[UPDATE] Roundup Gehäuse und Tower, Stand März 2017

Aktuelle Gaming-PCs benötigen unbedingt ein teures Gehäuse mit vielen Features – sagen zumindest die Hersteller und rechtfertigen damit, dass sich die Einstiegklasse mehr und mehr in Richtung 75 Euro verschoben hat. Das ist natürlich grober Unfug und allenfalls Maketing-Tamtam.

Wer auf der Suche nach einer günstigen, aber soliden Hardware-Behausung ist, hat es allerdings nicht leicht: Zu oft sind die Bleche im Preisbereich unter 40 Euro schon grenzwertig dünn und scheinen mit jedem gesparten Euro weiter abzunehmen.

Dass es auch ganz anders geht, zeigt Inter-Tech mit dem TM-515: Schlicht, kaum besondere Ausstattung, keine speziellen “Gaming-Features”, keine bunte Beleuchtung – dafür aber eine stabile Außenhaut aus 0,8 mm dickem SECC-Stahl und ein Preis von knapp unter 40 Euro, wo es ansonsten oftmals nur 0,6 Millimeter und weniger gibt. Dünne Bleche lassen sich bereits mit geringem Kraftaufwand mit den Fingern eindrücken – was nützt in so einem Fall die längste Ausstattungsliste?

Wir entdeckten das heute getestete Gehäuse auf einer der einschlägigen Messen und hatten den Hersteller damals angesichts der unüblich hohen Stabilität direkt um ein Testmuster gebeten.

Klar sollte sein, dass es in dieser Preisklasse keine eierlegenden Wollmilchsäue geben kann. Die grundsätzliche Entscheidungsfrage für den Käufer muss lauten: Brauche ich wirklich Ausstattungs- und Komfortmerkmale und bin bereit, mir diese auf Kosten der Stabilität des Gehäuses zu erkaufen? Alle, die auf ab Werk vorhandene Beleuchtung, Staubschutzfilterung, Möglichkeiten zur Montage von Radiatoren oder dergleichen verzichten können, bekommen nämlich bei Inter-Tech mit dem TM-515 eine grundsolide Basis fürs Geld.

Technische Spezifikationen

Verpackung und Lieferumfang

Wenig überraschend kommt das TM-515 in einer sehr nüchtern gehaltenen Umverpackung. Erfreulich ist allerdings, dass das Gehäuse im Inneren des Kartons in normaler Position steht und nicht um 90 Grad gedreht verpackt wurde. So ist es möglich, das obere Passformteil aus Styropor zu entnehmen und anschließend das Gehäuse problemlos herauszuheben. Das ist weitaus unproblematischer und erzeugt weniger Styroporkrümel als bei gedrehten Gehäusen mit seitlichen Styroporhalterungen: Hier muss der Karton über Kopf gedreht und dann alles ausgeschüttet werden – einschließlich des Unrats im Karton.

An Zusatzmaterialen gibt es lediglich ein kleines Tütchen mit Montagematerial, aber immerhin auch einen Piezo-Lautsprecher und zwei Kabelbinder zu entdecken. Die Montageanleitung wurde knapp, aber übersichtlich gehalten. Viel zu erklären gibt es hier ohnehin nicht, dafür wird alles gut verständlich präsentiert und in deutscher Sprache niedergeschrieben – auch das ist selbst bei teureren Hardware-Behausungen leider keine Selbstverständlichkeit.

Außenansicht: Maße und Verarbeitung

Als Mini-Tower für maximal Micro-ATX-Mainboards fällt des Inter-Tech TM-515 mit 36,5 x 18 x 42 cm entsprechend klein aus und ist mit fünf Kilo Gewicht zudem ein Leichtgewicht. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Grundstabilität des Gehäuses dank des 0,8 mm starken SECC-Stahlbleches an Seitenteilen und Gehäusedeckel hervorragend ausfällt. Unter Kaltverformung wird der Robustling also nicht leiden – und das ist in der aufgerufenen Preisklasse zwischen 35 und 40 Euro fast schon ein Alleinstellungsmerkmal.

Ansonsten ist das Gehäuse ein Vertreter der alten Schule: Das Netzteil wird oberhalb vom Mainboard angebracht und trägt somit zusätzlich zur Entlüftung des Innenraums bei. Ein modernes, ohnehin recht effizient arbeitetendes Netzteil wird dadurch kaum dazu angeregt werden, den Lüfter unnötig weit aufdrehen zu lassen und staubt auch weniger schnell zu, als wenn es im Gehäuseboden angebracht wird.

