Monat: Mai 2017

Nvidia versucht sich gegenüber AMD erneut mit einem kleinen Spiele-Bundle einen Vorteil zu verschaffen: Der Hersteller nimmt die vom 2. bis 4. Juni stattfindenden Rocket League Championchips als Anlass um das von Psyionx entwickelte Spiel als Rabatt beim Kauf einer Geforce-Karte in Form eines Download-Codes mitzugeben.

Dabei zielt der Hersteller diesmal auf Interessenten einer Karte im Einsteiger- und Mittelklassebereich ab, denn das Angebot wird auf die Geforce GTX 1060, einer GTX 1050 Ti und die GTX 1050 begrenzt. Gleichermaßen können sich Käufer der neuen Nvidia-Battlebox oder eines entsprechend ausgestatteten Gaming-PCs oder Notebooks freuen.

Die jeweiligen Gutscheine müssen bis zum 31. Juli 2017 eingelöst werden.

Auf der Computex präsentierenAMD und Intel neue Highend-Chips – und Corsair zeigt die dazu passenden Gehäuse und Kühllösungen. Dies gilt insbesondere für das Concept Slate, das gleich zwei Wasserkühlungen aufnehmen kann und damit den Aufbau von Dual-Sytemen ermöglicht. Es handelt sich aber nicht um eine nur auf Funktion getrimmte Blechkiste: Seitenwände aus gehärtetem Rauchglas geben den Blick auf den Innenraum frei, der mit beleuchteten Lüftern usw. optisch aufgewertet werden kann, wobei auch die Beleuchtungssteuerung bereits zum Lieferumfang gehört.

Das Concept Curve ist eigentlich ein alter Bekannter in Corsairs Gehäuse-Angebot, denn es handelt sich im Prinzip um das Graphite 780T, bei dem nun jedoch auf Kohlefaser- und Glasoberflächen gesetzt wird. Um der optischen Erscheinung weiteren Schwung zu verleihen, wird auf orangefarbige Farbakzente sowie neue RGB-Lüfter gesetzt.

Daneben präsentiert der Hersteller mit Sync It eine Möglichkeit wie die Beleuchtung im Gehäuse etwa vom Arbeitsspeicher, CPU-Kühler, Lüftern und Mainboard, aber auch mit der angeschlossenen Peripherie, etwa Tastaturen, Mäuse, Headsets usw. in Einklang gebracht werden können. Voraussetzung ist natürlich, dass diese Komponenten von Corsair stammen; Mainboards werden von MSI unterstützt.

Auf der Computex hat Intel mit der Core-i9-Serie seine neusten Highend-Chips für den Hausgebrauch präsentiert und auch zu seiner künftigen Architektur – Coffee Lake – weitere Details zu der zu erwartenden Leistungssteigerung verraten. Demnach soll die Performance der kommenden Chips, die nach wie vor in einer Strukturbreite von 14 Nanometern – allerdings einem nochmals optimierten Prozess (14nm++ statt 14nm+) – gefertigt werden, um 30 Prozent im Vergleich zu den aktuellen Kaby-Lake-Pendants steigen.

Für die Tests griff der Hersteller auf den Sysmark 2014 zurück und nutzte einen Core i7-7500U als Referenz, der zwei physische Kerne mitbringt, die eine Geschwindigkeit von bis zu 3,5 GHz leisten und die HyperThreading-Technologie unterstützen. Das Coffee-Lake-Gegenüber wurde anhand der TDP ausgewählt, die ebenfalls 15 Watt beträgt – hinsichtlich des Aufbaus besitzt das neue Modell (dessen Name natürlich noch nicht verraten wurde) jedoch entscheidende Vorteile: Es soll sich hierbei um einen Quadcore-Prozessor handeln, der dank HyperThreading über insgesamt acht logische Kerne verfügt.Zudem ist er mit 4,0 GHz höher getaktet.

Unterm Strich ergibt sich eine Leistungssteigerung von etwa 15 Prozent, wenn die beiden Chips bei identischen Eigenschaften und Taktfrequenzen verglichen werden.

