[Computex 2018] Igors Tagebuch (1) – Anreise mit kleineren Hindernissen

Wie immer besuchen wir gerade eine der bedeutendsten Computermessen der Welt, nämlich die jährlich stattfindende Computex in Taipeh (Taiwan). Dort haben Jakob und ich die seltene Möglichkeit, die Hersteller und Brands hautnah zu erleben, mit deren Vertretern zu sprechen und natürlich auch die für unsere Artikel und Tests so wichtigen Samples zu besorgen. Da geht so Manches nur über private Kontakte zu den Headquarters, so dass vor allem ich zwischen Messegelände und Firmenadressen pendeln muss. Im Land der permanent verstopften Straßen ist das dann leider oft genug eine organisatorische Herausforderung der Extraklasse.

Dieses eher private Tagebuch zeigt (mit einem nicht unbeabsichtigten Augenzwinkern) die Arbeit eines Redakteurs auch einmal abseits der gestellten Messebilder und Produktfotos, die wir natürlich ebenfalls liefern. Doch dort, wo Bilder und Texte entstehen, schwitzen auch Menschen (nicht nur der Fotograf), die solche Events erst möglich machen. Und genau das will ich in loser Abfolge einfach einmal mit festhalten. Doch beginnen wir chronologisch mit der Abreise im Drei-Wetter-Taft-Stil…

15.00 Uhr, Ankunft Flughafen Leipzig/Halle, knallende Sonne und die Frisur sitzt. Erst einmal schnell das Auto sicher abstellen. Ein Airparking-Service ist günstiger als der Flughafenparklatz und zudem auch sicherer…

… das weiß auch Google und parkt deshalb die Fahrzeuge nicht auf den offiziellen Stellflächen.

17:00 Uhr, Flughafen Leipzig/Halle, Gewitter zieht auf, Unwetterwarnung inklusive, kein Flugbetrieb mehr möglich. Ich starte mit immerhin fast 2 Stunden Verspätung. Doch man sollte es sportlich nehmen, ein kleines Zeitpolster bleibt noch und die Frisur sitzt.

19:10 Uhr. Endlich drin und warten, dass es nun mal doch losgeht. Und das geht es auch. Gott sei Dank! Das Wetter interessiert jetzt nicht mehr wirklich und die Frisur… Welche Frisur eigentlich? Als Haarspray-Ikone bin ich ja komplett ungeeignet, leider.

Ankunft in Istanbul. Nach einer kompletten Ehrenrunde merkt man dann doch, dass gar kein Gate frei ist. Deshalb gibts für jede Flugzeugsektion einen Bus. Das ist schöner als der Chemnitzer ÖNV, denn wann hat man schon einmal einen ganzen Bus für sich allein? Läuft also wieder…

Die Toiletten am Istanbuler Flughafen sind immer wieder faszinierend. Aus gefühlten zwei qm² macht die Vollverspiegelung einen langen Gang. Nur heftig bewegen sollte man sich nicht, sonst knallts.

Dann der nächste Flug, bequem zu erreichen, denn auch dieser Flieger hat die übliche Verspätung. Taifun in Taipeh, deshalb kommt das Teil bereits viel zu spät in Istanbul an. Wann es jetzt weitergeht? Man übe sich in Geduld und schnappe sich einen Satz Kopfhörer. Vom Abheben bis zum Landen sind es nun noch alberne 11 Stunden und 30 Minuten, von denen ich aber absichtlich nur 4 Stunden schlafe. Jet-Lag kann ja so gemein sein und es ist besser, nicht ausgeschlafen am Abend anzukommen.

19:30 Uhr Ortszeit. Endlich angekommen in Taipeh. Irgendwann kommt dann auch das Shuttle zum Hotel, fein.

Womit der erste Tag (eigentlich waren es ja zwei) dann auch abgehakt wäre. Angekommen. Passt.

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