News IBM zeigt das Q System One - ein kommerzieller Quantencomputer

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#1


Paul Stanik submitted a new blog post
Die Entwicklung von Quantencomputern, wird in den Laboren der Welt stetig vorangetrieben und wir rücken immer näher an die Kommerzialisierung solcher Systeme. Forscher bei IBM haben nun das Q System One auf der CES vorgestellt - der erste voll integrierte kommerzielle Quantencomputer.
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#2
Das Projekt liest sich interessant, allerdings habe ich Mühe, mir einen Use Case für Quantenberechnung im kommerziellen Umfeld vorzustellen.

Vielleicht auf KI-Ebene, ja, aber das ist eigentlich kein Businesszweig, in dem extrem viel Geld gescheffelt wird.
Und Big Data? Naja, da kommt es darauf an, wie schnell die Datenbank ist, die all diese Daten enthält. Ob Quantencomputer hier die Select-Statements schneller verarbeiten können, wage ich aber zu bezweifeln, da sonst Oracle & Co bestimmt schon angefangen hätten, auch für Quantencomputer was zu entwickeln...
 
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#3
Die Dinger sind bei Simulationen 'ne Macht - einfach eine ganz andere Liga. Wetter, Verkehrsströme, Medikamente... bei allem mit hoher Komplexität versprechen die einen ordentlichen Sprung nach vorne.

Ich hab mal so'n Ding live & in Farbe gesehen. Bis davon einer irgendwo in einem "Personal-PC" steckt, dürfte es noch ein klitze kleines Weilchen dauern... ;)

Und nein, "it doesn't play crysis". :D
 
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#6
Entweder wird sich mal ne Firma so nennen oder du wartest noch geschätzt 42 technische Quantensprünge ab. Kleiner als Deep Thought wird schon klappen :)
 
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#7
Wer weiss schon, was die Zukunft bringt. Wir wissen ja nichtmal, ob/wann Raytracing für den Endverbraucher Sinn macht. ;)

Vor nicht historisch gar nicht so langer Zeit behauptete auch ein gewisser Herr von IBM einmal, dass der GESAMTWELTMARKT mit 5 Computern erschöpft sein dürfte...

"I think there is a world market for maybe five computers."
Thomas Watson, president of IBM, 1943
 
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#9
Wird es jemals dazu kommen, das es quasi einen Quanten Desktop PC geben wird?
Wenn es einen Anwendungsbereich für Enduser gibt, dann wird so ein Ding wohl auch für uns kommen, mir fällt da nur nicht wirklich etwas ein.
Rendering? Taugen diese "CPUs" dazu überhaupt? Vllt. für Sportwetten interessant, aber dann, wenn jeder so einen Kasten hat, auch wieder nicht. Vllt. ist das sogar das Ende solcher Glücksspiele?
Interessant könnte ich mir das für Simulationen vorstellen, sei es Krieg oder Sport, wo man dann "was wäre wenn" Szenarios berechnen lassen kann.
 
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#11
Wird es jemals dazu kommen, das es quasi einen Quanten Desktop PC geben wird?
Schwer zu sagen. Derzeit sprechen aus meiner Sicht zwei Dinge dagegen. Erstens sind die Systeme sehr aufwendig, unter anderem auch weil Quanteninformationsverarbeitung derzeit nur bei sehr niedrigen Temperaturen funktioniert.

Zweitens entfalten Quantencomputer ihre wahren Vorteile erst wenn man viele - nennen wir es "Recheneinheiten" - kombiniert. Bei normalen PCs steigt die Leistung im Idealfall linear mit der Kernzahl, bei Quantencomputern steigt es quasi exponentiell mit der Zahl der Recheneinheiten. Man kann also nicht "einfach" einen großen Quantencomputer nehmen und diesen abspecken, so wie man statt eines Servers mit 4 oder mehr Sockeln einen HEDT-PC mit nur einem Sockel für eine ähnliche CPU nehmen kann.

Aber wer weiß in welche Richtung die Zukunft geht. Basierend auf der derzeitigen Entwicklung halte ich es auch für durchaus möglich, dass Rechenleistung mehr und mehr in Rechenzentren ausgelagert wird und sich sowas wie Cloud-Gaming stärker verbreiten könnte. Dann hat man zuhause nur ein einfaches System, was das Bild ausgibt und die Steuerungsbefehle aufnimmt und die Verarbeitung der Daten und die Berechnung des Bilds finden dann in Rechenzentren statt.
 
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#12
Ehrlich gesagt ist das Thema Cloud oder sogar Game Streaming für mich nicht wichtig. Abgesehen von der suboptimalen Internetversorgung hier zu Lande, will ich die Kontrolle über die Hard-und Software behalten.
 
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#13
Ich habe auch lieber meinen PC zuhause stehen. Aber mit stetig schneller werdendem Internet ist das für manche Leute vielleicht eine gute Alternative. Insbesondere für Gelegenheitsspieler, die nur wenig Zeit im Spiel verbringen kann sich das vielleicht lohnen. Jedenfalls ist unter anderem Nvidia dort ordentlich am investieren.
 
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#14
Die Frage ist, ob die "Art" der Rechenleistung eines Quantencomputers überhaupt für Enduser-Bedürfnisse tauglich ist. Wenn ich das richtig verstehe, rechnen die Dinger mit richtig großen Zahlen und die Ergebnisse geben nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit wider, so dass man sie verfeinern muss, bis die Wahrscheinlichkeit hoch genug ist.
 
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#15
Die Frage ist, ob die "Art" der Rechenleistung eines Quantencomputers überhaupt für Enduser-Bedürfnisse tauglich ist.
Wahrscheinlich eher nicht. Aber es sind weniger "richtig große Zahlen", sondern es ist primär die Tatsache, dass jeder reingesteckte Zustand von jedem Knoten gleichzeitig modifiziert werden kann. Daher steigt die Rechenleistung exponentiell mit jedem weiteren Knoten.

Ein weiterer entscheidender Vorteil ist, dass ein "klassisches" Bit den Zustand 0 oder 1 haben kann und ein QBit kann jeden Zustand zwischen 0 und 1 haben kann. Man hat also so gesehen in jedem QBit bereits eine Gleitkommazahl gespeichert.

Dadurch ergibt sich theoretisch eine enorme Rechenleistung in entsprechenden Anwendungen, aber für Endbenutzer ist das nur relevant, wenn man entsprechende Anwendungen hat. Man kann das also nicht mit halbleiterbasierten CPUs vergleichen.
 
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#16
Ich weiss garnicht, weshalb zu jedem Artikel über Quantencomputing von Vielen wild ins Blaue spekuliert werden muss... und immer die gleichen Diskussionen und Vermutungen angestellt werden...

Die Grundlagen sind schon seit den 70ern bekannt und es gibt inzwischen jede Menge auch populärwissenschaftliche Erklärseiten, die alles aufdröseln und wo man nichts mehr vermuten muss.

Weiterhin gibt es verschiedene Simulatoren und inzwischen auch von Microsoft eine Programmiersprache inkl. SDK namens Q Sharp. Damit lässt sich alles erlernen und für kleine Algorithmen auch zu Hause direkt auf dem eigenen Rechner ausprobieren. Komplexe Dinge gehen dann natürlich nur auf einem richtigen Quantencomputer, aber es ist nicht so, dass man sich nicht jetzt gleich schon mit beschäftigen könnte, wenn man wollte...
 
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