Cryptomining II: Geforce oder Radeon, welche Karte eignet sich am besten für Ethereum?

Abgesehen von der R9 390 wurde jede Radeon-Karte mit dem ursprünglichen VBIOS genauso wie mit einem modifizierten BIOS getestet, bei dem die Timings des Grafikspeichers für die einzelnen Stufen bzw. “Straps” mit Hilfe der Tools AtiWinflash und PolarisBiosEditor angepasst wurden. Die letzte Version dieses Werkzeugs erleichtert diese Aufgabe ungemein: Bisher mussten die Timings, die bei einer Stufe verwendet wurden, (händisch) kopiert und auf die nächste Stufe übertragen werden usw. Nun erlaubt ein einfacher Button die für den auf der jeweiligen Karte verwendeten Speicher optimalen Timings auf alle Stufen zu übertragen. Bei der RX 470 Mining von Sapphire ist diese Anpassung nicht nötig: Der Hersteller hat diese Arbeit bereits in dem zweiten Mining-VBIOS erledigt.

Die VBIOS lassen sich noch weiter modifizieren (etwa durch das Hinzufügen von Zwischenstufen oder das manuelle Einstellen des GPU-Takts oder Spannung). In diesem Test wurde sich jedoch auf diese sehr einfachen Veränderungen beschränkt. Vor dem tatsächlichen Betrieb muss die Stabilität der Einstellungen überprüft werden; bei den so getesteten Karten kam es jedoch zu keinen Schwierigkeiten.

Achtung: Nach den Änderungen müssen die Radeon-Treiber mit demATI Pixel Clock Patcher gepatcht werden, damit die jeweilige Grafikkarte mit einem modifizierten VBIOS arbeitet.

Und beim Spielen?

Aus reiner Neugierde heraus wurde auch die Veränderungen der Performance nach der Anpassung des VBIOS mit Hilfe des 3DMark Time Spy gemessen. Und erstaunlicherweise stieg auch hier die Performance leicht. Allerdings muss an dieser Stelle betont werden, dass es sich um einen Einzelfall handelt, der mit einer einzelnen Karte getestet wurde, sodass sich eine Verallgemeinerung verbietet. Zudem musste – anders als bei den Mining-Tests – die Betriebsspannung leicht erhöht werden, damit das Ganze stabil lief.

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