Leser-Kurztest: DeLock 42600 – externe M.2 NVMe SSD

Nachdem ich Anfang 2018 das Toshiba Tecra X40 (Lesertest) testen durfte, habe ich die vorhandene 240GB M.2 SSD durch eine 1TB M.2 SSD ersetzt. Dadurch war die Samsung PM961 240GB M.2 NVMe SSD quasi über und sollte nicht nutzlos „rumoxidieren“. Also suchte ich eine Weile lang nach einer Lösung die SSD extern verwenden zu können, ohne eine zusätzliche Stromversorgung zu benötigen. Leider gab es keine solche Lösung, denn alle externen Lösungen waren nur für SATA SSDs im M.2 Format oder benötigten eine zusätzliche Stromversorgung. Im September kam nun endlich diese Lösung auf den Markt.

Die Montage war, wie bei beim M.2 Format üblich, relativ einfach. Einziges Problem war das dicke Wärmeleitpad, welches auch gleichzeitig zum Schwachpunkt gehört.
Das Pad soll die Wärmeabfuhr sicherstellen, was bei dieser geschlossenen Konstruktion erst recht nötig ist. Ich musste das Pad zusammenpressen um die Platine in das Gehäuse schieben zu können. Wie wenig Platz vorhanden ist erkennt man gut an den Resten des Pads am Rand des Gehäuses.

Nun zu den Zahlen

AS SSD Benchmark

Die Samsung PM961 240GB M.2 NVMe SSD erreichte im Tecra X40 –
2028 MB/s lesen und 1094 MB/s schreiben

Die Samsung PM961 240GB M.2 NVMe SSD erreichte im DeLock 42600 an USB-C 3.1 –
923 MB/s lesen und 389 MB/s schreiben

Die Samsung PM961 240GB M.2 NVMe SSD erreichte im DeLock 42600 an USB-C 3.0
416 MB/s lesen und 347 MB/s schreiben

Im ersten Test nach den Umbau wurden etwa 930 MB/s lesen aber nur 130MB/s schreiben erreicht.

Ich dachte schon an einen Reinfall, aber nachdem ich weiter getestet hatte stellte sich dann eine Schreibrate um die 340MB/s ein, welche auch bei größeren Übertragungen gehalten wurde. Grund war mit Sicherheit das Pad, das sich erst ausdehnen musste, womit es mehr Kontakt zum Gehäuse bekam und dann auch besser kühlen konnte. Die Temperatur der SSD konnte ich leider nicht auslesen, aber eine Messung des Gehäuses mittels Infrarot-Thermometer kam auf einen Spitzenwert von 51°C bei einer Umgebungstemperatur von ca. 22°C.

Danke für den Test an unseren Leser amd64


Kommentare (7)

  • amd64 schrieb am
    Die Leistungsaufnahme konnte ich nicht testen. Auf der SSD steht "RATED: DC + 3.3V - 2.91A", was dann 9,6 Watt bedeuten würde. Dazu kommt noch der jms583 mit 0,7 Watt Verbrauch im Betrieb und die Wa. Getestet wurde Typ-C an eine MBP 2018 und USB3.0 an ein Asus Z97 Plus (Front Panel). Bei Geizhals kann man die SSDs auch nach Verbrauch sortieren. Da sind bis in die TB Varianten hoch Modelle mit 2,5 Watt im Betrieb zu finden. Damit würde man ganz sicher gehen, die 4,5W eines USB3.0 auch einzuhalten. https://geizhals.de/?cat=hdssd&xf=2384_2.5~4832_3
  • Besterino schrieb am
    @紫 (ゆかり): Danke für die Hintergrundinformation!
  • 紫 (ゆかり) schrieb am
    @amd64 Mich würde die Leistungsaufnahme beim externen Gehäuse für M.2 NVMe SSD interessieren. Gibt es da Daten? Hatte geschrieben, dass ich statt Fertiglösungen besser ein externes Gehäuse für M.2 NVMe SSD + NVMe SSD nehmen würde. Als Antwort wurde geschrieben, das ggf. Probleme mit der maximalen Leistungsaufnahme auftreten. Der Grund sei, dass interne SSDs meist mehr als die 900mA, die ein USB 3.0 Port maximal liefern können muss, brauchen. Bei Type-C seien die 3A oder gar 5A (bei Power Delivery) nur optimal und nicht garantiert. Bis zu wie viel Ampere eine SSD ziehen kann, würde auf dem Etikett stehen, z.B. in der Form von 5V rated 1,4A. Dies könnte beim Schreiben, wo die SSD am am meisten Strom verbraucht, dazu führen, dass der Strom reduziert wird, da nicht jeder USB Anschluss - vor allem bei Notebooks - dafür ausgelegt sei. D.h. es gibt beim Zugriff, wenn SSD dafür am empfindlichsten ist, einen Spannungsabfall. Des weiteren wurde dann betont, dass bei den Fertiglösungen davon auszugehen ist, dass der Hersteller die Firmware der SSD so angepasst hat, das diese nie mehr als die 900mA aufnehmen. Außerdem hätte z.B. Samsung bei der T3 und T5 extra fette Stützkondensatoren verbaut und sie würden wissen warum.
  • Besterino schrieb am
    @Case39: für SATA gibt’s das mit ausfahrbaren USB-SATA: https://www.amazon.de/gp/aw/d/B0765DZTDX?psc=1&ref=yo_pop_mb_yo_pop_mb_pd_t2
  • amd64 schrieb am
    Hierzu würde mich ja mal ein Test interessieren https://www.golem.de/news/bics4-spe...r-usb-c-prototyp-hat-4-tbyte-1901-138608.html Vor allem auch in thermischer Hinsicht.

Ebenfalls interessant...