Wenn Nachtfaltern ein Licht aufgeht: BenQ ScreenBar im Test

Seit die Monitore flacher und leichter wurden, häuften sich auch die Beschwerden über brennende Augen und schnell auftretende Müdigkeit bei all jenen, die bei Dunkelheit oder bei Kunstlicht in den späten Abendstunden am PC sitzen. BenQ möchte mit der ScreenBar eine praktische Abhilfe schaffen, lässt sich das im Gegenzug aber auch gut bezahlen. Ob sich die Anschaffung lohnt? Genau das werde ich jetzt einmal testen!

Flachbildschirme strahlen meist ein bläuliches, kaltes Licht aus, bei dem sich die Augen stärker anstrengen müssen, um Inhalte wahrzunehmen. Tagsüber, wenn natürliches Tageslicht durch das Fenster scheint, ist die Beleuchtung durch „warmes“ Licht so hoch, dass das Monitor-Solarium keinen (oder nur einen geringen) Effekt auf den menschlichen Körper zeigt. Doch wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet und die Leuchtstoffröhre an geht, fangen die Augen an zu jucken und zu brennen.

Unter anderem hängt das auch damit zusammen, dass wir anstatt wie normal 15 Mal pro Minute zu blinzeln, unsere Augen deutlich seltener auf die natürliche Art und Weise befeuchten. Die Konzentration auf den Bildschirminhalt und das beruhigend wirkende blaue Schimmern des Monitors lassen uns das Blinzeln schlichtweg vergessen. Mediziner sprechen von einem Sicca Syndrom, die inoffizielle Abwandlung heißt „Office Eye-Syndrom“.

 

BenQ ScreenBar soll helfen

Eine der einfachsten und günstigsten Lösungen ist eine kleine Software wie f.lux (justgetflux.com), die abhängig von der Uhrzeit die Farbgebung des Bildschirminhaltes anpasst. Problematisch ist hierbei jedoch, dass der Effekt der Software stark von dem Modell, der Kalibrierung und der verwendeten Panel-Technologie abhängig ist. Ebenso ist der Betrachtungswinkel wichtig – für den größten Effekt ist ein die frontale Sitzposition vor dem Monitor zu bevorzugen.

Deutlich teurer ist die analoge Lösung von Gunnar. Diese spezielle Brille mit gelbem Glas (oder Kunststoff) filtert das blaue Licht des Monitors und schont so die Augen. Während die günstigen Modelle schon für 50 Euro verfügbar sind, muss man für teuren Modelle mit Echtglas 200 Euro und mehr auf den virtuellen Tisch legen.

Mit unter 100 Euro positioniert sich die ScreenBar von BenQ also irgendwo dazwischen. Das Funktionsprinzip ist einfach: Eine Lichtleiste mit weißen LEDs in unterschiedlichen Farbnuancen wird über dem Bildschirm befestigt und überstrahlt das blaue Licht des Monitors. Der Anwender findet hingegen einen gut ausgeleuchteten Arbeitsplatz vor sich bei einer ähnlichen Farbgebung, wie sie mit natürlichem Tageslicht vorherrscht.

Egal welcher Monitor und Panel-Technologie also verwendet wird, die ScreenBar stellt eine Lichtquelle mit konstanter Farbgebung bereit. Über zwei Touch-Tasten auf der Oberseite der Aluminium-Lampe kann die Helligkeit sowie der Farbton eingestellt werden. Die BenQ ScreenBar hat sowohl warm- als auch kalt-weiße LEDs verbaut. Damit lässt sich die Monitor-Lampe durchaus fein an die restliche Beleuchtung anpassen. Wer selbst so wenig wie möglich konfigurieren möchte, kann den automatischen Dimmer verwenden. Einmal die entsprechende Touch-Taste gedrückt, indiziert ein grünes Licht, dass die Automatik aktiviert ist. In der Praxis klappt das ziemlich gut, auch wenn das Anpassen der Farbgebung und der Helligkeit mehrere Sekunden dauert.

Die Stromversorgung der BenQ ScreenBar ist über einen Micro-USB-Anschluss realisiert. Ist der USB-Anschluss an den Monitor gekoppelt, erkennt die ScreenBar den Betriebszustand und schaltet sich automatisch ein, sobald auch der Monitor eingeschaltet wird. Leider konnte unser LG-Widescreen-Monitor trotz passender USB-Buchse die Lampe nicht mit Strom versorgen. Bei unserem LG 27GK750F funktionierte zwar die Stromversorgung, die Lampe blieb aber auch bei ausgeschaltetem System und Monitor weiterhin an. Wir entschieden uns letztendlich für die Verbindung zum PC per beiliegendem USB-Kabel. Die Lampe geht also nur dann an, wenn auch der PC läuft und wird automatisch ausgeschaltet, sobald der Rechner heruntergefahren wird.

LG Electronics 27GK750F-B, 27"

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Kommentare (11)

  • FredK schrieb am
    Danke für diesen Artikel! Augenbrennen ist für mich mittlerweile ein Problem, dass zunehmend so ausartet, dass ich oft ohne befeuchtende Augentropfen gar nicht mehr vor dem Monitor sitzen kann. Ich ersten Schritt besorge ich mir erstmal diese Gunnar Brille. Die Lichtleiste wird schon ihre Qualitäten haben, in meinen Fall denke ich mir aber, sie würde mich doch irritieren. Der nächste Monitor dem ich mir kaufe wird aber definitiv primär erstmal auf die Eye Care Funktionalität abgecheckt. Der Nachtmodus von Win10 ist als Notlösung ganz ok.
  • HerrRossi schrieb am
    Die Lichtquelle habe ich ja mit dem indirekten Licht von der Decke, da blendet nix und es ist durch die "warme" Birne sehr angenehm, dazu habe ich noch eine beleuchtete Tastatur, beim Zocken schalte ich die Schreibtischlampe auch je nach Game (Horror) aus.
  • Jakob Ginzburg schrieb am
    HerrRossi hat gesagt
    Ja, genau das meinte ich, gibt es für Linux auch, muss aber evtl. nachträglich installiert werden.
    f.lux habe ich im Test ja verlinkt gehabt. Das gibt es auch für Linux: https://justgetflux.com/ Ich selbst habe das Tool sehr gerne eingesetzt gehabt. Bis eben die Lampe von Benq kam. Der Vorteil ist einfach die eigenständige Lichtquelle. Diese gibt ein helles, angenehmes Licht von von. Anders als der Monitor, der durch die Software eben nur in der Farbwiedergabe angepasst wird.
  • Tesetilaro schrieb am
    ich habs auf Arbeit permanent an und es ist recht angenehm - man sollte nur dran denken es bei der Benutzung von Beamern abzustellen - das sieht meistens dann irgendwie zermatscht aus...
  • KidStealth schrieb am
    noch nie von gehört - muss ich mal austesten

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