Gerade Systemhäuser werden diesen konservativen Ansatz zu schätzen wissen, da deren reguläre Kundschaft sich kaum mit dem Wechsel von Staubschutzfiltern beschäftigen wollen wird.

Insgesamt fällt das TM-515 klassisch-nüchtern bis minimalistisch aus. Als Designelement gibt es lediglich im unteren Bereich der Frontblende eine Texturierung in Form von senkrecht verlaufenden Streifen.

Schon auf den ersten Blick zeigt sich, dass hier nicht nur zwei 5,25-zöllige Laufwerksschächte, sondern auch ein externer 3,5-Zoll-Einschub angeboten werden, was heutzutage ebenfalls selten geworden ist.

Das linke Seitenteil bietet eine Einstanzung als Abziehhilfe. Rechtes Seitenteil und Deckel sind direkt mit dem Innenkäfig vernietet – abnehmen lässt sich ausschließlich das linke Seitenteil. Das erfordert einen Schraubendreher, Rändelschrauben gibt es hier nicht.

Immerhin wurde die komplette Außenhaut schwarz lackiert – auch der Gehäuseboden. Weiche, am Boden verklebte Standfüße sorgen für ein wenig Entkopplung und einen rutschsicheren Stand.

Außenansicht: Schnittstellen und Bedienelemente

Das Schnittstellenangebot konzentriert sich auf das Nötigste und wurde im Bereich um den Einschub für das externe 3,5-Zoll-Laufwerk platziert: Immerhin gibt es zwei zeitgemäße USB-3.0-Steckplätze, zu denen sich die üblichen HD-Audio-Anschlüsse (Kopfhörer, Mikrofon) gesellen.

Power- und Reset-Taster fallen recht groß und dadurch gut erreichbar aus, Betriebsstatusund Festplattenaktivität werden durch zwei getrennte LEDs angezeigt.

Innenraum: Belüftung, Staubschutz & Dämmung

Inter-Techs TM-515 bietet erwartungsgemäß keine gesonderte Schalldämmung und auch auf Staubschutzfilter muss der Käufer verzichten. Aufgrund des geschlossenen Frontteils dringt an dieser Stelle aber ohnehin wenig Staub in das Gehäuse ein: Frischluft von vorn wird über den Spalt bzw. die Öffnung zum Abziehen der Frontblende vom Boden angesogen, die sich aber nur sehr knapp über der Standfläche befindet. Das Netzteil benötigt positionsbedingt keinen Filter.

Lediglich für die relativ großflächige Öffnung im Seitenteil zur zusätzlichen Beatmung der Grafikkarte würden sich sicher einige Anwender einen Filter wünschen. Tipp für Sparfüchse: Es wirkt Wunder, hier von innen eine Stück Damenstrumpfhose zu verkleben. Wer nicht zum Nulltarif unterwegs sein will/muss, kauft sich einfach einen magnetischen Staubfilter.

Ab Werk hat Inter-Tech keinen Lüfter im TM-515 verbau. Aber da die Lüfter in diesem Preisbereich allzu oft unerträglich ausfallen, kann das sogar als Argument für das Gehäuse gewertet werden, das beim Zusammenbau gleich auf ein brauchbares Exemplar zurückgegriffen werden muss. Denn ein Alibi-Lüfter, der nur dazu dient, einen Haken hinter die entsprechende Zeile der Ausstattungsliste zu machen, hilft letztlich niemandem.

Das Gehäuseheck fasst einen Lüfter mit acht oder 9,2 cm Rahmenbreite. Schade, dass nicht auch ein Modell mit dem Gardemaß von 12 cm untergebracht werden kann.

An der Front kann ein acht oder 12 cm großer Lüfter verbaut werden. Zur Montage eines 12-cm-Lüfters muss allerdings der Festplattenkäfig vorübergehend entfernt werden.

Dazu wird zunächst die Kunststoffhalteklammer per Hand nach oben gezogen und anschließend eine Schraube entfernt, die den Käfig zusätzlich fixiert. 

Nach der Montage des 12-cm-Lüfters lässt sich der Festplattenkäfig aber wieder anbringen.

