Monat: August 2017

Mit seinen Threadripper-Prozessoren liefert AMD Mehrkern-Chips, die auf der Zen-Architektur basieren und leistungstechnisch noch etwas mehr bieten als die Ryzen-7-Modelle, auch wenn das kleinste Threadripper-Modell dem Ryzen 7 1800X zumindest auf dem Papier recht ähnlich ist, denn auch der nun auch hierzulande zur Verfügung stehende Ryzen Threadripper 1900X Ryzen Threadripper 1900X bietet acht physische CPU-Kerne, die dank der SMT-Technologie jeweils zwei Threads parallel ausführen können.

Ryzen Threadripper 1950X Ryzen Threadripper 1920X Ryzen Threadripper 1900X Ryzen 7 1800X
CPU-Kerne (Treads) 16 (32) 12 (24) 8 (16) 8 (16)
Taktraten Basis/Turbo 3,4/4,0 GHz 3,5/4,0 GHz 3,8/4,0 GHz 3,6/4,0 GHz
Preis 999 $ 799 $ 549 $ 499 $

Dennoch bietet der Prozessor laut AMD im Vergleich zum 1800X noch ein paar Leistungspunkte mehr. Bei gewichtigen Arbeitslasten soll der Vorsprung bei rund zehn Prozent liegen.

Gamer können sich den Aufpreis jedoch getrost sparen – bei Spielen sind die Leistungsunterschiede zwischen den beiden Modellen marginal.

Deutlicher sind die Unterschiede dagegen, wenn der stärkste auf den schwächsten Threadripper trifft: Der 1950X bietet bei hohen Arbeitsslasten einen Leistungsvorteil von 60 bis 70 Prozent.

Notebook- und Tablet-Entwickler stehen aktuell vor der Quadratur des Kreises. Zum einen wünschen sich Nutzer immer mehr Leistung, zum anderen sollen die potenten Prozessoren in Gehäusen verbaut werden, die mit schlanken Formen beeindrucken. Außerdem soll möglichst auf aktive Lüfter verzichtet werden. Damit die Chips nicht zu schnell heruntertakten, sind neue Kühllösungen gefragt: Auf der IFA hat Acer die Liquid-Loop-Kühlung vorgestellt, ein in sich geschlossener Kühlkreislauf, der sich auch für den Einsatz in 2in1-Tablets eignet und um eine zweite Kühlschleife (Dual Liquid Loop) erweitert werden kann.

Die Leistungsfähigkeit dieser Kühllösung demonstriert Acer mit seinem neuen Switch 7 Black Edition: Das Tablet bietet einen Bildschirm mit einer Diagonale von 13,5 Zoll, der eine Auflösung von 2.256 x 1.504 Pixeln leistet. Dahinter verbaut der Hersteller Intels Core-i7-Prozessoren der achten Generation, die auf einen 16 Gigabyte großen Arbeitsspeicher zugreifen können. Zudem wird in Form der Nvidia MX 150 eine dezidierte Grafikkarte, die auf der Pascal-GPU GP108 basiert und mit 384 CUDA-Kernen sowie 16 ROPs aufwartet – und damit deutlich mehr Leistung bieten dürfte als die ansonsten üblichen Intel-GPUs. Sie wird standardmäßig mit 1468 MHz getaktet und erreicht im Turbo-Modus eine Geschwindigkeit von 1532 MHz, außerdem bringt sie einen zwei Gigabyte großen VRAM mit. Dank der Liquid-Loop-Kühlung kann trotz der vergleichsweise potenten Hardware vollständig auf eine aktive Kühlung in Form von Lüftern verzichtet werden.

Auch darüber hinaus glänzt das Acer-2in1 mit einer gelungenen Ausstattung. So steht für das Speichern von Daten eine SSD mit einer Speicherkapazität von 512 Gigabyte zur Verfügung. Und als alternative Eingabemöglichkeit wird ein digitaler Stift mitgeliefert, der 4096 Druckstufen erkennt. Interessenten mpssen einen Kaufpreis von 1999 Euro einplanen – manch einer mag da eher zu einem günstigeren Tablet und einem leistungsfähigen Desktop greifen.

