Fort Knox für die Hosentasche: iStorage diskAshur Pro2 und datAshur Pro im Test

Mit einer portablen Festplatte, sowie einem schnellen Speicherstick bietet iStorage mit diskAshur Pro2 und datAshur Pro nämlich so etwas wie smarte Datensafes für den Geheimnis(daten)träger von Welt. Und das, was mit dem feschen Nummerntastenfeld bereits wie ein Safe ausschaut und Sicherheit verspricht, ist es auch. Eine XTS-AES 256-bit Hardware-Verschlüsselung sperrt die abgelegten Bits und Bytes in Isolationshaft und der einzige existierende Zellenschlüssel ist ein 8- bis 15-stelliger Pin.

Wichtig ist auch, dass Keylogger keine Chance haben, da die komplette Eingabe am jeweiligen Gerät erfolgt. Während sich der Stick dank eingebauter Batterie auch im nicht eingesteckten Zustand entsperren lässt, beherrscht die portable Festplatte sogar eine eigene Benutzerverwaltung mit Admin-Pin und Benutzer-Pins. Da ich sehr oft unterwegs bin und durchaus auch sensible Daten im Reisegepäck transportiere, muss z.B. die Festplatte nicht mit ins Handgepäck. Denn ohne den Pin ist sie für den diplomierten Gepäckdieb absolut wertlos.

Ob und wieviel Zeit diese Verschlüsselungsgeschichte kostet, habe ich natürlich auch gemessen und die Ergebnisse mit denen einer normalen portablen Festplatte, sowie einem gängigen USB-3.0-Stick verglichen. Dazu kommt noch mein persönliches Fazit zum Handling, denn auch darauf kommt es an. Doch beginnen wir schön der Reihe nach…

 

Im Detail: diskAshur Pro²

Beginnen wir mit dem Fat Boy, der portablen Festplatte diskAShur Pro. Die hochgestellte 2 habe ich mir übrigens galant geschenkt, weil sie so eh niemand eingeben würde und das Ganze zudem komplett SEO-untauglich ist. Das hat mittlerweile sogar KFA² begriffen. Die Zwei steht lediglich für die neueste Version, die sich aber nur äußerlich von der „älteren“ Version unterscheidet, denn die Parameter bleiben die gleichen. Was also kann man von so einem Datensafe erwarten?

Beginnen wir einfach mal mit dem Äußeren. Man erhält ein recht benutzerfreundliches Tastenfeld, welches unempfindlich gegen Staub und Schmutz und zudem auch verschleißfest ist. So ist es potentiellen Hackern unmöglich, z.B. allein anhand der Abnutzungsspuren der Tasten Ihre PIN herauszufinden. Das Gehäuse ist zudem spritwassergeschützt und recht solide. Zumindest zerbrechlich geht anders. Das integrierte, sehr kurze USB-Kabel reicht theoretisch bereits für den Anschluss an einen PC, ich würde jedoch immer zu einer Verlängerung greifen.

Was zu den inneren Werten zählt, ist aber deutlich wichtiger. So benötigt das Laufwerk weder zur Einrichtung noch zur Bedienung irgendeine zu installierende Software. Das garantiert auch, dass diskAshur Pro mit allen gängigen Betriebssystemen funktioniert, die PnP und USB unterstützen. Der Administrator-Modus erlaubt es einem, bis zu fünf individuelle Benutzerkonten zu erstellen, was auch für einen Unternehmenseinsatz spricht.

Der Hersteller betont, dass diskAshur Pro im Validierungstest als FIPS 140-2 Level 2 zertifiziert wurde und damit auch den Standards, die von der US-Bundesregierung für den Schutz sensibler Daten vorausgesetzt werden, entspricht. Zum kryptographischen Sicherheitssystem des diskAshur Pro-Laufwerks zählen z.B. auch die physikalische Sicherheit, sowie kryptographisches Schlüsselmanagement und Design-Integrität.

Die Verschlüsselung erfolgt laut Hersteller auf „militärischem Niveau“, wobei eine XTS-AES 256-bit Hardware-Verschlüsselung das durchaus garantiert. Die Daten werden zudem unmittelbar in Echtzeit verschlüsselt auf dem Datenträger abgespeichert, so dass sie selbst dann noch sicher sind, wenn jemand die Festplatte aus dem Gehäuse ausbaut. Denn alle Daten, PINs und der Verschlüsselungscode sind auf dem Datenträger ausschließlich in verschlüsselter Form abgelegt.