Inter-Tech TM-515: Gehäusebelüftung

Position

Ab Werk verbaut

Optional nachrüstbar

Front

1x 8 oder 12 cm

Heck

1x 8 oder 9,2 cm

Innenraum & Montage: Wasserkühlung

Theoretisch kann man nach Entfernung des Festplattenkäfigs einen 12-cm-Radiator an der Front anbringen, aber aufgrund der geschlossenen Frontblende ist das aber nicht unbedingt die beste Lösung. Andererseits werden Käufer eines 35-Euro-Gehäuses auch eher wenig an Kompaktwasserkühlungen interessiert sein. Am Heck lassen sich allenfalls Sonderbauformen anbringen.

Montage: Netzteil und Kabelmanagement

Wie wir bereits geschrieben haben wird das Netzteil im TM-515 endlich einmal wieder oben angebracht. Das ergibt zwar keinen tiefliegenden Schwerpunkt wie bei der Anbringung am Boden, sorgt aber andererseits dafür, dass das Netzteil zur Gehäuseentlüftung mitgenutzt werden kann und selbst wenigerer stark einstaubt. Für ein System, das einmal zusammengebaut und dann für zwei oder mehr Jahre nicht mehr angerührt werden soll, ist das nach wie vor die beste Herangehensweise.

Netzteile passen bis zu einer maximalen Länge von rund 25,5 cm (einschließlich abstehender Kabel). Etwas weniger wird es, wenn ein optisches Laufwerk genutzt wird. Aber auch hier gilt: Kaum jemand wird im TM-515 einen Stromspender der 1-Kilowatt-Klasse verbauen – und mit Standardnetzteilen für Office-PCs oder kleine Gaming-Systeme wird es zu keinerlei Platzproblemen kommen.

Bedingt durch die fest mit dem Innenkäfig vernietet rechte Seitenwand gibt es keine zusätzlichen Möglichkeiten, um Daten- oder Stromkabel außerhalb des Blickfeldes zu verstecken, was bei einem fensterlosen Gehäuse aber auch nicht wirklich nötig ist (vom optimierten Luftstrom einmal abgesehen).

Montage: Optische Laufwerke und Festplatten

Die Montage optischer Laufwerke gestaltet sich sehr einfach: Einfach nach dem Einschieben in den 5,25-Zoll-Laufwerksschacht die in der Bedienungsanleitung gekennzeichneten Schrauben am Laufwerk eindrehen und dann erneut wie weiter oben beschrieben die Kunststoffhalterung nach oben ziehen und das Laufwerk an der richtigen Position einrasten lassen – das hält sogar besser als zunächst erwartet.

Ein externes 3,5-Zoll-Laufwerk lässt sich ebenfalls nutzen: Hierzu sind die vier am Kunststoffschnellspanner angebrachten Schrauben zu nutzen. Die beiden mit dem kleineren Kopf werden links und rechts hinten am Laufwerk angebracht, die beiden mit dem größeren Kopf vorne. Anschließend kann auch das kleine externe Laufwerk von vorn in den Käfig geschoben werden und wird dann über den Schnellspannmechanismus gehalten – der sich, sollte es doch nicht ganz passen, selbst noch einmal anpassen lässt.

Der Käfig für interne Festplatten ist wie bereits beschrieben herausnehmbar und fasst entweder zwei 3,5-zöllige Festplatten (seitlich verschraubt) oder aber ein 3,5- und ein 2,5-Zoll-Laufwerk, wobei letzteres dann von unten mit dem Käfig verschraubt wird. Ein weiteres internes Modell im 3,5-Zoll-Format kann in den Schacht über den für das externe Laufwerk eingebaut werden.

Ein zusätzliches 2,5-zölliges Laufwerk kann übrigens am Gehäuseboden von unten bzw. außen festgeschraubt werden.

Montage: Mainboard, CPU-Kühler und Grafikkarte

Etwas Obacht ist bei der Wahl des CPU-Kühlers geboten: Bedingt durch den weit ins Gehäuse reichenden Festplattenkäfig passt unter Umständen nicht jeder Top-Blower (ein Raijintek Pallas passte beispielsweise nicht). Wer ohnehin auf einen Boxed-Kühler setzt, wird natürlich keine Probleme haben. Auch sämtliche kleineren Tower-Kühler lassen sich problemlos nutzen, wenn sie eine Bauhöhe von maximal 15,8 cm nicht übersteigen.

