Sapphire entfesselt AMDs Radeon-RX-460-GPU

Sapphire versucht der Polaris-11-GPU die größtmögliche Leistung zu entlocken und nimmt ihr bei der Radeon RX 460 Nitro OC alle Fesseln: Ihre Grafikchip kann auf 1024 Stream-Prozessoren zurückgreifen – standardmäßig sind nur 896 vorgesehen.

Auch der maximale Takt im Boost-Modus liegt mit 1250 MHz satte 50 MHz über dem Referenzdesign. Außerdem bietet die Karte einen PCIe-Stromanschluss mit sechs Pins, der weiteres Übertakten erleichtern soll. Der fünf Gigabyte große GDDR5-Grafkspeicher dagegen arbeitet wie das Basismodell mit sieben GT/s.

Insgesamt soll mit den Modifikationen ein sattes Leistungsplus von zwölf Prozent realisiert werden.

Die neuen Möglichkeiten zeichneten sich Ende letzten Jahres ab: Mit einem BIOS-Update konnten bei der Sapphire Nitro 4G und Asus Strix O4G von AMD gesperrte Shader wieder freigeschaltet werden.

Unklar ist, ob die Shader-Einheiten bei jeder der Karten im vollem Umfang zur Verfügung stehen, denn mit der künstlichen Begrenzung können die Hersteller auch Chips verwenden, die die Fertigung mit kleinen Fehlern verlassen.

Dementsprechend handelt es sich bei der GPU der Radeon RX 460 Nitro OC jedoch um einen “nicht-offiziellen” AMD-Chip. Aus diesem Grund bleibt abzuwarten, ob die Grafikkarte weltweit verkauft wird oder auf den chinesischen Markt begrenzt bleibt, um AMD nicht zu verärgern.

Somit ist es nicht weiter verwunderlich, dass weder Preis noch Erscheinungstermin genannt wurden.

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