Grundlagenartikel Der Kampf von Grafikkarte gegen Netzteil - Leistungsaufnahme und Lastspitzen entmystifiziert | igorsLAB

Igor Wallossek

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#1


Man kennt und hasst ihn, den geliebten Moment, wo ein Netzteil mitten im Spiel plötzlich abschaltet, obwohl es neu ist und auch sonst keine Auffälligkeiten zeigt. Der Ärger der Anwender wird dann noch umso größer, wenn man glaubt, die Netzteilgröße auch richtig berechnet zu haben. Doch reicht das, was die Hersteller von Grafikkarten oder Netzteilen als Leistungswert angeben? Bei Netzteilen kann man sich da schon relativ sicher sein, aber was ist eigentlich mit den Grafikkarten?

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#3
Wenn du die Hochsprunglatte auf Limbohöhe ansetzt kommen schon noch n paar mehr drüber :p
 
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#4
Dem kann ich mich nur anschließen.
Mittlerweile muss ich wirklich für mich erkennen, dass ich Abends meine Bücher zur Seite legen und durch "igorsLAB" als Nachtlektüre ersetze. Bitte mehr davon 👏👌👍
 
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#6
Bei der 2080Ti Seite steht bei den ersten beiden Grafiken 1080Ti oben?

Bzw. es sind die Grafiken der 1080Ti
 
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#10
Ich mag diese Artikel auch sehr. Zumal es im Heimbastelbereich ohne abgefahrene Messtechnik wirklich gut ist, ein bisschen was von Netzteilen und was aktuell von ihnen verlangt wird, zu verstehen. "Igors Netzteilkalkulator" ... Das wäre mal was feines! Oder ein Guide, wie man welche Parameter berechnen muss, wäre auch schon schön. Rechnen können die meisten hier hoffentlich selbst. ;-)
 
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#11
Ich bin zu doof.

Einerseits verstehe ich aus dem Artikel, dass NVIDIA „häufiger“ Lastwechsel hat als AMD (so auch die „hibbeligeren Kurven in den Diagrammen), an anderer Stelle heißt es aber dann, AMD schaltet „granulärer“ - also „kleinteiliger“?

So richtig ein eigenes Fazit fällt mir auch schwer: was ist denn eigentlich das technische bzw. elektrische Problem (abgesehen davon, dass andere irgendwelche Lastspitzen im Zusammenhang mit der Vega behaupten, die es offenbar so nicht gibt)? Ich hab bisher noch nicht mitbekommen, dass Netzteile im großen Stil sich abschalten, weder zu AMD noch zu NVIDIA. Wahrscheinlich kaufen viele einfach per se immer überdimensioniert? Ich tu’s jedenfalls... ;)

Sorry für meine Stumpfsinnigkeit, ich kann dem Artikel primär entnehmen, dass da andere irgendwo Mist gemessen haben - in Erkenntnisse, was ich ändern müsste oder beim nächsten Kauf berücksichtigen muss, konnte ich da nichts für mich ableiten, außer „viel hilft viel“. :( Ist aber vielleicht auch schon zu spät...
 
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#12
@ Besterino: ich möchte nicht behaupten, dass dieser Thread der Grund für den Test war, aber son büschen mag der geholfen haben^^.
Da ist es genau anders herum.
 
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#13
Hab gerade mal den min artikel verlinkten PCGH Artikel gelesen. Die behaupten da 600+ Watt zöge allein die Graka:

Das entspricht 51 Ampere beziehungsweise 612 Watt für eine einzelne GPU plus deren Wandlerverluste über einen Zeitraum, den der Hersteller eigentlich nicht vorsah.
Das ist natürlich Käse, kann auch gar nicht richtig sein, wenn man ein 600/650W Netzteil empfiehlt bzw. ein „neues“ 550W, reicht das dann ja immer noch nicht für das Gesamtsystem.

Der Artikel sieht für mich daher eher wie eine Richtigstellung bzw. „Entwarnung“ aus für etwas, was die Kollegen da drüben verzapft haben. :)
 

Igor Wallossek

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#14
AMD schaltet „granulärer“ - also „kleinteiliger“?
Granulärer = "(grob)körniger", bei NV ist das mehr fließend. Aber ich werde diese Keine Hürde mal umschreiben und das Wort ersetzen ;)
Das ist wie mit dem "Quantensprung", den sicher 99,9% der Leser als etwas Gewaltiges missinterpretieren würden.