8th Gen Core i7 7th Gen Core i7-7500U
Cores/Threads 4/8 2/4
TDP 15W 15W
Turbo (GHz) 4.0 3.5
Base (GHz) 2.7
Memory 2x4GB DDR4-2400 2x4GB DDR4-2133
Storage Intel SSD Intel SSD

Ende vergangenen Jahres verkündeten Microsoft und Qualcomm eine Kooperation: Die Softwareschmiede erklärte, das Windows 10 in Zukunft auch mit Systemen genutzt werden kann, die einen Snapdragon 835 als Prozessor nutzen. Damit die klassische, für x86-Chips entwickelte Software verwendet werden kann, versprachen die Redmonder eine Emulation in ihr Betriebssystem zu integrieren. Nach Meldungen, dass sich bei großen OEM-Herstellern nur ein geringes Interesse an der Entwicklung entsprechender Systeme abzeichnet, scheint nun doch Bewegung in die Geschichte zu kommen.

Im Rahmen der Computex zeigt Qualcomm seine Mobile-PC-Plattform, die mit dem 10-Nanometer-SoC bestückt wird, das aus acht CPU-Kernen besteht, die auf der hauseigenen Kyro-280-Arcitektur basieren und eine Adreno-540-GPU mitbringt, die ebenfalls aus der eigenen Entwicklung stammt. Außerdem ist das X16-LTE-Modem an Bord. Das SoC, das ohne eine aktive Kühlung auskommt, soll eine Performance bieten, die etwa auf Intel Core i3 liegt.

Erste Mobilrechner mit dem Snapdragon 835 sollen von Asus, HP und Lenovo kommen. Weitere Informationen – etwa zur Beschaffenheit der Systeme, Preisen oder der Verfügbarkeit – wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Die wohl am meisten erwartete Ankündigung ist die zu AMD’s Vega GPUs, deren Launchdatum nun endlich feststeht. Zuerst wird jedoch statt der RX Vega die Frontier-Edition gelauncht, die vor allem auf professionellen Markt der Contentproduzenten und der Industrieanwendungen zielt. Am 27.06.2017 ist es dann endlich soweit.

Und Vega für den Consumerbereich? Der Launch soll im Rahmen der SIGGRAPH 2017 erfolgen, die vom 30. Juli bis 3. August 2017 in Los Angeles (Kalifornien) stattfindet. Wir dürfen also gespannt sein, was auch physikalisch in unserem Testlabor ankommt.

Doch auch AMDs neueste CPU-Enthusiasten-Plattform wird erst einmal konkreter, auch wenn kein wirklich exaktes Launchdatum für einen physikalischen Launch genannt wurde. Immerhin toppt man Intel (X299) numerisch mit der neuen Hardware-Basis und nennt die neuen Chipsätze einfach X399.

Auch das lange Warten auf die mobilen Ableger hat sich ausgezahlt. Mit Ryzen Mobile werden die Normalanwender bereits in der zweiten Jahreshälfte beglückt, während der komerzielle Anwender noch bis Anfang 2018 warten muss. Auch für Ryzen Mobile zeigt AMD erste Engineering-Samples einer 2-in-1-Notebooklösung.

Ab 20 Juni 2017 gibt es dann auch noch mit Epyc den neuen Rundumschlag im Server-Segment, womit sich AMD insgesamt in allen Bereichen in diesem Jahr neu aufstellen kann. Die Kunden wird es freuen, die Analysten hoffentlich auch.

Die komplette Pressekonferenz gibt es dann später noch als Photo-Story im Schnelldurchlauf…

Im Jahre 2003 hob Andy Rubin Android aus der Taufe und verkaufte das Betriebssystem bereits zwei Jahre später an Google. Nach langen Jahren bei der Softwareschmiede hat sich der vormalige Software-Entwickler wieder selbstständig gemacht und geht mit seinem neuen Unternehmen – Essential – unter die Smartphone-Fabrikanten.

Das PH1 ist ein Highend-Bolide, der es mit den aktuellen Flaggschiffen von LG, HTC, Samsung & Co. aufnehmen können soll: Das 5,7 Zoll große Display mit einer Auflösung von 2560 x 1312 Pixeln bedeckt mit seinem Seitenverhältnis von 19:10 große Teile des Bildschirms. Dahinter sitzt Qualcomms derzeit leistungsstärkstes SoC, das Snapdragon 835, das auf einen vier Gigabte großen RAM zugreifen kann. Für das Speichern von Daten wird ein Volumen von 128 Gigabyte geboten, allerdings fehlt die Möglichkeit einer Speichererweiterung mit Hilfe einer microSD-Karte.

Bei der Kamera haben sich die Essential-Entwickler allem Anschein nach Huawei zum Vorbild genommen, denn auch wird eine Dualkamera verbaut die zum einen ein monochromes Schwarzweiß- und zum anderen ein RGB-Bild mit den nötigen Farbinformationen aufzeichnet und zu einer Aufnahme zusammenführt. An der Front steckt ein Acht-Megapixel-Sensor.

