Apacer führt 32-Bit-SODIMM für Arm- und RISC-V-Systeme ein

Apacer hat eine Reihe von 32-Bit-SO-DIMMs angekündigt, die für Systeme auf Basis von Prozessoren mit Arm-, RISC- oder RISC-V-Architekturen entwickelt wurden. Die Speichermodule ermöglichen es SoC-Entwicklern, die Vorteile der hohen Kapazität mit der Leistungsfähigkeit modularer Speicherlösungen zu verbinden.

Die Ansprache und Adressierung des Speichers unterscheidet sich zwischen x86 und Arm/RISC-V-basierten Systemen im Detail. X86 Systeme verfügen typischerweise über eine oder mehrere 64-Bit-Speicherschnittstellen, um ein oder mehrere 64-Bit-Speichermodule (oder nur eine Reihe von DRAM-Chips) anzuschließen, um die Bandbreite und Kapazität des Rohspeichers zu maximieren. Im Gegensatz dazu verwenden Arm- oder RISC-V-basierte SoCs eine oder mehrere 16-Bit-Speicherschnittstellen für Granularität, Leistung und Effizienz – zur Maximierung der Kanalauslastung und effektiver Speicherbandbreite. Da die überwiegende Mehrheit der Arm- oder RISC-V-basierten Systeme entweder mobil oder speziell für ganz bestimmte Einsatzgebiete entwickelt wurde, sind die meisten Speichersubsysteme mit nur einer Handvoll SoCs für „breite“ Speicherschnittstellen kundenspezifisch ausgelegt. Infolgedessen können die meisten von ihnen keine 64-Bit-DIMMs nach Industriestandard verwenden und setzen auf verlöteten Speicher.

Die Situation ändert sich mit der Veröffentlichung von Arm-gestützten Server-Prozessoren. Dennoch benötigen viele der neu entstehenden Anwendungen immer noch keine 64 oder 128-Bit DRAM-Subsysteme, könnten aber die Flexibilität der Speichermodule im Allgemeinen nutzen. Apacer bietet seit Jahren 32-Bit-DDR2- und DDR3-Module für solche Geräte an und will nun auch den Bedarf an modernen Speichermodulen mit seinen neuen 32-Bit-DDR4-SO-DIMMs decken.

Durch die Verwendung von „klassischen“ Modulen anstelle von angelöteten Speichersubsystemen können Entwickler entsprechende Produkte mit Arm-, RISC- oder RISC-V- Prozessoren betreiben, PCB-Plätze sparen bzw. anderweitig nutzen sowie eine DRAM-Upgradefähigkeit sicherstellen.

Die Produktpalette der 32-Bit-Speichermodule von Apacer umfasst SO-DIMMs mit 2 GB, 4 GB und 8 GB. Dabei handelt es sich um DDR4-2133, DDR4-2400 und DDR4-2667 Module, die mit 1,2 Volt betrieben werden. Die Module basieren auf verschiedenen DRAM-Chips, die einen erweiten Temperaturbereich unterstützen und somit eine Vielzahl von Anwendungen versorgen können – eine wichtige Voraussetzung im Industriebereich.

Apacer gibt an, dass die 32-Bit-SO-DIMMs mit Arm-basierten SoCs von NXP, Freescale, Marvell, Cavium und Texas Instruments sowie mit „den neuesten RISC-V 32-Bit-Prozessoren“ kompatibel sind. Trotz der Tatsache, dass die Module 32-Bit breit sind, ist es nicht garantiert, dass sie mit allen SoCs funktionieren. Der Markt für solche SO-DIMMs ist, wie schon oben erwähnt, weiterhin relativ begrenzt.


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