[UPDATE] Roundup: 23 Smartphones im Vergleichstest (4x neu)

Design & Verarbeitung

Nicht wenige Nutzer suchen nach einem Smartphone mit kompakteren Ausmaßen als die mittlerweile üblichen Fünf- oder eher noch 5,5-zölligen Geräte. Sie könnten bei Samsung fündig werden. Denn mit einer Grundfläche von 13,5 x 7,6 Zentimetern und einer Bauhöhe von rund sieben Millimetern ist die Außenschale des Galaxy A3 ziemlich kompakt geraten.

Das Gewicht von 132 Gramm ist zwar nicht so außergewöhnlich und wird auch mal von größeren Konkurrenten eingestellt, aber ein Schwergewicht ist das Samsung-Smartphone definitiv nicht. Die beiden Hardware-Tasten sind nicht zuletzt aufgrund der Größe des Smartphones gut erreichbar und bieten einen angenehmen Druckpunkt.

Auch die Verarbeitung und die optische Erscheinung bewegen sich auf einem hohen Niveau: Der umlaufende Rahmen ist aus echtem Metall gefertigt und nicht bloß silbrig-metallfarben lackiert. Die Glasflächen auf Vorder- und Rückseite sind dank 2,5D-Curved-Glas leicht nach außen gewölbt und verleihen dem Smartphone einen edlen Anstrich.

Display

Das Samsung Galaxy A3 besitzt mit einer Diagonale von 4,7 Zoll eines der kleinsten Displays aktueller Smartphones. Die Auflösung ist jedoch mit 1280 x 720 Pixeln auf dem Niveau der Konkurrenten; die Pixeldichte mit 312 ppi wegen der kleinen Bildschirmgröße recht hoch. Ein kleines Highlight ist die verwendete Technologie, denn Samsung setzt auf ein AMOLED-Panel – eine Displaytechnik, die bisher eigentlich eher höherpreisigen Geräten vorbehalten war.

Gelungen ist auch die Bildschirmhelligkeit. Die durchschnittliche Leuchtdichte beträgt 346 cd/m² – und was bei einem LCD recht akzeptabel wäre, sorgt bei der AMOLED-Technologie aufgrund der aktiv leuchtenden Pixel für eine uneingeschränkte Nutzbarkeit auch bei sehr hellem Umgebungs-/Sonnenlicht.

Zudem ist das Panel sehr gleichmäßig ausgeleuchtet: Der hellste Punkt wurde von uns mit 358 cd/m² gemessen, an der dunkelsten Stelle betrug die Leuchtdichte noch 339 cd/m². Der Schwarzwert liegt im Durchschnitt bei 0,40 cd/m², sodass sich ein Kontrastverhältnis von 865:1 ergibt.

Sound

Echte Filmfans dürften sich schon von dem “kleinen” Display kaum angesprochen fühlen – und auch der Klang liefert keine weiteren Anreize: Zwar bewerkstelligt die im Rahmen neben der Micro-USB-Schnittstelle integrierte Box einen klaren Sound, der in den Höhen verhältnismäßig wenig übersteuert und sich jedwedes Kratzen oder Dröhnen erspart, allerdings werden auch kaum mehr als eben die Höhen wiedergegeben.

Zudem ist die Lautstärke nicht sonderlich hoch, was nicht zuletzt beim Telefonieren stört, denn hier fehlen ein paar Körner – egal, ob das Smartphone ans Ohr gehalten wird oder Box und internes Mikro als Freisprecheinrichtung verwendet werden.

Kernkomponenten

Beim Galaxy A3 setzt Samsung mit dem Exynos 7 Quad 7578 auf ein Vierkern-SoC aus der eigenen Entwicklungsabteilung, das aus 1,5 GHz schnellen Cortex-A53-Kernen von ARM besteht. Auch die Mali-T-720-GPU mit ihren beiden Grafik-Clustern, die sich aktuell bei zahlreichen Vertretern dieser Klasse wiederfindet, stammt von ARM. Im Testfeld muss sich der Prozessor jedoch mit dem kleinsten Arbeitsspeicher zufrieden geben: Samsung spendiert dem Smartphone lediglich 1,5 Gigabyte RAM.

Trotz des geringen Arbeitsspeicher gehört das Galaxy A3 in diesem Vergleich noch zu den schnellen Modellen. Mehr Performance bieten nur das bq Aquaris U Plus sowie das Honor 5C – in beiden Fällen kommen aber auch Prozessoren mit doppelter Kernzahl zum Einsatz. Der vom Elephone genutzte Mediatek MT6753 wartet ebenfalls mit acht CPU-Kernen auf, kann jedoch nur noch teilweise mithalten – nämlich dann, wenn die zusätzlichen Prozessorenkerne, vor allem aber die etwas höhere Grafikleistung voll genutzt werden kann.

Kamera

Auf dem Papier liefert Samsung das, was in der Klasse üblich ist: Die Hauptkamera des Samsung Galaxy A3 löst mit 13 Megapixeln auf und bewerkstelligt eine brauchbare Bildqualität. Insbesondere die natürlichen Farben und die gute Helligkeit der Aufnahmen überzeugen nicht zuletzt dank eines Blendwerts von f/1,9. Detailschärfe und Kontraste könnten jedoch besser ausfallen.

Videos können mit 1080p bei einer Bildrate von 30 FPS aufgezeichnet werden. Die Testaufnahmen sind etwas dunkel geraten, überzeugen aber mit guten Farben und einer brauchbaren Schärfe. Selbst bei maximaler Vergrößerung werden ordentliche Bewegtbilder bewerkstelligt; zudem halten sich die Hüpfer durch die einzelnen Zoomstufen in Grenzen.

Der Frontsensor des Samsung Galaxy A3 löst mit fünf Megapixeln auf und gefällt wie schon die Hauptkamera mit hoher Lichtempfindlichkeit – der Blendwert wird auch hier mit sehr guten f/1,9 angegeben. Auch Detailschärfe und Kontraste stimmen.

Software & Bedienung

Samsung zeigt sich hinsichtlich der auf dem A3 installierten Software vorbildlich. Das Smartphone wurde zwar ursprünglich mit Android 5.1.1 vorgestellt, hat jedoch ein Update auf 6.0.1 erhalten. Dieses bringt natürlich auch die neuste Version der hauseigenen TouchWiz-Oberfläche mit, die eine Vielzahl von Samsung entwickelter Dienste bietet.

So manch einer könnte sich jedoch an den vielen vorinstallierten Anwendungen stören (Stichwort Bloatware), blockieren sie doch Speicherplatz, der im Zweifelsfall für die eigenen Anwendungen fehlt. Allerdings wird gerade Nutzern viel geboten, die das Smartphone im Unternehmensalltag verwenden wollen. Schon mit dem ersten Start können Samsungs Knox-Dienste installiert werden, die in solchen Anwendungsszenarien nicht zuletzt für eine höhere Sicherheit sorgen sollen.

Zudem installieren die Koreaner Microsofts Office-Suite, sodass die im Geschäftsalltag üblichen Dokumente unterwegs leicht geöffnet und bearbeitet werden können – auch wenn der kompakte Bildschirm an dieser Stelle keine große Hilfe ist.

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