Monat: März 2018

Mit dem Logitech G Pro möchte man das aktuelle Portfolio nach oben abrunden und alles noch ein klein wenig besser machen. Doch kann dies wirklich gelingen? Wir testen das 99-Euro-Headset, das wie schon das Kingston HyperX Alpha dem aktuellen Trend zur Doppelkammer-Technologie folgt, natürlich auch im Detail.

Dabei ist diese Technologie an sich nicht neu, denn wer unsere Tests kennt, hat bereits einige Beispiele gesehen, bei denen die Treiber Noch einmal in einer eigenen, separaten Kammer saßen und die Hersteller mittels diverser Öffnungen den resultierenden Klangcharakter beeinflusst haben. Wir werden das Headset später natürlich wie gewohnt auch zerlegen und uns auf die Detailsuche dazu begeben.

Unboxing und Lieferumfang

In der soliden Box befinden sich das Headset, ein Ansteckmikrofon, ein ca. 2 m langes Anschlusskabel mit Kontrolleinheit und einem kombinierten 3,5 mm-Klinken-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon, sowie 11 cm kurzer Splitter als Teiler auf die getrennten 3,5-mm-Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon.

Die angegossenen Stecker bzw. Buchsen sind jeweils ca. 3.3 cm lang, wobei wir ihre Länge bei den Maßangaben nicht mit berücksichtigt haben. Das Kabel ist textilummantelt und relativ weich. Vervollständigt wird dies alles durch die Kurzanleitung und einen Satz Wechsel-Ohrpolster mit einer anderen Spielart eines Lederimitates.

Optik, Haptik und Tragekomfort

Optisch fällt das Headset nicht so recht auf, was aber nicht negativ bewertet werden muss. Die Schalen der Ohrmuscheln bestehen aus mattschwarzem ABS-Spritzguss und einem an den beiden Rückseiten aufgedruckten G-Logo in Weiß. Rein optisch ist das alles (fast schon zu) stimmig. Auf eine billige Effekthascherei und die obligatorischen LED-Girlanden hat Logitech dankenswerterweise verzichtet.

 

Insgesamt wirkt die Verarbeitung akzeptabel, aber nicht überdurchschnittlich und man liegt auf dem Niveau des Roccat Khan Pro, das wir unlängst getestet hatten. Das Headset ist mit knapp 273 Gramm ohne die Kabel (aber mit Mikrofon) auch nicht sonderlich schwer.

 

Die Verstellung des Kopfbandes und der notwendige Mechanismus sind altbewährt. Das Herausziehen und das Hereinschieben werden von einem taktilen Feeling für die einzelnen Stufen begleitet. Die Variationsmöglichkeit ist ausreichend bemessen und die entstehende Passform ist somit sowohl für sehr kleine, als auch sehr große Köpfe eine wahre Wohltat.

Der Gelenkmechanismus setzt auf zwei echte Achsen. Das klappt in der Praxis wirklich gut und man kann damit die Anpassung an die eigene Kopfform sehr einfach vornehmen. Logitech gibt als Material Nylon an, wobei es sich um kompaktes Polyamid handelt, welches deutlich haltbarer als das ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere) der Muscheln ist.

Das komfortable Kopfband ist mittig mit Schaumstoff gepolstert und mit Lederimitat aus PU überzogen. Dabei hätte diese Polsterung durchaus noch ein wenig massiver ausfallen können. Hier gibt Logitech TR90 als sehr flexiblen Kunststoff für den äußeren Rahmen um den Bügel als Stahl an. ABS würde hier grandios zerbrechen.

Die abnehmbaren Ohrpolster im Werkzustand nutzen das gleiche Material und sind langzeittauglich. Die Steppnaht am Außenrand sorgt zudem für das Vermeiden von Falten an der Außenseite der Bespannung, so dass die Polster immer ausreichend und ordentlich abschließen. Dies sind Kleinigkeiten, auf die nicht jeder Hersteller achtet. Die textile Innenbespannung ist faltenfrei und dünn genug, um den Klang nicht negativ zu beeinflussen.

Logitech bietet auch Wechselpolster mit einer etwas raueren Oberfläche an. Trotzdem ist es auch hier nur ein Imitat und kein Wildleder. Auf die akustischen Eigenheiten der Ohrpolster kommen wir später noch einmal zurück.

Die Schaumgummi-Polsterung im Inneren ist zwar reichlich formstabil und straff, sitzt aber trotzdem recht angenehm. Damit schließt das alles auch sehr gut ab. Man hat zumindest nie das Gefühl eines alten, durchgesessenen Sofas, sondern eine eher knackige Anmutung. Passt so.

Funktionalität

Das Logitech G Pro ist kabelgebunden und besitzt deshalb eine Kontrolleinheit mit Lautstärkeregler und einem Schiebeschalter für die Mute-Funktion des Mikrophons. Das Rad des Lautstärkereglers ist griffig und intuitiv erreichbar, der großflächige Mute-Schalter ebenfalls.

Die Kabel sind, wie das Mikrofon auch, komplett entfernbar. Die Stecker sitzen fest, aber man benötigt relativ wenig Kraft, um sie einzustecken bzw. herauszuziehen. Das Mikrofon besitzt im Stecker eine zusätzliche Nase, um Position und richtige Zuordnung sicherzustellen.

Tear Down und Sounding

Kommen wir nun endlich auf das bereits angekündigte Doppelkammer-Prinzip zurück. Viele Hersteller nutzen bereits ähnliche Konzepte, jedoch hat Logitech einige Modifikationen und Änderungen vorgenommen. An der Oberseite sehen wir neben der Öffnung für die Treiber auch noch zwei weitere Löcher, die mit textilem Material staubdicht abgedeckt wurden. Beide Öffnungen sorgen für einen Luftaustritt aus der Kammer des Treibers nach vorn.

 

Während die Höhen von der Membran der 50-mm Neodym-Treiber direkt zum Ohr hin abgestrahlt werden, dient die rückseitige Öffnung unterhalb der Treiber vor allem für die sehr gute Modellierung der unteren Mitten und Mitten, was einen eher warmen Klangcharakter sorgt. Eine testweise Dämpfung des großen Hohlraums in der Muschel lässt die Kopfhörer hingegen durchaus kälter klingen, was sicher nicht jedermanns Geschmack gewesen wäre.

Seitlich besitzt diese Kammer weitere Öffnungen, wobei ein größeres Feld zugeklebt wurde. Hier dürfte der Hersteller dann an der Bassabstimmung gefeilt haben. Diese ganze “Röhrentechnik” erscheint uns aus akustischer Sicht jedoch viel zu aufgesetzt und nicht wirklich technisch (sowie physikalisch) durchdacht. Damit sollte dieser “Klangkörper” durchaus auch gewisse akustische Tücken aufweisen. Doch dazu kommen wir gleich noch.

 

Mit 32 Ohm Impedanz folgt man dem aktuellen Trend. Lötqualität und Verkabelung sind akzeptabel, auch wenn der Spritzgusskörper im Inneren stellenweise nicht sauber entgratet war.

Mikrofon

Das sehr flexible Schwanenhals-Mikrophon ist ausreichend lang und besitzt einen Pop-Schutz. Die Memory-Funktion für die einmal eingestellte Position ist durchschnittlich. Auch diese Steckverbindung ist durchschnittlich straff, was aber gegen ein ungewolltes Herausrutschen beim Headbangen noch reichen sollte. Zum Klang kommen wir gleich noch bei den Messungen.

Mikrofon-Messung und Sound-Check

Zunächst messen wir den realen Frequenzbereich des Mikrofons, um dem Feedback der Leser entgegenzukommen. Dafür nutzen wir erneut unseren Messraum, kehren den Vorgang aber quasi um. Natürlich übersteigt eine echte Reziprozitätskalibrierung als Ausgangsbasis unsere aktuellen Möglichkeiten und der Aufwand überstiege den Nutzen bei Weitem. Deshalb haben wir einen Kompromiss gesucht.

Da wir aber über ein kalibriertes Messmikrofon verfügen, lässt sich durch eine Vergleichsmessung und das Herausrechnen der Unterschiede zumindest eine für unseren Zweck gut verwertbare Kurve erzeugen. Somit ist es also nicht der exakte Frequenzgang des Mikrofons, das würden wir uns gar nicht anmaßen, jedoch eine aussagekräftige Annäherung, die unseren subjektiven Eindruck zudem untermauert.

Mess- und hörbar kann man feststellen, dass es unter ca. 100 Hz einen stärkeren Pegelabfall gibt, der ausgeprägter genug ist. Die Anhebung der unteren Mitten und des Oberbasses lassen die Stimme eher warm und füllig erscheinen. Der Pegelunterschied von 10 dB zwischen 100 Hz und ca. 6 KHz moduliert sehr eher vordergründige Höhen, die im oberen Bereich aber nie metallisch klingen. Das ist massenkompatibel und ausreichend für eine gute Sprachübertragung. Die Empfindlichkeit geht in Ordnung, das niedrige Rauschen auch.

Kopfhörer-Messung

Wie wir testen, haben wir im Grundlagenartikel “Gaming-Headsets: Mythos, Wahrheit und wie wir testen” bereits sehr ausführlich und transparent dargelegt, denn mit dem üblichen Audio-Geschwurbel von Bassgewittern und Hochtonpeitschen kommt man nicht wirklich weiter. Man muss schon subjektiv gut zuhören können und parallel dazu auch messen. Beginnen wir zunächst mit Letzterem.

Wenn man die Kurve betrachtet, dann sieht es bis auf die kleinen Dellen bei ca. 350 Hz und ca. 4.5 KHz samt der korrespondierenden Ränder in den Flanken recht gut aus. Wir sehen bereits jetzt, dass es kein ausgeprägter Bass-Bomber ist, sondern ein eher neutral und überlegt abgestimmtes Headset.

