[UPDATE] Roundup Gehäuse und Tower, Stand März 2017

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NEU am 14. März 2017: Streacom DB4

Streacoms DB4 versteht sich als State-of-the-Art-Kombination aus uneingeschränkt wohnzimmertauglichem Design und einer durchdachten, integrierten Heatpipe-Lösung zur Komponentenkühlung. Die speziell für den Einsatz in diesem famosen Würfel konzipierte Kühlkonstruktion führt die Abwärme der CPU direkt an die dickwandigen Seitenteile ab, die somit als großer Passivkühlkörper fungieren. Dabei sorgen Ausfräsungen in den aus jeweils einem Stück gefertigten Side-Panels für zusätzliche Kühlfläche. Ob die Namensreminiszenz an den gleichfarbigen Aston Martin Zufall ist?

Besonders interessant wird das DB4 durch die Freigabe für CPUs mit einer TDP von bis zu 65 Watt; mit optionalem Zubehör sollen sogar 110-Watt-Prozessoren nutzbar sein. Damit müssten auch Systeme auf Basis leistungsstarker Prozessoren oder APUs realisierbar sein – zumindest, wenn die Spannungswandlertemperatur auf dem verwendeten Mainboard im Rahmen bleibt. Vom Einsatz einer zusätzlichen, passiv gekühlten Grafikkarte sollte bei diesem Aufbau jedoch abgesehen werden.

Derart ansprechend und ungewöhnlich umgesetzt hat Streacoms DB4 das Zeug zu einer attraktiven, voll passiv gekühlten Basis für den Aufbau von HTPCs. Ungewöhnlich ist allerdings auch der Preis: Für das Gehäuse, das sich nahtlos und stilsicher in die Wohnraumumgebung integrieren möchte, werden mindestens 300 Euro fällig. Wer das Ganze mit einem passenden, passiven Netzteil des Herstellers paaren möchte, muss noch einmal weitere 140 Euro für ein 240 Watt starkes Streacom ZF240 aufbringen.

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Zuletzt haben wir uns am 18. Januar 2017 das Inter-Tech TM-515, am 2. Dezember 2016 das Cooler Master Mastercase Maker 5t, am 25. November 2016 das Thermaltake TheTower 900, am 2. November 2016 das Fractal Design Mini C und am 20. Oktober 2016 das Thermaltake Core G3 genau angeschaut.

Am 10. Februar 2017: Raijintek Asterion Classic

Eine Kombination aus gebürsteten Aluminiumelementen und Hartglas-Sichtfenstern hat derzeit Hochkonjunktur. Das ist auch gut so, denn die gläserne Alternative ist deutlich stabiler und kratzresistener als günstiges Plexiglas, das bis vor kurzem selbst im High-End-Bereich noch zum Standard gehörte. Grundlegende Nachteile: Schon nach kurzer Einsatzzeit und mehrfachem Entfernen von Staub zieren unschöner Kratzer viele Pexiglasscheiben. Außerdem sind sie gewichtsbedingt vibrationsanfälliger, was aber auch von der Befestigungsmethode abhängig ist.

Mit dem Asterion Classic hat Raijintek für rund 150 Euro einen besonders attraktiven Midi-Tower im Angebot: Wer PC-Behausungen mit schlichter Eleganz bevorzugt, der findet in diesem Modell eine der derzeit stilsichersten Umsetzungen.

Das Gehäuse will dennoch eine hohe Funktionalität bieten und dank eines schmalen, schwarz beschichteten Streifens an den Rändern der Innenseiten der Fenster ganz nebenbei mit einem der größten (Luxus-)Probleme von Hartglasfenstern aufräumen. Denn dank ihm geraten beim schnellen Abnehmen der Seitenteile keine Fingerabdrücke auf die Innenflächen, die dann erst nach der neuen Inbetriebnahme des Systems mit eventueller Innenraumbeleuchtung auffallen.

Genau das sind die kleinen Fortschritte, die uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Am 18. Januar 2017: Inter-Tech TM-515

Mit dem heutigen Update schauen wir uns ein Gehäuse an, das viel Stabilität für den schmalen Geldbeutel bietet: Inter-Techs TM-515 ist ein kleiner Tower für Micro-ATX-Systeme und bietet zwar nur die grundlegendste Ausstattung, kann dafür aber mit einem Außenkleid aus 0,8 mm dickem SECC-Stahl punkten.