Aus der AMD Radeon RX Vega 56 lässt sich allem Anschein nach durch einen einfachen Kniff die Leistung steigern: Ein Nutzer des Chiphell-Forums hat auf der kleineren Karte der Serie das BIOS der größeren Variante installiert – vermutlich in der Hoffnung sämtliche auf der GPU zur Verfügung stehenden Shader freizuschalten. Diese Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Auch nach der Installation bot die Vega 56 wie zuvor 3584 Shader, die RX Vega 64 stellt 4096 zur Verfügung. Allerdings zeigen Benchmarks vonVideoCardz, dass die Änderung nicht gänzlich umsonst war: Die Karte bot nun eine um rund fünf Prozent höhere Leistung.

Allerdings ist von einem Nachahmen abzuraten, denn mit diesem Umbau sind durchaus Risiken verbunden. So wird bei der Vega 64 HBM2-Speicher verbaut, der von Smasung gefertigt wird, während der Grafikspeicher der kleineren RX Vega 56 von SK Hynix stammt. Zudem kann die Leistungssteigerung auch auf einem anderen Weg erreicht werden: Es reicht bereits das Power Target in den Einstelllungen zu erhöhen.

Eine wirkliche Ükberraschung war die Vorstellung des LG V30 nicht: Bereits seit Wochen veröffentlichte der Hersteller immer wieder Details rund um sein neues Highend-Flaggschiff, das zumindest auf den ersten Blick an eine “Plus”-Variante des LG G6 erinnert, das im Februar auf dem MWC präsentiert wurde.

Wie bei diesem auch setzt der Hersteller beim V30 auf einen Bildschirm, der nahezu die gesamte Vorderseite einnimmt, allerdings mit einer etwas größeren Bildschrimdiagonale von sechs Zoll aufwartet. Beim Seitenverhältnis des OLED-Panels wird ebenfalls auf das 18:9 – oder einfacher ausgedrückt – auf das 2:1-Format gesetzt.

Als Prozessor setzt LG beim V30 auf den Snapdragon 835, Qualcomms derzeit schnellstes SoC für den Einsatz in Mobilgeräten, das mit acht CPU-Kernen aufwartet, die auf der Kryo-280-Architektur basieren und bis zu 2,45 GHz schnell werden, außerdem ist die Adreno-540-GPU sowie das LTE-Modem X16 an Bord. Für den Netzwerkverkehr wird außerdem ein WLAN-Modul integriert, das den ac-Standard beherrscht, darüber hinaus sind Bluetooth 5.0 und ein NFC-Chip Teil des Gesamtpakets.

Dem SoC steht ein vier Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite. Daten können auf einem 64 Gigabyte großen Speicherplatz untergebracht werden, bei der Plus-Variante ist dieser mit 128 Gigabyte dimensioniert. Für Fotos und Videos setzt LG auf eine Dualkamera, deren zwei Linsen Auflösungen von 16 bzw. 13 Megapixeln bewerkstelligen, wobei der zusätzliche Sensor in erster Linie für Weitwinkelaufnahmen genutzt werden soll. Auch die Lichtempfindlichkeit ist hoch: Die Blendwerte werden an dieser Stelle mit f/1,6 bzw. f/1,9 angegeben. Für Selfies steht an der Front ein 5-MP-Sensor bereit. Abgerundet wird das Phablet an dieser Stelle mit Lautsprechern, die aus der Entwicklung des Spezialisten Bang & Olufsen stammen.

