Monat: Juli 2018

Caseking wird verkauft

Equistone hatte Caseking im März 2014 erworben und die Wachstumsstrategie des Unternehmens seitdem konsequent unterstützt. Nun gibt Equistone Partners Europe seine Caseking-Mehrheitsanteile an die Gilde Buy Out Partners ab. Die Gründer und das Management von Caseking bleiben beteiligt. Über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart. Der Verkauf steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Kartellbehörden.

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Schön, optomechanische Keyboard-Switches waren bereits vorletztes Jahr der allerletzte Schrei und man konnte schon auf der Computex 2016 Schalter von A4tech (Light Strike “LK”) und Adomax (Flaretech) in fertigen Produkten bewundern. Doch es passierte damit genau das Gleiche, wie schon mit den klassischen, rein mechanischen Schaltern: Dritte nehmen die Idee auf und produzieren ähnliche Produkte. Ob man die Chance nutzt, die bestehenden Konstruktionen zu verbessern oder nur patentrechtlich abzusichern, was sonst gar zu ähnlich ausgefallen wäre – es wird am Ende wohl auf beides hinauslaufen

Gamdias verwendet in der Hermes P2 RGB eine recht smarte, neue Lösung eines größeren Suppliers, so dass ich das als Anlass genommen habe, doch noch einmal genauer hinzuschauen. Mit ca. 120 Euro Straßenpreis liegt der Tastenmechaniker nicht wirklich in sehr günstigen Fahrwassern, aber wer schön sein will, muss eben leiden. Vielleicht finde ich ja auch noch einen ultimativen Kaufgrund, den ich auf den ersten Blick hätte übersehen können.

Lieferumfang und Unboxing

Der Lieferumfang besteht lediglich aus der Tastatur und einem Kappenzieher, die Treiber-Software muss man zunächst selbst suchen und herunterladen. Das ist allerdings erst einmal kein Beinbruch und mittlerweile auch übliche Praxis. Wer hat heute schon noch ein CD-Laufwerk und einen Extra-Stick müsste man auch wieder zusätzlich einpreisen. Dann doch besser so, zumal der Hersteller die Treibersoftware auch besser aktuell halten kann.

Optik, Haptik und Funktionalität

Optisch ist diese doch recht groß ausgefallene Tastatur irgendwo so ein Mittelding aus verhaltenem Gaming-Barock und einsetzender Vernunft. Die in anthrazit lackierte Metallauflage auf dem Body kann gefallen, aber der Kunststoff des Grundkörpers sieht im Gegensatz dazu nicht wirklich sehr hochwertig aus. Es ist der übliche Durchschnitt, aber eben auch keinen Deut mehr. Die Aufteilung der Taster ist klassenüblich, allerdings entspricht das Ganze nicht dem echten DE-Layout, sondern eher dem US-Design. Der Rest ist wieder unaufgeregter Durchschnitt. Aber es fehlt auch nichts.

Das im Gehäuse integrierte Lautstärke-Scrollrad kann hingegen gefallen. Zusatztasten kann man ebenfalls belegen. Allerdings nicht als separate Makro-Tasten, sondern in Drittbelegung, was etwas nervt. Diese Umschalt-Orgie trifft leider auch die anderen Multimedia-Tasten, die somit nicht dediziert ausgeführt wurden. Das ist zwar schade, wohl aber auch dem Platz geschuldet, den der OEM diesem Modell eingeräumt hat. Da kommt man als Brand auch mit Extra-Tooling kaum weiter.

Die Handballenauflage, man sieht es schön anhand der Bodenansicht, ist fest angeflanscht und kann nicht abgenommen werden, was aus meiner Sicht ein großer Nachteil ist. Sie enthält außerdem auch die Stopper aus eingeklebtem Gummi gegen ein mögliches Verrutschen.

Was ebenfalls nicht optimal gelöst ist, sind die beiden Aufsteller, die es eigentlich ermöglichen sollten, die Tastaturneigung zu erhöhen. Der resultierende Winkel ist dann aber immer noch viel zu gering für ein z.B. ergonomisch gutes und entspanntes Schreiben. Es ist die übliche Zocker-Platte, nichts zum Arbeiten. Hier könnte man aber durchaus nachbessern.

Bevor wir zu den Tastern kommen, schnell noch einmal die drei direkten Seitenansichten, um auch das Aufstellproblem zu verdeutlichen:

Besonderheiten der optischen Taster

Gamdias nutzt, wie bereits eingangs erwähnt, eine eigene OEM-Lösung, die durchaus smart ist und einen gewissen Charme hat. Smart deswegen, weil man RGB-Hintergrund-Beleuchtung und die Diode für den optischen Auslöser einfach kombiniert hat. Der transluzente Einsatz des “Lichtleiters” dient sowohl für die Hintergrundbeleuchtung, als auch für den eigentlichen Auslöser, wie man auf der Grafik rechts gut sehen kann.

