Kaufberatung: Portable Speichermedien im Überblick

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USB-Sticks

USB-Sticks gehören inzwischen quasi zur Standardausrüstung eines jeden PC-Nutzers, wobei der Markt ebenso breitgefächert wie überlaufen ist. Die üblicherweise bis 128 Gigabyte großen Flash-Speicher sind grundsätzlich in drei Ausführungen zu bekommen, wobei Preis und Leistung (tendenziell!) im diametralen Verhältnis zueinander stehen.

Die typischen Elektro-Discounter offerieren in meterlangen Grabbelkisten häufig sehr preiswerte Modelle mit recht großem Speicherplatz, aber wenig überzeugender Geschwindigkeit – wogegen grundsätzlich nichts zu sagen ist, wenn es nur auf einen großen Speicher ankommt.

Eine Stufe darüber sind die Speichersticks der großen Marken angesiedelt, obgleich es natürlich auch unter den “No-Name-Produkten” echte Geheimtipps gibt. Die zufälligen Lese- und Schreibraten sind typbedingt allerdings oft sehr niedrig, was in der Praxis etwa bei Live-Betriebssystemen problematisch werden kann.

Am schnellsten sind die USB-Sticks mit SSD-Controller, welche man auch als SSDs im USB-Stick-Format auffassen könnte. Hier sind sequenzielle Geschwindigkeiten von 250 MByte/s durchaus erreichbar.

Die großen Vorteile der USB-Sticks liegen in ihrer bisweilen kaum über die Größe eines USB-Ports hinausgehende Größe, dem vergleichsweise geringen absoluten Preis, der generell robusten und sturzsicheren, teilweise auch wasserdichten Ausführung. Nicht zu unterschätzen: Die Sticks benötigen kein zusätzliches Zubehör wie Kartenleser oder Kabel, welches im Zweifelsfall gerne mal vergessen wird. Bei USB-Sticks besteht übrigens ein gewisses Fälschungsrisiko, was sich durch Kauf auf vertrauenswürdigen Plattformen allerdings faktisch komplett umgehen lässt.

Externe Festplatten

Auch wenn klassische Magnetfestplatten zurzeit sukzessive von SSDs verdrängt werden, ist die Technik nach über einem halben Jahrhundert inzwischen komplett ausgereift und noch konkurrenzlos günstig – für ein Gigabyte bezahlt man teils unter vier Cent.

Am Markt finden sich aktuell vorrangig zwei Formate (2,5 und 3,5 Zoll), wobei ein größeres Laufwerk mit einem geringeren Preis und einer höheren Geschwindigkeit von bis zu über 200 MByte/s einhergeht. Die Random-Datenraten sind typbedingt aber gering , da sich der physische Schreibkopf über die Platter bewegen muss.

Die typischerweise bis zu vier Terabyte großen Speicherdatenträger funktionieren über die Magnetisierung der Metalloberflächen der Scheiben, was eine hohe Drehzahl erfordert. Das wiederum macht Festplatten mechanisch anfällig. Ein Sturz im Betrieb kann zu einem sogenannten Headcrash führen, wobei sich der Lesekopf in die die Magnetscheibe “frisst” und damit die Festplatte und die Daten zerstört.

Festplatten sind somit erheblich anfälliger als Flash-Speicher, grundsätzlich aber haltbar und zuverlässig und auch als besonders widerstandsfähige Version und mit einem Schutzmechanismus erhältlich, die den Lesekopf bei einem Sturz vor dem Aufprall in die sichere Parkposition bringen sollen.

Generell sind die externen Festplatten zwar nicht sonderlich kompakt, dafür aber recht universell einsetzbar und bieten ein aktuell noch unerreichtes Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie empfehlen sich insbesondere für große Datensammlungen oder Backups, bei denen es nicht auf das letzte Fünkchen Geschwindigkeit ankommt. 

Externe SSDs

Die schnellen Flash-Speicher sind erst seit einiger Zeit im Massenmarkt angekommen, wobei die Preise beständig sinken; die Kapazität und Leistung hingegen steigt. Gleich vorangestellt: Mit einer internen Systemfestplatte als Flaschenhals entfalten SSDs nur den Vorteil der erhöhten Haltbarkeit.

Ein USB-3.0-Anschluss mit UASP-Unterstützung ist ebenfalls Pflicht, dafür bieten die Flash-Speicher aber hohe Datenraten bei zufälligen Dateioperationen und zehntausende gleichzeitige Eingaben in der Sekunde.

Während SSDs in Computersystemen überwiegend im 2,5-Zoll-Format angeboten werden, sind die dedizierten externen Solid State Drives kleiner, aber nicht zwangsläufig teurer als die Kombination einer üblichen SSD mit einem externen Festplattengehäuse (siehe Speziallösungen).

Eine SSD besteht vereinfacht gesagt aus zwei Teilen, nämlich den eigenen Speicherzellen und dem Controller. Beide haben einen Einfluss auf die erreichte Geschwindigkeit, Haltbarkeit, Kapazität und damit den Preis. Hierbei wird in SLC- und MLC-Speicherzeichen unterschieden: Erstere speichern ein Bit je Zelle und sind schneller als die bei gleicher Kapazität günstigeren MLC-Speicher. Durch Caches, also Zwischenspeicher, lassen sich die Nachteile der Multi-Level-Cells teilweise abmildern. Am fortschrittlichsten ist sogenannter 3D-V-NAND, bei welchem die Speicherzellen übereinander gestapelt sind.

Unterm Strich eignen sich externe SSDs für Nutzer mit eher potenter Hardware und einer internen SSD, die auch bei externen Speichermedien keine Kompromisse eingehen wollen und dafür auch bereit sind, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Speicherkarten

Speicherkarten sind insbesondere aus Kameras bekannt, lassen sich aber auch problemlos als externe Speichermedien an Computern und Laptops einsetzen.

Ihr größter Vorteil ist die bisher unerreichte Kompaktheit und Kompatibilität, sie passen schlicht in jede noch so kleine Geldbörse. Da viele Desktop-PCs und Notebooks mit Kartenlesern ausgestattet sind, entfällt häufig die Mitnahme eines solchen.

Die Geschwindigkeit der Karten ist insbesondere bei zufälligen Zugriffen verbesserungswürdig, übliche Dateiübertragungen gelingen durchaus mit 80 MByte/s oder sogar mehr. Bei üblichen Kapazitäten von bis zu 128 Gigabyte sind die Speichermedien gemessen an den Abmessungen vergleichsweise günstig. 

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