Die Hardware wird in einem Gehäuse verpackt, das – wie beim LG G6 – mit einem Metallrahmen aufwartet. Die Rückseite besteht wie die Vorderseite auch aus Gorilla Glass 5. Der Hersteller verspricht dennoch eine hohe Haltbarkeit und hat das Smartphone nach den Standards IP68 und MIL-STD-810 zertifizieren lassen, die Schutz vor Wassereinbruch und Staub garantieren sollen. Außerdem verbaut der Hersteller einen Akku mit einer Kapazität von 3300 mAh, der auch kabellos geladen werden kann. Und selbst an dieser Stelle soll die Ladegeschwindigkeit hoch sein: Innerhalb von 55 Minuten soll der leere Energiespeicher zur Hälfte befüllt werden.

Beim Betriebssystem installiert LG mit Android 7.1.2 eine aktuelle Version, manch Nutzer hätte sich jedoch sicherlich schon Android 8 gewünscht, das erst in den kommenden Wochen per Update nachgeliefert werden dürfte. Zudem kommt die Hersteller-eigene UX6.0-Oberfläche zum Einsatz, die unter anderem einen Abwandlung des zuvor bei der Serie verbauten, zweiten Bildschirms mitbringt: Verzichtet wird auf ein festes zweites Display, stattdessen gibt es eine Menüleiste, die aus der Seite herausgezogen und parallel mit geöffneten Anwendungen genutzt werden. Daneben wird die Verbundenheit zu Google demonstriert. Das Smartphone bietet eine Spracherkennung und unterstützt Googles Assistant. Mobile Spieler können zudem auf Googles Daydream-Plattform zurückgreifen um in die Virtuelle Realität abzutauchen.

Ebay: Saturn bietet 10 Prozent Rabatt

Saturn nutzt nicht nur seine Filialen sowie seinen Online-Shop für den Verkauf von Produkten, sondern setzt auch auf Ebay als Verkaufsplattform. Und auf dieser will der Händler nun seine Umsätze durch eine Rabattaktion steigern: Käufer können sich mit Hilfe des Gutschein-Codes PSATURNOUTLET einen Preisnachlass von zehn Prozent bis zu einer Höhe von 100 Euro sichern.

Der Gutscheincode kann von einer Person bei fünf Einkäufen genutzt werden, außerdem muss ein Paypal-Account vorhanden sein. Die Aktion endet am 13. September 2017.

Mit dem EK-Supremacy EVO Threadripper Edition erreichte uns ein Klotz von einem Wasserblock, passend zu AMDs Sockel TR4 (SP3) inklusive Mounting-Plate und vormontierten Schrauben. Auch wenn der Hersteller damit eher eine Nische abdeckt – interessant ist dieses Produkt schon.

Beim Launch des Ryzen Threadripper waren wir noch auf einem mittels Brackets nachträglich angepassten Wasserblock und eine ebenfalls nachträglich kompatibel gemachte All-in-One Kompaktwasserkühlung angewiesen, jetzt aber gibt es endlich den ultimativen Kühl-Knaller. Nun ja. hoffentlich.

Der Lieferumfang des Kühlers umfasst den Kühler samt Montagesystem, ein Handbuch und eine Tube Wärmeleitpaste. Mehr braucht man ja auch nicht. Die Explosionsgrafik zeigt den Aufbau des Kühlers, der sich bis auf die vergrößerte Cold-Plate und die größeren Gesamtabmessungen nicht von den bekannten Supremacy EVO unterscheidet.

Wir nutzen die Version mit Acrylabdeckung, was uns generell besser gefällt, da man so auch schneller auf mögliche Verunreinigungen im System aufmerksam wird. Da AMDs Sockel in Bezug auf die Schraubgewinde asymmetrisch gestaltet ist, wird man nicht umhinkommen und den Block auseinanderschrauben müssen, wenn man Ein- und Auslass an der Kühleroberseite drehen möchte. Ein passender Innensechskant lag leider nicht bei, sollte aber in jedem gutsortierten Bastlerwerkzeug zu finden sein.

