[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

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Verarbeitung & Design

Alcatel-Smartphones galten lange als schlichte Plastikbomber. Doch spätestens mit der vergleichsweise hochwertigen Idol-Serie demonstrierte der Hersteller seine Ambitionen, sich auch mit schickeren Modellen einen Namen zu machen.

Auch dem unterhalb der Idol-Smartphones angesiedelten Shine Lite hat Alcatel eine schicke Schale verpasst: Bei Vorder- wie Rückseite wird auf Glas als Werkstoff gesetzt. Mit dem runden, rückseitig integrieren Fingerabdruckscanner werden endgültig höherwertige Modelle imitieriert.

Die Positionierung der Power-Taste oberhalb der Lautstärkewippe entspricht nicht dem Mainstream, lässt subjektiv jedoch keinen Nachteil erkennen. Die beiden Tasten könnten aber etwas mehr Feinschliff vertragen.

Dank der Abmessungen von 14,2 x 7,1 x 0,75 Zentimetern ist das Smartphone keine ausgesprochene Wuchtbrumme. Allerdings wirkt es in der Hand mächtiger, als es tatsächlich ist, denn das Gewicht von 156 Gramm ist für ein Fünf-Zoll-Modell schon recht üppig. Mit einem etwas geschmeidiger ausgeführten Rahmen ließe sich das Wohlgefühl zwar noch steigern, aber insgesamt hinterlässt das Shine Lite einen guten Eindruck und gefällt nicht zuletzt dank seiner guten Verarbeitung.

Display

Einfache HD-Displays gehören in der 200-Euro-Klasse zum Standard – da macht das Alcatel-Smartphone keine Ausnahme. Das IPS-Panel bietet eine Bildschirmdiagonale von fünf Zoll und eine Auflösung von 1280 x 720 Pixeln. Doch nicht nur aufgrund dieser Eigenschaften gehört es zu den eher einfacher gestrickten Vertretern der Klasse: Denn die Farben könnten ruhig etwas knackiger sein.

Bei der Bildschirmhelligkeit liefert das Shine Lite ebenfalls keine Spitzenwerte ab. Die durchschnittliche Leuchtdichte fällt mit 292 cd/m² und gemessenen Minimal- und Maximalwerten von 208 bzw. 270 cd/m² nicht gerade üppig aus. Der Schwarzwert von 0,4 cd/m² ist ebenfalls nur mittelprächtig, sodass das Kontrastverhältnis nur 730:1 beträgt.

Sound

Auch in Sachen Sound ist das Shine Lite nicht gerade ein Highlight. Erwartungsgemäß findet der Ton nur aus einer der beiden links und rechts neben der Micro-USB-Schnittstelle in der unteren Stirnseite angeordneten Lautsprechergitter den Weg nach außen. Die klangliche Qualität des Mono-Sounds kann nicht begeistern: Es produziert einen leicht blecherner Klangbrei rund um die Mitten herum, dem es völlig an Vielfalt fehlt, sodass alle Feinheiten untergehen.

Auch der Klang beim Telefonieren ist nicht besonders und am Ohr ist das Smartphone recht leise. Zudem wird die Verständlichkeit schnell beeinträchtigt, wenn der Lautsprecher nicht halbwegs genau getroffen wird. Auch bei der Freisprecheinrichtung ist der Ton recht leise, wirkt hallig und dadurch etwas “weiter weg”; die Verständlichkeit leidet in lauteren Umgebungen.

Kernkomponenten

Das Shine Lite gehört auch bei der Hardware zu den schmalbrüstigeren Vertretern seiner Klasse. Das Mediatek-SoC MT6737 – eine Version des MT6735 – verfügt über vier von Mediatek entwickelte Cortex-A53-CPU-Kerne, die mit 1,35 GHz takten. Vom Chipentwickler ARM stammt auch die Mali-T720-GPU.

Diese Kombination wird von einem zwei Gigabyte großen Arbeitsspeicher bei der Arbeit unterstützt – und sorgt nicht gerade für beeindruckende Leistungswerte. Schon Freunde von ambitionierteren Spielen bekommen das im Alltag durchaus zu spüren.

Kamera

Auf der Rückseite verbaut Alcatel eine Hauptkamera, die mit klassenüblichen 13 Megapixeln auflöst. Grundsätzlich lässt es sich mit der Kamera leben, ein echtes Alleinstellungsmerkmal ist sie jedoch nicht.

Sie bewerkstelligt eine ordentliche Farbdarstellung, Standardaufnahmen werden jedoch insbesondere in guten Lichtsituationen schnell zu dunkel. Der Zoom ist praktisch nicht verwendbar, denn schon bei zweifacher Vergrößerung wird das Bild stark von digitalen Artefakten geprägt; Aufnahmen mit maximaler Vergrößerung wirken wie im Photoshop mit einem Kunstfilter behandelt.

Dieser Bildeindruck wird grundsätzlich auch von den Videos bestätigt, die mit einer Auflösung von 1080p bei 30 fps aufgenommen werden. Zusätzlich stört jedoch, dass die Hardware bei den Aufnahmen an ihre Grenzen zu gelangen scheint. Bei den Aufnahmen sind deutlich minimale Ruckler und Verzögerungen zu bemerken.

Der Frontsensor gehört mit einer Auflösung von fünf Megapixeln nicht zu den leistungsstärksten Vertretern seiner Zunft, macht seine Sache dennoch ganz gut. Die Detailschärfe ist ordentlich, gleiches gilt für die Farbdarstellung. Allerdings sind die Aufnahmen etwas überbelichtet.

Software & Bedienung

Auch wenn es mittlerweile erste Smartphone mit Android 7.0 gibt, kann eine derartige Aktualität jenseits der Oberklasse derzeit noch nicht erwartet werden. Dementsprechend findet sich auf dem 16 Gigabyte großen Speicher eine Mashmellow-Installation, die standardmäßig mit einer eigenen Optik versehen wird. Funktional orientiert sich der Hersteller jedoch an den klassischen Google-Maßgaben.

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