wirklich konstant halten. Um wieviel besser das Nachfolgemodell diesbezüglich ausfällt, werden wir gleich noch sehen. Natürlich werden wir die Karte dazu später komplett auseinandernehmen und beurteilen.

Rein äußerlich ist die Karte optischer und haptischer Durchschnitt und keine besonders gelungene Leckerei aus der Material-Spitzenküche. Die Kunststoffabdeckung aus matt-schwarzen Kunststoff tut aber was sie soll und man muss, auch wegen der preislichen Positionierung, nun einmal fairerweise auch Abstriche in Kauf nehmen.

Die mit ganzen 658 Gramm sehr leichte Karte, ist mit 24,2 mm realer Einbaulänge (Außenkante Slot-Blende bis Ende des Covers), einer Höhe von 12,2 cm (Oberkante Mainboard-Slot bis Oberkante Heatpipes) und einer Einbautiefe von 3,5cm eine eher kleine Dual-Slot-Karte, die auf der Rückseite wegen des oberen Stabilisierungsframes noch einmal ca. 0,2 cm Platz benötigt. Das sollte man bei großen Turmkühlern und mini-ITX-Platinen berücksichtigen.

Auf der Oberseite sehen wir den GPU-Heatsink, das beleuchtete ROG-Logo, sowie den einzelnen 8-Pin Spannungsversorgungsanschluss.

Die Unterseite gestattet den Blick auf die zwei mittelstarken 6-mm-Heatpipes aus vernickeltem Kompositmaterial, sowie den Heatsink für die Kühlung der GPU.

Da die Lamellen horizontal ausgerichtet sind, ist das Ende der Karte, wenn auch nicht optimal, als Luftaustritt offen gehalten worden. Gleiches gilt für die Öffnungen an der Slotblende, die aber von sogar zwei, mittlerweile eher überflüssgen DVI-D-Anschlüssen behindert werden. Für Aufrüster hätte es sicher auch eine einzelne DVI-D-Buchse getan. Stattdessen hätte man besser auf deutlich mehr Luftaustritt setzen sollen. Komplettiert wird die Anschlussvielfalt durch eine HDMI-2.0-Buchse und den DisplayPort-1.4.

Wie diese Karte im Detail funktioniert, werden wir später natürlich noch genau hinterfragen, hier zunächst noch einmal ein tabellarischer Vergleich:

Nvidia
GeForce
GTX 960   
Nvidia
GeForce
GTX 1060 3GB
AMD
Radeon
RX 470
Asus
RX 470
Strix OC
Asus
RX 570
Strix OC
AMD
Radeon
R9 390X
Shader-
Einheiten
1024 1152    2048 2048 2048 2816
ROPs 32 48 32 32
32
64
GPU GM206 GP106 Ellesmere Ellesmere Ellesmere Hawaii
Transistoren 2.54 Mrd. 4.4 Mrd. 5.7 Mrd. 5.7 Mrd. 5.7 Mrd. 6.2 Mrd.
Speichergröße 2 GB 3 GB 4/8 GB 4 GB 4 GB 8 GB
Interface 192 bit 192 bit 256 bit 256 bit 256 bit 512 bit
GPU-Takt
MHz
1080 MHz+ 1502 Mz+ 1206 1270
1300
1050
Speichertakt
MHz
1502 2002 MHz 1650 1650
1750
1500

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -Methotik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
US:
Core i7-7700K
MSI Z270 Gaming Pro Carbon
G.Skill F4-3200C14Q-32GTZ @ 2400 MT/s

Deutschland:
Core i7-7700K
MSI Z270 Gaming Pro Carbon
G.Skill F4-3200C14Q-32GTZ @ 2400 MT/s
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)

Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)

Kühlung:
Alphacool Eispumpe VPP755
Alphacool NexXxoS UT60 Full Copper 360mm
Alphacool Cape Corp Coolplex Pro 10 LT
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik

Die GPU selbst ist, wie die Radeon RX570 auch, keine echte Neuentwicklung, sondern nur die Fortschreibung dessen, was AMD mit “Ellesmere” und Polaris 10 letztes Jahr begonnen hat. Da unser Launchartikel “AMD Radeon RX 480 im Test: Kann Polaris gegen Pascal kontern?” bereits alle wichtigen theoretischen Grundlagen und tieferen Informationen zur Architektur enthält, schenken wir uns die langatmige Wiederholung.