Ein genaueres Bild erhalten wir beim Draufblick, wenn man den Block einmal offen in den Sockel einsetzt. Da das Ganze als Einsatz quadratisch bleibt, kann man die Geschichte beliebig neu ausrichten. Wir haben den Block in zwei Positionierungen getestet und im Ergebnis keine Performance-Unterschiede messen können. Passt also.

Die insgesamt 49 kleinen Finnen ergeben eine Menge an Mikrokanälen, die die Oberfläche zusätzlich vergrößern. Der gesamte Kühlerinnenaufbau ist sauber und ordentlich vernickelt.

Für einen möglichst einfachen Einsatz in unserem Testsystem und den schnellen Wechsel nutze wir wieder Schnellverschlüsse und zur Sicherheit auch einen Satz Filter – wie immer.

Inbetriebnahme und technische Daten

Die neue Test-Methodik haben wir im Grundlagenartikel “So testen wir Grafikkarten, Stand Februar 2017” ja bereits sehr ausführlich beschrieben und so verweisen wir deshalb der Einfachheit halber jetzt nur noch auf diese detaillierte Schilderung. Wer also alles noch einmal ganz genau nachlesen möchte, ist dazu gern eingeladen.

Abweichend ist in diesem Falle nur die Hardwarekonfiguration mit CPU, RAM, Mainboard, sowie die neue Kühlung, so dass die Zusammenfassung in Tabellenform schnell noch einen kurzen Überblick über das hier und heute verwendete System gibt:

Testsysteme und Messräume
Hardware:
AMD Ryzen Threadripper 1950X
Gigabyte X399 Gaming 7
4x 8 GB G.Skill TridentZ DDR4-3200
Nvidia Quadro P6000
1x 1 TByte Toshiba OCZ RD400 (M.2, System SSD)
2x 960 GByte Toshiba OCZ TR150 (Storage, Images)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (alle Updates)
Be Quiet Dark Power Pro 11, 850-Watt-Netzteil
Windows 10 Pro (Creators Update)
Kühlung:
Alphacool Eiszeit 2000 Chiller
Alphacool Eisblock XPX
EK-Supremacy EVO Threadripper Edition
Thermal Grizzly Kryonaut (für Kühlerwechsel)
Monitor: Eizo EV3237-BK
Gehäuse:
Microcool Banchetto 101 modified

Microsoft setzt große Hoffnungen auf die Mixed Reality und fassst darunter Anwendungen im Bereich der virtuellen wie auch der erweiterten Realität zusammen. Und so langsam zeigen erste Hersteller, wie sie sich die dazu passenden Brillen vorstellen. So hat Dell in dieser Woche ein entsprechendes HMD (Head Mounted Display) vorgestellt.

Zur IFA zieht nun auch Asus an dieser Stelle nach und präsentiert das Asus Windows Mixed Reality Headset. Auch wenn sich der Hersteller mit der Preisgabe technischer Daten zurückgehalten hat, unterscheiden sich die technischen Parameter kaum voneinander. Die beiden Displays, die im Inneren verbaut werden, leisten eine Auflösung von 1440 x 1440 Pixeln, gleichermaßen wird auf 6DoF-Tracking vertraut  – die Brille kann die Bewegungen des Nutzers in sechs Achsen nachvollziehen. Dazu werden interne Sensoren verwendet, ein externes System wie etwa bei der HTC Vive wird nicht benötigt. Auch zwei Kameras an der Front der Brille gehören zur Basisausstattung.

Der Preis soll bei 449 Euro liegen.

Samsung setzt bei der diesjährigen IFA vor allem auf das Thema Smart Home – die elektronischen Entwicklungen sollen sich stärker in den Alltag seiner Nutzer integrieren. Dazu präsentiert der Hersteller zuerst einen digitalen Bilderrahmen mit einer Größe von 43 Zoll, in dem nicht nur eigene Fotos und Bilder, sondern auch die Werke von einer Reihe von Museen angezeigt werden können.

