[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

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Smartphones der oberen Mittelklasse bieten viele Ausstattungsmerkmale von High-End-/Oberklasse-Smartphones, kosten aber deutlich weniger.

Als Smartphones an Popularität gewannen, gab es faktisch eine Einsteiger- und eine Oberklasse. Das Angebot im mittleren Preissegment war vor drei bis vier Jahren noch nicht besonders berauschend, was in erster Linie an der begrenzten Leistung der SoCs lag: Wer sich mit wenig Leistung begnügen konnte, griff zum Billig-Smartphone – alle anderen wurden in erster Linie in der teuren Oberklasse fündig. Wer Geld sparen musste, suchte nach einem Oberklasse-Smartphone der letzten Saison.

Mittlerweile ist die reine Hardware-Leistung für viele Nutzer aber nicht mehr das entscheidende Kriterium, weil leistungsmäßig zwischen den einzelnen Klassen in der Praxis keine Welten mehr liegen. Das gilt insbesondere für die gehobene Mittelklasse – und auch darüber verschwimmen die Unterschiede immer mehr, sodass selbst anspruchsvollere Nutzer durchaus deutlich günstigere Alternativen zu Apples iPhone 7 / iPhone 7 Plus und Samsungs Galaxy S7 Edge finden können.

Ähnlichkeiten an vielen Stellen

Im Unterschied zu einfachen Mittelklasse-Smartphones auf den Seiten weiter vorn versprechen die darüber angesiedelten Modelle bereits einen deutlich größeren Funktionsumfang – und das nicht nur aufgrund von schnelleren Prozessoren und den mittlerweile üblich gewordenen Fingerabdruckscannern.

Smartphones zu Preisen um die 300 Euro integrieren in der Regel mindestens einen fünf bis 5,5 Zoll großen Full-HD-Bildschirm. Eine Ausnahme stellt im aktuellen Testfeld das Alcatel Idol 4S das, das mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln aufwartet.

Bei der Kamera-Technologie fallen vor allem Huawei und Xiaomi aus dem Rahmen, die beim Honor 8 und dem Redmi Pro bereits Dual-Kamera-Systeme bieten. Ansonsten stecken in den Rückseiten aktueller Smartphones dieser Klasse in der Regel 16-Megapixel-Kameras. An der Front kann man acht Megapixel Auflösung erwarten lediglich die Xiaomi-Kamera fällt hier mit einer Auflösung von fünf Megapixeln aus dem Rahmen.

Auch bei der Funktechnik herrscht an vielen Stellen Einigkeit. Durch die Bank weg unterstützen die hier getesteten Smartphones ac-WLAN. Ebenso selbst verständlich sind LTE-Modems, die im Falle der Qualcomm-SoCs auf der Kategorie 7 basieren, während es bei dem im Xiaomi Redmi Pro verbauten Mediatek-SoC und dem Hisilicon Kirin 950 im Honor 8 dem Kategorie-6-Standard entspricht.

Der Unterschied zwischen den beiden Standards liegt in der Upload-Geschwindigkeit, die bei Cat.-6-Modems bei bis zu 50 MBit/s liegt – mit dem Cat.-7-Standard sind theoretisch bis zu 150 MBit/s drin. Die Download-Geschwindigkeit ist mit 300 MBit/s in beiden Fällen gleich. Daneben gehört Bluetooth zum Standard, ein NFC-Chip fehlt lediglich beim Coolpad Max.

Unterschiede nicht nur bei Details

Weniger Einigkeit herrscht bei der USB-Schnittstelle. Sie entsprechen technisch zwar bei allen Modellen dem USB-2.0-Standard, Asus, Huawei (auch beim Honor 8) und Xiaomi setzen jedoch schon auf ein Typ-C-Interface. Über den Mehrwert der Schnittstellenumstellung lässt sich streiten. Gerade, wer viel vorhandene Peripherie mit Hilfe eines USB-Kabels anschließt, wird wohl den bewährten Micro-USB-Port bevorzugen – zumal sich die Transferraten aufgrund des Festhaltens am ursprünglichen Standards nicht ändern.

Im Alltag bieten die Typ-C-Ports jedoch Vorteile. Sie sind weniger empfindlich, wenn Schnellladefunktionen genutzt werden (was bei allen aufgelisteten Smartphones der Fall ist), und vor allem sind sie wesentlich angenehmer in der Handhabung: Der Stecker flutscht leichter in die Buchse, eine Einsteckrichtung muss nicht mehr beachtet werden.

Noch größer sind die Unterschiede bei Prozessoren und der Speicherausstattung. Lediglich das Alcatel Idol 4S und das bq Aquaris 5X Plus nutzen im Testfeld mit dem Qualcomm Snapdragon 652 das gleiche SoC; in anderen Smartphones werden die Snapdragon-Modelle 617 und 625 des gleichen Herstellers verbaut. Huawei setzt beim Honor 8 auf den HiSilicon Kirin 950 aus eigener Fertigung, bei Xiaomis Remi Pro kommt ein Mediatek Helio X25 zum Einsatz. Die Prozessoren werden von Arbeitsspeichern unterstützt, die zwischen zwei und vier Gigabyte groß sein.

Ähnlich bunt ist die Ausstattung beim Datenspeicher: bq integriert standardmäßig nur 16 Gigabyte, bei Alcatel, Asus und Huawei sind es 32 Gigabyte und Coolpad sowie Xiaomi verbauen 64 Gigabyte.

Die obere Mittelklasse ist nicht (mehr) billig

Leistung und Ausstattung nahe an der Oberklasse kostet. Das günstigste Angebot im aktuellen Testfeld ist das Xiaomi Redmi Pro, das von Gearbest, dem Shop, der uns das Testgerät stellte, für rund 215 Euro gelistet wird. Allerdings ist das Smartphone aus der Verpackung heraus nicht im selben Maße nutzbar wie die Konkurrenz, die vom Hersteller hierzulande direkt unterstützt werden.

Für 299 Euro wird das bq Aquaris X5 Plus angeboten. Soll das Speicherniveau auf das Level der hier getesteten Konkurrenz gehoben werden, wird jedoch ein Aufpreis fällig. Es folgt das Coolpad Max, das vom Hersteller mit 349 Euro gelistet wird. Das Asus Zenfone 3, das Huawei Nova, das Honor 8 und das Alcatel Idol 4S kratzen mit (offiziell) 369 Euro, 379 Euro, 399 Euro und 449 Euro preislich bereits an Oberklasse-Sphären.

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