Cryptomining II: Geforce oder Radeon, welche Karte eignet sich am besten für Ethereum?

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Nicht alle Grafikkarten eignen sich fürs Generieren von Ethereum. Sowohl die GPUs von AMD als auch von Nvidia sollten zu den aktuelleren gehören, der limitierende Faktor ist jedoch zumeist der Grafikspeicher.

Das Problem der Größe der DAGs

Das Mining von Ethereum basiert auf dem schreiben eines beeindruckend großen DAG (Directed Acyclic Graph). Mit der wachsenden Anzahl von Transaktionen wachsen nicht nur die ETH-Blöcke, sondern auch die DAG-Datei. Sie gewinnt mit jeder neu erreichten Stufe – man spricht von Epochs – an Gewicht, die mit jeweils 30.000 Blöcken erreicht wird (was inetwa hundert Stunden entspricht). Weil der DAG nur auf der Höhe des Blocks bzw. Epochs basiert, lässt er sich vorab generieren, was dem Miner erlaubt Zeit zu gewinnen. Allerdings muss der DAG im Grafikspeicher gespeichert werden, und damit beginnen die Probleme.

Mit einem bestimmten Epoch überspringt der DAG die Größe von zwei Gigabyte und passt damit nicht mehr in den Grafikspeicher von einer Reihe von Einsteiger-Grafikkarten – die sich damit nicht mehr für das Ethereum-Mining eignen. Mit einem Epoch-DAG von 140 stoßen derzeit die Grafikkarten mit einem drei Gigabyte großen VRAM an die Grenze, doch de DAGs wachsen weiter, sodass diese Modelle die nächsten sind, die sich nicht mehr für das Generieren dieser Währung eignen. Da sich die DAG-Größe mit Hilfe der Epochs simulieren lässt, kann schon jetzt wgesagt werden, dass die Nutzung der Karten nur noch wenige Monate möglich ist.

Um es kurz zu machen: Ein drei Gigabyte großer Grafikspeicher ist aktuell Pflicht, wer über die nächsten zwölf bis 18 Monate Ethereum generieren will, sollte auf eine Karte mit einem mindestens vier Gigabyte großen Speicher setzen. 3-GB-Karten müssen deshalb jedoch nicht aussortiert werden, sondern können für das Generieren anderer Währungen genutzt werden, die auf dem Ethash basieren, aber kleinere DAGs erzeugen.

Die Karten im Vergleich

MSI GeForce GTX 1060 Armor 6G OCV1

Asus GeForce GTX 1060 STRIX OC 6 GB

Gigabyte GeForce GTX 1060 WF2OC-3GD 3 GB

MSI GeForce GTX 1050Ti Gaming X 4G

Asus RX 580 Dual OC 4G

MSI Radeon RX580 Gaming 8G

Asus RX 570 Strix OC

MSI Radeon RX560 AERO ITX 4G OC

Sapphire Radeon RX560 Pulse OC 4G

Sapphire Radeon RX550 Pulse 4G

XFX Radeon RX480 Core 8 GB

MSI RX470 Gaming X 4G

Sapphire Radeon RX470 Mining

XFX Radeon R9 390 8G

Spezielle Karten fürs Mining

Einige Hersteller bieten Grafikkarten an, die speziell für das Mining von Krypto-Währungen gedacht sind. Auch wenn die Basis dieser Karten immer noch klassische Grafikkarten bieten, bestehen dennoch einige Unterschiede zu diesen.

Das getestete Modell von Sapphire fußt beispielsweise auf der RX 470 Nitro, besitzt allerdings einigen Veränderungen. So gibt es beispielsweise nur einen DVI-D-Ausgang (bei anderen Karten für diesen Einsatzzweck wird ganz auf einen Videoausgang verzichtet), entscheidender ist jedoch ein zweites BIOS, das fürs Mining angepasst wurde. Es sorgt für einen niedrigeren GPU-Takt (genauso wie eine etwas niedrigere Spannung), einen höheren Takt des Grafikspeichers und optimierte Timings.

In der Praxis arbeitet das klassische BIOS der RX 470 Mining von Sapphire mit einer Taktgeschwindigkeit der GPU von 1288 MHz, während der VRAM von Samsung eine Geschwindigkeit von 1850 MHz erreicht (bei einer Spannung von einem Volt), beim für das Mining bestimmten BIOS wird die GPU mit einer Taktfrequenz von 1206 MHz betrieben, während der VRAM mit einem Takt von 2150 MHz (bei einer Sannung von nur 0,95 Volt) arbeitet.

Konfiguration des Testsystems

OS
Betriebssytem Windows 10 x64 Pro 1703 (15063.786)
Mining-Software Claymore’s Dual Ethereum AMD+NVIDIA GPU Miner v9.8*
Claymore’s Dual Ethereum AMD+NVIDIA GPU Miner v10.3
Treiber NVIDIA GeForce Game Ready 388.13
NVIDIA GeForce Game Ready 384.94**
AMD Radeon Crimson ReLive Edition Beta for Blockchain Compute
Prozessor
Intel Core i5-6500
Motherboard Asus Z170-Deluxe
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-2133 KLEVV
Datenspeicher
Crucial MX200 500 GB
Netzteil
Cooler Master G450M
Gehäuse
Cooler Master HAF XB EVO


*Die Radeon RX 580 OC 4G von Asus musste mit der neuesten Version der Claymore-Software erneut getestet werden; die Ergebnisse der beiden Testläufe unterscheiden sich jedoch nur minimal bzw. sind gleich.

**Die GTX 1060 Strix OC 6G von Asus wurde nicht noch einmal mit den GeForce-Treibern 388.13, die Tests mit den anderen Geforce-Karten zeigten keinerlei Leistungsunterschiede zwischen der Treiberversionen 384.94 und 388.13.

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