Außerdem verweisen wir in diesem Zusammenhang auch noch auf den Nachfolgeartikel “AMD Radeon RX 480 im Detail: Leistungsaufnahme, Layout und Normen” und natürlich auf unseren Artikel “Das große Radeon RX480 Test-Roundup“.

Da AMD kein eigenes Referenzdesign für die Polaris-Neuauflage entwickelt hat und das alte aus bekannten Gründe wie z.B. dem unzweckmäßigen Balancing bei der Spannungsversorgung ungeeignet ist, überlässt es der Hersteller einmal mehr den Boardpartnern, die neue Radeon RX 580 für die Presse zu bemustern. Soweit also zur Einführung, denn die Unterschiede finden wir später erst im Detail.

Natürlich hat es sich AMD trotzdem vorbehalten, nur ausgesuchte Boardpartner und deren Spitzenmodelle unter den Redaktionen höchstselbst zu verteilen, was am Ende leider zu erhöhtem Unmut bei einigen, nicht berücksichtigten Herstellern auf der einen und den Redaktionen auf der anderen Seite führte, zumal einige der Karten erst ganz knapp vor den Feiertagen eintrafen. Aus Zeitgründen werden wir deshalb die kleine Schwester Radeon RX 570 erst morgen noch einmal ausführlich im Detail betrachten und nicht heute, auch wenn die Benchmarkergebnisse bereits in den Chartsgrafiken enthalten sind.

Sapphire Radeon RX 580 Nitro+ Limited Edition

Diese Karte besitzt zwei BIOS-Modi, die mit unterschiedlichen Taktraten versehen wurden. Während der Boost-Mode der Limitied Edition mit 1450 MHz und deren Silent-Mode mit 1411 MHz noch relativ hoch ausfallen, liegen die Taktraten der “normalen” Nitro+ mit 1411 MHz für den Boost-Modus und 1340 MHz für den Silent-Modus im Rahmen dessen, was man erwarten konnte.

Genau aus diesen Gründen wird der heutige Test somit weniger zu einer tatsächlichen Bestandsaufnahme für die neuen Polaris-Karten, sondern eher zu einem Produkt-Einzeltest, der zeigt, was Sapphire mit den neuen Chips anstellen konnte. Doch auch das ist interessant genug, denn es wird zumindest einen Trend aufzeigen können, was nunmehr möglich ist.

Die nachfolgende schematische Darstellung der Karte zeigt den neuen Aufbau, der vom Vorgängermodell, der Sapphire RX 480 Nitro+, doch erheblich abweicht.

Explosionszeichnung der Sapphire RX 580 Nitro+ LEExplosionszeichnung der Sapphire RX 580 Nitro+ LE

Natürlich werden wir die Kernausagen genau überprüfen und die Karte dazu später komplett auseinander nehmen und beurteilen. Rein äußerlich ist die RX 480 Nitro+ zumindest ein eher zurückhaltender Hingucker, was durchaus positiv gemeint ist. Die Kunststoffabdeckung in Gun-Metal-Optik sieht allerdings deutlich besser aus, als sie sich dann anfasst, denn es ist nun mal kein Leichtmetall, auch wenn esden Anschein erwecken will. Dieses findet man hingegen auf der sehr auffälligen Backplate auf der Rückseite der Karte.

