Pad-Mod 2.0 – Zotac RTX 2080 Ti Amp! Extreme mit wenigen Handgriffen aus der möglichen Gefahrenzone befreit | igorsLAB

Pad-Mod: Ein paar Tricks gratis aufs Haus

Achtung! Wer diese Karte besitzt und ebenfalls umbauen möchte, riskiert dann allerdings den Verlust der Garantie! Das einmal vorab und der Vollständigkeit halber. Man weiß ja nie. Zwischen dem Frame und der Platine findet man einen Abstand von ca. 2.6 mm. Das ist insofern ungünstig, da es keine Pads mit passender Stärke gibt. Doch davon lässt sich der findige Bastler noch lange nicht abschrecken.

Mit einer Folie zwischen Pad und Teigrolle habe ich das etwas zu dicke 3-mm-Pad so lange plattgewalzt, bis sich der Steg des Frames beim Verschrauben nicht mehr nach oben biegen würde. Das lässt sich recht einfach manuell überprüfen. Damit sich das Pad außerdem unter Druck einfacher ausdehnen kann, habe ich es in der Mitte geteilt, die beiden Hälften auf die relevanten Stellen gelegt und zwischen den Pads eine kleinere Lücke gelassen.

 

Auf dem nachfolgenden Bild sieht man noch einmal sehr übersichtlich, wo genau der Hebel ansetzt. Größer muss die zu verbindende Fläche nämlich gar nicht sein!

 

Messung des Umbauergebnisses

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, zumal ich mit Absicht auch originale Wärmeleitpaste verwendet habe. Diese ist ziemlich fest und ließ sich deshalb auch sehr einfach komplett einsammeln. Auf ca. 60°C erhitzt, ließ sich das Ganze auch sehr einfach wieder auftragen. Ich habe es, wie der Hersteller, bewusst nicht auf die CPU gespachtelt, sondern eine Klebepad-ähnliche Fläche auf dem Heatsink erzeugt. Für geübte Anwender ist dies sicher auch der praxisnähere Weg.

Die GPU-Temperaturen selbst sanken um ca. 1 Grad, sowohl beim Gaming, als auch beim Stresstest. Die nachfolgende Tabelle zeigt noch einmal die Gewinne, die mit dieser einfachen Modifikation möglich sind. Die Erfahrung mit der EVGA-Mod zeigt zudem, dass man die Differenz ebenfalls noch einmal um 1 bis 2 Grad hätte erhöhen können, wenn man den Cutter an der nutzlosen Kunststoff-Folie ansetzen würde.

Temperaturen der Originalkarte Temperaturen nach dem Umbau Differenz (Delta)
Speichermodul:
92°C 87,8 °C 4,2°
VRM:
89,8°C 84.7°C 5.1°
Unter der GPU:
81,6°C 78,8°C 2,8°

 

Auch diese Aufwärmphase habe ich natürlich noch einmal im Video verewigt und genauso wie das erste mit Hilfe des Zeitraffers etwas zusammengeschnitten.

 

Zusammenfassung und Fazit

Ich verweise kurz noch einmal explizit auf den in Kürze folgenden Test, der dann deutlich mehr zu den Eigenschaften dieser Karte aussagen wird. Aber die Mod ist aus meiner Sicht der richtige Weg, den auch der Hersteller gehen sollte, um den Speicher mit wenig Aufwand etwas kühler zu bekommen. Deshalb werde ich fairerweise auch die Reaktion des Herstellers abwarten und diese mit im Artikel berücksichtigen.

Ansonsten kann ich jedem geübten Bastler, der sich das zutraut und keine Wasserkühlung möchte, nur dazu raten, einmal über diese simple Mod nachzudenken. Je weicher das Pad ist, umso einfacher lässt es sich gewaltfrei implementieren. Oder man nimmt, so wie ich, das gute alte Nudelholz zum Plattmachen. Dann passt das auch. Der Speicher wird es einem danken. Mit Sicherheit.

 

Kommentare (22)

  • Kellerklausi schrieb am
    Oh auf das Heatkiller Review freue ich mich schon, auch wenn es dann zu spät ist da er da wohl bereits verbaut ist. Ich musste mein Weihnachtsgeschenk einfach schon früher bestellen und konnte nicht bis zum 24. warten :rolleyes:
  • Igor Wallossek schrieb am
    So, wie es aktuell aussieht, wird sich Zotac in Zukunft durchaus kooperativ zeigen. Es hat halt auch Vorteile, wenn man den VGA-Chef von PC-Partner kennt und der sich noch an einen erinnert, wenn man ihn nach drei Jahren wieder persönlich fragt. Das Review plane ich für Montag, falls nichts dazwischenkommt. EVGA ist eine andere Baustelle, leider. BTW: der Heatkiller ist auch unterwegs, könnte morgen schon hier ankommen. Schaun wir mal :)
  • ro///M3o schrieb am
    Geil! Einfach nur Geil Igor! Vielen lieben Dank für den Aufwand. Schon deinen Evga 1080 Mod fand ich genial!
    Besterino hat gesagt
    Wenn’s dumm läuft besteht die „Aufmerksamkeit“ in der Verweigerung von Testmustern in der Zukunft... ;) zumindest bei den kleingeistigen Herstellern (weil man ja quasi auf „Versäumnisse“ des Herstellers hinweist). Wobei - wenn ich das richtig mitbekommen habe - die Freunde von Zotac wie auch von Gigabyte, MSI, Palit, PNY oder ASUS da glaub recht entspannt bzw. dankbar sind.
    Eben! Wenn die Hersteller nur bissle Hirn haben, müssten die Igor sogar als aller erstes Samples vor allen Anderen zur Verfügung stellen, noch vor Release. Er ist ja sogar noch so fair, dass er die Reaktion von Zotac abwartet und Ihnen die Möglichkeit gibt Stellung zu nehmen gar Verbesserungen an zu kündigen (die schlägt er ja sogar noch praktischerweise sogar vor) was deren Namen wieder in gutem Licht erscheinen lassen würde als jetzt ein "vernichtendes" erstes Fazit zu veröffentlichen und im Nachhinein "vielleicht" einen Nachtrag zu schreiben wie es viele Andere tun. Mal ehrlich, wer liest schon einen Nachtrag nach einem schlechten ersten Fazit?... Das sollte Igor wirklich hoch angerechnet werden und meiner Meinung nach ist eben auch genau das die richtige Vorgehensweise. Sowas sollte ein Hersteller sogar weiter unterstützen. Betriebsblindheit ist nix neues und Mutwillig muss es ja auch nicht unbedingt sein.
  • Kellerklausi schrieb am
    Sehr schön, der Heatkiller ist eh die geplante Anschaffung. Jetzt nur noch ne günstige 2080TI bei der man Kühler wechseln darf ...
  • v3nom schrieb am
    Nicht mit dem Heatkiller :D

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