Wir haben zusätzlich noch etwas mit dem Tief(st)bass gespielt, indem wir ihn bei 64 und 32 Hz angehoben haben. Allerdings gehen dann die Pegelfestigkeit und auch die Transparenz komplett verloren. Bitte nicht nachmachen.

Subjektives Hörerlebnis – Original gegen Optimierung

Testen wir nun auch subjektiv, was man im Original am Ohr anliegen hat. Wir haben das Headset zuvor noch wie üblich zwei Tage lang an einer Quelle mit ordentlichem Pegel durchgehend betrieben, um auch den Einspiel-Fanatikern eine Chance zu geben. Die angegebenen 107 dB bei 1 KHz kann man so oder so sehen, wir fanden das Headset bei höherer zugeführter Leistung im Vergleich zum Kingston CloudX Alpha sogar deutlich leiser. Auch die Pegelfestigkeit ist hörbar geringer.

Basswiedergabe

Den Tiefstbass in der Subkontraoktave (16,4 Hz bis 32,7 Hz) testen mit einer Aufnahme von Bachs Toccata und Fuge D-Moll (19 und 25 Hz) sowie der Festival-Ouvertüre 1812 von Tschaikowsky (10 Hz und 12,5 Hz). Das gleiche gilt auch für die unteren Bereiche der Kontraoktave (32,7 bis 65,4 Hz). Die große Basstrommel (Kick Drum), die in der U-Musik ein gern gesehener Begleiter und meist auf ca. 55 bis 60 Hz abgestimmt ist, wird diese Beurteilung dann abrunden.

Der Bass ist tief und durchaus auf weich, aber wir müssen jetzt noch einmal auf die verspielt hingebastelte Kammer des Treibers zurückkommen. Bei kürzeren Impulsen und wenigen konkurrierenden Quellen funktioniert das Prinzip noch recht gut. Drückt aber z.B. die Orgel in der Subkontraoktave konstant und mit höheren Pegeln, weicht das gesamte Klangbild von unten her auf und es dröhnt und wummert nur noch. Auch wenn es etwas schön kompliziert aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es physikalisch auch einen Sinn ergibt.

Die große Basstrommel kommt hingegen ausreichend knackig und die Pegelfestigkeit in Spielen ist für diese Preisklasse zumindest noch akzeptabel. Das Einschwingverhalten ist befriedigend und insgesamt kann man festhalten, dass der Bass zwar keinen überragenden Solo-Auftritt hinlegt, aber mit gewissen Einschränkungen trotzdem noch überzeugen kann.

Der Oberbass bis 150 Hz, in dem auch die Große Oktave (65,4 bis 130,8 Hz) liegt, beherbergt die Sprachgrundfrequenz der männlichen Stimme und entscheidet sehr stark über die naturgetreue Wiedergabe männlicher Vocals.

Dieser Bereich klingt hingegen stimmig, natürlich und nie analytisch. Die männlichen Vocals werden eher warm wiedergegeben, die Instrumente bleiben weitgehend unverfälscht. Insgesamt betrachtet, ist die Auflösung noch gut und lässt auch nicht zu dominant aufspielende Einzel-Quellen akzeptabel performen und orten.

Mitteltonbereich

Die unteren Mitten (auch Grundtonbereich) liegen bei ca. 150 bis 400 Hz. Zusammen mit dem bereits erwähnten Oberbass spielt dieser Bereich eine sehr wichtige Rolle für die subjektiv empfundene Wärme bzw. Fülle des Klangbildes. Die Sprachgrundfrequenz weiblicher Stimmen ist in diesem Bereich zu finden.

Weibliche Vocals kommen ebenfalls gut und relativ warm auf den Punkt. Die Klangfarbe der eingespielten Instrumente ist über diesen gesamten Bereich ebenfalls eher als warm zu bezeichnen. Die Auflösung ist hingegen eher Mittelmaß, schade. beim Gaming spielt dieses kleinere Manko hingegen keine Rolle.

Die oberen Mitten zwischen 400 Hz bis etwa zwei KHz beinhalten bei einem KHz eine Marke, die immer noch als Referenz für viele Messungen gilt. Das merkt man leider auch oft bei günstigeren Geräten, da die Hersteller oft versuchen, gerade diese Frequenz etwas überzubetonen. Auch beim Gaming spielt dieser Bereich keine unbedeutende Rolle und eine ausgewogene Wiedergabe trägt nicht unwesentlich zu einer guten räumlichen Auflösung bei.

Alle Instrumente bieten die geforderten Nuancen und auch die Auflösung ist für diese Preisklasse gut. Viele Details sorgen für eine ordentliche Bühne. Die subjektiv empfundene Qualität der räumlichen Auflösung ist auf einem guten Niveau. Allerdings können hier manche Headsets und gute Hi-Fi-Kopfhörer einfach noch mehr bieten, aber das wäre schon Jammern auf recht hohem Niveau.

Ein Orchester wirkt (rein subjektiv betrachtet) immer noch weit genug aufgestellt, auch die Ortung fällt einigermaßen präzise aus. Das Headset kann somit auch Musik, aber vordergründig sollte man doch besser damit spielen, denn die gesamte Abstimmung geht eher in Richtung Shooter und Schleichspiele. Das kann das Headset wiederum überdurchschnittlich gut.

Hochtonbereich

Zwischen zwei bis etwa 3,5 KHz ist das menschliche Gehör am empfindlichsten, zumal dieser Bereich der unteren Höhen für die gute Oberton-Wiedergabe der menschlichen Stimme zuständig ist. Dieser Frequenzbereich ist nämlich entscheidend für die Wiedererkennung einer Stimme oder eines Instrumentes; man spricht in diesem Zusammenhang auch von der jeweiligen Klangfarbe.

Es klingt immer noch natürlich und relativ neutral. Vor allem die Ortung im Spiel ist zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens. Sicher ginge es wohl sogar (noch) besser, aber es gibt deutlich schlechtere Headsets für ähnliches Geld. In der richtigen Relation betrachtet, passt es also richtig gut. Die Musikwiedergabe bleibt auf der Höhe der Zeit, nur bei vollen Pegeln zermatscht alles ein wenig, stellenweise auch ohne vorherige Ansage.

Die mittleren Höhen (3,5 bis sechs KHz) entscheiden über das Ge- oder Misslingen der Sprachwiedergabe als Gesamtbild, denn die S- und Zischlaute (Sibilanten) fallen in diesen Bereich. Die oberen Höhen reichen dann bis ca. zehn KHz, um in den Superhochton überzugehen.

Die kleine Delle aus der Messkurve ist hörbar – wenn man weiß, dass sie existiert. Beim Gaming wird man es aber eher nicht wahrnehmen. Einige Sibilanten kommen fast schon zu dominant ans Ohr, trotzdem zischelt nichts. Es wird auch nicht metallisch, was zu gefallen weiß. Nur der Superhochton schwächelt etwas in der Brillanz, aber das liegt an der Charakteristik der Treiber.

Zusammenfassung und Fazit

Man hätte auf das komische Gewurstel im Inneren auch verzichten und dafür empfindlichere Treiber sowie eine ausreichend bemessene Dämpfung mit geeigneten Materialien einsetzen können. Das Ergebnis wäre garantiert nicht schlechter ausgefallen. Vor allem das Verschmieren des Basses bei sehr tief angesiedelten Dauerpegeln ist die Folge dieses akustischen Experimentes.

Klanglich ist es natürlich keine Bruchlandung und für Gamer ist das Logitech G Pro sogar recht passend. Trotzdem hätten wir uns für diesen doch recht stolzen Preis von 99 Euro eine höhere Empfindlichkeit, eine größere Pegelfestigkeit und eine deutlich nuanciertere Basswiedergabe erhofft. Laut muss nicht gut sein, liebe Designer.

Die Materialauswahl ist dem Preis noch angemessen. Vor allem jedoch die kleinen Mängel bei der Verarbeitung im Inneren sind weniger akzeptabel, zumal so etwas durchaus auch akustisch ins Gewicht fallen kann. Kunststoff muss nicht billig wirken, aber beim G Pro sind wir noch etwas unschlüssig. Allerdings wird der Kunde die Teile ja auch nicht aufschrauben. Aber es geht besser.

So gesehen ist also alles recht empfehlenswert, aber viele kleinere “Aber” verhindern hier, auch in Anbetracht des Preises von 99 Euro, einen ehrlich zu vergebenden Award.

2010: Viel heiße Luft für einen schnellen Tod

Der nachfolgende Artikel enthält Teile eines bereits verloren geglaubten Klassiker von vor 10 Jahren. Wer erinnert sich von den Jüngeren noch an den Sahara-PC und Tom’s Menü?  Wir schon und die Jüngeren werden staunen, dass sich eigentlich gar nicht so viel geändert hart. Auch damals schon haben Grafikkarten unter Last geglüht und und auf den einen oder anderen Gedanken gebracht…

Die Sahara besteht aus drei Wüstentypen, unser Test aus drei wüsten Typen. Was dem Fußgänger auf der einen Seite in Form von Sand-, Kies- und Steinwüste in der Sahara gar arge Pein bereitet, tritt dem Anwender in diesem Artikel in Form von zwei heißen Grafikkarten in einem ausreichend bemessenen Gehäuse gegenüber.

Die Lufttemperaturen liegen im Sommer in der Sahara bei erklecklichen 45° Celsius und höher, was unsere Boliden in Käfigeinzel- oder Doppelhaft jedoch noch toppen können. Unterm Strich kann und darf man einfach nicht ernst nehmen, was uns AMD und Nividia mit diesen Karten als praxistaugliche Kühlung anbieten wollen.

Die Menge der abgegebene Wärme und vor allem der Weg beider Kühllösungen, nämlich 50% der Abluft im Gehäuse verbleiben zu lassen, ist geradezu absurd und dürfte so manchen stolzen Neubesitzer vor immense bis unlösbare Probleme stellen. Am Ende leiden nicht nur die Ohren des Anwenders, sondern mit etwas Pech auch einzelne Hardwarekomponenten.

Was ist unser Plan, was das Ziel?