Ich habe auch das Fazit noch einmal angepasst und noch eine Empfehlung angehängt. In Zukunft werde ich bei den Einzeltests von Grafikkarten auf diesen Artikel mit verlinken und eine aus meiner Sicht sinnvolle Netzteilbemessung vorschlagen, die die Eigenheiten der jeweils getesteten Karte mit einbezieht. Hat das sonst noch wer? Das ist das, was ich für mich mitnehmen konnte.

Ich wollte mir bei den kleineren Reviews in Zukunft das Oszi-Gefummel eigentlich sparen und auf meine USB-Riser-Karte zurückgreifen. Aber die ist einfach zu grob bei den Intervallen und der USB ist keine verlässliche Sache. Man könnte theoretisch bis zu 1 ms Auflösen und übertragen, aber ohne Zeitstempel ist das wertlos. Die Dinger sind ab ca. 10 ms aufwärts genau genug, liegen aber leider über dem Bereich, der hier wirklich relevant war.
 
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#15
Ich kann mich da BigReval und den anderen nur anschließen, Igor. Genau solche Artikel sind es, die ich bei euch so schätze. Ein dickes "Danke!" dafür. :)

Achja, und einen gesegneten ersten Advent. (An die unter euch, die das noch feiern.)
 
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#16
Jau schönen 1. Advent in die Runde!

@Igor Wallossek: Danke - jetzt versteht es auch der Doofie wie ich. :D

Zusätzlich zum Netzteilrechner brauchen wir dann aber eigentlich noch gescheite Netzteil-Tests - also von Dir oder solchen, die das auch gut können... ;)

Ich erinnere mich da noch an so eine Tabelle mit wer fertigt selbst und glaub auch feinen technischen Details. ;) Ist natürlich ein Horror-Aufwand bei der Anzahl der Hersteller und Geräte, und dann immer nur gültig bis zur nächsten Revision des entsprechenden Powerknechts, so dass wahrscheinlich Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis stehen.

Seasonic hat sich ja jetzt so ein bisserl selbst disqualifiziert...
 

Igor Wallossek

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#17
Mittlerweile ist es mit dem Who is Who schwer geworden. Alle Labels und Umbrander registrieren mittlerweile eine eigene UL-Nummer. Manchmal wechseln auch die Fertiger innerhalb einer Modellreihe und man hat eigentlich zwei PSUs mit gleichem Namen.

Generell ist aber die Qualität der Netzteile deutlich besser geworden. Nicht ganz zufällig :D

Ich wünsche ebenfalls allen einen gesegneten 1. Advent - auch unseren Nicht- und Andersgläubigen.

Notfalls ist es eben ein schöner Sonntag. Fetzt doch auch ;)
 
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#18
Ein großes Lob und Danke für den sehr guten Artikel.

Ein kleiner Fehler hat sich bei der aufwändigen Arbeit doch noch eingeschlichen.
In den Legenden der Mess-Diagramme sind die Farben für PCIe 12V und PEG 12V vertauscht.

Allen noch ein schönen Sonntag.
 
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#19
Der Test war schöne Arbeit! Habe mich extra hier registriert, weil man merkt, dass hier Kompetenz dahinter steckt.

Aus eigener Erfahrung in der Elektronikentwicklung kann ich nur beschränkte Aussagen treffen ohne selber nachzumessen:
- Die kurzen Stromspitzen von Digitalschaltungen können tatsächlich extrem groß sein. Allerdings sind diese normalerweise recht kurz und werden üblicherweise von Blockkondensatoren abgemildert. Auch EMV-technisch wäre ein Fehlen der Blockkondensatoren ein Problem.
- Längere Stromspitzen hätte Igor mit seiner MessHardware bemerkt. Auch wenn ein Multimeter daran meistens scheitet, so funktioniert die Kombination aus Oszilloscope und Strommesszange für solche Messungen einwandfrei.
- Die gemessenen Werte sind aus meiner Sicht relativ unkritisch
- Ich frage mich ernsthaft, wie diese Messungen bei Seasonic entstanden sind
 
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#20
Auch mir gefällt der Artikel sehr.
Gesegneten Advent@all -auch wenn ich ungläubig bin.
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@ybox720: Die Lösung heißt JOKER! ;) (Two-face wäre falsch).
 
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