[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

Acer Liquid Zest Plus

Mag mancher Nutzer auch zusätzlichen Funktionen skeptisch gegenüberstehen – ein Wunsch steht beim Kauf so ziemlich jedes neuen Smartphones ganz oben: Eine möglichst lange Akkulaufzeit.

Diese Hoffnung möchte Acer bedienen: Der Hersteller verbaut einen Akku, der mit 5000 mAh eine größere Kapazität bietet als so manches Tablet im Hochpreissegment.

Dies bedingt jedoch kleine Kompromisse. Denn natürlich kann ein Gehäuse für einen solchen Energiespeicher nicht mehr ins Rennen um die niedrigste Bauhöhe eingreifen. Auch das Gewicht liegt deutlich über dem der anderen Testkandidaten.

Als Ausrede für die insgesamt recht billig wirkende Außenschale kann das jedoch nicht hingenommen werden – hier bietet die Konkurrenz mehr fürs Geld.

Doch echte Pragmatiker dürften sich davon nicht abschrecken lassen. Sie freuen sich über das serienmäßige Schutz-Cover und die Tatsache, dass auch auf einem Wochenend-Trip nicht zwingend ein Netzteil mitgenommen werden muss. 

Alcatel Shine Lite

Beim Shine Lite versucht Alcatel in erster Linie mit optischen Reizen zu punkten. Das ordentlich verarbeitete Smartphone mit einer Vorder- und Rückseite aus Glas ist schick – aber schick ist nicht alles.

Die Hardware gehört nicht zum schnellsten was in dieser Preisklasse geboten wird. Der Vierkern-Prozessor von Mediatek ist kein Garant für großer Geschwindigkeiten und auch die Kamera kann nicht im vollen Umfang überzeugen.

Es gibt sicherlich schlechtere Smartphones, aber einen wirklichen Kaufgrund liefert das Alcatel Shine Lite jedoch nicht.

Archos Diamond 55 Selfie

Man muss am Archos Diamond 55 Selfie nicht alles gut finden, doch bei einem Smartphone der 200-Euro-Klasse ist nicht zuletzt die Ausstattung von großer Bedeutung, denn Sparmaßnahmen bei der Hardware können schnell zu signifikanten Einbußen bei der Arbeitsgeschwindigkeit führen.

Und hinsichtlich der Ausstattung gibt es hier kaum Kritikpunkte: Der Prozessor gehört zu den schnellsten im Testfeld und kann auf einen mehr als üppig dimensionierten RAM zugreifen. Beim Datenspeicher bietet Archos ebenfalls das Vierfache vom üblichen und auch die Qualität des Gehäuses geht in Ordnung.

Gegen den Kauf des Diamond 55 Selfie spricht vor allem, dass das Phablet wie ein Imitat wirkt und das mit den nur angedeuteten Tonausgängen sogar noch untersteicht.

bq Aquaris U Plus

Mit dem Aquaris U Plus gibt bq einmal mehr eine Antwort auf die Frage, wie viel Smartphone für eine sinnvolle Teilhabe am mobilen Leben notwendig ist.

In einem schicken, stabilen und gut verarbeiteten Gehäuse steckt ein SoC, dass eine für diese Klasse eine sehr anständige Leistung bietet. Die GPU hält sogar noch ein paar mehr Körner bereit als die des bisher leistungsstärksten Prozessors im Testfeld.

Auch die Kamera ist brauchbar und gegen Aufpreis lassen sich die Kapazitäten von Arbeits- und Datenspeicher noch deutlich aufwerten. An dem einfachen HD-Display werden sich Nutzer vor allem dann stören, wenn sie das Smartphone in eine VR-Brille einlegen.

Ein Pfrund, mit dem das U Plus wuchern kann, ist der fette Akku, der bei normaler Nutzung für zwei Tage Laufzeit ausreicht.

Elephone S3

Dass Smartphone kein großes Hexenwerk sind, zeigen die vielen Fabrikanten, die in den letzten Monaten und Jahren mit durchaus brauchbaren Geräten auf den hiesigen Markt strömen.

