[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

Design & Verarbeitung

Mit Honor hat Huawei ein Marke etabliert, die Smartphones anbietet, die preislich unterhalb der Huawei-Smartphones angesiedelt sind. Hinsichtlich der Qualität soll der Nutzer jedoch keine Abstriche machen müssen.

Dies zeigt sich auch beim Honor 5C, das schon mit der Außenschale gefallen will. Denn eine wertig gefertigte Aluminium-Ummantelung mit Abmessungen von 14,7 x 7,4 x 0,8 Zentimetern gehört in dieser Klasse keinesfalls zum Standard, verleiht dem 5C aber hohe Stablilität. Das damit verbundene Gewicht von 156 Gramm ist in der Hand allerdings schon spürbar. Dank der abgerundeten Ecken liegt das Smartphone allerdings gut in der Hand.

Kernkomponenten

Der Prozessor im Inneren des Honor 5C stellt eine Ausnahme im Testfeld dar, denn der HiSilicon Kirin 650 entstammt aus der Huawei-eigenen Entwicklungsabteilung und wird folglich nicht von den Konkurrenten genutzt.

Damit können die Aufschläge gespart werden, die beim Einkauf von Chips eines externen Entwicklers fällig werden würden. Und diese Ersparnis gibt der Hersteller indirekt an seine Nutzer weiter, indem ein deutlich leistungsfähigeres SoC verbaut wird als bei der Konkurrenz üblich.

Display

Nicht nur beim Gehäuse, sondern auch beim Display zeigen sich die Ambitionen Huaweis: Das Panel des 5,2 Zoll großen Bildschirms mit einer Auflösung von 1920 x 1080 basiert auf der IPS-Technologie und bietet eine sehr ordentliche Farbdarstellung sowie gute Kontraste. Mit 387 cd/m² ist auch die durchschnittliche Helligkeit des Display-Panels gelungen, auch wenn der Maximalwert von 413 und der Minimalwert von 350 cd/m² schon recht weit auseinander liegen.

Sound

Die Tonwiedergabe ist durch eine starke Höhenlastigkeit gekennzeichnet, Tiefen sind kaum wahrzunehmen. Allerdings werden auch bei maximaler Lautstärke keine unschöne Kratzgeräusche, Verzerrungen oder ähnliches wahrgenommen, sondern ein sehr klares Klangbild präsentiert.

Diese Klarheit vermisst man beim Telefonieren, wenn die Freisprechmöglichkeit genutzt wird. Dann wird der Gesprächsanteil des Gegenübers leicht rauschig und verzerrt übertragen. Klassisch am Ohr ist die Qualität des Telefongespräch gut.

Kamera

Die Kamera hat sich zu einem der wichtigsten Ausstattungsmerkmale am Smartphone entwickelt. Dessen ist sich auch Huawei benutzt und verpasst dem Honor 5C Kameras, die auf der Rückseite mit 13 und an der Front mit acht Megapixeln auflösen.

Die Bilder der Hauptkamera überzeugen dabei nicht nur durch ihre Auflösung, sondern gefallen bei der Standardaufnahme auch hinsichtlich der Farben und Kontraste, lediglich die Helligkeit könnte etwas höher sein.

Beim Vergrößern neigen die Bildergebnisse zu digitalen Fehlern – an dieser Stelle wäre es besser gewesen, wenn die Software eher zu einem Weichzeichnen tendieren würde. Diese Eigenschaft stört gerade bei Videoaufnahmen – hier zerfällt das Motiv schnell in unschöne Pixel, wenn zu exzessiv mit der Vergrößerungsfunktion gespielt wird.

Huawei legt im Vergleich zu manchem Konkurrenten ein vergleichsweise hohes Augenmerk auf die Frontkamera. Dies gilt auch für das Honor 5C, das trotz seines verhältnismäßig günstigen Preises mit einem Acht-Megapixel-Sensor bestückt ist. Dieser sorgt für qualitativ wohlgeratene Selbstporträts mit einer guten Detailschärfe und hohen Kontrasten.

Software & Bedienung

Mit seiner EmotionUI-Oberfläche setzt Huawei – neben Samsung – auf eine der umfangreichsten Anpassungen des Google-Betriebssystems. Diese bekommt auch das Honor 5C verpasst, wobei ein aktuelles Android 6.0 als Unterbau dient.

Die vorgenommenen Veränderungen sind nicht nur optischer Natur, sondern konterkarieren manches Android-Konzept. Die Gestaltung der Oberfäche erinnert an Apples iOS, was nicht zuletzt durch den fehlenden App-Drawer unterstrichen wird.

Auch an anderer Stelle werden große Konkurrenten zum Vorbild genommen: Von Haus aus gibt es ein umfassendes App-Paket, das auch Gesundheitsdienste bis hin zum Schrittzähler enthält. Allerdings ist die Freude über so viel Zuwendung eine geteilte, denn wer gerne andere bzw. seine gewohnten Dienste verwenden will, kann darauf gut verzichten.

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