[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

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Benchmark-Ergebnisse: System- & Browser-Performance

Googles Pixel XL ist sehr gut ausgestattet – auch was die Komponenten angeht, die für Rechenpower sorgen. Der Snapdragon 821 ist einer der aktuell schnellsten Mobilprozessoren überhaupt. Google betreibt ihn allerdings mit maximal 2,15 GHz und damit nicht an seiner vom Hersteller angegebenen Taktgrenze von 2,4 GHz. Die Gründe hierfür kennen wir nicht. Sie können mit der Akkulaufzeit ebenso gut zu tun haben wie mit dem Temperaturmanagement. Letztlich ist das auch zweitrangig, solange das Flaggschiff die geforderte Leistung bringt.

Im Sony Xperia XZ etwa ist der Snapdragon 820 verbaut, aus dem die Japaner nicht die volle Leistung holen. Schon beim Geekbench 4 zeigt sich: Das Google Pixel XL ist schnell, sehr schnell sogar. Der Single-Core-Test belegt aber auch: Da wäre mehr drin gewesen. Die hohe Auflösung sorgt allerdings dafür, dass sich das Google Pixel XL bei Onscreen-Tests hinter so manchem ähnlich ausgestatteten Konkurrenzmodell einreiht.

Aufgrund der geringeren Taktrate des SoCs gegenüber dem OnePlus 3 mit identischem Chip rechneten wir von vornherein nicht damit, dass das Lenovo Smartphone dem selbst ernannten Flagship-Killer bei der Performance gefährlich werden könnte. Die Vermutung bewahrheitet sich schon beim Blick auf die ersten Benchmark-Ergebnisse. Der Rückstand des Moto Z fällt aber relativ gering aus. Wird die Grafikkarte stärker beansprucht, “leidet” das Moto Z im Vergleich zum iPhone und zum OnePlus 3 unter seiner enorm hohen Auflösung – ebenso wie das S7 Edge von Samsung. Deutlich wird das vor allem bei anspruchsvollen Tests wie dem GFXBench 3.1.

Ausgestattet mit einem Qualcomm Snapdragon 820 und einer Adreno 530 zählt das Sony Xperia XZ zu den absoluten High-End-Smartphones und spielt – zumindest auf dem Papier – in einer Liga mit Flaggschiffen wie Samsung Galaxy S7 Edge und OnePlus 3. Ganz mithalten kann es mit der starken Konkurrenz aber nicht. Das mag am mit drei Gigabyte eher kleinen Arbeitsspeicher liegen oder Sony schafft es einfach nicht, das Maximum aus dem potenten SoC herauszuholen. Das belegen bereits die synthetischen Tests.

Google Pixel XL Lenovo Moto Z Sony Xperia XZ Huawei Mate 9 Lenovo Yoga Book YB1-X90F
Geekbench 4 single/multicore 1512/4120 Punkte 1472/3928 Punkte 1660/3792 Punkte 1945/5791 Punkte 1131/3144 Punkte
Antutu v6.2 138.710 Punkte 133.359 Punkte 126.559 Punkte 124.112 Punkte 81.361 Punkte
PCMark 4788 Punkte 5055 Punkte 6252 Punkte 4486 Punkte
3DMark – Ice Storm 25.579 Punkte 25.213 Punkte 22.190 Punkte 27.135 Punkte 19.078 Punkte
3DMark Sling Shot ES 3.0 3236 Punkte 3031 Punkte 2835 Punkte 2431 Punkte 1322 Punkte
3DMark Sling Shot ES 3.1 2351 Punkte 2114 Punkte 2191 Punkte 2226 Punkte 1024 Punkte
GFXBenchmark T-Rex – offscreen 91  fps 77 fps 78 fps 80  fps 34  fps
GFXBenchmark T-Rex – onscreen 55  fps 53 fps 58  fps 60  fps 30  fps
GFXBenchmark Manhattan 3.0 – offscreen 44  fps 41 fps 36  fps 34  fps 14  fps
GFXBenchmark Manhattan 3.0 – onscreen 28  fps 26 fps 36  fps 37  fps 13  fps
GFXBenchmark Manhattan 3.1 – offscreen 30  fps 27 fps 29  fps 24  fps 11  fps
GFXBenchmark Manhattan 3.1 – onscreen 16  fps 15 fps 31  fps 28  fps 10  fps
GFXBenchmark Manhattan 3.1.1 – offscreen 16  fps 16  fps DNF 6,2  fps
GFXBenchmark Car Chase 3.1 – offscreen 18  fps 19  fps DNF 6,7  fps
GFXBenchmark Car Chase 3.1 – onscreen 11  fps 20  fps DNF 8,5  fps

Googles Pixel XL bietet eine ansprechends Performance beim Web-Browsing, wobei auch hier das SoC wohl mehr leisten könnte. Nichtsdestotrotz können sich die Ergebnisse sehen lassen und in der Praxis fühlt sich das Pixel XL beim Surfen sehr schnell an.

Im direkten Vergleich mit diesen Werten können die Ergebnisse von Lenovos Moto Z am ehesten als durchwachsen bezeichnet werden; es arbeitet ebenfalls unterhalb dessen, was auf Basis des verbauten SoCs möglich sein könnte. In der Praxis fühlt sich das Moto Z beim Web-Browsing dennoch sehr flott an und spiegelt nicht den von den Benchmarks gewonnenen Eindruck wider.