Wir werden auf den folgenden Seiten ausloten, wozu so viel Abwärme führen kann, indem wir unser Testobjekt auf etwas unkonventionelle Weise in der Praxis missbrauchen. Damit wollen wir ein wenig augenzwinkernd dokumentieren, was man mit so einer Konstellation noch alles so im Haushalt anstellen kann und am Ende die oft gestellte Frage beantworten, ob der Patient überlebt hat. Was erwartet uns im Einzelnen?

  • In Tom’s Konvektor tritt unser PC mutig gegen einen Ölradiator an
  • In Tom’s Menü servieren wir ein frisches Hot Dog, ein eckiges Spiegelei und ein leckeres Käse-Fondue

Das Ganze ist wirklich kein Aprilscherz, sondern ein Remake aus einem Klassiker von vor 10 Jahren. Damit soll dieser Artikel am Ende auch Anstoß dafür sein, die extensive Nutzung von immer mehr Energie für eine Handvoll mehr Frames pro Sekunde noch einmal zu überdenken. Wenn nicht einer der Hersteller mal die Notbremse zieht, wird dieses fast schon unsinnige Wettrüsten immer neue Blüten treiben. Und wir gedenken noch einmal der Unseren, bevor in ein paar Tagen hier das Licht endgültig ausgeht.

Mit dem Kingston HyperX Cloud Alpha möchte man gern an die Erfolge der Vorgänger anknüpfen und alles vielleicht sogar noch ein klein wenig besser machen. Doch kann dies wirklich gelingen? Wir testen das neue Headset mit Doppelkammer-Technologie im Detail. Die 100-Euro-Klasse ist hart umkämpft und genau da hat Kingston das neue Headset ja preislich platziert. Überrascht?

Dabei ist diese Technologie an sich nicht neu, denn wer unsere Tests kennt, hat bereits einige Beispiele gesehen, bei denen die Treiber Noch einmal in einer eigenen, separaten Kammer saßen und die Hersteller mittels diverser Öffnungen den resultierenden Klangcharakter beeinflusst haben. Wir werden das Headset später natürlich wie gewohnt auch zerlegen und uns auf die Detailsuche dazu begeben. Marketing oder Klangrevolution? Wir werden sehen (und danach auch hören).

Unboxing und Lieferumfang

In der soliden Box befinden sich das Headset, ein Ansteckmikrofon, ein 1.32m langes Anschlusskabel mit Kontrolleinheit und einem kombinierten 3,5 mm-Klinken-Anschluss für Kopfhörer und Mikrofon, sowie ein 2 m langes Verlängerungskabel, welches gleichzeitig als Splitter für die getrennten 3,5-mm-Klinkenstecker für Kopfhörer und Mikrofon dient.

Die angegossenen Stecker bzw. Buchsen sind jeweils ca. 4 cm lang, wobei wir ihre Länge bei den Maßangaben nicht mit berücksichtigt haben. Das Kabel ist relativ massiv und textilummantelt, ohne dabei starr zu wirken. Vervollständigt wird dies alles durch einen Tragebeutel und die Kurzanleitung.

Optik, Haptik und Tragekomfort

Optisch fällt das Headset durch seinen roten Metallbügel auf, die Schalen der Ohrmuscheln bestehen aus mattschwarzem ABS-Spritzguss, sowie jeweils an den Rückseiten eingesetzten, anthrazitfarbenen Leichtmetall-Applikationen mit dem roten HyperX-Logo. Optisch ist das alles recht stimmig und bis auf den farbigen Akzent von Bügel und Logo wirkt das Headset eher solide und höherwertig. Auf eine billige Effekthascherei und die obligatorischen LED-Girlanden hat Kingston dankenswerterweise verzichtet.

Insgesamt wirkt die Verarbeitung recht hochwertig und übertrifft damit auch das ähnlich teure Roccat Khan Pro, das wir unlängst getestet hatten. Das Headset ist mit knapp 300 Gramm ohne die Kabel kein Ultra-Leichtflugzeug, aber auch kein die Seele erdrückendes Schwergewicht.

Die Verstellung des Kopfbandes und der notwendige Mechanismus sind altbewährt. Das Herausziehen und das Hereinschieben werden von einem taktilen Feeling für die einzelnen Stufen begleitet. Die Variationsmöglichkeit ist ausreichend bemessen und die entstehende Passform ist somit sowohl für sehr kleine, als auch sehr große Köpfe eine wahre Wohltat.

Der Gelenkmechanismus setzt lediglich auf eine Achse, so dass die Flexibilität des Kopfbandes die nötige Anpassung um die vertikale Achse sicherstellen muss. Das klappt in der Praxis sogar recht gut. Natürlich kann man sich streiten, ob nicht ein weiteres Gelenk wie z.B. beim Roccat Khan Pro besser gewesen wäre. Aber alles, was nicht dran ist, kann auch nicht kaputt gehen. Und so ist man mit einem Metallbügel sicher nicht schlechter bedient als mit einer Kunststoff-Konstruktion samt Gelenk.

Das sehr komfortable und weiche Kopfband ist mittig gut mit Schaumstoff gepolstert und mit Lederimitat aus PU überzogen. Die rot abgesteppten Nähte passen hervorragend zum optischen Gesamtkonzept.

Die abnehmbaren Ohrpolster nutzen das gleiche Material und sind durchaus auch langzeittauglich. Die Steppnaht am Außenrand sorgt zudem für das Vermeiden von Falten an der Außenseite der Bespannung, so dass die Polster immer ausreichend und ordentlich abschließen. Dies sind Kleinigkeiten, auf die nicht jeder Hersteller achtet. Die textile Innenbespannung ist faltenfrei und dünn genug, um den Klang nicht negativ zu beeinflussen. Auf die akustischen Eigenheiten der Ohrpolster kommen wir später noch einmal zurück.

Funktionalität

Das HyperX Cloud Alpha ist kabelgebunden und besitzt deshalb eine Kontrolleinheit mit Lautstärkeregler und einem Schiebeschalter für die Mute-Funktion des Mikrophons. Das Rad des Lautstärkereglers ist griffig und intuitiv erreichbar, der Mute-Schalter erfordert jedoch etwas Gewöhnung.

Die Kabel sind, wie das Mikrofon auch, komplett entfernbar. Allerdings sitzen die Stecker nicht nur sehr straff, sondern man benötigt auch erst einmal reichlich Kraft, um sie überhaupt bis zum Anschlag einzustecken. Wer keinen Mut zur Kraftentfaltung hat, wird erst einmal nichts hören.

Tear Down und Sounding

Kommen wir nun endlich auf das bereits angekündigte Doppelkammer-Prinzip zurück. Viele Hersteller nutzen bereits ähnliche Konzepte, jedoch hat Kingston einige Modifikationen und Änderungen vorgenommen. Am oberen Rand der Ohrmuscheln findet man kleine Öffnungen, die man für eine Art Druckausgleich halten könnte. Allerdings ist das System im Inneren ausgeklügelter, als es auf den ersten Blick aussehen mag. Deshalb schrauben wir die Ohrmuschel einfach einmal auf.

Betrachten wir nun nämlich die abgenommene Oberschale mit den Treibern, dann sehen wir sehr schön, dass auch diese für die Bässe zuständige Kammer an dieser Stelle über eine speziell geformte Öffnung verfügt. Dabei handelt es sich nicht direkt um den bei Lautsprechern sonst üblichen Resonator, aber Experimente mit dieser Öffnung haben gezeigt, dass bei einem Abkleben der Bass fast komplett verschwindet. Auch die äußeren Öffnungen beeinflussen vor allem den Tiefbass und dessen Charakter sehr deutlich.

Während die Höhen von der Membran der 50-mm Neodym-Treiber direkt zum Ohr hin abgestrahlt werden, dient die rückseitige Öffnung unterhalb der Treiber vor allem für die sehr gute Modellierung der unteren Mitten und Mitten, was einen eher warmen Klangcharakter sorgt. Eine testweise Dämpfung des großen Hohlraums in der Muschel lässt die Kopfhörer hingegen kälter klingen, was sicher nicht jedermanns Geschmack gewesen wäre.

Ob einem die 65 Ohm Impedanz zusagen, muss jeder mit sich selbst ausmachen, denn vor allem für die Nutzung an mobilen Geräten wie Smartphones setzen viele Hersteller eher auf 32 und sogar nur 16 Ohm, um die erreichbaren Lautstärkepegel zu erhöhen. Andererseits reicht die erreichte Performance an einem Google Pixel 2 XL ebenfalls bereits für einen veritablen Hörschaden, wenn man es als Dauerbeschallung zelebriert.

Mikrofon

Das sehr flexible Schwanenhals-Mikrophon ist ausreichend lang und besitzt einen Pop-Schutz. Die Memory-Funktion für die einmal eingestellte Position ist durchschnittlich. Auch diese Steckverbindung ist reichlich straff und schwergängig, was aber immer noch besser ist, als ein ungewolltes Herausrutschen beim Headbangen. Zum Klang kommen wir gleich noch bei den Messungen.

Mikrofon-Messung und Sound-Check

Zunächst messen wir den realen Frequenzbereich des Mikrofons, um dem Feedback der Leser entgegenzukommen. Dafür nutzen wir erneut unseren Messraum, kehren den Vorgang aber quasi um. Natürlich übersteigt eine echte Reziprozitätskalibrierung als Ausgangsbasis unsere aktuellen Möglichkeiten und der Aufwand überstiege den Nutzen bei Weitem. Deshalb haben wir einen Kompromiss gesucht.

Da wir aber über ein kalibriertes Messmikrofon verfügen, lässt sich durch eine Vergleichsmessung und das Herausrechnen der Unterschiede zumindest eine für unseren Zweck gut verwertbare Kurve erzeugen. Somit ist es also nicht der exakte Frequenzgang des Mikrofons, das würden wir uns gar nicht anmaßen, jedoch eine aussagekräftige Annäherung, die unseren subjektiven Eindruck zudem untermauert.

