GIGABYTE MZ01-CE0 und MZ01-CE1: AMD EPYC im ATX-Format für Workstations

AMDs EPYC-Prozessoren sind bereits heute reichhaltig in Servern und Supercomputern vertreten. Nun setzt das Unternehmen mit Unterstützung von Gigabyte seinen Fuß auch in die Welt der Workstations. Damit ist Gigabyte, nach ASRock, der zweite Anbieter, der ATX-Motherboards für AMDs EPYC anbieten, die speziell für die Anforderungen von Workstations ausgelegt sind.

gigabyte epyc motherboard

GIGABYTEs Produktpalette umfasst gleich zwei ATX-Motherboards für AMDs EPYC Prozessoren: Das MZ01-CE0 und das MZ01-CE1. Beide verfügen über einen SP3-Sockel, vier PCIe x16-Steckplätze inklusiver Ansprache von zwei Grafikkarten und sonstigen -Beschleuniger über jeweils volle 16 Lanes, einen PCIe x8-Steckplatz, acht DDR4-Steckplätze mit Unterstützung für bis zu 1 TB DDR4-ECC-Speicher, einen M.2-Steckplatz für SSDs sowie vier SlimSAS-Ports für bis zu 16 SATA-Festplatten.

Trotz ATX-kompatibel, können die beiden GIGABYTE Motherboards sowohl für den Aufbau von Workstations als auch in Servern verwendet werden. Die Plattformen MZ01-CE0 und MZ01-CE1 sind mit Aspeed’s AST2500 BMC für die Fernverwaltung sowie einer speziellen Server-Management-Software von GIGABYTE ausgestattet.

Sowohl das MZ01-CE0 als auch MZ01-CE1 Motherboard werden über zwei Onboard Intel I210 GbE LAN-Controllern ans Netz angebunden. Das MZ01-CE0 bietet zusätzlich zwei 10 GbE Base-T LAN-Ports, die über einen Intel X550-Chip gesteuert werden. Damit ist die Übertragung von besonders großen Dateien und Datenmängen von einem System zum anderen System möglich – was beispielsweise in der Filmindustrie durchaus üblich ist.

GIGABYTE hat die Preise für seine neuen EPYC-Motherboards bisher nicht bekanntgegeben, da sie hauptsächlich für B2B-Kunden verfügbar sein werden und über den Direktvertrieb sowie ausgewählte Partner zu haben sind

GIGABYTE ATX Motherboards für AMDs EPYC CPUs
MZ01-CE0 MZ01-CE1
Unterstützte CPUs AMD Socket 4094
AMD EPYC Prozessor mit bis zu 32 Kernen und 180 W TDP
PCH AMD
Grafikeinehit Aspeed’s AST2500 BMC
4 × PCIe 3.0 x16 slot
Bildschirmausgänge 1 × D-Sub
Arbeitsspeicher  8 × DDR4 DIMM
Bis zu 1 TB DDR4 mit ECC
Slots für Erweiterungskarten 4 × PCIe 3.0 x16
1 × PCIe 3.0 x8
Ethernet LAN 1: Intel I210AT GbE PHY
LAN 2: Intel I210AT GbE PHY
LAN 3: Intel X550 10 GbE PHY
LAN 4: Intel X550 10 GbE PHY
MLAN: Realtek RTL8211E
LAN 1: Intel I210AT GbE PHY
LAN 2: Intel I210AT GbE PHY
MLAN: Realtek RTL8211E
Speicher M.2 1 × M.2-22110 (PCIe 3.0 x4)
SATA 16 × SATA 6 Gbps über vier SlimSAS Ports
Audio nicht vorhanden
USB 2 × USB 3.1 Gen 1 Type-A
Serial Ports 2 × internal COM port
Andere I/O Anschlüsse 1 × TPM Header
2 × Internet USB Type-A
Überwachung CPU Temperatur
Lüfter RPM
Management GIGABYTE Server Management (GSM)
Aspeed AST2500 Management Controller
Avocent MergePoint IPMI 2.0 Web Interface
Kompatibilität Windows Server 2012 R2 (x64)
Windows Server 2016Red Hat Enterprise Linux 6.9
Red Hat Enterprise Linux 7.3

SUSE Linux Enterprise Server 11.4
SUSE Linux Enterprise Server 12 .2

Ubuntu 16.04
Ubuntu 17.04

VMware ESXi 6.5

Form-Faktor/Größe ATX (305 mm × 244 mm)

Gigabyte Epyc Workstation


Kommentare (7)

  • FfFCMAD schrieb am
    Ist zwar nicht der dickste NICs mit abgespecktem Featureset, kostet aber eine Ecke. Ich gehe davon aus, das es gut 200€ alleine ausmacht. Hinzu kommt der SAS-Controller.
  • Besterino schrieb am
    Nope, bekommt man bei SM zurzeit gar nicht (bei den Single sockets). Aber der Aufpreis dafür ist schon mehr als ordentlich.
  • FfFCMAD schrieb am
    Glaube kaum das du ne x550 NIC auf den 300€-Boards bekommst.
  • Besterino schrieb am
    700USD? Die spinnen. Supermicro geht bei ~360 Euro los. Allerdings nur 3x PCIe 16x (würde mir wohl reichen...).
  • HerrRossi schrieb am
    Das sind für Workstations spannende Boards, auch mit der L-/RDIMM Unterstützung. In den USA soll es bei einem Händler $700 kosten, der Preis geht aber sicher noch runter, ist ja noch ganz frisch.

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