In der Preisklasse von unter 40 Euro, in der ansonsten zahlreiche Vertreter mit sehr viel dünneren Blechkleidern vertreten sind, ist das auf seine Weise schon ein kleines Alleinstellungsmerkmal.

Am 2. Dezember 2016: Cooler Master Mastercase Maker 5t

Mit dem heutigen Update unseres Gehäuse-Roundups stellt Cooler Master das Mastercase Maker 5t in den Ring. Dabei handelt es sich nicht nur um eine optisch veredelte, sondern auch funktional verbesserte und höherwertige Version des bereits bekannten Mastercase Pro 5: Die exzellente Modularität bleibt erhalten und macht auch die neueste Version dieser Gehäusefamilie zu einem der interessantesten Gehäuse in puncto Anpassbarkeit – zumindest wenn man bereit ist, ein 250-Euro-Gehäuse durch zusätzliches Zubehör noch weiter zu personalisieren und zu modifizieren.

Aber bereits ab Werk bietet Cooler Masters neues, rot-schwarzes High-End-Gehäuse sehr viel und überrascht mit vielen kleinen Zusatzlösungen wie einem originell beleuchteten Front-Panel, einem Grafikkartenstabilisator, magnetischen Gehäuseblenden und vielem mehr: Wer einen normalen, aber Feature-reichen Midi-Tower mit guter Grundausstattung und vielen Erweiterungsmöglichkeiten sucht und dabei nicht durch ein knappes Budget limitiert wird, sollte sich dieses Gehäuse unbedingt im Detail ansehen.

Am 25. November 2016: Thermaltake TheTower 900

Thermaltake bringt unter der relativ schlichten Bezeichnung TheTower 900 ein PC-Gehäuse der Superlative auf den Markt – wobei es die Klassifizierung als Tower angesichts der enormen Maße nicht ganz trifft. Denn neben einer Bauhöhe von 75,2 cm bietet der Riese die doppelte Breite des Üblichen: 42,3 cm sind genug, um an Stelle von Hardware zumindest theoretisch zwei normale Gehäuse im TheTower 900 unterbringen zu können.

Der Hersteller selbst bewirbt die High-End-Wohnung für PC-Komponenten als Showcase. Das wiederum trifft es ziemlich exakt, auch wenn der TheTower 900 auch mit zahlreichen Argumenten für den praktischen Einsatz punkten kann. Das wiederum kann nicht jedes reine Showcase von sich behaupten.

Normalerweise gehen wir an dieser Stelle schon auf ein paar Besonderheiten jedes Testgehäuses ein. Diese Besonderheiten fallen im vorliegenden Fall aber so umfassend aus, dass sie schlichtweg den Rahmen einer regulären Einleitung sprengen.

Der Innenraum bietet ein immenses Volumen, das derzeit einzigartige Möglichkeiten zur Komponentenkühlung ermöglicht. Die Formgebung ist ebenfalls einzigartig und dürfte beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Gehäuse für offenstehende Münder sorgen.

Es gibt eine extrem lange Liste an kleinen Sondermerkmalen und versteckten Features. Vor allem aber ist das komplette Innengehäuse modular: Sämtliche Bauteilgruppen von der Radiatorhalterung über den Mainboard-Tray bis hin zu den Laufwerksschächten und sämtlichen Blenden sind verschraubt und lassen sich entfernen, gegen andere Bauteile tauschen oder an anderer Stelle im Innenraum anschrauben.

In Szene gesetzt wird die Hardware durch drei Hartglasscheiben sowie ein bislang einzigartiges Platzangebot für Kabelmanagement, Luft- und Wasserkühlungskomponenten (2x 56 cm) und auch Laufwerke.

In diesem Sinne: Vorhang auf für den Thermaltake TheTower 900.