Mess- und hörbar kann man feststellen, dass es unter ca. 100 Hz einen stärkeren Pegelabfall gibt, der aber noch ausgeprägter sein könnte. Die Anhebung der unteren Mitten und des Oberbasses lassen die Stimme eher warm und füllig erscheinen. Der extreme Pegelunterschied von über 20 dB zwischen 1 KHz und ca. 8 KHz moduliert sehr dominante Höhen, die im oberen Bereich auch schon mal metallisch klingen. Das ist sicher nicht jedermanns Geschmack und kommt auch nicht an die Qualität guter Tischmikrophone heran. Dafür ist das Mikrofon sehr pegelfest.

Kopfhörer-Messung

Wie wir testen, haben wir im Grundlagenartikel “Gaming-Headsets: Mythos, Wahrheit und wie wir testen” bereits sehr ausführlich und transparent dargelegt, denn mit dem üblichen Audio-Geschwurbel von Bassgewittern und Hochtonpeitschen kommt man nicht wirklich weiter. Man muss schon subjektiv gut zuhören können und parallel dazu auch messen. Beginnen wir zunächst mit Letzterem.

Wenn man die Kurve betrachtet, dann sieht es bis auf die kleine Delle bei ca. 4,25 KHz und der Spitze bei ca. 6 KHz samt der korrespondierenden Ränder in den Flanken richtig gut aus. Viel besser kann man es nicht machen und wir sehen bereits jetzt, dass es eben kein Bass-Bomber für Akne-Plantage ist, sondern ein sehr neutral und überlegt abgestimmtes Headset. Es erinnert zudem in der Interpretation sehr stark an das ältere Creative Sound BlasterX H5, bietet aber ein solideres Bassfundament.

Wir haben zusätzlich noch etwas mit dem Tief(st)bass gespielt, indem wir ihn bei 64 und 32 Hz angehoben haben. Allerdings geht dann die Pegelfestigkeit und auch die Transparenz ein wenig verloren. Kann man tun, muss es aber nicht.

Subjektives Hörerlebnis – Original gegen Optimierung

Testen wir nun auch subjektiv, was man im Original am Ohr anliegen hat. Wir haben das Headset zuvor noch wie üblich zwei Tage lang an einer Quelle mit ordentlichem Pegel durchgehend betrieben, um auch den Einspiel-Fanatikern eine Chance zu geben.

Basswiedergabe

Den Tiefstbass in der Subkontraoktave (16,4 Hz bis 32,7 Hz) testen mit einer Aufnahme von Bachs Toccata und Fuge D-Moll (19 und 25 Hz) sowie der Festival-Ouvertüre 1812 von Tschaikowsky (10 Hz und 12,5 Hz). Das gleiche gilt auch für die unteren Bereiche der Kontraoktave (32,7 bis 65,4 Hz). Die große Basstrommel (Kick Drum), die in der U-Musik ein gern gesehener Begleiter und meist auf ca. 55 bis 60 Hz abgestimmt ist, wird diese Beurteilung dann abrunden.

Der Bass ist tief und sehr weich, jedoch auch zurückhaltender als bei vielen Mitbewerbern, trotzdem immer präsent. Ab ca. 40 Hz wird es dann zwar nach unten hin etwas weniger pressend, aber das macht fast nichts, denn der Tiefstbass ist stets anwesend und kommt angenehm auf den Punkt. Die Kontraoktave ist hörbar anwesend, jedoch weit vom Erdbeben entfernt. Wer es hingegen dumpf blubbernd mag, muss am Equalizer nachbessern oder sich einen fiesen Bassbomber kaufen.

Die große Basstrommel kommt ausreichend knackig und die Pegelfestigkeit ist für diese Preisklasse erstaunlich hoch. Das Einschwingverhalten ist sehr gut und insgesamt kann man festhalten, dass der Bass zwar keinen Solo-Auftritt hinlegt, aber durchaus zu den Musterschülern gehört. Es passt also.

Der Oberbass bis 150 Hz, in dem auch die Große Oktave (65,4 bis 130,8 Hz) liegt, beherbergt die Sprachgrundfrequenz der männlichen Stimme und entscheidet sehr stark über die naturgetreue Wiedergabe männlicher Vocals.

Dieser Bereich klingt extrem stimmig und erstaunlich natürlich, jedoch nie analytisch. Die männlichen Vocals werden eher warm wiedergegeben, die Instrumente werden jedoch kaum in Unangenehme verfälscht. Insgesamt betrachtet ist die Auflösung fast schon herausragend und lässt auch nicht zu dominant aufspielende Einzel-Quellen gut performen und auch orten.

Mitteltonbereich

Die unteren Mitten (auch Grundtonbereich) liegen bei ca. 150 bis 400 Hz. Zusammen mit dem bereits erwähnten Oberbass spielt dieser Bereich eine sehr wichtige Rolle für die subjektiv empfundene Wärme bzw. Fülle des Klangbildes. Die Sprachgrundfrequenz weiblicher Stimmen ist in diesem Bereich zu finden.

Weibliche Vocals kommen ebenfalls gut, warm und füllig auf den Punkt. Die Klangfarbe der eingespielten Instrumente ist über diesen gesamten Bereich ebenfalls eher als warm zu bezeichnen. Man kann das durchaus mögen, denn auch kleinere Besetzungen mit klassischen Instrumenten (z.B. bei Kammer-Konzerten) klingen fast schon zu sympathisch. Es ist genau der Moment, wo man die Jacke ausziehen möchte und sich an einem Winterabend vorm offenen Kamin wähnt. Das hätten wir so eigentlich gar nicht erwartet.

Die oberen Mitten zwischen 400 Hz bis etwa zwei KHz beinhalten bei einem KHz eine Marke, die immer noch als Referenz für viele Messungen gilt. Das merkt man leider auch oft bei günstigeren Geräten, da die Hersteller oft versuchen, gerade diese Frequenz etwas überzubetonen. Auch beim Gaming spielt dieser Bereich keine unbedeutende Rolle und eine ausgewogene Wiedergabe trägt nicht unwesentlich zu einer guten räumlichen Auflösung bei.

Alle Instrumente bieten die geforderten Nuancen und auch die Auflösung ist für diese Preisklasse fast schon perfekt. Viele Details sorgen für einen überzeugenden Auftritt und die ordentliche Bühne, sowie die subjektiv empfundene Qualität der räumlichen Auflösung sind auf einem sehr guten Niveau. Allerdings können hier manche Headsets im Bereich oberhalb von 100 Euro und gute Hi-Fi-Kopfhörer sicher noch mehr bieten, aber das wäre schon Jammern auf einem höheren Niveau.

Ein Orchester wirkt (rein subjektiv betrachtet) weit genug aufgestellt, die Ortung fällt recht präzise aus. Das Headset kann somit auch Musik, aber eben nicht nur. Denn Frau oder Herr Gamer werden sicher andere Prämissen setzen und dann auch recht gut bedient.

Hochtonbereich

Zwischen zwei bis etwa 3,5 KHz ist das menschliche Gehör am empfindlichsten, zumal dieser Bereich der unteren Höhen für die gute Oberton-Wiedergabe der menschlichen Stimme zuständig ist. Dieser Frequenzbereich ist nämlich entscheidend für die Wiedererkennung einer Stimme oder eines Instrumentes; man spricht in diesem Zusammenhang auch von der jeweiligen Klangfarbe.

Es klingt immer noch natürlich und relativ neutral. Vor allem die Ortung im Spiel ist zu jeder Zeit auf der Höhe des Geschehens. Sicher ginge es wohl sogar (noch) besser, aber es gibt deutlich schlechtere Headsets für ähnliches Geld. In der richtigen Relation betrachtet, passt es also richtig gut. Die Musikwiedergabe bleibt auf der Höhe der Zeit, nur manche Vocals büßen bei der Klangfarbe ein wenig an Ausdruckskraft ein. Aber auch das liegt dann immer noch weit über dem üblichen Durchschnitt.

Die mittleren Höhen (3,5 bis sechs KHz) entscheiden über das Ge- oder Misslingen der Sprachwiedergabe als Gesamtbild, denn die S- und Zischlaute (Sibilanten) fallen in diesen Bereich. Die oberen Höhen reichen dann bis ca. zehn KHz, um in den Superhochton überzugehen.

Die kleine Delle aus der Messkurve setzt sich hier am unteren Ende zwar noch fort, aber es wird mit steigenden Frequenzen sogar zu einem gewissen Peak. Wer das sogenannte “Beyer-Peak” einiger Kopfhörer von Beyerdynamic kennt, wird wissen, was wie meinen. Einige Sibilanten kommen fast schon zu dominant ans Ohr und passende Instrumente schieben etwas zu sehr in den Vordergrund. Überbetonte Ausblasgeräusche sind da nicht das geringere Übel. Diese Interpretation muss man wirklich mögen, aber es tut der guten Gesamtleistung erst einmal keinen großen Abbruch.

Zusammenfassung und Fazit

Der Preispunkt liegt zwar deutlich über dem Durchschnitt dessen, was viele für ein Headset ausgeben wollen, tut aber noch nicht so weh, dass man Jahre für so ein Produkt sparen müsste. Die Messlatte für Materialanmutung, Verarbeitung und Klang liegt damit natürlich schon einigermaßen hoch.

Genau da aber kann das Kingston HyperX Cloud Alpha richtig gut punkten. Die Materialauswahl ist dem Preis angemessen und Kingston setzt nicht nur auf günstige Kunststoffe, sondern auch auf viele Details aus Aluminium. Der verwendete Kunststoff für die Schalen geht in Ordnung und die Ohrpolster und der Kopfbügel sind weich, jedoch nicht wabbelig oder zu straff.

Klanglich ist es eine Punktlandung für alle, die statt eines schmalzkochenden Bass-Bombers ein Headset mit möglichst natürlicher Wiedergabe suchen, mit dem es sich auch trefflich Musik hören lässt. Das mit der Doppelkammer-Technologie funktioniert durchaus nicht schlecht, aber es ist keine Revolution, sondern eher eine Evolution bereits bestehender Lösungen.

