Intel unterstützt VESA Adaptive Sync

Adaptive Sync – bei AMD als FreeSync und von Nvidia als G-Sync bekannt – ist eine Technik mit der die Ausgabequalität zum Teil erheblich verbessert werden kann. Das stellen die Hersteller durch die Darstellung eines jeden Datenframes sicher, das an den Monitor weitergeleitet wird, sobald ein solcher Datenframe vollständig berechnet wurde.

Ohne diesen Ansatz wird die Darstellung von Spielen entweder „zerreißen“ (wenn V-Sync deaktiviert ist) oder eine deutlich sichtbare Linie, die längs über dem Bildschirm verläuft, ist zu sehen. Auch Animationen stocken durch fehlende Frames oder schlicht duplizierte (weil nicht berechnet) Frames. Die mehrfache Darstellung bzw. der sich wiederholende Animationsverlaufen erzeugt einen sichtbaren Lags (Stottereffekte), da der Monitor auf das fertige Bild wartet, dieses aber nicht von der Grafikkarte bekommt. Unternehmen wie AMD und Nvidia haben, basierend auf offenen VESA-Standards, Lösungen entwickelt, die dieses Problem vermeiden.

G-Sync von Nvidia und FreeSync von AMD unterscheiden sich jedoch ein klein wenig im Detail. Nvidia verlangt für die Integration der proprietären Lösung zwischen 100 und 150 USD von den Monitorherstellern pro Modell. AMDs FreeSync-Unterstützung ist dagegen kostenlos und wurde beispielsweise für Samsung-Monitore und TV-Geräte als Software-Update nachträglich implementiert.

Die Preisgestaltung fällt insbesondere im direkten Vergleich auf: Der günstigste 24-Zoll Monitor mit FreeSync ist bei Caseking bereits für 129,90 Euro zu haben.

NVIDIA GeForce RTX 2080 Founders Edition, 8GB GDDR6, HDMI, 3x DP, USB-C (900-1G180-2500-000)

  • 24 Zoll großer 75-Hz-Monitor mit Full-HD-Auflösung
  • TN-Panel & 1 ms Reaktionszeit
  • HDMI / DP / VGA
  • FreeSync
  • Anti-Blue-Light-Technologie
  • integrierte Lautsprecher
  • EEK B
Stand: 17.01.19 10:52
NVIDIA GeForce RTX 2080 Founders Edition, 8GB GDDR6, HDMI, 3x DP, USB-C (900-1G180-2500-000)

Für einen Monitor mit gleicher Display-Diagonale aber G-Sync werden dann schon einmal 389,00 Euro fällig.

Acer Predator XB1 XB241Hbmipr, 24" (UM.FX1EE.001)

  • Gaming-Monitor von Acer
  • 24-Zoll-TN-Panel
  • FHD-Auflösung
  • 144 Hz & 1 ms Reaktionszeit
  • G-Sync-Technologie
  • 350 cd/m² Helligkeit & 16,7 Mio. Farben
  • EEK C
Stand: 17.01.19 10:52
Acer Predator XB1 XB241Hbmipr, 24
Zentrallager: 3 Stück lagernd, Lieferung 1-3 Werktage Filiale Wilhelmshaven: 3 Stück lagernd
Stand: 18.01.19 00:02
Vorkasse, PayPal, sofortüberweisung.de, Giropay € 8,99.
Expressversand möglich.
Abholung möglich (D-26388 Wilhelmshaven)
Stand: 17.01.19 23:59
lagernd, Lieferung 1-3 Werktage
Stand: 18.01.19 00:02
Vorkasse, PayPal, sofortüberweisung.de, Giropay, Finanzierung € 8,79.
Expressversand möglich.
Stand: 17.01.19 23:53
lagernd, Lieferung 1-3 Werktage
Stand: 18.01.19 00:02
Vorkasse, PayPal, sofortüberweisung.de, Giropay € 8,59.
Expressversand möglich.
Stand: 17.01.19 23:56
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Vor drei Jahren versprach Intel, AMDs FreeSync (auch bekannt als VESA Adaptive Sync) in zukünftigen Produkten zu unterstützen – tat das bisher aber mit keinem einzigen Produkt. Nun wurde Chris Hook, Discrete Graphics and Visual Technologies Marketing bei Intel, zu den zukünftigen Plänen der dedizierte Grafikkarte(n) gefragt, die nächstes Jahr enthüllt werden soll(en). Chris antwortete, dass man an einer Integration von Adaptive Sync arbeite und dieses auch implementieren möchte.