Eine kleine Besonderheit gegenüber der Konkurrenz ist die optional erhältliche 360°-Kamera, die an der Rückseite des Smartphones angesteckt werden kann. Sie besitzt zwei Zwölf-Megapixel-Linsen die von einem Qualcomm-8053-Chip gesteuert werden und jeweils einen Blickwinkel von 210° abdecken und damit Rund-um-Aufnahmen mit einer Auflösung von 3840 x 1920 Pixeln aufzeichnen.

Wenig überraschend ist die hochwertige Schnittstellenausstattung: WLAN nach ac-Standard und schnelles LTE dank des Qualcomm-X12-Modems gehören genauso wie Bluetooth 5.0 zur Serienausstattung, für kabelgebundene Verbindungen steht eine USB-Typ-C-Buchse bereit, es ist jedoch unklar welcher Standard sich dahinter verbirgt. Mit ihm wird auch der 3040 mAh große Akku geladen.

Das PH1 soll 699 Dollar kosten, für die Kamera werden weitere 50 Dollar fällig.

Gaming-Notebooks tragen zumeist dick auf: Die schnellen Prozessoren und Grafikchips verlangen auch im Klappgehäuse nach einem breiten Luftstrom um sich der Abwärme zu entledigen. Um auch in dieser Leistungsklasse für schlanke Formen zu sorgen hat Nvidia auf der Computex einen neuen Design-Ansatz präsentiert, der als Max-Q bezeichnet wird und nicht nur schmalere, sondern auch leisere und schnellere Notebooks ermöglichen soll, die mit Nvidias Geforce GTX 1060, 1070 oder auch 1080 bestückt werden.

Als Ziel wurde ausgegeben, dass bei den neuen Klapprechner die Bauhöhe um das Dreifache sinkt, während die Performance um den gleichen Faktor steigt. Der Grafikspezialist gibt an, dass mit dem jetzigen Entwicklungsstand Notebooks möglich werden, die eine Bauhöhe von 1,8 Zentimetern besitzen und dennoch eine um 70 Prozent höhere Leistung bieten.

Dazu muss ein Grafikchip verwendet werden, der auf der aktuellen Pascal-Architektur basiert, denn im Wesentlichen sieht Max-Q vor, die sich bietenden Möglichkeiten zur Optimierung auszuschöpfen. Dies beginnt mit einer effizienteren Ausnutzung der Taktraten und reicht bis hin zu optimierten Treibern. Mit einem speziellen Whisper Mode soll das jeweilige Notebook wesentlich leiser sein als bisher, dazu werden Frameraten und Bildqualität automatisch angepasst, um einen möglichst geringen Energieverbrauch zu bewerkstelligen. Die Gerätehersteller müssen ihrerseits für verbesserte Kühllösungen sorgen. Zudem unterstützen mit dem Max-Q ausgezeichnete Gaming-Notebooks standardmäßig G-Sync und sind “VR-” wie auch “4K-ready”.  

Erste Max-Q-Notebooks sollen am 27. Juni auf den Markt kommen, wobei entsprechende Modelle unter anderem von Herstellern wie Acer, Alienware, Asus, Clevo, Gigabyte, HP, Lenovo, Maingear, MSI, Origin u.v.m. angekündigt wurden.

Die neuen Core i9 Prozessoren kursierten seit längerem durch die Gerüchteküche, nun hat Intel die neue Serie offiziell vorgestellt. Das Flaggschiff ist der auf der Skylake-X-Architektur basierende Core i9-7980XE, der über 18 physische CPU-Kerne verfügt und 36 Threads parallel abarbeiten kann. Mit dem i9–7960X wird die Serie zudem um einen 16-Kern-Prozessor erweitert, der i9-7940X hält noch 14 CPU-Kerne bereit. Auch diese beiden Chips unterstützen die HyperThreading-Technologie und erweitern somit die Mitte Mai geleakte Liste nach oben hin.

Die Antwort auf Threadripper

Mit technischen Details hielt sich Intel jedoch weitestgehend zurück. Unklar sind sowohl die Taktfrequenzen, als auch die zur Verfügung stehenden Cache-Größen und PCIe-Leitungen. Immerhin ließ der Hersteller beim Topmodell der Serie, dem 7980XE, durchblicken, dass die thermische Verlustleistung 165 Watt beträgt. Für die Kühlung des 2000 Euro teuren Prozessors empfiehlt der Hersteller eine hauseigene Wasserkühlung, die für 100 Dollar angeboten werden soll.