So gesehen ist also alles im grünen Bereich und der Award auch verdient. Sicherlich ginge es auch noch deutlich besser, aber dann weint das Portemonnaie ganz schnell dicke Krokodilstränen.

Final Fantasy XV, das von Square Enix entwickelt und vertrieben wird, steht bereits seit einigen Monaten für die PlayStation 4 und die Xbox One zur Verfügung. PC-Spieler mussten sich jedoch mehr als ein Jahr gedulden, bis die neueste Ausgabe der Final-Fantasy-Serie für Windows-PCs auf den Markt gebracht wurde.

Bei der Windows-Ausgabe des Spiels hatten die Entwickler also mehrere Monate Zeit, um der 3D-Engine den letzten Feinschliff angedeihen zu lassen und ließen sich dabei von dem berühmten Luminous Studio unter die Arme greifen, das sich vor allem bei feinen Details beweisen konnte.

Auch wenn das Spiel nur DirectX 11 unterstützt, wurden eingie GameWorks-Technologien von NVidia hinzugefügt (dazu zählen VXAO, HairWorks, ShadowLibs sowie TurfEffects) – was natürlich etwas widersprüchlich ist: Das Spiel wurde zunächst für die Spielkonsolen herausgebracht, deren GPUs auf der achten Generation der AMD-GPU-Architektur basieren, scheint aber für Nvidia-GPUs optimert worden zu sein. Wie schlägt sich also Final Fantasy XV auf unseren verschiedenen Grafikkarten in der Praxis?

Weitere Tests
>>>  World of Tanks: 10 Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Project Cars2: Zehn Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Star Wars: Battlefront II: Zehn Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Destiny 2: Zwölf Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Prey: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
Dirt 4: Acht GPUs im Performance-Test
>>>   Mass Effects Andromeda: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
Ghost Recon Wildlands: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
For Honor: Performance-Vergleich von sechs Mittelklasse-Grafikkarten

Benchmark-Sequenz

Square Enix hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt in diesem Jahr der Final Fantasy XV Windows Edition online gestellt, der sich aber nach ersten Tests als unbrauchbar erwies. Er litt unter Fehlern bei der Darstellung, punktuell und zufällig kam es zu heftigen Rucklern und die finalen Punkten variierten erheblich. Der Publisher ließ dementsprechend schnell verlautbaren, dass die Ergebnisse nicht denen der finalen Version des Spiels entsprechen.

Das bedeutete also alles zurück auf den Anfang und eine geeignete Sequenz für einen Benchmark finden. Die Wahl fiel auf eine Sequenz zwischen Hammerhead und Crown City Checkpoint, mit einem ersten Teil in einem Auto (also automatisch) sowie einem zweiten zu Fuss in der Natur und schließlich einem dritten unter Beschuss durch Feinde. Zudem scheint im ersten Teil die Sonne, während es in der weiteren Verlauf regnet. Kurz um: Es wird alles geboten, um die Fähigkeiten der Grafikkarten in unterschiedlichen Szenarien aufzuzeigen.

Minimale und empfohlene Konfiguration

Die minimalen und empfohlenen Voraussetzungen, die ein entsprechende Rechner für das Speil erfüllen sollte wurde den auf Steam veröffentlichen Anforderungen entnommen. Ziel des Publishers ist eine Framrate von wenigsten 30 fps bei einer Auflösung von 720p mit der kleinsten Konfiguration, bei der empfohlenen Ausstattung kann ein System eine Auflösung von 1080p bei gleicher Framrate wiedergeben. Soll das Spiel in 4K HDR bei 30 fps (oder in 1440 bei 60 fps) ausgeführt werden, ist mindestens eine Nvidia Geforce 1080 Ti erforderlich.

Konfiguration Minimum Empfohlen 4K HDR
Prozessor Intel Core i5-2500
AMD FX-6100
Intel Core i7-3770
AMD FX-8350
Intel Core i7-7700
AMD Ryzen 5 1600X
Speicher 8 GB 16 GB 16 GB
Grafikkarte GeForce GTX 760 / GTX 1050
Radeon R9 280
GeForce GTX 1060 6G
Radeon RX 480
GeForce GTX 1080 Ti
Betriebssystem Windows 7, 8.1, 10 (64 Bit) Windows 7, 8.1, 10 (64 Bit) Windows 7, 8.1, 10 (64 Bit)
Speicherbedarf 100 GB 100 GB 155 GB

Würde man uns nach einer etwas auffälligen RX Vega64 fragen und wäre das Angebot an solchen Karten nicht so arg limitiert, dann würde uns spontan auch die Red Devil von Powercolor einfallen. Denn sie trägt nicht nur optisch recht stark auf, sondern kommt mit einer recht imposanten Gesamterscheinung in den Handel. Wenn sie denn mal verfügbar ist.

Ähnlich wie Sapphires schwergewichtige RX Vega64 Nitro+ ist die Powercolor RX Vega64 Red Devil eine auf den ersten Blick recht auffällige Karte, die gern auch dicke Backen macht. Zurückhaltung ist somit nicht ihr Ding.

Bei den aktuell überhaupt noch verfügbaren Vega64-Karten kann man jedoch aufgrund der wirklich schon abartigen Preise auch nicht mehr zwischen einzelnen Positionierungen innerhalb dieser Chip-Klasse unterscheiden. Man darf ja schon froh sein, wenn es denn mal eine gibt. Wobei die Verfügbarkeit in Europa interessanterweise oft besser ist, als etwa in Nordamerika oder Asien. Die Mondpreise mal außen vorgelassen.

Unboxing, Optik und Haptik

Mit einem Gewicht von 1409 Gramm liegt diese Karte nur leicht unterhalb von Sapphires monströsem Schlachtschiff. Auch bei den Maßen hat Powercolor nicht gespart und bietet wie Asus satte 30,2 cm Einbaulänge (Außenfläche Slotblende bis Ende der Kühlerbdeckung), womit es eine relativ lange Karte ist. Mit 12,7 cm Höhe (ab Oberkante Mainboardslot bis Oberseite der Kühlerabdeckung ist man zudem genauso hoch wie Asus bei der Strix, allerdings legt die Einbautiefe mit satten 5.2 cm noch einmal deutlich zu und wir ahnen schon, wo der Kühler einzuordnen sein wird.

Die drei Lüfter mit einem Rotorblattdurchmesser von je 9 cm sitzen in einer Öffnung mit 9,2 cm Durchmesser. Insgesamt 9 Rotorblätter pro Lüfter sorgen mit ihrer speziellen Form vor allem für einen kräftigen Durchsatz und weniger für Verwirbelungen; erzeugen also etwas mehr statischen Druck. Dies sollte dem Kühlkonzept und dem sehr tiefen Kühler durchaus hilfreich entgegenkommen.

Die Backplate wird vom aufgedruckten Red-Devil-Schriftzug geprägt. Die nicht zur Kühlung genutzte Backplate ist rein optischer Natur und stabilisiert zudem die nicht ganz leichte Karte, sowie den hinten deutlich überstehenden Kühler.

Immerhin sollte man wenigstens noch 5 mm für den rückseitigen Aufbau einplanen, was bei einigen Mainboards durchaus schon zu Problemen führen kann, wenn Kühlkörper zu eng am Slot sitzen oder aber der CPU-Kühler extrem groß ausfällt.

Man sieht an der Unterseite der Karte bereits deutlich, dass auch Powercolor auf vertikal angeordnete Lamellen setzt und erneut ein echtes 2,5-Slot-Modell anbietet. Das schafft eine deutlich höhere Kühlfläche, die auch dankbar angenommen wird.

Auch die Oberseite zeigt deutlich, dass sich Powercolor bei der Form und Gestaltung der Red Devil treu geblieben ist. Neben der üblichen, dunklen Metallabdeckung auf der roten ABS-Schale findet sich in der Mitte noch der rot beleuchtete Red-Devil-Schriftzug. Außerdem sind am Ende der Platine die beiden 8-Pin Spannungsversorgungsanschlüsse positioniert, die gedreht und auch nach unten versetzt wurden.

Das fast ganz geschlossene Ende der Karte zeigt außer den drei 6-mm- und der einen 8-mm-Heatpipes nicht Auffälliges.

Die Slotblende besitzt vier statt der fünf Anschlüsse der Referenzkarte. Jeweils zwei HDMI-2.0-Anschlüsse und zwei DisplayPorts 1.4 stehen dem Anwender zur Verfügung. Der DVI-I-Anschluss entfällt jedoch, warum auch immer.

Wichtiges Vorwort

Leider müssen wir auch einen Umstand voranstellen, der unsere Tests und die Ergebnisse etwas beeinflusst hat. Obwohl die Karte mit einem Hersteller-Siegel versehen war, ließen sich sehr deutlich die Spuren einer Mehrfachnutzung und Demontage feststellen. Natürlich ist es am Ende kein Hexenwerk, die eine Schraube mit dem Siegel mittels eines geeigneten Werkzeuges verlustfrei zu entfernen und später auch so wieder spurenfrei einzusetzen, aber solange Karten in Rotation getestet werden, können solche Dinge nun mal nicht ausgeschlossen werden.

Allein die verwendete Menge an Wärmeleitpaste hätte jedoch locker für zwei oder mehr Karten gereicht und war in der verabreichten Form geradezu kontraproduktiv. Wir haben ersatzweise eine sehr gute Paste verwendet, wie sie von den großen Kühler-OEM auch für die maschinelle Applikation genutzt wird, jedoch in deutlich bescheidenerem Maße als auf den Bildern.

