[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

Inhaltsverzeichnis

<< >>

Alcatel Idol 4S

Wo hört die Mittelklasse auf und wo beginnt die Oberklasse? Diese Frage stellt sich explizit beim Alcatel Idol 4S. Denn das Smartphone besitzt ein Display mit einer sehr hohen Auflösung, die derzeit noch mehr als ungewöhnlich in der Mittelklasse ist.

Gleiches gilt für das sehr hochwertig verarbeitete Gehäuse und die gute Leistung bei der Klangwiedergabe.

Prozessor, Speicherausstattung und Kamera sind dagegen nicht Ungewöhnliches mehr und finden sich bei einer ganzen Reihe von Smartphones, die mit einem Preisschild von 300 Euro und mehr beklebt werden. Allerdings kann der verbaute Qualcomm Snapdragon 652 kaum noch übertroffen werden – schließlich stellt er eine Leistung bereit, die etwa der der letztjährigen Oberklasse entspricht.

Eine echte Besonderheit ist Lieferumfang des Idol 4S: Der neue Besitzer bekommt eine VR-Brille, die noch über dem Niveau eines Google-Cardboards oder anderer Günstig-Vertretern bei einschlägigen Online-Händlern liegt.

Asus Zenfone 3

Durchschnitt” wird zumeist negativ verstanden – doch das Zenfone 3 ist im besten Sinne durchschnittlich: Es leistet sich keine wirklichen Schwächen, bietet aber auch keine echten Alleinstellungsmerkmale.

Die optische Gestaltung orientiert sich an dem, was die Konkurrenten bereits vormachen. Beim Prozessor wird mit dem Snadragon 625 auf ein klassisches Mittelklasse-SoC gesetzt und eine 16-Megapixel-Kamera gehört in der oberen Mittelklasse mittlerweile auch zum guten Ton.

Abseits der klassischen Nennwerte wird gute Leistung fürs Geld geboten. Dies beginnt beim gut verarbeiteten Äußeren und dem nicht zu hohen Gewicht und gilt insbesondere für das Display, das mit einer vergleichsweise hohen Helligkeit, sehr guten Schwarzwerten und einem daraus resultierend ebenfalls sehr guten Kontrastverhältnis punkten kann.

Allerdings darf bei all dem nicht vergessen werden, dass der Listenpreis von 369 Euro nicht gerade gering ist und damit schon ein paar Erwartungen gestellt werden dürfen – zumal mancher Konkurrent für einen ähnlichen Preis einen schlankeren Schnitt, einen besseren Prozessor, eine duale Kamera oder weitere Peripherie bietet. Eine echte Empfehlung wird es damit erst, wenn der Preis runtergeht.

bq Aquaris X5 Plus

Das Aquarius X5 Plus versucht vor allem mit einem gelungenen Preis-Leistungs-Verhältnis zu punkten, was man auch an der einen oder anderen Stelle merkt.

Allerdings sprechen diese Einschnitte nicht unbedingt gegen einen Kauf dieses Smartphones. Ein Beispiel: Die insgesamt brauchbare Verarbeitung – Detailverliebte werden jedoch die Kunststoffrückseite bemängeln, die aber im Alltag wiederum mehr Standfestigkeit bieten dürfte als so manche Glas- oder auch Metalloberfläche.

Die Speicherausstattung mit zwei Gigabyte RAM und einem 16 Gigabyte großen Datenspeicher kann nicht beeindrucken.

Dafür aber ist das bq-Smartphone aktuell eines der günstigsten Modelle mit dem schnellen Qualcomm-Snapdragon-652-SoC. Die Leistungszuwächse, die im Vergleich zu der Vorgängergeneration – die nach wie vor von vielen Konkurrenten genutzt wird – sind auch im Alltag deutlich.

Dennoch sind die 40 Euro Aufschlag für die bessere Ausstattungsvariante gerade im Hinblick auf das verdoppelte Datenvolumen empfehlenswert.

Coolpad Max

Schon mit seinem klassischen Metallgehäuse versucht Coolpad Eindruck zu schinden: Die güldener Farbgebung gilt aktuell als besonders schick. Die dahinter verbaute Hardware ist allerdings nicht mehr auf dem neusten Stand.

Der Qualcomm Snapdragon 617 befindet sich im Abverkauf und kann mit der aktuellen SoC-Generation nicht mehr mithalten. Als kleine Entschädigung bietet der Hersteller die beste Speicherausstattung im Testfeld.

