Samsung produziert mehr DRAM-Speicher

Der Preis für DRAM-Chips stieg in den vergangenen Monaten kontinuierlich, weil die Hersteller die Produktion begrenzten und teilweise lukrativeren Festspeicher bevorzugten, der allem Anschein nach höhere Margen versprach. Nach Information von ETNews wird Samsung an zwei seiner Standardorte die Produktion von 2D-NAND-Speicher auf DRAM-Speicherchips umstellen. Die Umrüstung der Fertigungsanlagen soll bereits Anfang Oktober begonnen worden sein, mit dem Start der Serienfertigung wird Anfang 2018 gerechnet. Insgesamt sollen im kommenden Jahr 60.000 zusätzliche Module gefertigt werden.

Mit der Umstellung der Fertigung scheint Samsung nicht nur die langsam aus der Mode kommende 2D-NAND-Fertigung auslaufen lassen, sondern auch Entwicklungen der Konkurrenten vorgreifen zu wollen. Denn auch SK Hynix hat mit dem Bau einer neuen Produktionsstätte im chinesischen Wuxi begonnen, die für die Fertigung von DRAM-Chips vorgesehen ist. Allerdings wird diese den Betrieb erst Ende des nächsten Jahres aufnehmen.

Samsung gibt sich zuversichtlich auch dann noch Gewinne erzeilen zu können, wenn ein Überangebot an DRAM-Chips entstehen sollte, weil auf moderner, kostengünstigere Herstellungsverfahren gesetzt wird. Allerdings sollten sich die Endkunden nicht zu früh freuen: Dass es tatsächlich zu signifikanten Preissenkungen kommt ist mehr als fraglich, da in den vergangenen Monaten ist auch der Bedarf an DRAM-Chips kontinuierlich gewachsen.

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