Die schiefliegenden und teilweise sogar zerstörten Wärmeleitpads haben wir neu ausgerichtet und partiell mit ähnlichen Produkten ersetzt. Der Lohn unserer Reparatur waren eine um 4-5 Grad niedrigere GPU-Temperatur und deutlich niedrigere Spannungswandler-Temperaturen im Bereich zweier Wandler. Wir gehen davon aus, dass dies am Ende her den Zustand repräsentiert, denn auch eine Karte ab Werk gehabt hätte.

Technische Eckdaten

Abschließend werfen wir noch einen ersten Blick auf die rein technischen Daten. Der als maximaler Boost-Takt angezeigte Wert ist hingegen eher eine Wunschvorstellung, die innerhalb des gesteckten Power Limits kaum oder überhaupt nicht zu erreichen sein dürfte.

Verglichen mit den relevanten Referenzkarten sieht dies dann so aus:

Modell Radeon
RX Vega64
Reference
Powercolor
RX Vega64
Red Devil
Radeon
RX Vega56
Reference
GeForce
GTX 1070 Ti
Geforce
GTX 1080
FE
GPU Vega 10 Vega 10 Vega 10 GP104 GP104
Chipgröße 484 mm² 484 mm² 484 mm² 314 mm² 314 mm² 
Transistoren 12.5 Mrd. 12.5 Mrd. 12.5 Mrd. 7,2 Mrd. 7,2 Mrd.
GPU-Basistakt/
Boost-Takt
1274 MHz
1546 MHz
1274 MHz
1630 MHz
1156 MHz
1471 MHz
1607 MHz
1683 MHz
1607 MHz
1733 MHz
Shader/SIMD 4096/64 4096/64 3585/56 2432/19 2560/20
Textur-Einheiten/
ROPS
256
64
256
64
224
64
152
64
160
64
Pixel-Füllrate
99 GPix/s 104 GPix/s 94 GPix/s 108 GPix/s 114 GPix/s
Textur-Füllrate 396 GTex/s 417 GTex/s 330 GTex/s 244 GTex/s 257 GTex/s
Speicheranbindung 2048 Bit 2048 Bit 2048 Bit 256 Bit 256 Bit
Speichertyp HBM2 HBM2 HBM2 GDDR5 GDDR5X
Speicherbandbreite
484 GB/s 484 GB/s 410 GB/s 256 GB/s 320 GB/s
Speichertakt
1,9 Gbps 1,9 Gbps 1,6 Gbps 8 Gbps 10 Gbps
Speicherausbau
8 GB 8 GB 8 GB 8 GB 8 GB
DX Feature-Level 12_1 12_1 12_1 12_1 12_1
PCIe-Buchsen 2 × 8-Pin 2x 8 Pin 2 × 8-Pin 1x 8-Pin 1x 8-Pin
TBP 295 Watt 283 Watt 210 Watt 180 Watt 180 Watt 

Testsystem und Messmethoden

Das neue Testsystem und die -methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” (Englisch: “How We Test Graphics Cards“) bereits sehr ausführlich beschrieben und verweisen deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen. Allerdings haben wir CPU und Kühlung erneut verbessert, um für diese schnelle Karte mögliche CPU-Flaschenhälse weitgehend auszuschließen.

Interessierten bietet die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
Intel Core i7-6900K @4,3 GHz
MSI X99S XPower Gaming Titanium
G.Skill TridentZ DDR4 3600
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Kühlung:
Alphacool Eisblock XPX
5x Be Quiet! Silent Wings 3 PWM (Closed Case Simulation)
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Gehäuse:
Lian Li PC-T70 mit Erweiterungskit und Modifikationen
Modi: Open Benchtable, Closed Case
Monitor: Eizo EV3237-BK
Leistungsaufnahme:
berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung an den jeweiligen Zuführungen und am Netzteil
2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Thermografie:
Optris PI640, Infrarotkamera
PI Connect Auswertungssoftware mit Profilen
Akustik:
NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7, Smaart v.7
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Betriebssystem Windows 10 Pro (Creators Update, alle Updates)
Radeon Software Adrenalin (17.12.2, Stand Dezember 2017)

Das heute gestestete PREVAILPRO P4000 wird von PNY als mobile Workstation vermarktet und sortiert sich deshalb auch im betreffenden Preissegment oberhalb von aktuell 4500 Euro ein und wird in absehbarer Zeit auch direkt in Deutschland erhältlich sein. Ein genauerer Blick auf Tooling und Technik verrät uns, dass PNY den taiwanesischen ODM Clevo als Auftragsfertiger nutzt, wobei das PNY-Notebook auf dem P955 als Plattform basiert, jedoch oppulent ausgestattet wurde. Denn irgendwo muss der Preis ja auch herkommen.

Man bekommt ein ähnliches Notebook von PNY auch als PREVAILPRO P3000 mit einer etwas schwächeren Grafikeinheit und spart dann auch glatt 1000 Euro ein. Allerdings wird der heutige Test zeigen, dass die Kombination aus der verbauten CPU und der Grafiklösung recht gut harmoniert. Wenn schon, denn schon.

Lieferumfang

Neben dem Notebook erhält man das separate 150-Watt-Netzteil, ein Handbuch bzw. die Schnellanleitung, ein Mikrofasertuch für das Entfernen der Fingerabdrücke (sehr nützlich!), sowie eine DVD und einen USB-Stick. Deren Inhalt ist mehr oder weniger identisch und bei einem Notebook ohne Laufwerk hätte man die DVD auch weglassen können.

Unboxing, Optik und Haptik

Mit einer Standardbreite von 38 cm, einer Tiefe von 24,8 cm und einer Höhe von 1,8 cm im zugeklappten Zustand liegt das Notebook im guten Durchschnitt der 15,6″-Klasse. Das Gewicht von ca. 2,2 Kilo erfordert bereits gut trainierte Oberarme und wenn man ehrlich sein soll, es gibt durchaus leichtere Boliden. Doch irgendwo muss die Leistung ja herkommen und haptisch katastrophale Plastikbomber müssen es dann auch nicht sein.

Allerdings ist die gesamte, metallisch-matte Oberfläche vom Deckel über die Bodenplatte und die gesamten Kunststoffflächen im Innenbereich extrem empfindlich für schweißige Fingerabdrücke.

Konnektivität und Audio

Das Notebook entspricht, bis auf einige Ausnahmen, sehr weit dem Plattformmodell. So finden wir auf der linken Seite (von links nach rechts) die Öffnung für den Security-Lock, die Lüftungsöffnung für den CPU-Kühler, den DC-Stromversorgungsanschluss, eine HDCP-fähige HDMI-2.0-Buchse, zwei Mini DisplayPort 1.3, zwei Type-C USB 3.1 Buchsen (Gen 2) und zwei weitere USB 3.1 Buchsen (Gen 1). Mehr geht eigentlich auch nicht auf dieser Länge.

Auf der rechten Seite findet der Anwender (von links nach rechts) eine 3.5mm Kopfhörer-Klinkenbuchse, einen kombinierte 3.5mm 2-in-1 Audio-Anschluss (Mikrofon + S/PDIF), eine USB 3.1 Buchse (Gen 1), sowie den 6-in-1 Card Reader und den RJ-45 1000BASE-T Ethernet-Anschluss.

Die Rückseite ist geprägt von den insgesamt drei Luftauslässen (zwei für die Grafikeinheit und einen passiven Luftaustritt für das Innenleben) und den beiden Klappscharnieren für den Displaydeckel.

Die Front ist weitgehend unbelegt und trägt im linken Bereich fast alle Status-LEDs. Lediglich die LED für die Kamera befindet sich oberhalb des Displays neben der Kamera.

Von links nach rechts sind dies in der Front die Status-LED für den Betriebsstatus und Netzbetrieb, den Akku, die Datenträgeraktivität und den Flugzeugmodus.

Zur Konnektivität gehört natürlich auch das verbaute Wi-Fi-Modul. Mit Intels Dual Band Wireless-AC 8265 (M.2 2230) ist man da recht gut aufgestellt. Direkt neben der Fritz!Box 7590 erreichten wir maximal 674 Mbit/s, die Reichweite und die Datenraten innerhalb des Labors entsprechen denen eines ordentlichen Wi-Fi USB-Sticks, wobei interne Antennen natürlich auch Reichweitennachteile mit sich bringen. Wirkliche Verbindungsein- und -abbrüche konnten wir nicht feststellen.

Der Ethernet-Anschluss ist guter Durchschnitt und tut was er soll ohne jegliche Kritik. Außerdem setzt der OEM auf Bluetooth 4.2 (M.2 2230, Windstorm Peak), was die Konnektivität natürlich abrundet, aber auch etwas am Akku zehrt, falls man es nicht benötigt.

Die zwei eingebauten Lautsprecher sind für eine Workstation ausreichend, Klangwunder sollte man hingegen nicht erwarten. Die verbaute Soundlösung von Creative in Form der Sound Blaster X-Fi BM5 unterstützt High Definition Audio und bietet zudem ANSP-3D-Sound am Audio-Ausgang. Mit Kopfhören klingt das alles ganz nett und man merkt einmal mehr die Wurzeln, die eher im Gaming-Sektor zu suchen sind, denn die Platine ist bei all diesen Plattform-Derivaten nahezu gleich bestückt.

Ein- und Ausgabegeräte

Die Tastatur setzt auf die üblichen kurzhubigen Tasten, wie sie seit Ewigkeiten in Notebooks zum Einsatz kommen. Die konfigurierbare Hintergrundbeleuchtung ist zwar ganz nett, aber wohl auch eher eine vererbte Eigenschaft der Ausgangsplattform als eine unbedingte Notwendigkeit. Der feste Stand bei der Tastatureingabe und dem Nutzen des Touchpads wird durch großflächige Gummiapplikationen in der Unterschale des Gehäuses erreicht, die relativ weich ausfallen. Mehr zur Tastatur gleich noch im Tear Down.