Die 974g schwere Karte ist mit 26,2 mm realer Einbaulänge (Außenkante Slot-Blende bis Ende des Covers), einer Höhe von 13,2 cm (Oberkante Mainboard-Slot bis Oberkante Heatpipes) und einer Einbautiefe von 3,5cm eine mittelgroße Dual-Slot-Karte, die auf der Rückseite noch einmal ca. 0,5 cm Platz benötigt, was man bei großen Turmkühlern und mini-ITX-Platinen berücksichtigen sollte.

Auf der Oberseite sehen wir die zwei dicken 8-mm-Heatpipes aus vernickeltem Kompositmaterial, den blau beleuchteten Sapphire-Schriftzug, sowie die zwei 6- und 8-Pin Spannungsversorgungsanschlüsse.

Die Unterseite gestattet den Blick auf den GPU-Heatsink, die beiden anderen 6-mm-Heatpipes, sowie den Heatsink für die Kühlung der VR-MOSFETs.

Da die Lamellen horizontal ausgerichtet sind, ist das Ende der Karte als Luftaustritt offen gehalten worden. Gleiches gilt für die Öffnungen an der Slotblende, die aber von einem mittlerweile eher überflüssgen DVI-D-Anschluss behindert werden. Hier hätte man besser auf mehr Luftaustritt und weniger auf einen kaum noch benötigten Anschluss setzen sollen. Interessant sind die beiden HDMI-2.0-Buchsen, die den Anschluss von VR-Brillen ermöglichen und die beiden DisplayPort-1.4-Buchsen, die die Konnektivität abrunden.

Wie diese Karte im Detail funktioniert, werden wir später natürlich noch genau hinterfragen, hier zunächst noch einmal ein tabellarischer Vergleich:

Nvidia
GeForce
GTX 970   
Nvidia
GeForce
GTX 1060
AMD
Radeon
RX 480
Sapphire
RX 580
Nitro+  LE
Sapphire
RX 580
Nitro+   
AMD
Radeon
R9 390X
Shader-
Einheiten
1664 1280 2304 2304 2304 2816
ROPs 56 48 32 32
32
64
GPU GM204 GP106 Ellesmere Ellesmere
(“Polaris 20”)
Ellesmere
(“Polaris 20”)
Hawaii/
Grenada
Transistoren 5 Mrd. 4.4 Mrd. 5.7 Mrd.
5.7 Mrd. 5.7 Mrd. 6.2 Mrd.
Speichergröße 4 GB 6 GB 8 GB 8 GB 8 GB 8 GB
Interface 256 bit 192 bit 256 bit 256 bit 256 bit 512 bit
GPU-Takt
MHz
1051 MHz+ 1506 Mz+ 1266 1450/
1411
1411/
1340
1050
Speichertakt
MHz
1750 1750 MHz 2000
2000
2000
1500

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -Methotik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Grafikkarten: Sapphire Nitro+ Radeon RX 580 8GB Limited Edition
Asus ROG Strix Radeon RX 570 4GB
MSI Radeon RX 480 Armor 8G OC
Asus ROG Strix Radeon RX 470 4GB
MSI Radeon R9 380 Gaming 4G
Gigabyte GeForce GTX 1060 G1 Gaming 6G
Gigabyte GeForce GTX 1060 WindForce OC 3G
MSI GeForce GTX 1050 Ti 4G OC
Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming 4G
Testsystem:
US:
Core i7-7700K
MSI Z270 Gaming Pro Carbon
G.Skill F4-3200C14Q-32GTZ @ 2400 MT/s

Deutschland:
Core i7-7700K
MSI Z270 Gaming Pro Carbon
G.Skill F4-3200C14Q-32GTZ @ 2400 MT/s
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)

Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)

Kühlung:
Alphacool Eispumpe VPP755
Alphacool NexXxoS UT60 Full Copper 360mm
Alphacool Cape Corp Coolplex Pro 10 LT
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik

Endlos-Roundup und Tiefenprüfung

Viele werden sich natürlich fragen, warum wir das Roundup zur Radeon RX480 erst jetzt gemacht, bzw. begonnen haben. Aber Erstens haben wir die Arbeitsteilung innerhalb der Redaktion grundlegend geändert, sowie neue Schwerpunkte gesetzt und Zweitens, das lag eher weniger in unserer Macht, war leider die Großzahl der Samples anfangs auch gar nicht oder zumindest nur sehr eingeschränkt zusammen vorhanden. Da zudem viele der Samples nur in Rotation zwischen den Redaktionen ausgetauscht wurden, wäre eine Demontage nicht in Frage gekommen.