Kleine Kaufberatung für den Gehäusekauf

Hinsichtlich der Bauform und Größenklasse gibt es bei Gehäusen extrem viele Varianten – auch für spezielle Geschmäcker steht eine große Bandbreite sehr unterschiedlicher Ansätze bereit. Damit meinen wir nicht nur sündhaft teure, aber aufsehenerregende Ansätze wie beispielsweise Deepcools Tristellar ITX-Gehäuse mit Drei-Kammer-Design und Raumschiffoptik, sondern vor allem auch reguläre Gehäuse in ihren jeweils verschiedenen Kategorien.

Das primäre, grundlegende Unterscheidungsmerkmal ist die Größe des Mainboards, das sich in einem Gehäuse unterbringen lässt. Dementsprechend unterscheiden wir zwischen Gehäusen für E-ATX, ATX, Micro-ATX und Mini-ITX-Systemen. In aller Regel sind Gehäuse “abwärtskompatibel”: Wo ein E-ATX-Mainboard passt, passt auch ein Mini-ITX-Brett hinein.

Gerade bei Mini-Systemen hängt die Wahl des Gehäuses zusätzlich davon ab, ob ein internes Netzteil (Standardformate: ATX, XL-SFX, SFX-L, TFX) und eine zusätzliche Grafikkarte verbaut werden soll, oder ob die integrierte Grafik und ein externes Netzteil ausreichen. Dann kann das Gehäuse nämlich so winzig ausfallen, dass es beispielsweise mittels VESA-Halterung an der Rückseite des Monitors angebracht werden kann. Für ein normales, leistungsstarkes PC-Gaming-System ist das zumindest derzeit noch undenkbar.

Das sekundäre, grundlegende Unterscheidungsmerkmal ist die gewünschte Bauform: Soll es ein klassisches Tower-Gehäuse sein (hochkant stehend), ein Desktop-Gehäuse (längs auf dem Tisch liegend), ein würfel- bzw. quaderförmiges Cube-Gehäuse als Mittelweg zwischen Tower- und Desktop-Case oder aber ein ausgefallenes, dass sich der Einordnung in die genannten Kategorisierung entzieht? Diese Entscheidung ist eine Frage des Geschmacks, die jeder für sich selbst beantworten muss.

Sind diese Fragen geklärt, muss vor dem Gehäusekauf noch auf die Kompatibilität zu den verwendeten Bauteilen geachtet werden:

  1. Grafikkarte: Passt die von mir ausgewählte Grafikkarte (Länge) in das Gehäuse? Hier müssen bei rückseitigen Stromanschlüssen auch eventuell abstehende Kabel mit einberechnet werden.
  2. Kühlung: Wie hoch darf ein CPU-Luftkühler in einem Gehäuse maximal sein bzw. welche Möglichkeiten zur Montage von Kompaktwasserkühlungen und Radiatoren gibt es? Oft bleibt von den vollmundigen Versprechen der Hersteller, die in den Werbetexten oft durch ein “bis zu” ergänzt werden, oft nicht mehr viel übrig – mehr Transparenz in den Werksangaben wäre hier ein wünschenswert.
  3. Netzteil: Gerade bei extrem starken ATX-Netzteilen mit mehr als 1000 Watt Leistung fallen manche Modelle länger als üblich aus. Damit passen sie nicht unbedingt in jedes Gehäuse.

Wir gehen in unseren Tests natürlich auch auf sonstige Ausstattungsmerkmale wie Schalldämmung, Staubschutzfilterung, Lüftersteuerung, Belüftungsmöglichkeiten, Kabelmanagement und Montageplätze für optische Laufwerke, SSDs und HDDs ein.

Das oben erwähnte primäre sowie sekundäre grundlegende Unterscheidungsmerkmal für Gehäuse bildet die Grundlage unserer künftigen Kategorisierung: Diese beiden Parameter werden auf der Testseite zu jedem Einzelgehäuse direkt in der Überschrift mit angegeben, so dass unsere Leser gezielt auf die Seiten klicken können, die unsere einzelnen Tests zur gewünschten Bauform bereithalten.

Natürlich werden wir zwischendurch immer wieder auch Sonderbauformen testen, die nicht in diese grobe, aber eben auf die überwiegende Menge an PC-Gehäusen zutreffende Kategorisierung passen.

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