In dieser Preisklasse nicht selbstverständlich: Die PCI-Slot-Blenden sind einzeln verschraubt und wiederverwendbar, müssen also nicht herausgebrochen werden. Grafikkarten passen bis zu einer maximalen Länge von 36 cm (Herstellerangabe; 37 cm einschließlich abstehender Kabel sollten auch noch passen) ins Gehäuse – damit fasst das kleine TM-515 auch leistungsstarke Modelle: Die Grafikkarte liegt unter dem Festplattenkäfig, somit kommt es hier auch bei Nutzung des obersten PCIe-Slots zu keinen Komplikationen.

Inter-Tech TM-515: CPU-Kühler und Grafikkarte

Bauteil

Maximale Höhe/Länge

Anmerkungen

CPU-Kühler

15,8 cm

Grafikkarte

36cm

Nach unseren Messungen sollten auch 37 cm problemlos möglich sein.

Messwerte: Temperaturen

Wie bereits beschrieben bringt Inter-Techs TM-515 keinen ab Werk verbauten Gehäuselüfter mit. Wird ein einfaches Office-System verbaut, reicht zur Entlüftung  bereits das an der Oberseite montierte Netzteil.

Da wir bei Gehäusetests allerdings standardmäßig auf Gaming-taugliche Komponenten setzen, muss auch zu einem zusätzlichen Lüfter im Gehäuse gegriffen werden. Wir würden keinem Leser den Betrieb ohne Lüfter empfehlen, von daher kehren wir in diesem Falle von der sonstigen Vorgehensweise ab, Gehäuse immer nur im Rahmen des Lieferumfangs zu testen, und nehmen einen 9,2 cm großen Noctua NF-A9 PWM zur Hand.

Dieser Lüfter dreht auf bis zu 2000 U/min auf und ist damit ungeregelt ganz schön laut, sollte aber auch reichlich Wärme aus dem Gehäuseinneren ziehen können. Wir testen mit Maximaldrehzahl, um zu zeigen, ob es im kleinen Gehäuse genug Luft gibt, um die Lüfterdrehzahl und somit auch die Betriebslautstärke deutlich zu reduzieren.

Auch der Lüfter des CPU-Kühlers dreht ordentlich auf: Aus Kompatibilitätsgründen setzen wir auf Thermalrights kleinen, aber leistungsstarken AXP-100, dessen Slim-Lüfter mit knapp 2400 U/min ans Werk geht. Für einen Intel Core i5-6600K ohne Übertaktung reicht der Kühlzwerg locker aus.

Dank des drehzahlstarken Zusatzlüfters an der Gehäuserückseite bleibt die CPU-Kerntemperatur mit 53,3 °C sehr gut. Dadurch ist die Betriebslautstärke zwar hoch, aber es zeigt auch, dass der von uns gewählte Gehäuselüfter auch bei deutlich geringerer Drehzahl betrieben werden könnte.

Inter-Tech TM-515: Temperaturentwicklung

Raumtemperatur

19,9 °C

CPU Package

53,3 °C

CPU Core Ø

50,8 °C

GPU

66, 0 °C (Lüfter 67 % = 2155 U/min)

HDD

47 °C

SSD

45,4 °C

Die höhere Grafikkartentemperatur sollte dadurch kaum tangiert werden: Ihr Kühler saugt kalte Luft direkt über die entsprechenden Öffnungen in der Seitenwand des TM-515 an. Bei der von uns genutzten Gigabyte GTX 970 G1 Gaming handelt es sich um eine Grafikkarte mit Zwei-Slot-Kühlkörper, die relativ nahe am Gehäuseboden sitzt. 66°C bei einer Lüfterdrehzahl von 2155 U/min sind allerdings auch nicht ungewöhnlich viel.

Der fehlende Lüfter an der Gehäusefront bzw. die ohnehin weitgehend geschlossene Frontblende macht sich vor allem im Hinblick auf die verbauten Laufwerke bemerkbar: Die SSD heizt sich so auf 45,4 °C und die mechanische 3,5-Zoll-Festplatte auf 47 °C auf. Hierbei spielt sicherlich auch die Grafikkarte eine Rolle, die aufgrund der Axiallüfter ihre eigene Abwärme im Gehäuse verteilt, statt sie direkt per Radiallüfter nach außen abzuführen.