Sonys Xperia Z weist in dieser Disziplin erneut leichte Schwächen auf: Die Ergebnisse gehen grundsätzlich in Ordnung, und auch der subjektive Eindruck enttäuscht nicht. Die starke CPU sollte aber zu mehr in der Lage sein. 5322 Punkte beim Google Octane v2 sind ebenso wenig berauschend wie der Score von 106 beim WebXPRT 2015 – schlechte Werte sind das jedoch keinesfalls. Andere holen nur mehr aus dem Potenzial des Prozessors heraus.

Google Pixel XL Lenovo Moto Z Sony Xperia XZ Huawei Mate 9 Lenovo Yoga Book YB1-X90F
Google Octane v2 9740  Punkte 7818 Punkte 5322 Punkte 11.509  Punkte 8540  Punkte
Jetstream 1.1 55,8  Punkte 39,4  Punkte 67,2  Punkte 45,4  Punkte
WebXPRT 2015 124  Punkte 113 Punkte 106  Punkte 152  Punkte 113  Punkte

Benchmark-Ergebnisse: Speicher-Performance

Google verbaut im Gegensatz zu Konkurrenten wie Huawei noch keinen UFS-Speicher. Das macht sich zumindest beim sequenziellen Betrieb bemerkbar: Hier hinkt das Google Pixel XL den Klassenbesten deutlich hinterher. Das gilt auch für Sonys Xperia XZ: Das Oberklassen-Smartphone liefert allenfalls eine durschnittliche Speicher-Performance ab. Bestnoten kann sich in dieser Disziplin das Moto Z von Lenovo holen: Von allen bislang getesteten Modellen verfügt es über den mit Abstand schnellsten internen Speicher.

Google Pixel XL Lenovo Moto Z Sony Xperia XZ Huawei Mate 9 Lenovo Yoga Book YB1-X90F
AndroBench (Sequential Read/Write) 264 / 83,2 MByte/s 441/169 MByte/s 268 / 135 MByte/s 581 / 142,8 MByte/s 143 / 80 MByte/s
AndroBench (Random Read/Write 4K) 23.336 / 3889 IOPS k.A. 18.166 / 2697 IOPS 24.107 / 2857 IOPS 5869 / 2857 IOPS

Benchmark-Ergebnisse: Akkulaufzeit

Google spendiert seinem Pixel XL einen 3450 mAh großen Akku und die Schnellladefunktion QuickCharge. Die sorgt dafür, dass das Smartphone bereits nach einer halben Stunde wieder zur Hälfte geladen ist. Trotz des großen Energievorrats kann das bei intensiver Nutzung auch schon mal während eines langen Arbeitstages nötig sein.

Denn während das Pixel XL unter Volllast beim GFXBenchmark Akkutest gute 221 Minuten durchhält, macht es beim praxisnahen PCMark Work 2.0 Battery Life bereits nach wenig mehr als sieben Stunden schlapp. Für sich genommen ist das ein ordentliches Ergebnis. Zieht man aber etwas das Huawei Mate 9 zum Vergleich heran, dürfte es ruhig etwas mehr an Laufzeit sein: Das Mate 9 hält immerhin gut zwei Stunden länger durch.

Mit 2900 mAh fällt die fest verbaute Batterie des Sony Xperia XZ im Klassenvergleich recht klein aus. Die logische Folge ist eine nur mittelmäßige Akkulaufzeit. Wir ermitteln das Durchhaltevermögen mit zwei entsprechenden Apps. Der praxisnahe PC Mark Work 2.0 Battery Life – die Helligkeit wird dabei auf 200 cd/m2 heruntergeregelt – ermittelt eine Laufzeit von 6:48 Stunden. Der grafiklastige GFXBenchmark Akkutest kommt bei voller Helligkeit auf 3:43 Stunden. Gleichzeitig offenbart der Test, ob ein Smartphone unter dauernder Volllast zum Throtteln neigt. Für das Sony Xperia XZ können wir das verneinen.

Keine direkten Vergleichswerte können wir für das Lenovo Moto Z bieten, da es als letztes Modell noch nach der alten Test-Prozedur getestet wurde. Hier zeigt sich allerdings, dass sich das extrem flache Gehäuse spätestens bei der Akkulaufzeit rächt. Lenovo bringt nur einen 2.600-mAh-Akku unter, sodass die Aussichten von vornherein nicht die besten sind. Mit 7:42 Stunden beim WLAN-Test (160 cd/m²) bleibt es weit hinter der Smartphone-Elite zurück. Zum Vergleich: Das OnePlus 3 hält ganze sechs Stunden länger durch. So wird es mit dem Moto Z am Ende eines langes Tages knapp mit dem Akku. Vielleicht lohnt sich die Anschaffung des Batterie-Packs?

Google Pixel XL Lenovo Moto Z Sony Xperia XZ Huawei Mate 9 Lenovo Yoga Book YB1-X90F
Akkugröße 3450 mAh 2600 mAh 2900 mAh 4000 mAh 8500 mAh
GFXBenchmark Akkutest (Leistung in Frames) 2856 k.A. 3259 2624 DNF
GFXBenchmark Akkutest (Zeit in Minuten) 220,6 k.A. 223,4 169,2 DNF
PCMark Work 2.0 Battery Life 07:09 h k.A. 06:48 h 09:15 h 06:55 h
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