Beim Display setzt PNY bei unserem Modell noch auf ein mattes Ultra-HD IPS-Panel von LG Philips (LP156UD1-SPB1), welches 60 Hz schafft, aber eigentlich nicht mehr wirklich aktuell ist. Dieses RGBW-Panel setzt im Gegensatz zu reinen RGB-Panels auf ein Subpixel-Array, was sich in manchen Situationen etwas auf den Kontrast auswirken kann. Vor allem schwarze Bereiche sind eben doch nicht tiefschwarz. Das gefürchtete Backlight-Bleeding tritt zwar in einer milderen Form auch auf, allerdings beschränken sich diese Flecken eher auf die vier Ecken, sowie Bereiche der Ober- bzw. Unterkante des Displays. Je nach Neigung des Displays und den Bildschirminhalten fällt dies mehr oder weniger auf, ist aber zu ertragen. Die maximale Helligkeit fällt im Netzbetrieb mit ca. 260 bis 300 cd/m² ausreichend hoch aus.

In den Retail-Modellen, welche ab nächste Woche verfügbar sein werden, wird dann ein AUO B156ZAN02.2 verbaut sein. Bei diesen AHVA-Panel handelt es sich dann um ein RGB-Panel, wie es auch in einigen Consumer-Modellen von Clevo bereits genutzt wird. Exemplarisch sei hier das Key 15 der deutschen Notebook-Schmiede Schenker genannt, zu dem wir in Kürze ebenfalls noch einen Test veröffentlichen werden. Die 92% vom sRGB-Farbraum gehen so in Ordnung, aber ca. 62% vom AdobeRGB sind eher nur befriedigend in dieser Preisklasse.

Das ist zwar nichts für Hardcore-Zocker, sieht aber doch recht gut aus und kann im Workstation-Einsatz durchaus begeistern, wenn man nicht gerade Software nutzt, deren GUI die Schriftskalierung von Windows nicht unterstützt und die auch nicht über eine eigene Skalierungsoption verfügt. Dann wird der Einsatz schnell zum Suchen von mikroskopischen Hieroglyphen.

Bis zu 130 Grad kann man das Display übrigens aufklappen. Reicht locker und lässt das Konstrukt auch noch nicht kopflastig in Kipplaune zurück.

Technische Daten
Arbeitsspeicher 32GB (2x 16GB) DDR4 2400MHz SODIMM, Dual-Channel
Primärer Datenträger 512GB M.2 2280 PCIe (Gen.3 ×4) NVMe SSD
Zusätzl. Datenträger
2TB 2.5″ HDD
Display 15.6″ UHD (3840 × 2160), 16:9 IPS Panel
Prozessor Intel® Core™ i7-7700HQ Prozessor
Prozessortakt
2.8 GHz Base (Turbo bis zu 3.8GHz)
Cache 6 MB Smart Cache
Chipsatz
Mobile Intel® HM175 Express Chipset
Grafikeinheit NVIDIA Quadro P4000
8GB GDDR5 GPU Memory
OpenGL 4.5
DirectX® 12
Vulkan
NVIDIA VRWorks™
CUDA™
OpenCL
Direct Compute
Microsoft Hybrid Graphics mode
Unterstützt bis zu 4 aktive Displays
Audio SOUND BLASTER® X-FI® MB5
High Definition Audio
S/PDIF digital output
Verbautes Mikrofonarray
Stereo-Lautsprecher
ANSP 3D Sound am Audio-Ausgang
Eingabegeräte
Full-Size Tastatur und Num-Block
Scissor-Tasten mit mit LED-Hintergrundbeleuchtung
Kensington® Lock Slot Secure Touchpad mit
TPM 2.0 Fingerabdrucks-Sensor
I/O Ports Linke Seite:
Security-Lock
DC-Stromversorgungsanschluss
HDMI™ 2.0 with HDCP
2× Mini DisplayPort 1.3
2× Type-C USB 3.1 Gen 2 Buchsen
2× USB 3.1 Gen 1 Buchsen
Right:
3.5mm Kopfhörer-Klinke
3.5mm 2-in-1 Audio-Anschluss (Mikrofon + S/PDIF)
USB 3.1 Gen 1 Buchse
6-in-1 Card Reader
RJ-45 1000BASE-T Ethernet-Anschluss
Card Reader 6-in-1 Card reader supports
MMC / RSMMC/ SD / mini SD / SDHC / SDXC up to UHS-II
Netzwerk Built in 10/100/1000Mb Base-TX Ethernet LAN
Intel® Dual Band Wireless-AC 8265, 2×2 AC + BT 4.2 M.2 2230 (Windstorm Peak)
Web-Cam 2.0M Full-HD Videokamera
Spannungsversorgung Full-Range AC adapter
100~240V, 50~60Hz, DC-Ausgang 19.5V, 7.7A, 150W
Akkumulator Embedded Li-Polymer 4-zellen-Akku-Pack, 55 Wh
Betriebssystem Windows®10 Professional 64-bit, Digitale Lizenz
Abmessungen 380 mm × 248 mm × 18 mm
(14.96″ × 9.8″ × 0.73″)
Gewicht ca. 2.2kg (4.8 Lbs.)
BIOS 64Mb SPI Flash ROM, AMI BIOS
Power Management ACPI v5.0, Suspend to RAM (S3), Suspend to disk (S4), Soft off (S5), Battery low suspend, Wake on LAN (S5), Wake on USB (S3), Wake on RTC alarm (S4)
LED Statusanzeigen
Power/Status, Akku, HDD, Flugzeugmodus, Kamera
Zertifikate FCC Class B, CE, cTUVus, TUV, CB, RoHS
Betriebsumgebung
Temperatur:
Betrieb: 5°C – 35°C
Ausgeschaltet: -20°C – 60°C
Relative Luftfeuchtigkeit:
Betrieb: 20% – 80%
Ausgeschaltet: 10% – 90%
Garantie 3-Jahre (Herstellergarantie)

    

Einführung und Lieferumfang

Wenn man sich vom bisherigen (Soundkarten-) Produktportfolio deutlich abheben, jedoch nicht auf eingeführte Bezeichnungen und Marken verzichten will, kauft sich einfach mal eben so ein X und pappt es hinten dran. Aus Sound Blaster wird dann einfach Sound BlasterX und fertig. Naja, noch nicht ganz, denn auch das H5 gab es ja schon einmal.

Um das neue Produkt aufzuhübschen, verlängert man die Produktbezeichnung wie Chantal-Cheyenne ihre Haare einfach mit griffigen Extensions und fertig ist der neue Bomber der Nation. Mit Creative Sound BlasterX H5 Tournament Edition zwingt man dann gleich noch jedes CMS mit in die Knie, denn Überschriften als Wortungeheuer liegen schwer im Trend und dem Redakteur ebenso im Magen.

Was aber ist nun neu? Ein geändertes Tooling einschließlich anderer Treiber soll Schwachstellen beseitigen, am Klang feilen und wohl auch etwas an den Kosten sparen können. Wir schauen deshalb noch einmal genau hin und hören auch noch einmal zu, was uns das geänderte Modell alles zu offenbaren hat (oder vielleicht auch nicht).

Im Lieferumfang findet man neben dem eigentlichen Kopfhörer erneut ein ansteckbares Mikrofon und das Anschlusskabel mit Steuereinheit, welches in eine Smartphone-kompatiblen 3,5mm-Multifunktionsklinke endet. Darüber hinaus erhält man, wie schon beim H5, noch ein weiteres Klinken-Verlängerungskabel, das die Kombi-Klinke, wie wir sie sie z.B. für mobile Geräte kennen, wieder durch zwei separate 3,5mm-Stecker ersetzt, die man dann getrennt in den Mikrofon-Eingang bzw. Kopfhörerausgang des PCs steckt.

Optik und Haptik

Die patentierte Aufhängung der Ohrmuscheln samt Bügel ist das eigentliche Glanzstück der Konstruktion. Soweit wir wissen, nutzen nur wenige Firmen dieses Patent, was sicher auch am Auftragsfertiger liegt, der hier einen an sich recht neutralen und sehr leichten Kopfhörer einfach mit durchdachtem Tooling zum Headset umfunktioniert hat. Die kleinen Änderungen zum Vorgängermodell muss man schon mit der Lupe suchen.

Den gestiegenen Qualitätsanspruch merkt man dann auch erneut am Materialmix, denn vor allem die sehr stabilen Aluminiumteile in Verbindung mit höherwertigem Kunststoff sind optisch und haptisch eine Erlösung aus dem üblichen Headset-Einheitsbrei. Wir haben wiederum versucht, das Headset mit Gewalt zu verwinden und zu verbiegen – umsonst, das hält. Das ist vielleicht keine Konstruktion für die Ewigkeit, aber zumindest für die halbe. Mindestens.

Tragekomfort

Egal, wie groß der Kopfumfang oder ausgefallen die Kopfform auch ausfallen – einmal eingestellt sitzt das Headset perfekt wie bestellt und auf Maß gefertigt. Wir haben sehr selten ein so unaufdringlich und doch nicht zu locker sitzendes Headset getestet, das beim Langzeittragekomfort dermaßen punkten kann, obwohl es als Over-Ear-Ausführung ja komplett alles einschließt.

Die Polster aus Kunstleder sind extrem weich und der verarbeitete Schaumstoff im Inneren passt sich der Anatomie des Trägers weitgehend an. Inwieweit das PU-Lederimitat langzeitstabil ohne Risse bleibt, können wir allerdings nicht abschätzen.

Mit den etwas schräg angestellten Treibern, Creative nennt das “Tilt-Driver-Implementierung”, kommt man der Anatomie dann zumindest so weit entgegen, dass man versucht, die Abstrahlungsrichtung dem Gehörgang besser anzupassen. Damit meint man, den entstehenden Luftraum zwischen Treiber und Ohr noch weiter optimieren zu können. Ob man die angestrebte Resonanzvermeidung gerade dadurch erreicht hat, lässt sich aus unserer Sicht so nicht mehr nachvollziehen, denn wir haben erst gar keine störenden Resonanzen hören können.