Die Chips unterstützen durch die Bank weg TurboBoost 3.0, eine Technologie, die es Windows erlaubt bestimmte Aufgaben an die zwei schnellsten Kerne weiterzuleiten. Darüber hinaus hat Intel den L1-Cache vervierfacht; er bietet nun eine Größe von einem Megabyte. Dafür wurde der L3-Cache verkleinert, der in eine effizientere Struktur überführt worden sein soll. Daneben wurde der L2-Cache optimiert.

Kein USB 3.1

Die Core-i9-Prozessoren nutzen mit dem R4 einen neuen Sockel. Gleiches gilt für den X299-Chipsatz, das ein DMI-3.0-Interface für die Anbindung bereitstellt. Außerdem bringt es acht SATA-3.0- und zehn USB-3.0-Ports zur Verfügung. Erstaunlicherweise fehlt USB 3.1. Außerdem verfügt der X299 über drei PCI-Express-x4-Leitungen, die für die Anbindung von Speicherlösungen gedacht sind, hinzukommen 30 weitere Leitungen für hohe Datendurchsätze.

Wozu Kaby Lake X?

Neben den Skylake-X-Prozessoren, zeigt Intel auch Kaby Lake-X, die sich eigentlich nur wenig von klassischen Kaby-Lake-Chips unterscheiden, allerdings nach einem LGA-2066-Sockel verlangen.

Mit Blick auf ihre Eigenschaften stellt sich die Frage, warum diese nicht dem bestehenden Angebot hinzugefügt wurden. Denn ihnen fehlen Details wie die TurboBoost-3.0-Technologie und mit ihrer geringen Anzahl von Kernen wirken sie auf den vergleichsweise preisintensiven Motherboards, mit dem passenden Sockel schlicht verloren. Intel ließ dazu wissen, dass an dieser Stelle der Wunsch bestand, einen vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis in die Bassin-Falls-Plattform zu bieten, um ein späteres Aufrüsten zu erleichtern.

Skylake X:

Core i7-7800X Core i7-7820X Core i9-7900X Core i9-7920X Core i9-7940X Core i9-7960X Core i9-7980XE
Architektur Skylake-X Skylake-X Skylake-X Skylake-X Skylake-X Skylake-X Skylake-X
Strukturbreite 14 nm 14 nm 14 nm
CPU-Kerne/ Threads 6/12 8/16 10/20 12/24 14/28 16/32 18/36
Taktfrequenz (GHz) 3,5 3,6 3,3 ? ? ? ?
Taktfrequenz TurboBoost 2.0 (GHz) 4,0 4,3 4,3 ? ? ? ?
Taktfrequenz  TurboBoost 3.0  (GHz) NA 4,5 4,5 ? ? ? ?
L3-Cache 8,25 11 13,75 ? ? ? ?
PCIe Lanes 28 28 44 ? ? ? ?
Speichertakt (max.) Quad Channel DDR4-2400 Quad Channel DDR4-2666 Quad Channel DDR4-2666 ? ? ? ?
TDP 140 W 140 W 140 W ? ? ? 165 W
Sockel 2066 2066 2066 2066 2066 2066 2066
Preis pro 1000 389 $ 599 $ 999 $ 1 199 $ 1 399 $ 1 699 $ 1 999 $

Kaby Lake X:

Core i5-7640X Core i7-7740X
Architektur Kaby Lake-X Kaby Lake-X
Strukturbreite 14 nm+ 14 nm+
CPU-Kerne/ Threads 4/4 4/8
Taktfrequenz (GHz) (GHz) 4,0 4,3
Taktfrequenz (GHz) TurboBoost 2.0 (GHz) 4,2 4,5
Taktfrequenz (GHz)TurboBoost 3.0  (GHz)
L3-Cache 6 8
PCIe Lanes 16 16
Speichertakt (max.) Dual Channel DDR4-2666 Dual Channel DDR4-2666
TDP 112 W 112 W
Sockel 2066 2066
Preis pro 1000 242 $ 339 $

Daily Deals bei Amazon

Bei den folgenden Produkten gilt: Sie sind nur so lange verfügbar, bis alle vorhandenen Exemplare verkauft sind. Den alten Preis vor der Rabattierung findet ihr zur Orientierung hinter dem jeweiligen Angebot. Für den neuen Aktionspreis müsst ihr leider den Link bemühen.  😉

