Cloud basierte Streaming-Xbox womöglich mit einer AMD Picasso-APU

Seit Juli sind bereits Gerüchte von Thurrott und The Verge im Umlauf, dass Microsoft an einer neuen Streaming-Xbox arbeitet. Dabei soll das nun S-Xbox genannte Stück Hardware in Verbindung mit dem Projekt xCloud stehen. Projekt xCloud soll eine Cloud-Plattform für den Gaming-Bereich darstellen.

AMDs Picasso soll in der S-Xbox für die nötige Power sorgen und dabei sehr sparsam sein. Ebenso soll der Chip in einen neuen Microsoft Surface Laptop verbaut werden. Bei der S-Xbox soll es sich um ein Semi-Custom-Design handeln.

Die Picasso-APUs sollen ein großartiges Verhältnis zwischen Verbrauch und Rechenleistung, bei einem kleinen Formfaktor haben, was ebenso niedrigere Preise zur Folge haben sollte.

Es werden aber nicht alle Berechnungen an die Box verschickt. Einige Berechnungen werden unter Berücksichtigung der Latenz von der Box selbst ausgeführt. Die wesentliche Innovation soll das beidseitige hardwarebeschleunigte Deep Learning sein. Das Projekt soll technisch höher entwickelt sein als Projekt Brainwave – eine Deep Learning Plattform für künstliche Intelligenz in Echtzeit.

Interessant soll dabei sein, dass sowohl die Server als auch die S-Xbox ihre Vorhersagen im Verhalten des Benutzers weiter verbessern sollen, um Latenzen einzusparen. Da der Preis niedrig angesetzt ist, könnte es sich als eine fähige Konsole entpuppen. Der niedrige Preis zieht zudem mehr Kunden an, was dem neuronalen Netzwerk hilft, besser von ihnen zu lernen.

Das größte Problem bei Streaming-Boxen ist es, die Latenzen in den Griff zu bekommen. Microsoft geht einen interessanten Weg, dieses Ziel zu erreichen.

Die Spezifikationen der Picasso APU sind noch unbekannt. Mit 15W TDP wären 4 Kerne mit SMT und 8 CUs für die Grafikeinheit zumindest möglich. Es wird wohl darauf ankommen, wieviel Rechenleistung wirklich gebraucht wird, um die Latenzen und den Preis gleichzeitig möglichst niedrig zu halten.

 

Quelle wccftech.com


Kommentare (2)

  • ZRace schrieb am
    Generell finde ich die Entwicklung interessant, aber halt auch besorgniserregend, weil nach "Software as a Service" schainbar nun "Hardware as a Service" durchgesetzt werden soll. Nimmt der Hersteller dir den Server weg, kannste gleich das ganze Gerät nicht mehr nutzen. Super.
  • HerrRossi schrieb am
    Die Industrie meint den Scheiß mit dem Spielestreaming wirklich. Aber ohne mich, erstens ist mein DSL viel zu lahm dafür und zweitens sehe ich es nicht ein, mich bei zig verschiedenen Diensten anmelden und Kohle abdrücken zu müssen.

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