Eine ganze Reihe der asiatischen Branchengrößen sparen sich jedoch den ganz großen Auftritt. Sie überlassen den Import spezialisierten Händlern oder aber versuchen mit Hilfe eines Direktverkauf etwa über Amazon einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Zu letzteren gehört Elephone. Der nicht ganz zu den Branchengrößen zählende Hersteller hat sich mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem großen Akkus einen Namen gemacht.

Beim S3 steht der Akku  zwar nicht im Vordergrund, sondern ist mit 2100 mAh eher schmächtig dimensioniert, allerdings ist die Hardware-Zusammenstellung in Anbetracht des Preises von rund 160 Euro hochwertig und bietet eine Performance, die nicht jeder der teureren Konkurrenten liefern kann.

Honor 5C

Wenn es ein günstiges Smartphone mit guter Leistung sein soll, dann führt kein Weg an Huawei vorbei. Das wurde zuletzt bereits mit dem Honor 5X demonstriert und wird mit dem Honor 5C unterstrichen.

Eine leistungsstärkere Hardware ist für 200 Euro kaum zu bekommen – schon gar nicht in einem stabilen Metallgehäuse verpackt. Zudem kann das Display mit einer in dieser Preisklasse hohen Auflösung punkten.

Zu meckern gibt es vergleichsweise wenig. Manch einer mag sich da schon an der Optik stören. Mittlerweile lassen sich nicht nur Huawei- und Honor-Smartphones durch die Bank weg verwechseln, auch viele andere chinesische Hersteller setzen auf ein ähnliches Design – das von der ersten HTC-One-M-Generation abgeleitet zu sein scheint.

Auch an anderer Stelle wird die Strategie des Herstellers deutlich: Aus einem Regal mit einer begrenzten Anzahl an Bauteilen werden immer wieder neue Modelle kreiert, die sich teilweise nur in Details und dem Preis unterscheiden. Das 5C soll bewusst günstig angeboten werden, also wird einfach auf Komponenten verzichtet. In diesem Fall gilt das insbesondere für den Fingerabdruckscanner, der bei den meisten (teureren) Huawei-Smartphones zum Standard gehört.

Das Gesamtpaket sucht in dieser Klasse allerdings seines gleichen. Weder ein Full-HD-Display, noch die Hardware- oder die Kameraleistung werden für einen Preis von 200 Euro an anderer Stelle im ähnlichen Umfang geboten. Sie zählen an dieser Stelle aber besonders, weil der Unterschied im Alltag – anders als etwa in der Oberklasse – deutlich spürbar ist. Das Honor 5C erhält daher den Editor Recommended Award.

Honor 6X

Huawei bietet mit seiner Honor-Marke zwar keine Billig-Telefone an, weiß aber stets mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu überzeugen.

Das gilt auch für das Honor 6X, das ein großes Full-HD-Display sowie eines der schnellsten SoCs der Klasse bietet; auch der 32 Gigabyte große Datenspeicher gefällt. Ein weiteres Herausstellungsmerkmal ist die Dual-Kamera. Sie mag in den Augen vieler Nutzer vielleicht als eine technische Spielerei erscheinen, macht unterm Strich aber ordentliche Bilder.

Damit ist die Ausstattung insgesamt gelungen und dem Verkaufspreis von 249 Euro angemessen; ein Preisbrecher wie der Vorgänger ist das 6X jedoch nicht mehr. An dieser Stelle haben andere Hersteller aufgeholt. Verwiesen sei hier auf das Archos Diamond 55 Selfie, das zwar keine Dual-Kamera, aber für 50 Euro weniger eine ebenbürtige Hardware-Aausstattung und den doppelten Arbeitsspeicher bietet.

Lenovo Moto G4 Play

Mit dem G4 Play bringt Lenovo einen Ersatz für die hierzulande nicht mehr angebotene E-Serie auf den Markt.

Ein etwas größeres Display sowie eine großzügigere Dimensionierung des Arbeits- und Datenspeichers sollen vergessen lassen, dass hinterm Display ein vergleichsweise betagter Prozessor verbaut wird – große Ansprüche an die Performance können hier nicht gestellt werden. Dafür sorgt der mit 2800 mAh recht große Akku aber für lange Laufzeiten.