Messwerte: Lautstärke

Da Inter-Tech das TM-515 ohne eigenen Gehäuselüfter ausliefert, gibt es auch keine nativen Laustärkeemissionen für das Gehäuse. Dies erwähnen wir, da wir ansonsten in einem Messdurchgang immer auch die Werte des Gehäuses ohne Betriebsgeräusch der Komponenten festhalten.

Misst man nur den von uns zusätzliche verbauten Noctua NH-U9 PWM mit seinen knapp über 2000 U/min im TM-515, wird es aufgrund der hohen Maximaldrehzahl mit bis zu 39,9 dB(A) schon recht laut. Wie die Temperaturmessungen vom voranstehenden Abschnitt gezeigt haben, gibt es hier aber genug Spielraum, um die Lüfterdrehzahl zu regeln und so auch das Betriebsgeräusch deutlich zu minimieren – vor allem im lastarmen Betrieb.

Inter-Tech TM-515: Lautstärke

Position

nur Gehäuse (max. U/min)

Idle (max. U/min)

Volllast (max. U/Min)

vorn

0 dB(A) / 39,6 dB(A)

40,6 dB(A)

41,0 dB(A)

oben links

0 dB(A) / 39,9 dB(A)

41,9 dB(A)

42,1 dB(A)

oben rechts

0 dB(A) / 39,6 dB(A)

41,2 dB(A)

41,5 dB(A)

Der Idle-Messwert umfasst alle verbauten Komponenten, wobei hier die Lüfter des Thermalright AXP-100 mit etwa 2400 U/min zu Buche schlägt. Die Messwerte unter Volllast aller Komponenten übertreffen diese Werte aufgrund der höheren Drehzahl der Grafikkartenlüfter mit bis zu 42,1 dB(A) nur noch geringfügig.

Fazit: Günstiges und robustes Einstiegsgehäuse

Inter-Tech bringt mit dem TM-515 ein günstiges Einstiegsgehäuse auf den Markt, dass sich völlig konträr zu den meisten direkten Konkurrenten positioniert: Wo andernorts trotz sehr günstiger Preise versucht wird, mit optischen Details und Ausstattungsmerkmalen zu punkten, geht man in diesem Fall einen erfrischend urtümlichen Weg und versucht, mit vielfach leider längst vergessenen Tugenden zu punkten. Denn in der Preisklasse unter 40 Euro ist der Einsatz von robustem 0,8-mm-SECC-Stahl nämlich alles andere als gewöhnlich; hinzu gesellt sich eine ebenfalls robuste Lackierung.

Der Innenaufbau kann am ehesten als “klassisch” bezeichnet werden: Vor allem das obenliegende Netzteil dürfte das Gehäuse für Systemhäuser interessant werden lassen, die nicht unbedingt damit rechnen können, dass ihre Kunden kontinuierlich mögliche Staubschutzfilter an der Unterseite reinigen. Außerdem verfügt das Gehäuse über zwei externe 5,25-Zoll-Schächte sowie einen 3,5-Zoll-Einschub.

Um den Preispunkt dennoch halten zu können, wurde die Ausstattung auf ein Minimum reduziert – keine Staubschutzfilter, keine werksseitig montierten Gehäuselüfter, keine Beleuchtung, kein Kabelmanagement, keine Montageplätze für Radiatoren.

Aber: Lieber keinen Zusatzlüfter als ein Alibi-Modell, welches nur den Preis hochtreibt und ohnehin direkt nach dem Erwerb des Gehäuses entfernt wird. Mit einem ratternden und Öl versprühenden Lüftermodell ist schließlich niemandem geholfen. Allerdings hätten wir die Möglichkeit bevorzugt, einen größeren und bei gleicher Leistung leiseren Lüfter am Heck anbringen zu können. Wir empfehlen zudem, einen magnetischen Staubschutzfilter von innen am Seitenteil anzubringen (oder wahlweise ein Stück Damenstrumpfhose zu verkleben, wenn es kostenlos sein soll).

Alles in allem: Wer auf der Suche nach einem möglichst stabilen Basisgehäuse zu einem günstigen Preis ist, bekommt mit dem Inter-Tech TM-515 eine erfreuliche solide und ehrliche Basis geboten.

Ebenfalls interessant...