Ab 6:20 Uhr

Ab 8:30 Uhr

Ab 9:30 Uhr

Das Katana (“Shinken”) als japanisches Langschwert ist, wie die Soundbar auch, definitiv keine zweischneidige Sache. Und würde man nur die Soundbar ohne den Subwoofer vor seinem geistigen Auge betrachten, dann ließe das schlanke, langgezogene Teil schon ein wenig Raum für dementsprechende Assoziationen. Die 299 Euro UVP sind natürlich erst einmal ein strammer Max, aber vielleicht stimmt ja auch der Gegenwert? Dann könnte man das ja durchaus auch vertreten. Womit wir uns nun auf Spurensuche begeben und das gute Stück einfach testen.

Wobei – getestet haben wir es in der Praxis ja bereits ausgiebig. Es kommen heute somit nur noch die verbale Zusammenfassung unseres Gebrauchserlebnisses und natürlich die dazugehörigen Messungen hinzu. Einschließlich der subjektiven Bewertung, versteht sich. Packen wir’s also an, bzw. aus. Beim Lieferumfang erwarten uns dann auch erst einmal keinerlei Geheimnisse. Soundbar, Subwoofer, Steckernetzteil, zwei Anschlusskabel (einschließlich USB-Anschlusskabels auf Typ A) und die unvermeidliche Scheckkartenfernbedienung – alles wie benötigt und gehabt.

Unboxing, Optik und Haptik

Die ca. 1,5 Kilo schwere Soundbar ist ca. 60 cm lang, sowie 6 cm hoch, knapp 8 cm tief und passt damit optisch zu (und unter) fast alle(n) Monitore(n) mit 27″ Bildschirmdiagonale oder mehr. Bei kleineren, einzeln aufgestellten Sichtgeräten würde es hingegen reichlich albern aussehen. Zwei Standfüße, die leider in der Praxis zeigen, dass sie viel zu klein ausgefallen sind, sollen die Soundbar über dem Monitorfuß platzieren können. Nun ja, wir hatten immer zwei neutral aussehende, selbst zugeschnittene schwarze Schaumgummiquader dabei. Erstens hebt dies die Soundbar sicher über jeden dicken Monitorfuß hinweg und außerdem entkoppelt es auch die Soundbar vom Schreibtisch.

Angenehm kühl fasst sich hingegen die Oberfläche aus gebürsteten Aluminium und dunkel lackiertem Lochmetall an, zumindest solange, wie es sich um Vorder-m Oberseite und die beiden Seitenteile handelt. Unten- und hintenrum ist die Katana rabenschwarz und langweilig. Aber da guckt ja auch keiner hin. Wer auf Lichterketten und bunte Weihnachtsbäume steht, dem wird die LED-Aur(or)a der Soundbar sicherlich einige nette Daseinsmomente bescheren. Aber irgendwann war es sogar uns einfach too much, was schon etwas heißen will.

Der mit seinen 13 cm eher schmale, 29,9 cm tiefe und 33,3 cm hohe, aus foliertem MDF-bestehende Subwoofer-Korpus mit dem seitlich positionierten 13-cm-Treiber und der frontal angebrachten Bassreflexöffnung, sieht schmächtiger aus als er es akustisch ist und wiegt mit seinen ca. 4 Kilo auch nicht die Welt. Doch dazu kommen wir gleich noch. Optisch und haptisch ist der Tieftonkasten jedenfalls eher Mittelmaß, doch auch das kann Vorteile haben, wenn einmal nichts blinkert und leuchtet. Doch zurück zur eigentlichen Technik und den Schallwandlern, denn Licht kann man nun mal nicht hören.

Technische Details

Die Soundbar selbst beherbergt die Verstärkereinheit, die aus insgesamt zwei Verstärkermodulen besteht. Der Verstärker-IC für die Stereo-Wiedergabe beinhaltet vier Class-D-Kanäle, die auf jeweils zwei Endstufen pro Kanal aufgeteilt wurden. Diese zwei Endstufen samt dazugehörigen Chassis werden getrennt für Mittel- und Hochton angesteuert, was der integrierte DSP über eine aktive Frequenzweiche sehr gut erledigt. Der weitere Verstärker dient allein für den passiven Subwoofer, dessen Signal ebenfalls über eine aktive Frequenzweiche abgetrennt wird. Somit sind es am Ende wirklich die fünf beworbenen Verstärkerkanäle, auch wenn man Auftrennungen mittels aktiver Frequenzweichen eigentlich nicht mitzählt.

