[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

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Design & Verarbeitung

Bei bq spielt der Endkundenpreis bei der Entwicklung eines Mobilgerätes sicherlich eine wichtige Rolle, allerdings nicht die entscheidende. Dies zeigt sich einmal mehr beim Aquaris U (Plus): Die Technik sitzt in einem wertig verarbeiteten Unibody-Gehäuse aus Aluminium, das mit einer Grundfläche von 14,4 x 7,1 Zentimetern sowie einer Bauhöhe von acht Millimetern und einem Gewicht von 142 Gramm unauffällig in der Hand liegt. Die abgerundeten Kanten sorgen darüber hinaus für einen guten Griff.

Einziger Kritikpunk sind die Ein-Aus-Taste und die Lautstärkewippe, die beide recht weit aus dem Gehäuse ragen. Trotz der angestrebten Alltagstauglichkeit wurden auch die optischen Aspekte nicht vollends außen vor gelassen. Die Gestaltung ist zwar zurückhaltend, aber durchaus schick.

Display

Beim Bildschirm greifen die Spanier auf ein HD-Panel zurück, das bauartbedingt nicht mit der überragenden Schärfe eines Full-HD-Displays mithalten kann. Der Bildeindruck wird zudem etwas durch die nicht ganz so knackigen Farben getrübt.

Die Bildschirmhelligkeit liegt mit durchschnittlich 323 cd/m² und Maximalwerten von 342 bzw. 292 cd/m² auf einem akzeptablen, wenn auch nicht gerade umwerfenden Niveau. Der Schwarzwert ist mit 0,18 recht solide geraten, was sich auch in einem guten Kontrastverhältnis von 1793:1 ausdrückt.

Sound

Die Mittel des auf der Rückseite integrierten Lautsprecher sind begrenzt; Tieftöne gehören definitiv nicht zu seinem Repertoire. Die Höhen sind stark übersteuert, selbst Mitteltöne dringen kaum durch. Immerhin ist der Klang klar, ohne Verzerrungen oder blechernen Nachhall. Zudem spart sich die Box Artefakte, die bei manchem Konkurrenten bei hoher Lautstärke auftauchen.

Beim Telefonieren macht das bq-Smartphone vor allem dann eine gute Figur, wenn es klassisch ans Ohr gehalten wird. Im Freisprechmodus mit dem Bord-eigenen Mikrofon und Lautsprecher wirkt der Gesprächspartner so, als spräche er mit etwas Abstand; das Gespräch wirkt zudem hallig und wird mit einem leichten Rauschen unterlegt.

Kernkomponenten

Mit einem Qualcomm Snapdragon 430 verbaut bq einen Prozessor der Snapdragon-400-Generation, der mit acht 1,4 GHz schnellen Cortex-A53-Kernen aufwartet. Außerdem bringt das SoC eine Adreno-505-GPU mit und kann auf einen zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zugreifen. Zum Lieferumfang des Qualcomm-Chips gehört überdies ein X6-LTE-Modem, das auf der Basis der vierten Kategorie arbeitet, sowie Bluetooth 4.1. In WLAN-Netzen wird der n-Standard unterstützt.

Kamera

In Sachen Kameratechnik zeigt sich das Aquaris U Plus modern. Bei der Hauptkamera setzt der Hersteller auf einen 16-MP-Sensor. Bei den Fotos macht sich das bezahlt: Die Aufnahmen bestechen mit kräftigen und natürlichen, aber nicht übersättigten Farben. Dazu trägt auch der gute Blendwert von f/2,0 bei.

Zudem gefällt die Leistung der Vergrößerungsfunktion: Die Kamerasoftware nimmt selbst bei voll ausgefahrenem Zoom noch brauchbare Bilder auf, auch wenn das Bild schon recht stark weich gezeichnet wird. Videos werden in Full-HD (1920 x 1080 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet. Die Qualität selbst ist dabei ähnlich gut wie bei den Fotoaufnahmen, was gleichrmaßen für den Zoom gilt.

An der Front des Aquaris U Plus arbeitet ein Fünf-MP-Senor – Klassendurchschnitt. Allerdings hat der Hersteller an dieser Stelle nicht die gleiche Sorgfalt walten lassen wie bei der Hauptkamera, denn die Aufnahmen leiden erheblich an Tiefenschärfe.

Software & Bedienung

Wie bei seinen bisherigen Aquaris-Modellen setzt bq auf eine Software-Installation, die sich nicht von dem Vanilla-ROM unterscheidet, das von Google bereitgestellt wird. Selbst ein Dateimanager, der selbst bei anderen puristischen Installationen noch zum Umfang gehört, fehlt bei dieser Version des Android-6.0-Betriebssystems. Das einzig zusätzliche Symbol auf dem Startbildschirm führt zu einem Angebot für eine Bildschirm-Versicherung.

Der Vorteil einer derart sauberen Installation liegt in der Freiheit des Nutzers, wirklich nur die gewünschten Apps und Dienste installieren zu können, ohne das mitgelieferte Bloatware unnötig den Speicher belastet. Der Purismus könnte sich allerdings noch an anderer Stelle bezahlt machen: Der Hersteller liefert anders als viele Konkurrenten im Niedrigpreissegment oft noch ein Update auf die nächste Android-Version nach.

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