Zu hohe Kosten: CaseLabs macht dicht

CaseLabs, der in Kalifornien ansässige Hersteller von PC-Gehäusen, gab am Samstag bekannt, dass er seine Türen wohl dauerhaft schließen wird. Das Unternehmen genießt mit seinen Produkten einen guten Ruf und ist für erstklassige Verarbeitungsqualität bekannt. Durch die Zahlungsunfähigkeit wird es nicht möglich sein, alle Bestellungen abzuarbeiten und den Auftragsbestand zu versenden.

Diese Ankündigung stellte CaseLabs auf Social Media, einschließlich Facebook und Twitter, sowie auf der eigenen Website online. CaseLabs schrieb: „Wir sind in die Zahlungsunfähigkeit geraten und sehen uns durch die hohen Kosten nicht in der Lage, den Geschäftsbetrieb fortzusetze“. Die Schließung des Unternehmens könnte den Verlust von mehr als einem Dutzend Arbeitsplätzen bedeuten.

„Wir hatten am Anfang etwa 22 Mitarbeiter“, teilt Jim Keating, Präsident von CaseLabs, gegenüber Toms Hardware USA per E-Mail mit. „Wir sind jetzt bei 16 Mitarbeitern angekommen. Einige sind schon seit 15-20 Jahren bei uns. Sie alle sitzen in Kalifornien. Es ist eine schreckliche Situation.“

Keating gibt an, dass vorallem die Tarife für Angestellt in der Metall-Branche – diese sind durch die Trump-Verwaltung festgelegt worden – das Unternehmen in fananzielle Not gebracht haben. Nach Angaben der Washington Post stiegen die Stahl- und Aluminiumpreise demnach drastisch an. Keating sagt, dass die CaseLabs-Materialien von einem „bereits hohen Aluminium-Preis von 1,50 USD pro halbem Kilo“ im vierten Quartal 2017 auf „mittlere 2,80 USD“ gestiegen sind. Tom’s Hardware USA hat sich an das Weiße Haus gewandt, um einen Kommentar bezüglich negativer Auswirklungen, die durch die Tarife US-Unternehmen entstanden sind, zu erhalten. Bisher steht eine Antwort jedoch aus.

Es gab einen letzten verzweifelten Versuch, die Firma zu retten. Doch dieser Versuch ist laut CaseLabs gescheitert, da ein „möglicher Deal“ im letzten Moment geplatzt ist. CaseLabs erwägt, die Produktion auszulagern und zu reduzieren, um das Unternehmen vor der entgültigen Pleite zu retten.

„Ich kann nicht viel über den Deal sagen, außer, dass es ein Unternehmen in Europa mit eigenen Produktionsressourcen war“, sagt Keating. „Die US-Niederlassung wäre verkleinert worden, aber sie wäre weiterhin in Betrieb. Wenn keine andere Firma eingreift, werden wir die Liquidation vorantreiben.“

Das Unternehmen sagte in seiner Erklärung, dass man versuche, so viele Aufträge wie möglich zu versenden. Jedoch werde man aber nicht in der Lage sein, alle Bestellungen abzuarbeiten.

Die besagten Tarife haben die wichtigste Rolle bei der Erhöhung der Preise um fast 80% gespielt. Auch Engpässe bei der Lieferung stellen ein Problem dar. Das wiederum hat sich auf die Margen von CaseLabs ausgewirkt.

Zur Quelle

Ebenfalls interessant...