3D Gaming-Benchmarks

Doch mehr Leistung kostet ja leider auch stets – oft sogar unproportional – mehr Geld, weswegen man den Nutzen einer (massiven) Leistungsreserve äußerst kritisch hinterfragen muss. Wir hatten das Thema ja schon oft gestreift und auch ergiebig ausdiskutiert: Oft genug liegen nämlich Anspruch, Wunsch und finanzielle Möglichkeiten nicht sonderlich eng beisammen. Und leider ist es immer noch so, dass viele Spiele eher von höherem Takt und somit einer höheren IPC profitieren und nicht von der hohen Anzahl an verfügbaren Kernen bzw. Threads.

Der Trend geht zwar immer mehr in Richtung Multi-Threading, aber mehr als vier Kerne werden selbst in den neueren oder neuesten Spielen trotzdem eher selten bzw. gar nicht genutzt. Wer nur oder eher überwiegend spielt, weniger rechenintensive Anwendungen laufen lässt und der zudem auch öfters um- oder aufrüstet, der wird sein Glück also sicher nicht in der maximalen Kernzahl oder dem höchstmöglichen Preis suchen müssen.

Doch bei all diesen Überlegungen hilft, vor allem bei einem etwas schmaleren Geldbeutel, fast immer die die Wundermedizin “Vernunft”, die den Anwender zu Kompromissbereitschaft und Einsicht in die unabänderlichen Tatsachen führen sollte. Wichtige Aspekte wie Ökologie (Leistungsaufnahme und Langlebigkeit) und Ökonomie (Aufwand und Nutzen), sollten dabei stets in einem gesunden Verhältnis zueinanderstehen. Wir schrieben es ja gerade: Man sollte sich am besten wirklich nur das anschaffen, was man wirklich braucht (bzw. in näherer Zukunft noch brauchen könnte).

Deshalb spiegeln unsere Benchmarks den guten Durchschnitt der CPU-Last wieder und verzichten auf die absoluten Ausreiser meist exotischer Spiele in beide Richtungen. Wer aufmerksam durch die Charts blättert, der wird auch sehen können, wo und wann sich mehr als vier Kerne wirklich lohnen. Wer jedoch nebenher noch streamt, der wird auf mindestens sechs physikalische Kerne setzen müssen, auch als Gamer.