Dies ist aus mehreren Gründen eine wichtige Entwicklung. Als Nvidia an G-Sync arbeitete, musste das Unternehmen einen eigenen Controller bauen, der in Zusammenarbeit mit dem Monitor-Controller variable Bildwiederholungsraten ermöglichte. Durch diesen Controller konnte Nvidia die Synchronisation vor AMD und VESA auf den Markt bringen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute gibt es keinen Grund für Nvidia, seine eigene dedizierte Lösung weiter voranzutreiben – außer der Tatsache, dass das Unternehmen den Spielemarkt dominiert und daher Druck ausüben kann.

Sprich, die Spieler dazu drängen, teure Markenmonitoren zu kaufen, was wiederum Geld auf das Unternehmenskonto spült. Tatsächlich gibt es keinen Grund, warum Nvidia auch Adaptive Sync auf seiner bestehenden Hardware nicht unterstützen könnte – außer, dass man das eben nicht wirklich will. Und da das Unternehmen nicht durch den starken Wettbewerb auf dem Markt dazu gezwungen wird, haben die Spieler nur beschränkte Auswahlmöglichkeiten. Entweder die Wahl zwischen fast 200 Displays zu jedem hervorragenden Preis- und Leistungsverhältnis, die aber nicht mit den Grafikprozessoren kompatibel sind, die die meisten Enthusiasten kaufen. Oder eben G-Sync-Monitore, die deutlich mehr kosten und von Nvidia „verifiziert“ sind.

Ein entschlossener Druck durch Intel, Adaptive Sync zu unterstützen, könnte den langfristigen Wendepunkt markieren, also auch Nvidia dazu zu bringen, weitere Technologien abseits von G-Sync zu unterstützen. Natürlich hängt viel von der endgültigen Qualität der Grafiklösungen von Intel ab – wenn die Karten nicht gut genug sind, um Marktanteile von Nvidia abzuknöpfen, wird sich Adaptive Sync nicht wie angestrebt weiter verbreiten.

Natürlich ist die aktuelle Situation für Nvidia recht komfortabel. Für einen großen Teil an Spielern ist sie es hingegen nicht. Zumal es eine künstlich erzeugte Barriere ist, denn Nvidia hat noch nie auf einen einzigen Vorteil von G-Sync hingewiesen, der nicht auch durch die offenen und kostenlosen Alternativen angeboten würde. Es bleibt also zu hoffen, dass Intel – wenn man konkurrenzfähige Grafikprozessoren auf den Markt bringt – diesen Wandel vorantreiben wird. Denn ein offener Industriestandard könnte die gesamte Branche signifikant voranbringen und wiederum zu neuen sowie innovativen Lösungen führen.

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Kommentare (55)

