Weiß und schnell: KFA2 Hall Of Fame Extreme DDR4-4000 im Test

Was ist weiß, schnell und in seiner Klasse noch (mit) die günstigste Offerte? Mit dem KFA2 Hall Of Fame Extreme DDR4-4000 kann man sein System nämlich nicht nur optisch so richtig fein aufhübschen, sondern auch noch beschleunigen. Was das in der Praxis bringt, muss der heutige Test zeigen. Wir haben das Testszenario diesmal bewusst praxisnah gestaltet, denn alle synthetischen Tests mit ähnlich schnellen Mitbewerber-Produkten lagen im Rahmen der Messtoleranzen auf einem nahezu identischen Niveau. Kunststück übrigens, denn alle nutzen am Ende ja auch die gleichen Speicherbausteine von Samsung.

Wir wollen deshalb anhand dieses schnellen Speichers den Vergleich der einzelnen Taktraten für Intel- und AMD-Prozessoren im Rahmen des technisch Machbaren und optimierter, üblicher Einstellungen für Profi-Anwendungen (Compute) und Gaming gegenüberstellen.

So bleibt als Unterscheidungs- bzw. Alleinstellungsmerkmal eigentlich nur die Optik. Genau da aber geht KFA2 (Galax) seinen eigenen Weg. Mal abgesehen von der außergewöhnlichen Farbe, die Modder ansprechen dürfte, setzt man auf recht massives, 2mm dickes Aluminium für die Heatsinks. Wobei es sich im Detail um AL6062 handelt. Hinter der AL60xx-Reihe verbirgt sich eine relativ harte Legierung aus Aluminium, Magnesium und Silizium, die sich auch sehr gut für die CNC-Bearbeitung und Lasergravuren eignet.

Im konkreten Fall setzt KF2 beim Keramik-Weiß laut eigener Aussage auf die Elektrophorese, was zumindest nicht Standard ist. Die Schriften und das Logo räumt dann der Industrie-Laser wieder frei. Die Materialauswahl, -stärke und die Form der Heatspreader sollen garantieren, dass der mit 1.4V (oder ggf. auch mit höheren Spannungen) betriebene Speicher nicht den Hitzetod stirb. Gegen spannungsbedingte Elektromigration hilft dies alles natürlich nicht.

Bei den DRAM-Speichermodulen kommen ausschließlich gebinnte B-Die-Module von Samsung zum Einsatz, die bei den erwähnten 1,4 V Betriebsspannung, als DDR4 4000 CL19-25-25-45 laufen. Die Timings und Latenzen stehen in den hinterlegten Profilen zur Verfügung, können natürlich auch per Gusto frei festgelegt werden (wenn man das passende Motherboard besitzt). Der Hersteller gibt zudem an, diesen Speicher dreimal im Stresstest geprüft und selektiert zu haben

Wie schon bei den Mainboards spielen auch die Layeranzahl und das verwendete Platinenmaterial eine große Rolle. Wenn man bei Mainboards unter 6 Layern schon gar nicht mehr an 3000 MHz denken braucht, sollen es hier insgesamt 10 Layer, ein optimiertes Layout und goldbeschichtete Kontakte richten. Bei letzteren geht es sicher vorrangig um eine mögliche spätere Korrosion, denn die Kontakte dürften auch ohne Veredelung ausreichend gut leiten.

Technische Daten
Kapazität
16G (8G*2)
Formfaktor:
Long DIMM
Bestückung:
Single-sided
PCB-Farbe: Schwarz
PCB-Layer: 10
Takt:
4000 MHz (bis zu)
Timings: CL 19-25-25-45
Spannung 1.4V
Kühler Heat Sink (Ceramic White)
Profile: Intel XMP
Produkt-Code: HOF4CXL1BST4000M19SF162K
Straßenpreis:
ca. 226 Euro

Das Test-Setup

Die Test-Methodik haben wir immer wieder sehr ausführlich beschrieben und so verweisen wir deshalb der Einfachheit halber auf unsere ganzen Launchartikel. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Der Rest ist natürlich transparent aufgelistet.

Abweichend ist in diesem Falle nur die Hardwarekonfiguration mit CPU, RAM, Mainboard, sowie die neue Kühlung, so dass die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick über das hier und heute verwendete System gibt:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
AMD Sockel AM4 (Ryzen Gen.2 CPUs)
MSI X470 Gaming M7 AC

Intel Sockel 1151 (Z370):
MSI Z370 Gaming Pro Carbon AC

KFA2 Hall Of Fame Extreme DDR4-4000 16 GB (2x 8GB)

DDR4 4000 CL19-25-25-45
DDR4 3600 CL19-19-19-39
DDR4 3466 CL16-16-16-36
DDR4 3400 CL15-15-15-35
DDR4 3200 CL15-15-15-35
DDR4 3000 CL14-14-14-34
DDR4 2933 CL14-14-14-34
DDR4 2800 CL14-14-14-34
DDR4 2666 CL14-14-14-34
DDR4 2400 CL14-14-14-34
DDR4 2133 CL14-14-14-34

MSI GeForce GTX 1080 Ti Gaming X 8GB (Gaming)
Nvidia Quadro P6000 (Workstation)

1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
4x 1050 GByte Crucial MX 300 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)

Kühlung:
Alphacool Eiszeit 2000 Chiller
Alphacool Eisblock XPX
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Monitor: Eizo EV3237-BK
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen

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