Samsung stellt DDR4 RDIMM mit einer Kapazität von 256GB vor

Samsung hat neue Registered DIMM (RDIMM) für Server vorgestellt, die pro Riegel eine Kapazität von 256 GB aufweisen. Sie basieren auf dem 16 Gb DDR4 Speicher, den das Unternehmen Anfang des Jahres vorgestellt hat und nutzen die 3DS-Technologie, bei dem der Speicher gestapelt wird.

Ein einzelnes der neuen Module soll eine höhere Leistung bei weniger Stromverbrauch bieten, als zwei 128 LRDIMMs, die heutzutage in Rechenzentren eingesetzt werden. Samsung verlötet 36 einzelne Speicherchips, die jeweils 8 GB fassen. Als Buffer zeigt sich ein IDT 4RCD0229K zuständig.

In diesem Zusammenhang wäre es interessant darauf hinzuweisen, dass es sich bei diesen neuen DIMMs um Registered DIMMs (RDIMMs) und nicht um Load-Reduced DIMMs (LRDIMMs) handelt. Normalerweise werden LRDIMMs für Systeme mit hoher Kapazität benötigt, wobei diese DIMMs auf zusätzliche Pufferung angewiesen sind, die den Stromverbrauch und die Latenzzeit gegenüber RDIMMs beeinträchtigt.

Da die neuesten Serverplattformen (AMD EPYC, Intel Xeon Scalable, usw.) ihre Speicheranbindung optimiert haben, um nativ Octal-Ranked Module in beiden Slots zu unterstützen – auf Kosten der Begrenzung auf insgesamt zwei Slots pro Kanal – sind LRDIMMs nicht (mehr) notwendig, um die Speicherkapazitäten dieser neuen Server zu maximieren. Dadurch können stattdessen einfachere RDIMMs verwendet werden.

Intels kommende Xeon Scalable „Cascade Lake“ Prozessoren sollen bis zu 3,84 TB Arbeitsspeicher über alle 12 DIMM-Steckplätze zu unterstützen, so dass ein Dual-Socket-Server durch die Installation von zwölf 256 GB RDIMMs 6 TB Speicher erhalten könnte. Die aktuellen EPYC-Prozessoren von AMD unterstützen offiziell bis zu 128 GB LRDIMM-Speichermodule und insgesamt bis zu 2 TB Speicher, was aber logisch ist, da AMD 256 GB RDIMMs noch nicht validiert hat. Wenn AMD 256 GB RDIMMs für seine Plattform für brauchbar hält, werden diese zeitnah unterstützt, indem das Unternehmen den Mikrocode seiner bestehenden EPYC-Prozessoren anpasst oder sie einfach mit den kommenden 7nm EPYC „Rome“ CPUs validiert. In jedem Fall können 256 GB Module bis zu 4 TB Speicher pro Sockel und bis zu 8 TB RAM im Falle der AMD-Serverplattform ermöglichen.

 


Kommentare (4)

  • Jakob Ginzburg schrieb am
    fixed, danke
  • Tesetilaro schrieb am
    ich habs auch nicht gerafft - hab Jakob mal angetiggert *g* vermutlich weil man es als betriebsblinder einfach überliest...
  • Besterino schrieb am
    Wegen der 265 im Titel?
  • Derfnam schrieb am
    Nich dein Tag, hmh?

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