Intel könnte die Atom-Produktion auf TSMC auslagern

Im Zuge des starken Quartalberichtes, der von Intel letzte Woche herausgegeben wurde, sind Gerüchte augekommen, dass das Unternehmen seine Atom- und Chipsatzproduktion an TSMC auslagern könnte. Die Quartalszahlen bestätigten, dass das Intel derzeit eine erhöhte Nachfrage nach 14nm-Produkten verzeichnet. Während der Telefonkonferenz im dritten Quartal 2018 erklärten die Intel-Manager, dass sie einen Teil ihrer geplanten 10nm-Produktion auf 14nm zurücksetzen würden, um der Notwendigkeit einer erhöhten Produktion gerecht zu werden.

Ebenso will das Unternehmen knapp eine Milliarde USD ausgeben, um die Produktion von Xeon- und Core-CPUs zu steigern. Die Entlastung der hauseigenen Anlagen soll, laut DigiTimes, durch eine Auslagerung der Produktionskapazitäten auf andere Fertiger. Ein ganz heißer Kandidat dafür ist TSMC, die von Intel die Herstellung der Atom-Prozessoren sowie einiger IoT-Chips erhalten könnten.  Schon in der Vergangenheit hat Intel mit TSMC zusammengearbeitet.  So zeigt sich TSMC für die Fertigung bereits verfügbarer FPGA- und LTE-Produkte von Intel verantwortlich.

Intel musste in der Vergangenheit mit massiven Kapazitätsproblemen bei 14nm-Produkten und Fehlproduktionen bei seinen 10nm-Wavern kämpfen. Dabei hilft es natürlich auch nichts, dass Intel die Preise für die vorhandenen Prozessoren um bis zu 60% erhöht hat. Bis Mitte 2019 soll diese Knappheit bestehen bleiben (wir berichten) und Intel ist damit auch gezwungen, mit dem H310C-Chipsatz für Mainboards auf 22nm zurückzukehren.

Solche Einschätzungen könnten ggf. findige (gerne auch als „erfahren“ bezeichnete) Marktanalysten ausrechnen. Vielleicht aber auch lieber nicht, denn Einige von ihnen sehen einheitlich Intel auf dem absteigenden Ast. Goldman Sachs beispielsweise hat erst vor einigen Monaten die Aktienbewertungen für AMD auf „neutral“ erhöht, stufte aber Intel gleichzeitig auf den Status “Sell” herunter. Als Grund werden u.a. die Probleme mit der 10nm-Fertigung genannt.

 

Während die 10nm-Problematik an dieser Stelle gut bekannt ist, glauben wir, dass Intels Herstellungsprobleme möglicherweise tiefer verwurzelt sein könnten, als es die meisten denken und einen nachhaltigen Einfluss auf den Marktanteil und/oder das Ausgabenniveau haben könnten, da Intel mit einem wachsenden und stärker werdenden Ökosystem von TSMC konkurriert ist”, so der Goldman Sachs Analyst Toshiya Hari

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