Unterm Strich bleibt jedoch die Erkenntnis, dass an dieser Stelle nur jene Nutzer zugreifen sollten, die sich mit den grundlegendsten Diensten zufrieden geben. So mancher Konkurrent bietet für nur einen geringen Aufpreis deutlich mehr Leistung fürs Geld.

LG X Screen

Die Hardware-Zusammenstellung des LG X Screen ist nicht dazu konzipiert worden, um Eindruck zu schinden.

Der Snapdragon 410 gehört zu einem der derzeit ältesten SoCs am Markt, das insbesondere hinsichtlich der Grafikleistung nicht mehr mithalten kann – ein ausgeprägtes Spielkind wird hier nicht glücklich.

Doch viele Nutzer haben ein eher rationelles Verhältnis zu ihrem Smartphone. Sie nutzen es im Wesentlichen für kommunikative Zwecke; zu Unterhaltungszwecken wird höchstens mal ein Headset eingesteckt und der Musik-Player geöffnet – und hierfür ist die Leistung über jeden Zweifel erhaben.

Punkten kann das X Screen mit seinem geringen Gewicht und natürlich dem kleinen, praktischen Zweitbildschirm, der den Zugriff auf bestimmte Funktionen oder geöffnete Anwendungen beschleunigt oder in vielen Fällen sogar komplett ohne den Hauptbildschirm ermöglicht. Außerdem ist der Stromverbrauch der niedrigste unter den hier getesteten Modellen.

Auch die Preisentwicklung spricht für das LG-Smartphone: Der empfohlene Verkaufspreis (UVP) wird zwar mit 239 Euro veranschlagt, bei ersten Händlern beginnen die Angebote aber schon bei rund 160 Euro.

Samsung Galaxy A3

Das Angebot in der Mittelklasse ist alles andere als klein. Dennoch hat der Hersteller beim Galaxy A3 Wege gefunden, um sich von der Konkurrenz abzusetzen.

Dies beginnt beim offensichtlichsten: Das Smartphone besitzt mit seinem 4,7-Zoll-Display einen der kleinsten Bildschirme der Klasse und spricht damit Nutzer an, denen schon die aktuellen Fünf-Zoll-Panels zu groß sind. Denn an dieser Stelle ist das Angebot auf dem Markt doch sehr überschaubar.

Dennoch werden bei der Technik kaum Kompromisse eingegangen. An mancher Stelle mag der Hersteller etwas geizig wirken (etwa beim Datenspeicher), unterm Strich wird damit jedoch kein Grund zur Klage geliefert, denn das Samsung-SoC gehört zu den schnelleren Vertretern im Testfeld und bietet sogar noch ein paar mehr Leistungspünktchen als der Mediatek MT6753, der über acht und nicht nur über vier CPU-Kerne verfügt.

Dazu gibt es eine brauchbare Kamera und – in dieser Klasse abslut die Ausnahme – ein AMOLED-Display. 

Wiko U Feel

Doch auch andere Mütter haben auch schöne Töchter. Dies gilt insbesondere für das Wiko U Feel, dass zwar in einer sehr klassisch gehaltenen Formsprache daherkommt, sich aber mit seiner Rückwand von allen anderen Konkurrenten abhebt.

Zudem gefällt der in der Front integrierte Fingerabdruckscanner, der mit einer sehr guten Erkennungsrate ein schnelles Entsperren des Smartphones erleichert und zudem für weitere Aktionen verwendet werden kann.

Der verbaute Mediatek-Prozessor profitiert im Alltag zwar von dem größeren Arbeitsspeicher, kann jedoch mit seinem Pendant im Honor 5C nicht mithalten. Die Leistungen sind nicht gerade auf einem hohen Niveau, genügen aber vermutlich der Mehrheit der Nutzer eines günstigen Mittelklasse-Smartphones.

Auch die Akkulaufzeit ist nicht über jeden Zweifel erhaben: Der Speicher ist mit 2500 mAh nicht wirklich groß geraten und entsprechend schnell geleert.

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