Der Datenträger sperrt sich automatisch, sobald man ihn vom Computer trennt oder dieser in den Ruhezustand geht. Außerdem könnte man sogar noch eine Zeit einstellen, nach deren Ablauf sich das Gerät automatisch bei Inaktivität selbst sperrt. Zusätzlich könnte man noch einen „Brute Force“-Selbstzerstörungsmechanismus aktivieren, welcher alle auf dem Laufwerk befindlichen Daten unwiderruflich löscht, sollte mehrere Male in Folge eine falsche PIN eingegeben worden sein. Quasi Mission Impossible für jeden Hobby-Spion.

Im Testmuster ist eine ST2000LM015-2E8174 von Seagate mit einer Kapazität von 1.82 TB verbaut.  Der SATA-Modus ist G3 / SATA600. Im Dauertest wurde die Platte auch nach einer Stunde nicht heißer als 36°C. Damit kann man bei einer Raumtemperatur von ca. 22°C noch ganz gut leben.

Spezifikationen, Datenblatt und Handbuch

 

Datentransferrate USB 3.0 – bis zu 5Gbps
Stromversorgung via USB
Puffergröße 8MB
Schnittstelle USB 3.0 – Rückwärtskompatibel mit USB 2.0/1.1
Umdrehungen 5400 RPM
Durchschnittliche „Seek Time“ 12 ms
Erschütterungen 1000G 1ms (außer Betrieb) | 300G 2ms (im Betrieb)
Maße & Gewicht 120mm X 84,5mm X 19mm (4,7” X 3,3” X 0,75”); Gewicht: 190 g
Garantie 2 Jahre
Zulassungen NIST FIPS 140-2 Level 2 Zertifiziert, FIPS PUB 197 Validiert, FCC & CE, wasserdicht/staubresistent
Betriebssystem-Kompatibilität Windows, Mac, Linux, Chrome, Android, Thin Clients & Embedded Systeme

 

iStorage diskAshur PRO² datasheet 2018

 

iStorage diskAshur PRO² HDDSSD Manual

Kommentare (5)

  • ITSMH schrieb am
    Vielen ist sicher unbekannt das es hier nur wenige Anbieter gibt, da es sich hier um patentierte Techniken von ClevX handelt. Sicher es geht billiger aber das ganze Softwarebasierte Zeug taugt nix.
  • ITSMH schrieb am
    Wir setzen den DatashurPro täglich ein. Ein echt gutes Stück Technik und jeden Euro wert. Sicher Robust und ausreichend schnell. Wie gesagt es geht um wichtige Personenbezogene Daten. Den anderen Mist haben wir getestet hier stimmt der Satz wer Billig kauf kauft zweimal.
  • HerrRossi schrieb am
    Man sollte sich solche unsubstantiierten Anschuldigungen - auch in Frageform - verkneifen. Muss denn jetzt jedes Review eines Produktes direkt in als Vergleichstest möglichst aller Produkte der Kategorie gemacht werden, damit es okay wäre? Aber selbst dann könnte man ja je nach Testsieger noch "bias" vorwerfen...:rolleyes:
  • Igor Wallossek schrieb am
    Verschlüsselte Sticks... Ich hatte ein zweites Modell im Blick, aber es entpuppte sich nur als Zahlenschloss um den Stick nutzen zu können. Da gibt es Einige. Nur ist sowas komplett nutzlos. :D Meine Neugier erstreckte sich da vor allem auf den Durchsatz bei Echtzeitverschlüsselung.
  • Tesetilaro schrieb am
    ich verstehe deine Kritik nicht so ganz - was ist Dein Problem? Das Igor nur einen Review gemacht hat? Das Deine Lieblingsmarke nicht dabei war? Das reicht nach mimimi - um jetzt mal Deine Formulierung zu wählen - die ich ehrlich gesagt etwas semi-optimal finde. Ich bin sicher wenn Du für weitere Geräte aufkommst, ist die Redaktion nach Absprache sicher gerne bereit diese auch wie gewohnt objektiv zu testen und ein Roundup zu erstellen ;)

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