Beim Q8F handelt es sich um einen LED-Fernseher mit 4K-Auflösung, der in 14 unterschiedlichen Modellen und Bildschirmgrößen von 55 und 65 Zoll angeboten wird. Abgesehen vom eigentlichen Fernseher stellt die Aufnahme und der Ständer eine Besonderheit dar, der als offener Standard zur Verfügung gestellt wird, sodass der Fuß sowie dessen Aufnahme von externen Gestalten entwickelt werden kann.

Für PC-Gamer setzt Samsung auf den QLED Gaming-Monitor, einen Bildschirm, der mit einer Diagonale von 45 Zoll aufwartet und dabei ein Seitenverhältnis von 32:9 bietet, sodass eine extreme Breite geboten wird, die einen zweiten Bildschirm überflüssig machen soll. Der Monitor bietet eine Auflösung von 1440p und leistet eine Bildwiederholrate von 144 Hz, die Reaktionszeit wird mit einer Millisekunde angegeben.

Ein großer Schwerpunkt bei der IFA stellt für Samsung traditionell das Thema Wearables dar: Die erste Galaxy Gear wurde in Berlin vorgestellt. Auch in diesem Jahr hat der Hersteller eine neue „Gear“ mitgebracht. Die Gear Sports soll allem Anschein nach dem Erfolg von Garim in diesem Bereich nach eifern. Neben den üblichen Überwachungsmöglichkeiten vom Herzschlag bis zur Kalorienzunahme bietet die intelligente Uhr eine größere Resistenz gegenüber ihrer Umwelt. Die unterstützt etwa Tauchgänge bis zu einer Wassertiefe von 15 Metern.

Die Gear Fit 2 Pro ist ein Update der bisherigen Variante und bietet nach wie vor ein OLED-Display und bietet wie die Gear Sport einen großen Umfang an Möglichkeiten zur Protokollierung sportlicher Aktivitäten – dank einer Partnerschaft mit Speedo können nun auch die Leistungen beim Schwimmen aufgezeichnet werden, wobei ebenfalls eine Wasserdichtheit bis zu 15 Metern gewährleistet wird.

Zu guter Letzt zeigt Samsung ein Bluetooth-Headset, das als Wearable ausgewiesen wird und vor allem damit überzeugen kann, dass zum Musikhören keine zwingende Kopplung an ein Mobilgerät erforderlich ist. Denn der Hersteller integriert einen vier Gigabyte großen Datenspeiche.

Beim Test eines neuen Wasserblocks für AMD’s Threadripper-Plattform (den Artikel werden wir morgen online stellen) sind wir eher per Zufall auf einen Fehler in AMDs Firmware gestoßen, dem wir natürlich sofort auf den Grund gegangen sind. Die nunmehr gemessenen Temperaturwerte lagen im Vergleich zum Launchartikel und einem vergleichbaren Wasserblock nämlich beim OC und einer identischen Package-Power von rund 325 Watt um bis zu 25 Kelvin für Tctl (die Rechenkerne) und sogar um bis zu 35 Kelvin für Tdie (also das Package) niedriger als noch beim Launch!

Das allein wäre noch nicht einmal dramatisch, da die Werte beim Betreiben der CPU im Werkstakt und rund 180 Watt Package-Power nunmehr in etwa auch dem entsprechen, was wir bei einem guten Wasserblock, einem Chiller und einem verlöteten IHS erwarten können. Noch beim Launch sprach ja AMD vom obligatorischen Offset von 20 Kelvin als Zugabe. Deshalb waren wir anfangs sogar froh, dass unsere Werte nun erst einmal etwas realistischer aussahen.

Doch spätestens beim Übertakten und einer Package-Power von 325 Watt waren wir reichlich sprachlos. Je höher die Leistungsaufnahme stieg, umso niedriger fielen die zurückgemeldeten Temperaturen aus! Waren es bei 180 Watt noch ca. 67°C für Tctl, sank der Wert bei rund 325 Watt dann auf 51 °C, was immerhin 16 Kelvin weniger wären. Das dies natürlich absurd ist, muss man nicht weiter diskutieren, zumal man diese Werte auch bei kurzeitig auftretenden, kleinen Lastspitzen im Idle ausgegeben bekommt.

