ADATA setzt mit der IM3P33EC SSD auf M.3

Die Weiterentwicklung der Speicher-Formate und Anbindung schreitet voran und nachdem vor wenigen Wochen Samsung das Interesse an M.3 bekundet hat, zeigt auch ADATA das erste M.3-Produkt. Der neue Formfaktor soll im Enterprise-Segment neue Möglichkeiten für speicherlastige Dienste schaffen und den Datendurchsatz sowie die Speichermenge steigern.

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Doch wieso setzt man nicht einfach auf M.2? Grundsätzlich ist M.2 ein Formfaktor, der für den Enterprise-Markt nicht gut funktioniert, da er zu klein ist. M.3 wäre größer bzw. eigentlich breiter: Bis zu 30,5 mm gegenüber 22 mm. Diese zusätzliche Fläche bietet Herstellern den nötigen Platz, um mehr Bauteile auf eine SSD platzieren zu können.

Grundsätzlich bedeutet M.3 also deutlich mehr NAND-Speicher auf einem nur geringfügig größerem Speichermodul. Zusätzlich bietet M.3 auch mehr Möglichkeiten beim Einsatz von Kondensatoren, die für die Datensichereung bei einem Stromaufall verantwortlich sind. Oder etwas so Einfaches wie ein größerer und leistungsstärkerer Controller. M.3 würde weiterhin NVMe -1.3 über eine PCIe 3.0-Verbindung verwenden und per x4 /x8 oder x16 angeschlossen werden.

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M.3 für „Small Form Factor SSDs“ der nächsten Generation

ADATA hat nun die neue M.3 NGSFF Industrie-SSD mit der Modellbezeichnung „IM3P33EC“ vorgestellt. Diese unterstützt NVMe 1.3 und die PCIe Gen3 Schnittstelle mit einer x8 Anbindung. ADATA gibt für die IM3P33EC Lese-/Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 3.200/1.700 MB pro Sekunde an. Zusätzlich ist die SSD Hot-Plug-fähig, bietet einen automatischen Datenschutz bei Stromausfällen, AES 256-Bit-Verschlüsselung und einen End-to-End-Datenschutz – Kriterien, die in Rechenzentren, für große Datenanalysen und künstliche Intelligenz (AI) unerlässlich sind.

Zur Quelle via tomshardware.com

Kommentare (2)

  • Igor Wallossek schrieb am
    Dafür gibt es Steckkarten, auf denen man die Module befestigt. Da kann man sogar gleich komplette RAID-Lösungen auf einmal tauschen.
  • Stunrise schrieb am
    Für den Enterprise Bereich stelle ich mir das ungeeignet vor, da schiebt man ja vorn in die Server die Festplatten bzw. SSDs rein, damit diese schnell ausgetauscht / erweitert werden können. Kein RZ Betreiber wird die Server aufschrauben und irgendwelche M.2 / M.3 Module auf dem Mainboard ausbauen/austauschen. Ich könnte mir höchstens Vorstellen, dass die 2,5" Einschübe vorn dann eine Art M.3 Anschluss haben und man dort die Module einbauen kann, dann stellt sich aber die Frage, warum man nicht direkt auf 2,5" Größe geht, wenn der Platz ja so ein Thema ist.

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