Allerdings patzt Coolpad bei seinem eigentlichen Alleinstellungsmerkmal, der Software: Die Idee, auf dem Smartphone einen abgesicherten Android-Bereich zu schaffen, der den vielen Diensten mit großzügigem Datenzugriff enge Grenzen setzt ohne dabei ihre Funktion zu gefährden, gefällt.

Dass der Hersteller jedoch Android 5.1.1 installiert und bis heute noch kein Update auf Android 6.0 bewerkstelligt hat, ist unter dieser Prämisse nicht nachvollziehbar – schließlich dürfte zwischenzeitlich allein Google eine nicht geringe Anzahl sicherheitsrelevanter Funktionen nachgereicht haben.

Honor 8

Huawei gibt sich keine Blöße: Das Honor 8 liefert einen guten Grund, warum ein High-End-Smartphone nicht unbedingt die erste Wahl sein muss. Das Smartphone mit dem sehr gefälligen Äußeren liegt dank dem kleineren Display und den folglich reduzierten Abmessungen angenehmer in der Hand als die 5,5-Zoll-Granden.

Die hinterm Bildschirm untergebrachte Hardware hält genügend Leistungsreserven bereit, dass auch anspruchsvolle Anwendungen kein Problem darstellen – und auch die Kamera ist durchaus zu gebrauchen.

Entsprechend dieses rund rum gelungenen Auftritts fällt auch der Preis aus. Bei Preisen von minuimal 350 Euro wird so mancher Schnäppchenjäger zurückschrecken.

Das Honor 8 ist zweifelsohne ein gutes Smartphone, aber vor dem Kauf lohnt sich unter Umständen der Blick auf die Konkurrenz.

Huawei Nova

Beim Huawei Nova stehen nicht unbedingt die reinen Leistungsdaten im Vordergrund. Mit dem Snapdragon 625 bringt es zwar einen neuen Prozessor mit, der seine Aufgaben auch nicht schlecht verrichtet – ein ausgesprochenes Rennpferd ist das SoC aber nicht.

Sowohl Qualcomm als auch das eigene Regal hätte hier noch andere Kandidaten parat gehalten. Mehr Wert wurde da schon auf andere Details gelegt. Etwa die Kamera, die auch 4K-Videos aufzeichnen kann.

Eine umso größere Rolle spielt die Außenschale. Das Nova ist von sehr schlanker Gestalt und dank der Metallverschalung soll es im Alltag durch eine hohe Widerstandsfähigkeit punkten. Es liegt gut in der Hand und schick ist es natürlich auch spricht.

Mit seinem fünf Zoll großen Display soll es einen guten Kompromiss für Nutzer bieten, die auf der Suche nach einem halbwegs kompakten Smartphone sind, aber auf einen großen Bildschirm nicht verzichten wollen.

Lenovo Moto Z Play

Das Moto Z Play ist ein nahezu exemplarischer Vertreter der oberen Mittelklasse. Das hochwertig gearbeitete Gehäuse erinnert genauso an die Oberklasse, wie die in der Rückseite integrierte Schnittstelle, an der sich zahlreiche Module anklemmen lassen, die den Funktionsumfang des Smartphones erweitern: Es gibt Kamera-Aufsätze, Mini-Beamer, Boxen und natürlich passenden Zusatzakkus.

Zur Oberklasse fehlt jedoch ein schnellerer Prozessor, auch wenn dieser von vielen Nutzern nicht mehr benötigt wird. Zudem hätte sich der Hersteller etwas mehr Gedanken zur Kühlung des Chips machen können, denn das Smartphone wird äußerlich sehr warm, was letztlich mit dem Heruntertakten des Prozessors quittiert wird.

Gleiches gilt für den Bildschirm, der bei Highend-Smartphones zumeist höher auflöst. Allerdings kann mehr als Full-HD eigentlich nur mit einer VR-Brille genutzt werden. Dafür aber hätte die Helligkeit des Bildschirmpanels gerne etwas höher ausfallen können.

Mehr als ein kleiner Trost für diese kleinen Unzulänglichkeiten ist jedoch der mit 3500 mAh großzügig dimensionierte Akku, der bei nicht ausufernder Nutzung in Laufzeiten von bis zu zwei Tagen resultieren kann.