Den gleichen Effekt verzeichnen wir bei Tdie, wobei die Rückmeldung von reichlich 24°C ins Reich der Illusionen gehört. Kritisch nur, dass auch das Wattman-Tool auf diesen extrem niedrigen Wert setzt und die Mainboards genau diesen Wert auch als Basis für die temperaturgeregelte Lüftersteuerung nutzen. Dies wiederum geht dann spätestens beim Übertakten grandios schief.

Natürlich haben wir erst einmal nach der Ursache geforscht und begaben uns auf Spurensuche. Um unsere Systeme als Fehlerquelle ausschließen zu können, haben wir deshalb aufwändig gegengetestet.

Neues, sauberes Windows-Image mit alten und später auch neuen Treibern? Fehlanzeige. Wechsel zwischen drei (!) Mainboards unterschiedlicher Hersteller (Asus, Gigabyte, ASRock) und jeweils aktuellstem BIOS? Auch wieder nichts. Das Zurückflashen vom aktuellen BIOS 0503 auf das alte 0304 vom Launchtag auf dem Asus X399 ROG Zenith brachte dann plötzlich wieder die alten Temperaturwerte, allerdings auch die bekannten Stabilitätsprobleme.

Wir vermuten als Fehlerursache somit den Agesa Code 1003 Patch 4, der die errechneten Temperaturwerte nunmehr völlig fehlerhaft ausgibt. Was beim Werkstakt noch einigermaßen plausibel aussieht, ist beim OC dann schlichtweg falsch. Wir sehen hier zudem eine echte Gefahr für die Stabilität, wenn die Leistungsaufnahme steigt, aber die Rückgabewerte sinken und z.B. die Lüfterkurven, die auf diesen Rechenwerten basieren, als Folge viel zu stark reduziert werden.

Ein Gegentest mit einer deutlich schwächeren AiO und etwas OC führte nämlich zu signifikant niedrigeren Lüfterdrehzahlen, wenn man diese PWM-gesteuert vom Mainboard regeln lässt. Die Folge war ein thermischer GAU. Über einen Luftkühler muss man dann erst recht nicht mehr nachdenken.

Wir haben AMD über diese Messungen bereits informiert, warten jedoch noch auf eine Stellungnahme oder ein neues BIOS. Spätestens dann werden wir natürlich einen Nachtest machen und wieder berichten. Vorher jedoch empfehlen wir, die Lüfter bei Boards mit den aktuellen BIOS-Versionen entweder manuell zu steuern bzw. die Drehzahlen (auch am Mainboard) fest einzustellen.

Bei seinen Desktop-Prozessoren setzt Intel mit der neuen Coffee-Lake-Prozessoren verstärkt auf sechs CPU-Kerne, ein Konzept, das auch bei Notebook-Prozessoren künftig stärker zum Tragen kommen könnte: Im Geekbench ist ein als Coffee Lake-H titulierter Prozessor aufgetaucht, der über sechs physische und zwölf logische CPU-Kerne verfügt, die standardmäßig mit einem Takt von 2,6 GHz zu Werke gehen. Damit untercheidet sich der Chip deutlich von den Kaby-Lake-Refresh-Modellen, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurden.

Die in dem BEnchmark erreichten Ergebnisse hinterlasssen jedoch einen zwiespältigen Einsdruck: 4013 Punkte sind im Singlle-Thread-Modus nichts besonderes, was vermutlich auch an der vergleichsweise niedrigen Taktfrequenz liegt. Im Gegensatz dazu wird im Multi-Thread-Testlauf fast die 20.000-Punkte-Schwelle übersprungen, was auch eine gute PErformance beim Gaming hoffen lässt.

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