4-TB SSDs kommen bald: Samsung startet Massenproduktion des ersten QLC-Speichers

Samsung hat heute bekannt gegeben, dass das Unternehmen mit der Massenproduktion der ersten 4-bit-QLC 4-Terabyte SATA-SSD für Endverbraucher begonnen hat. Damit sollen insbesondere Anwendungen und Anwendungsbereiche mit wenigen Löschvorgängen bedient werden.

Bei QLC-NAND (Quadruple Level Cell) werden jeweils 4 Bit pro Zelle gespeichert. Damit das möglich ist, muss der Controller zwischen 16 verschiedenen Spannungsstufen unterscheiden können. Da QLC-NAND weniger Schreibzyklen verträgt, als TLC-Speicher, eignen sich die SSDs als schneller Archiv-Speicher besonders gut. Die Schreibgeschwindigkeit beträgt dabei maximal 520 MByte/s, beim Lesen kommt der Speicher auf 540 MByte/s. Um diese Werte zu erreichen, werden Teile des Speichers in den schnelleren SLC-Modus geschaltet.

Die Dies verfügen über 64 Lagen und weisen eine Kapazität von 1 TBit auf. Werden sie wie üblich in 16 Stapel geordnet verbaut, benötigt die angekündgite 4-TByte-SSD insgesamt nur zwei solcher Speicherchips. Nach dem Marktstart der „großen“ SSD sollen auch kleinere Ausführungen folgen. Ebenso stellt Samsung eine Enterprise-Ausführung im M.2-Format in Aussicht.

Samsung möchte mit der neuen SSD die HDD als Datengrab ersetzen. Endverbrauher sollen ihre Fotos, Videos, Musik und andere Daten schnell ablegen und bei Bedarf auch schnell wieder öffnen können. Leider fehlen bisher die Angaben zur Haltbarkeit des Speichers, das Unternehmen gibt aber eine Garantiefrist von drei Jahren. Verglichen mit der SATA-SSD 860 EVO sind das zwei Jahre weniger.

Informationen zum Marktstart, dem Preis oder dem Produktnamen fehlen zum aktuellen Zeitpunkt.

Kommentare (8)

  • MyRunner schrieb am
    BigReval hat gesagt
    Vollkommen daneben. Als Datengrab zu teuer und wer setzt so was ein, wenn er schon von vornhrein weiß, des die nicht lange halten. Und dann noch teurer als Standard HDD.s
    Darum geht es gar nicht. Aber sei mal n halbes Jahr beruflich im Ausland und der Rechner steht dann halt ohne Strom zuhause. Gibt es da schon Stress oder hat man da noch 2 Jahre Zeit, bis sich das bemerkbar macht. Es geht nicht um Datengrab, trotzdem faende ich die Info interessant.
  • BigReval schrieb am
    Vollkommen daneben. Als Datengrab zu teuer und wer setzt so was ein, wenn er schon von vornhrein weiß, des die nicht lange halten. Und dann noch teurer als Standard HDD.s
  • MyRunner schrieb am
    Gibt es irgendwo Tests, wie lange die Daten auf SSDs erhalten bleiben, wenn man die mal ausbaut oder den Rechner vom Strom trennt? Gibt es da Unterschiede noch zwischen SLC, MLC etc?
  • zeutan schrieb am
    Im Endeffekt wird es trotzdem auf den passenden Preis ankommen. Wer weiß, vielleicht bekommt meine nächste NAS SSDs?;-)
  • Igor Wallossek schrieb am
    Ich hatte bisher weniger Datenverluste mit redundantem Cloudspeicher als auf mechnischen Platten. Und für die Kronjuwelen liegt eine sehr dicke Platte im Wechsel im Bankschließfach. Aber im Rechner möchte ich diese lauten Zeitgenossen nicht mehr haben.

Ebenfalls interessant...