AMD Ryzen: Für Linux ist der neueste Kernel notwendig

Auch wenn Linux nur einen sehr geringen Marktanteil besitzt, dürfte sich mancher Interessent dennoch die Frage stellen, ob auch AMDs neue Ryzen-Prozessoren mit dem Betriebssystem harmonieren.

Von offizieller Seite heißt es, dass die Chips unter Ubuntu 16.04.2 und 16.10 klaglos laufen, doch nach Informationen von Phoronix ist die Kernel-Version entscheidender: Linux-Nutzer sollten zum Kernel 4.10 greifen, der alle Optimierungen für das Betriebssystem von AMD erhalten hat.

Sollte es bei der Installation zu Schwierigkeiten kommen, kann noch auf die Kernel-Version 4.9.10 zurückgegriffen werden, die immerhin noch einige der Optimierungen erhalten hat.

Die Schwierigkeiten, die ältere Linux-Kernel mit den neuen Chips haben, sind vor allem bei der SMT-Technologie (Simultaneous Multi Threading) zu finden, dem Äquivalent zu Intels Hyper-Threading.

AMDs SMT nutzt einen neuen Scheduler, der nur zusammen mit den genannten Kernel-Varianten 4.9.10 und 4.10 korrekt arbeitet. Linux kann auch ohne die Technologie von dem Prozessor ausgeführt werden, die Performance leidet jedoch erheblich.

Ryzen könnte die Freude der Linux-Nutzer noch an einer anderen Stelle trüben: AM4-Mainboards nutzen ein ALC1120-Audioprozessor, der jedoch erst von dem Linux-Kernel 4.11 unterstützt wird.

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