Aber besser spät als nie und wenn wir ganz ehrlich sind: So benötigen auch Grafikkarten und deren Treiber (vor allem bei AMD) erst einmal eine gewisse Reife, um ein wirklich objektives Bild vermitteln zu können. Wer sich für AMD-Grafikkarten entscheidet, wird, aus welchen Gründen auch immer, eher Wert auf eine längerfristige Bindung bzw. Nutzung legen und eher weniger auf maximale Effizienz, die jedoch vieles von vornherein ausschließt, was irgendwann vielleicht einmal wichtig werden könnte.

Die Urmutter aller RX480-Karten: das Referenzmodell von AMDDie Urmutter aller RX480-Karten: das Referenzmodell von AMD

Wer seine Karten häufiger wechselt und bereit ist, die für den jeweiligen Momentzustand vielleicht effizienteste Karte zu erwerben und dabei naturgemäß auch weniger aufs Geld schaut, wird mit einer Radeon RX480 vielleicht genauso wenig glücklich, wie er es seinerzeit mit einer Radeon R9 390(X) geworden wäre. Doch es geschehen auch Zeichen und Wunder und so mancher Nutzer dieser älteren Boliden reibt sich bei aktuellen Spielen verwundert die Augen, wenn es um die Performance seiner Karte geht, während man von einer GeForce GTX 780 (Ti) kaum noch etwas liest.

Womit wir auch direkt beim Thema wären. Dieses Roundup wird definitiv keine Auflistung dessen, was eine Radeon RX480 von einer GeForce GTX 1060 trennt oder mit ihr vebindet. Wir werden auch keinen Feature-Battle befeuern, bei dem es am Ende nie einen wirklichen Sieger geben kann, denn die Philosophien beider Chiphersteller liegen für so etwas dann doch viel zu weit auseinander. Die Performance-Benchmarks haben wir deshalb auch bewusst so ausgewählt, dass von allem etwas dabei ist, je nachdem.

Nein, wir wollen stattdessen im Detail und mit vielen Messungen hinterfragen, wodurch sich die jeweiligen Umsetzungen der Radeon RX480 herstellerspezifisch wirklich unterscheiden und welche Kaufargumente und Hinweise für die richtige und optimale Produktentscheidung wichtig sind. Bei den GPU-Taktraten kann man architekturbedingt als Hersteller ja nicht viel anders machen, bei der Interpretation von Power Limit, Spannungsversorgung und Kühlung dann aber schon.

Wichtig ist jedoch, dass wir sowohl im offenen Benchtable, als auch im geschlossenen System gemessen haben – mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ergebnissen! Praxisrelevante Ergebnisse darf man hier also erwarten, was aber durchaus nicht überall selbstverständlich ist. 

Wir beginnen im Roundup zunächst mit insgesamt fünf Karten, werden aber in nicht allzu ferner Zeit noch zwei weitere Karten zufügen, die sich bereits schon in unserem Labor befinden. Schade ist hingegen, dass sich Gigabyte von der Zusage eines Samples für dieses Roundup leider zurückgezogen hat. Es bleibt also spannend, wenn auch mit einer Karte weniger!

Inbetriebnahme und technische Daten

Das neue Testsystem und die -Methotik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-5930K @4,2 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
Corsair Vengeance DDR4-3200 @2400 MHz
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)
Kühlung:
Alphacool Eispumpe VPP755
Alphacool NexXxoS UT60 Full Copper 360mm
Alphacool Cape Corp Coolplex Pro 10 LT
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
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