  • Dark_Knight schrieb am
    Immernoch? Dachte, das man das Thema, was eigentlich komplett OffTopic ist, langsam mal fertig hat. Interessant ist doch einzig, wird Intel es nur für die dGPU nutzen, oder auch deren integrierte GPUs damit zukünftig ausstatten. Wenn nur ersteres wird nVidia noch eine ganze Weile ihre G-Sync Module verkaufen können. Sollte Intel aber auch die integrierten für Adaptive Sync öffnen, dann wird nVidia ganz schnell dies ebenso machen. Oder halt einen anderen Weg finden, das G-Sync in Kombination mit nVidia GPUs besser läuft. Treiber lassen sich ja immer in die eine oder andere Richtung entwickeln. ;)
  • Dezor schrieb am
    Plitz hat gesagt
    Von 96 Monitoren die FreeSync und 144Hz haben ...
    Der Preisvergleich von Geizhals listet gerade mal 53 Monitore die überhaupt G-Sync unterstützen https://geizhals.de/?cat=monlcd19wide&xf=11992_NVIDIA+G-Sync gegenüber >300 Modellen mit FreeSync und davon schaffen gerade mal 36 überhaupt 144 Hz. Bei beiden Technologien gibt es übrigens laut Geizhals genau einen Monitor, der auch bis auf 24 Hz herunter kommt. Preisdifferenz: knapp 290 €. https://geizhals.de/?cat=monlcd19wide&sort=p&xf=11992_Adaptive+Sync/AMD+FreeSync~11993_24 https://geizhals.de/?cat=monlcd19wide&sort=p&xf=11992_NVIDIA+G-Sync~11993_24
  • Plitz schrieb am
    Von 96 Monitoren die FreeSync und 144Hz haben schaffen es ganze 8 bis auf 35Hz runter zu gehen. 30Hz erreichen nur noch 4 Monitore. Bei 40Hz sind es immerhin schon 20 Bildschirme. Also ich würde schon sagen, dass mein "In der Regel" nicht ganz falsch ist. "In der Regel" ist auch keine Pauschalisierung! Die 144Hz Marke haben die neuen FreeSync Modelle jetzt schon gut im Griff. Also nicht mehr "In der Regel", aber es war eine Zeit lang so. Wenn man jetzt aber zu den G-Sync Modellen geht, dann erreichen 100% die 30Hz und 100% die 144Hz. Ich verstehe jetzt aber auch nicht so wirklich wieso du abgewartet hast mit dem Kauf ... der Unterschied zwischen den 45Hz und 30Hz kann man als Kunde doch gar nicht wahrnehmen, bzw. als Messungenauigkeit abschreiben. Und der Unterschied zwischen 144Hz und 90Hz ist für den Kunden doch auch vernachlässigbar. So habe ich das zumindest verstanden. Gut zu wissen das es dir nicht so unwichtig war wie es manche hier darstellen wollen und du dich für ein gutes Modell entschieden hast ;)
  • DHAmoKK schrieb am
    Plitz hat gesagt
    Vorteil G-Sync? In der Regel bei niedrigeren und höheren FPS nutzbar ( 30 vs 45 und 144 vs 90) (...)
    Bitte nicht pauschalisieren: Die ersten Monitore hatten das Problem, aber mittlerweile können auch FreeSync Monitore einen großen Bereich abdecken ohne sie in zwei Teilbereiche zu zerschneiden. Das, und der exorbitant hohe Preis vom damals einzig brauchbaren Monitor von Eizo, hat mich den Kauf erst abwarten lassen. Der AOC Agon AG241QX, den ich mir schlussendlich gekauft habe, kann FreeSync nahtlos zwischen 35 und 144Hz.
  • Tesetilaro schrieb am
    Plitz hat gesagt
    Nvidia Grafikkarten sind schneller? Unwichtig! Nvidia Grafikkarten sind Günstiger? Unwichtig!
    Pauschalisierung - wenn man lange genug sucht, dann findet man bestimmt eine AMD Karte die in Sachen Preis vs. Leistung eine vergleichbare Nvidia Karte hinter sich lässt - zumindest nach dem das Thema Mining langsam vom Tisch kommt... Was ich sagen will, AMD ist aktuell, (meiner Meinung nach) etwas zu teuer - wenn man aber den Mining Aufschlag mal raus rechnet - dann macht AMD genau eins - ca. 10 % hinter Nvidia liegen, mit 8-12 % Preisdifferenz nach unten... auch ein rein theoretisches Konstrukt, eben weil die AMDs u.a. durch die bessere Speicheranbindung die besseren Miner sind (/waren)... Wir sind uns sicher alle einig- rein beim FPS balken hat Nvidia die Nase vorn - preislich muß AMD das logischerweise unterbieten, hatten Sie aber eben wegen des Minings in der jüngeren Vergangenheit nicht nötig. es ist am Ende auch total egal ob man nun G-Sync oder FreeSync besser findet und was der Unterschied ist - Fakt ist aber, wenn Intel zusagt einen offenen Standard zu unterstützen, dann ist das per se erst mal gut, was wir Verbraucher am Ende davon haben - das ist Glaskugel, Wunschdenken und ein wenig Glaube an das Gute ;)

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