Angesichts eines Listenpreises von 449 Euro ist das Moto Z Play letztlich vor allem dann eine Option, wenn der Einsatz der Zusatzmodule geplant wird. Gerade Vielreisende dürften sich über die vielen Möglichkeiten freuen, müssen dafür aber auch vergleichsweise tief in die Geldbörse greifen.

Xiaomi Redmi Pro

Auch wenn der aktuelle Gearbest-Preis bei nicht mal 225 Euro beginnt, ist die technische Ausstattung des Redmi Pro wesentlich höherwertiger.

Dies beginnt schon bei dem nicht gerade auffälligen, aber doch gut verarbeiteten Metallgehäuse, in dem ein sehr leistungsfähiger Mediatek-X25-Prozessor steckt, der aber dennoch nur etwa die Hälfte der Performance eines Qualcomm Snapdragon 652 bietet.

Display und Speicher bewegen sich auf gutem Klassenniveau und eine Dual-Kamera ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal mehr, aber auch noch nicht Standard.

Dass das Redmi Pro keine echte Empfehlung ist, liegt an der Software. Käufer müssen sich darüber im Klaren sein, dass es sich hierbei um ein Smartphone handelt, das nicht wirklich für den europäischen Markt vorgesehen ist, sondern von Händlern quasi als Grauimport nach Deutschland gebracht wird.

Dementsprechend wird der Nutzer schon beim ersten Start von viel Fach-Chinesisch begrüßt – im Sinne des Wortes! Noch ungewöhnlicher ist für den Unbedarften, dass Googles Play Store fehlt. Immerhin der kann mit wenigen Klicks installiert werden.

Doch schon beim Entsperren des Phablets – um eine ROM mit deutscher Sprache zu flashen, die in einigen Foren zu finden sind – sind grundlegende Chinesisch-Kenntnisse nicht verkehrt. Zwar bietet der Hersteller über seine Homepage einen einfachen Weg an, der wird aber in der Landessprache beschrieben.

Fazit: Obere Mittelklasse

Zwischen einigen Smartphones der gehobenen Mittelklasse und der Oberklasse lassen sich im Alltag faktisch kaum noch Unterschiede feststellen. Das gilt insbesondere für das Alcatel Idol 4S und das Honor 8. Allerdings stoßen sie auch schon in Preisregionen vor, in denen erste Oberklasse-Smartphones gehandelt werden. Gegenüber anderen Modellen besteht allerdings erhebliches Sparpotenzial, sodass sich der Blick durchaus lohnen kann.

Bei geringerem Budget steigen die Abstriche, die Inkauf genommen werden müssen. Beim bq Aquaris X5 stört in erster Linie die geringe Speicherausstattung – die optionale, aufpreispflichtige bessere Speicherausstattung können wir nur empfohlen, wenn die mit Whatsapp & Co. gesammelten Bilder und Videos den Telefonspeicher nicht vorschnell an Grenzen treiben sollen.

Das Coolpad Max wirkt aufgrund des veralteten Androids und des ebenfalls nicht mehr taufrischen (und vergleichsweise langsamen Prozessors) etwas veraltet, auch wenn die Idee des abgeschirmten Bereichs im Betriebssystems uns gut gefällt. Das Xiaomi Redmi Pro ist ein Sonderfall: Für den Preis wird zwar sehr viel Hardware geboten, aber Käufer sollten sich darüber im klaren sein, das nach Kauf noch einmal ordentlich Hand angelegt werden muss, um das Betriebssystem des Smartphones auf das hiesige Umfeld abzustimmen.

Seiten:

Tags: , , , ,

Ebenfalls interessant...

Schreibe einen Kommentar

Privacy Policy Settings

Google Analytics Wir sammeln anonymisierte Daten darüber, welche Beiträge und News gelesen werden. Wir ermitteln dabei auch die Zeit - ebenfalls anonymisiert - wie lange ein Beitrag gelesen wurde. Dadurch können wir einfacher Themen anbieten, die Sie interessieren.
This website stores some user agent data. These data are used to provide a more personalized experience and to track your whereabouts around our website in compliance with the European General Data Protection Regulation. If you decide to opt-out of any future tracking, a cookie will be set up in your browser to remember this choice for one year. I Agree, Deny
644 Verbiete Google Analytics, mich zu verfolgen