In der Praxis sieht das dann aus, wie in den unteren Bildern dargestellt ist. Man erkennt zudem an der Leiterplatte, wo sich die emittierende Diode (LED1) und der Fotosensor (PT1) befinden. Das Loch in der Mitte der Platine sorgt für die Aufnahme des Tasters, der sich komplett entfernen und wieder einsetzen lässt.

 

Die Oberseite des Lichtleiters wirkt zudem wie eine kleine Streulinse, trotzdem ist die Ausleuchtung der Tastenkappen nicht wirklich optimal. Allerdings hat es der OEM geschickt vermieden, allzu viele Beschriftungen in die untere Reihe zu verfrachten. Die Tastenaufnahme ist Standard, so dass auch andere Kappen genutzt werden könnten. Modding kennt ja mittlerweile keine Grenzen.

 

Leider gibt es zum Hersteller der Schalter keine weiteren Angaben. Aber immerhin hat Gamdias diese Schalter nicht auf sich labeln lassen, wie wir es von einigen anderen Brands kennen. Man findet stattdessen nur ein kleines Logo des Suppliers am Body des Schalters, dass ich aber vorerst noch nicht zuordnen konnte.

Von der Benutzung her ist mir nichts Negatives aufgefallen. Im direkten Vergleich zu den MX Brown von Cherry und den äquivalenten Tastern von Kailh schnitten diese Taster ähnlich ab, was das taktile Verhalten, die Federcharakteristik und den Auslösepunkt betreffen. Im Blindtest spürt und hört man eigentlich keine großen Unterschiede. Das wiederum spricht für die Lösung von Gamdias, denn smart heißt in diesem Falle auch, dass man beim OEM Kosten gespart hat. SMD-Bestückung ist günstiger, die Montage ist einfacher und auf teure mechanische Kontaktflächen kann auch verzichtet werden.

Technische Daten

Gamdias Hermes P2
Typ
108-Tasten, DE mit kleiner Enter-Taste
Schaltertyp
Gamdias optomechanische Schalter (OEM)
Charakteristik
taktil
Umschaltpunkt
spürbar
Klickpunkt nicht spürbar
Betätigungskraft keine Angaben
Schaltweg
keine Angaben
Schaltergehäuse
schwarze Basis, Normale Kappenhalterung (Boxed)
Tastenkappen
Kunststoff, gelasert
Beleuchtung
RGB, programmierbare Effekte, SMD-LED indirekt über Schaltkanal für Hintergrundbeleuchtung genutzt
Lebensdauer
50 Mio. Anschläge
Übertragung
USB, Multi-Device, NKRO, Anti-Ghosting, Anti-Jamming
Max. Polling-Rate
1000 Hz
Anbindung / Speicher
USB, 1.8m textilummanteltes Kabel.
Abmessungen
458 x 220 x 44 mm (L x B x H)
Gewicht
ca. 1,1 kg
Preis
ab ca. 120 Euro

Unser französischer Kollege Yannick Guerrini hat beim heutigen Test einen Großteil der Inhalte beigesteuert und da wir alle auf einer Wellenlänge liegen und auch unsere strategische Partnerschaft in Europa ausbauen wollen, wird es sicher auch in Zukunft  noch deutlich mehr Artikel geben, die in enger Kooperation entstehen. Das möchte ich dem Test gern voranstellen, denn wir wollen uns ja in Zukunft auch hier noch deutlich breiter aufstellen. Doch kommen wir nun zum Spiel, das wir unter verschiedenen Gesichtspunkten getestet haben und bei dem es am Ende auch zu interessanten Erkenntnissen kam.

Mit seinen fast 24 GB ist Ubisofts “The Crew 2” für heutige Verhältnisse übrigens fast schon ein Leichtgewicht, das sich noch bei vertretbarem Zeitaufwand herunterladen lässt, wenn man nicht gerade eine Morsezeichen-basierte Leitung nutzt. Trotz der eher überschaubaren Internet-Fracht erwartet einen eine extrem große, freie Welt, die zumindst von Weitem auch optisch etwas hermacht. Grafisch gesehen, ist das alles irgendwie emindestens eine Nummer kleiner geraten als erwartet, denn ständig aufploppende Objekte, unrealistische Effekte und matschige Texturen sind da eher ein Weg- statt ein Hingucker.

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