Creative gibt eine Ausgangsleistung von 75 Watt (RMS) an, was natürlich ins Reich der Marketing-kompatiblem Maß- und Spaßeinheiten fällt. Wir messen bei vertretbarem Klirr primärseitig eine Leistungsaufnahme von ca. 37 bis 45 Watt, womit dann schon die wundersame Vermehrung herhalten müsste, um auf die ausgelobten 75 Watt zu kommen. Tut sie aber nicht. Die reine Sinusleistung sollte bei ca. 30 bis 35 Watt liegen, wobei allein ca. 20 Watt wohl auf den Subwoofer entfallen dürften. Das klingt natürlich in nackten Zahlen erst einmal deutlich weniger, ist aber immer noch laut genug, um mit missliebigen Nachbarn einen Kleinkrieg anzuzetteln.

Die Explosionszeichnung zeigt den schematischen Aufbau der Soundbar. Für den Mitteltonbereich ab ca. 125-150 Hz dient jeweils ein Treiber mit reichlich 6 cm Durchmesser an der Oberseite, für den Hochton steht in den abgewinkelten Ecken der Front noch ein 3,4-cm-Treiber pro Kanal zur Verfügung. Mittig platziert ist die komplette Platine mit Verstärker, DSP, DAC, Bedieneinheit und dem LED-Display für die Betriebsmodi, das hinter dem Lochgitter steckt und nur mit viel gutem Willen auch ablesbar ist. Function follows form war noch nie eine gute Idee, dann doch besser wieder klassisch andersherum.

Konnektivität, Anschlüsse und Bedienung

Neben dem unsichtbaren Eingang mit Bluetooth 4.2 (A2DP, AVRCP, NFC), dessen Nutzung durch manuelles Pairing oder NFC recht einfach ausfällt, findet man an der Rückseite noch die üblichen Audio-Eingange. Der 3,5-mm-Klinkeneingang ist üblicher Standard und auch empfindlich genug. Außerdem findet man einen optischen Eingang, sowie eine Mini-USB-Buchse für den Anschluss an den PC. Die Typ-A USB-Buchse dient zum optionalen Anschluss eines Speichermediums (USB-Flash-Drive), für das ein einfache Mediaplayer zur Verfügung steht.

Außerdem ließe sich noch ein Headset anschließen, sogar mit separatem Mikrofoneingang, womit die Soundbar sogar noch zur Freisprecheinrichtung würde, wenn man denn den fummeligen Anschluss auf der Rückseite jemals erreichen könnte. Was die Entwickler geritten hat, den Anschluss dermaßen in der Versenkung zu platzieren, kann hingegen nur gemutmaßt werden.

Die Bedienung und Bereichsumschaltung sind einfach und auch intuitiv zu bedienen, die Klangregelung ist es hingegen nicht wirklich. Das, was standardmäßig ab Werk dem Kunden quasi auf Ohr betoniert wird, ist allenfalls Mainstream und klanglich auf dem typischen Kevin-Klaus-Level. Bassbumbum und Zischklatschklirr, also viel schwingende Beckenarbeit und dumpfes Gestöhne, statt eines filigranen Soundstriptease. Doch es naht Hilfe in Form der freien Klangwahl ohne 5%-Hürde – immer vorausgesetzt man sitzt am PC. Doch echte Konsoleros und Couch-Potatos sind eh Leid gewöhnt, da passt das dann schon mit den verschiedenen Wählergruppen.

Am PC lässt sich mit der herunterladbaren Software (und nach einem notwendigen Firmwareupdate) dann die akustische Freiluftsaison eröffnen. Asiaten hatten es noch nie so dicke mit guten Voreinstellungen, so dass wir die Presets der Herren Li und Lu einfach links liegen lassen und uns was Rechtes selbst zusammenbasteln. Dieser kleine Mehraufwand wird sich auch lohnen, das sei schon mal vorab gespoilert. Sowohl subjektiv, bei der nun gleich folgenden Beschreibung unserer akustischen Befindlichkeiten, als auch den nackten Messkurven, die wir mit den Slidern von Erdnussbutter und super-curvy auf leckeres Standardmaß zurechtgestutzt haben. Gut, analytisch wird es damit auch noch nicht, aber man steigert das Lebensgefühl bereits ungemein.

Womit wir abschließend einfach mal das Licht ausmachen und den Vorhang zur Bühne heben. Jetzt wird nämlich erst einmal zugehört!

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