Hürden und Lösungen: AMDs APU Ryzen 5 2400G mit verschiedenen Speicher-Settings getestet

Inhaltsverzeichnis

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Das Testsystem

Wir haben in unserem Artikel “Weiß und schnell: KFA2 Hall Of Fame Extreme DDR4-4000 im Test” bereits sehen können, dass der Core i7-8700K und der Ryzen 7 2700X von einer Erhöhung der Speicherfrequenz profitieren und auch eine erhöhte CPU- und Spieleleistung bieten. Wir wollten jedoch auch noch wissen, ob dies auch für eine Ryzen APU und deren integrierte Vega-Grafik gilt und vor allem, in welchem Umfang. Dazu wurde eine Ryzen 5 2400G APU mit vier Kernen (SMT, acht Threads) samt integrierter Vega-11-Grafikeinheit genutzt, denn etwas Schnelleres gibt es aktuell auch nicht.

Testsystem im Gehäuse
Testsystem:
AMD Ryzen 5 2400G
Be Quiet Silent Loop 360mm
Asus ROG Strix X370-F Gaming
SSD Crucial MX200 500Go
Dark Power Pro 11 750W
Be quiet! Dark Base Pro 900
Speicher: G.Skill Sniper X DDR4-3400 CL16
Monitor: Eizo EV3237-BK
Gehäuse:
Be quiet! Dark Base Pro 900

Beim Speicher setzen wir auf den von AMD zum Sample mitgelieferten G.Sill Sniper X DDR4-3400 CL16, dessen genaue Daten ich ebenfalls schnell noch einmal in einer Tabelle zusammengefasst habe:

Kapazität
16 GB (2 x 8 GB)
Format  
Long DIMM
Bestückung
Single-Sided
Taktfrequenz   
3400 MHz
Timings CL 16 16-16-36
Spannung 1,35V
Kühlung Heat Sink
Profile Intel XMP 2.0
Produkt-Code F4-3400C16D-16GSXW

RAM Timings auf Ryzen: Wir erklären das Puzzle

Ich wollte diese Tests auf der bekannten X470-Plattform durchführen, aber bereits die ersten Durchläufe erwiesen sich als unerwartet problematisch: Selbst bei niedrigen DRAM-Frequenzen war die Plattform (mit dem neuesten BIOS oder der vorherigen Version) instabil bei eine Kuh auf Stelzen, sobald ich auch die Grafik so richtig forderte. Zuerst hatte ich den  Ryzen 5 2400G und dann das G.Skill-Kit im Verdacht, aber es stellte sich tatsächlich heraus, dass es das Motherboard war, welches die Probleme erzeugte. Der Gang zum Lager war folgerichtig und so wechselte ich dann erst einmal zu einem anderen Modell, einem Asus ROG Strix X370-F Gaming….

Der G.Skill Sniper X Kit ist ^ja per Selbstdeklaration Ryzen-kompatibel, was auch durch einen fetzigen Aufkleber auf der Verpackung bestätigt wird. Es scheint jedoch immer noch so zu sein, dass einzelne Ryzen-Plattformen auch jetzt noch ziemlich launisch wie eine Diva vorm Zähneputzen sind, was natürlich wohl auch an den XMP-Profilen der Speichermodule liegen könnte (eine Intel-Technologie, das nur mal als kleine als Erinnerung). Sowohl MSI als auch Asus bieten jedoch auch ein automatisches DRAM-Timing-Management über die in ihren jeweiligen UEFIs vorhandenen A-XMP- und D.O.C.P.-Funktionen. Immerhin.

In der Praxis musste ich trotzdem noch die ns-Dauer für jede Latenzart schnappen und diese dann manuell über eine Art “Zauberformel” in einer einfachen Berechnung (Timing = Latenz in ns / Clock Cycle Time) in eingebbare Timings umwandeln. Zur besseren Übersicht habe ich hier tabellarisch eine Zusammenfassung der Latenzen in ns und der entsprechenden berechneten Zeiten für das G.Skill Sniper X DDR4-3600 CL16 Kit, wobei dann unter Berücksichtigung bestimmter Regeln natürlich auch auf die nächste passende Einheit gerundet werden muss (z.B. tRC muss größer oder gleich der Summe von tRAS + tRP sein).

DDR4 Taktfrequenz 2133 2400 2666 2800 2933 3000 3200 3400
Clock cycle time 0.938 ns
0.833 ns
0.75 ns
0.714 ns
0.682 ns
0.667 ns
0.625 ns
0.588 ns
tCL
(9.342 ns)
9.96 11.21 12.45 13.08 13.7 14.01 14.95 15.88
tRCDWR
(9.342 ns)
9.96 11.21 12.45 13.08 13.7 14.01 14.95 15.88
tRCDRD
(9.342 ns)
9.96 11.21 12.45 13.08 13.7 14.01 14.95 15.88
tRP
(9.342 ns)
9.96 11.21 12.45 13.08 13.7 14.01 14.95 15.88
tRAS
(21.125 ns)
22.53 25.35 28.16 29.58 30.98 31.69 33.8 35.91
tRC
(30.424 ns)
32.45 36.51 40.56 42.59 44.62 45.64 48.68 51.72
tRFC
(350 ns)
373.28 420 466.55 490 513.28 525 560 595
tRRDS
(2.148 ns)
2.29 2.58 2.86 3.01 3.15 3.22 3.44 3.65
tRRDL
(4.849 ns)
5.17 5.82 6.46 6.79 7.11 7.27 7.76 8.24
tFAW
(24 ns)
25.6 28.8 31.99 33.6 35.2 36 38.4 40.8

Sobald wir diese Timings errechnet haben, müssen wir nur noch das UEFI entsprechend konfigurieren. Die Timings wurden so eingestellt, dass sie etwa die gleiche Latenz in ns erreichen und nur die Taktfrequenz des Speichers zum einzigen variablen Parameter während der einzelnen Durchläufe wird. Wer jetzt Angst vor zu viel Theorie bekommt, der sei beruhigt. Auf der nächsten Seite teste ich das Ganze mal mit einigen Motherboards und den üblichen Nachbau-Settings in dechiffrierter Form.

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