Die Gelenklösung kann auf ganzer Linie überzeugen und ist sogar sehr gut vergleichbar mit der Umsetzung diverser Beyerdynamic-Produkte. Diese frappierende Ähnlichkeit setzt sich übrigens auch im Inneren des Bügels bei der Verstellung und den geprägten Druckpunkten für die Positionen fort. Auch Headsets wie das Qpad QH 90 sind ähnlich konstruiert, was sicher kein Zufall ist.

Ein guter Sitz ist schon die halbe Miete, den Rest erreicht man durch das wirklich geringe Gewicht des Headsets. Positiv erwähnen muss man auch das im Bügel integrierte, sehr weiche Kopfpolster, dass man aber aufgrund der Leichtigkeit nicht einmal sonderlich in Anspruch nehmen muss. Im direkten Vergleich zum Vorgängermodell gibt es hier keine Unterschiede.

Erfrischendes Design trifft richtig gute Verarbeitung. Das ist seltener in der 70-Euro-Klasse als man denkt, auch wenn andere Produkte ebenfalls mit Qualität und neuen Ideen punkten können. Hier hat man einfach noch einen draufgesetzt. Diese Luftigkeit und der geringe Anpressdruck gehen zwar etwas zu Lasten des sonst üblichen Bassgewitters, aber wehe, wenn sie losgelassen werden! Doch dazu gleich mehr.

Funktionalität und Anschluss

Die im Kabel eingebaute Kontrolleinheit beherbergt einen Lautstärkeregler und den Schalter fürs Mikrofon. Die Positionierung ist nah genug am Kopf, so dass der Griff eigentlich nie ins Leere geht. Positiv auch, dass Creative auf eine USB-Soundlösung verzichtet hat und auf die konventionelle 3,5mm-Klinke ohne akustische Verschlimmbesserung im Audiostrang setzt.

So lohnt sich nämlich auch der Anschluss an einen guten Kopfhörerverstärker, der vielen Onboard-Lösungen fast immer überlegen ist und vor allem höhere Pegel bei geringeren Verzerrungen ermöglicht. Gerade die Pegelfestigkeit macht viele Onboard-Lösungen schnell zum Flaschenhals, während die eigentlichen DACs mittlerweile durchaus recht brauchbar sind.

Der zusätzliche Funktionstaster an der Seite hilft, Telefonanrufe anzunehmen bzw. im Mediaplayer vorzuspulen, wenn ein passendes Smartphone angeschlossen ist. Der Gleichlauf des analogen Lautstärkereglers ist ok, aber nicht perfekt (Anfangsbereich).

Treiber und Teardown

Wir haben das Headset natürlich auch auseinandergeschraubt, denn wir wollen ja auch sehen, was sich im Inneren verbirgt. Wir können feststellen, dass der ODM im Falle dieser Neuauflage eine zweckmäßige Dämpfung im Inneren nutzt, was wir sehr begrüßen. Alle vom Hersteller optional nutzbaren Öffnungen in der Gehäuseabdeckung um den Treiber herum sind zugeklebt und werden somit nicht genutzt. Kein Sounding ist auch eine Lösung und manchmal sogar die beste.

Die Lötqualität an Platinen und dem Treiber geht in Ordnung, genauso wie die Auswahl der verwendeten Buchsen. Der Spritzguss der Schalen aus ABS ist sauber gelöst und alle relevanten Stellen sind auch entgratet worden. Einen Schönheitspreis muss man im Inneren ja auch nicht gewinnen.

Mikrofon

Das Mikrofon mit Kugelcharakteristik besitzt keinen Pop-Schutz mehr und ist ansteck- bzw. abziehbar, was das Headset schnell in einen ultraleichten und sehr komfortablen Kopfhörer verwandelt, mit dem man auch Musik genießen kann und natürlich auch umgekehrt.

Die Geräuschunterdrückung funktioniert passabel und ohne Pumpen, lediglich bei hohen Spitzen schwächelt das Mikrofon etwas. Die Sprachverständlichkeit ist sehr gut, zumal man das Mikrofon durch den sehr flexiblen Schwanenhals auch optimal positionieren kann. Doch zu den Messergebnissen und der abschließenden Beurteilung der Spracheingabe gleich mehr.

Die Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörerkabel sind eindeutig und straff genug, um ein versehentliches Herausrutschen der Stecker zu vermeiden.

Unser Testgerät: Acer Predator X34Unser Testgerät: Acer Predator X34Leider unterstützen nicht alle Spiele das 21:9-Bildformat oder unterstützen es zumindest nicht vollständig. Dies zeigte sich auch in unserem Test des Acer Predator X34.

Hinzu kommt, dass das Format für einige Genres besser geeignet ist als für andere: Shooter bzw. Spiele aus der Ego-Perspektive profitieren meist vom größeren Sichtbereich, für Spiele mit Draufsicht (z.B. Strategiespiele wie Civilization) ist dagegen eine quadratischere Ansicht praktischer.

Dennoch hat es der jeweilige Spieleentwickler natürlich in der Hand, den zusätzlichen Bildbereich sinnvoll zu nutzen. Befindet sich das HUD/die Menüleiste etwa am rechten und/oder linken Rand, ist dies für UWQHD-Displays mit einer Auflösung von 3440 x 1440 oder 2560 x 1080 Pixeln optimal.

Vorgerenderte (Ingame-)Videos liegen dagegen meist nur in Full-HD und somit im 16:9-Format vor – ergo muss sich der Spieler dann mit schwarzen Rändern rechts und links abfinden.

Update November 2017

Keines der Spiele im aktuellen Update patzt. Bis auf einige Zwischensequenzen bzw. Intros können alle Spiele ohne Einschränkungen in 21:9 genossen werden. Einige Spiele sehen sogar das Umschalten auf 21:9 vor.

Spiel Kompatibilität
Assassin’s Creed Origins ja
Call of Duty: WWII Ja
Destiny 2 ja
Dishonored: Death of the Outsider ja
The Evil Within 2 ja, allerdings Zwischensequenzen in 16:9
Wolfenstein II ja, auf 21:9 umschaltbar

World of Tanks wird bereits seit 2009 von dem weißrussischen Publisher Wargaming.net entwickelt. Die Simulation, der die Panzerschlachten des zweiten Weltkriegs zu Grunde liegen, kann von einer sehr großen Anzahl von Spielern gleichzeitig online gespielt werden. Nicht zuletzt dank des Free-to-Play- bzw. Freemium-Formats wurde das Spiel schnell zu einem großen Erfolg und konnte bisher bereits hunderttausende von Gamern in seinen Bann ziehen.

Wargaming.net unterstützt zudem eine Vielzahl von Plattformen. World of Tanks steht auf PCs zur Verfügung, kann aber auch auf den Konsolen Xbox 360, Xbox One und PS4 genauso wie auf Smartphones ausgeführt werden, die Android oder iOS als Betriebssystem nutzen. Allerdings litt das Spiel wie so mancher Dauerbrenner unter der älter werdenden 3D-Engine, die allerdings auch das Spielen auf sehr schlicht bestückten Rechnern erlaubte.

Nun stehen die Zeichen jedoch auf Wandel: Nun hat der Publisher einen Benchmark vorgestellt, bei dem die neue 3D-Engine “enCore” genutzt wird, eine hauseigene Entwicklung, die in den nächsten Monaten vollständig in das Spiel integriert wird.

Wird die enCore-Engine unsere Testplattform in die Knie zwingen?

Weitere Tests
>>>   Project Cars2: Zehn Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Star Wars: Battlefront II: Zehn Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Destiny 2: Zwölf Grafikkarten im Performance-Test
>>>   Prey: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
Dirt 4: Acht GPUs im Performance-Test
>>>   Mass Effects Andromeda: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
Ghost Recon Wildlands: Acht GPUs im Performance-Test
>>>  
For Honor: Performance-Vergleich von sechs Mittelklasse-Grafikkarten

Benchmark-Sequenz

Während bei der Mehrheit der GPU-/Spiele-Tests in der Vergangenheit die Wahl der Testsequenz zur Qual wurde, weil es schwer fiel sich auf die optimale Sequenz zu verständigen, die die Grafikkarten möglichst umfassen fordern, wird diese Entscheidung in diesem Vorabblick auf die neuen Möglichkeiten abgenommen. Im vorgeschlagenen Testlauf, auf den sich auch die anschließenden Betrachtungen stützen, wird allerdings lediglich eine einzelne Sequenz genutzt.

Minimale und empfohlene Systemvoraussetzungen

Die Voraussetzungen, die ein System für World of Tanks mit der neuen Engine erfüllen müssen, sind die gleichen wie für die Ausgangsversion des Spiels, wie Wargaming.net unterstreicht. Wie die Konfiguration für bestimmte Einstellungen aussehen sollte, wird zwar nicht explizit benannt, allerdings wird nach wie vor die Unterstützung von Windows XP und DirectX 9 gewährleistet, sodass die Leistung des Rechners sehr niedrig sein kann. Mit WoT enCore wird allem Anschein nach zwischen zwei Modi – DirectX 9 und DirectX 11 – unterschieden, was jedoch bereits seit der Version 9.15 der Fall ist.

Konfiguration Minimum Empfohlen
Prozessor Dualcore mit SSE2 Intel Core i5-3330
Speicher 2 GB 4 GB
Grafikkarte GeForce 6800
Radeon HD X2400 XT
GeForce GTX660 (2GB) / Radeon HD 7850 2GB, DirectX 9.0c
Betriebssystem Windows XP SP3 (!), Vista (!)
Windows 7, 8, 10
Windows XP SP3 (!), Vista (!)
Windows 7, 8, 10
Speicherbedarf 16 GB 30 GB

Privacy Policy Settings

Google Analytics Wir sammeln anonymisierte Daten darüber, welche Beiträge und News gelesen werden. Wir ermitteln dabei auch die Zeit - ebenfalls anonymisiert - wie lange ein Beitrag gelesen wurde. Dadurch können wir einfacher Themen anbieten, die Sie interessieren.
This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
528 Verbiete Google Analytics, mich zu verfolgen