[UPDATE] Vergleichstest interne SSDs, Stand November 2016

Eine Generation jünger als die Trion 100 ist die Trion 150 – und OCZ verspricht mehr Leistung zum günstigeren Preis. Da sich das Unternehmen gerade mitten in der Anpassung des Designs der Verkaufsversion befand – der Name des Mutterkonzerns Toshiba taucht nun auf allen Verpackungen und Produkten auf – griffen wir kurzfristig auf eine SSD aus dem freien Handel zurück, die noch über das ältere Design verfügt. Knapp 110 Euro kostet das getestete 480-GByte-Modell.

Grundlegend wirkt die Trion 150 vom Erscheinungsbild her etwas aufgelockerter, erinnert aber dennoch an den direkten Vorgänger. Dementsprechend kommt hier auch das gleiche zusammengesteckte Aluminiumgehäuse zum Einsatz.

Völlig anders hingegen fallen Bauteilbestückung und Design der Platine aus. Beim Controller handelt es sich zwar erneut um den bereits bekannten Toshiba Alishan TC58NC1000GSB-00, dieser wird diesmal jedoch mit einem Wärmeleitpad ausgestattet und kann somit die entstehende Abwärme besser an das Aluminiumgehäuse weiterleiten.

Neu ist auch der Speicher: Hier kommt 15nm-TLC-NAND-Flash zum Einsatz (natürlich ebenfalls aus Toshibas eigener Produktion), der auf beiden Seiten der Platine in Form von jeweils acht Chips verbaut ist.

Da wir hier die 480-GByte-Version auf dem Teststand haben, fällt die Cache-Ausstattung mit 512 Megabyte etwas größer aus als bei den 250-GByte-Modellen. Der Cache selbst stammt diesmal nicht von Nanya, sondern von Micron.

Garantie, Leistungsdaten, Features

An dieser Stelle können wir uns nur wiederholen: Die dreijährige Herstellergarantie von OCZ wird um die hervorragende Möglichkeit zum Vorabtausch der SSD im Falle eines Defekts ergänzt. Hierzu müssen lediglich einige grundlegende Systeminformationen inklusive Status der SSD an einen OCZ-Techniker übermittelt werden. Das kann ganz automatisch über die OCZ-Software geschehen.

Auch die Trion 150 bietet wieder die Möglichkeit zum Anpassen des für Over-Provisioning zur Verfügung stehenden Speicherplatzes: Bei der 480-GByte-Version sind das zwischen 0 und 134 Gigabyte.

Software und Screenshots

Da wir die alte Trion 100 und die neue Trion 150 in einem Aufwasch getestet haben, gibt es hier wenig über eine etwa neue Version der Software zu sagen: Es kommt in beiden Fällen die exakt gleiche Version des OCZ SSD Utility zum Einsatz.

Dementsprechend identisch ist auch der Funktionsumfang: SSD- und System-Informationen, Temperaturwerte, Gesundheitsstatus und SMART-Werte, eine Secure-Erase-Option, Firmware-Update und eine Alarm-Funktion im Falle eines Problems oder drohendes Defekts, eine Benchmark-Funktion sowie die Möglichkeit zum Erstellen eines Boot-fähigen USB-Mediums sind hier möglich.

Verlaufs- und Einzel-Benchmarks

Die 480-GByte-Version der OCZ Trion 150 kann im ersten Dauerschreibtest viel eher überzeugen als die kleinere Trion 100 mit 240 Gigabyte. Ist der Cache voll, bricht sie zwar kurzfristig auf eine Schreibrate von knapp 70 MByte/s ein, allerdings pendelt sich die Dauerleistung bei um die 200 MByte/s mit kurzen Ausschlägen in Richtung 300 MByte/s ein – für eine SSD dieser Preisklasse ein durchaus ansprechendes Ergebnis.

Erneut kann die sehr günstige OCZ Trion 150 überraschen: Die Dauerbeständigkeit ist gar nicht mal schlecht. Auch beim kontinuierlichen 4K-Random-Schreibvorgang schneidet sie deutlich besser ab als viele direkte Konkurrenten und liefert über eine Stunde lang rund 25.000 IOPS.

Die OCZ Trion 150 wirft im direkten Vergleich zur Trion 100 bei allen Queue Depths nochmal etwas mehr Leistung in die Waagschale. Besonders beim sequenziellen Schreiben ist sie noch einmal etwas schneller als viele direkte Konkurrenzmodelle. Aber auch beim zufälligen Schreiben von 4K-Blöcken kann sie mit über 85.000 IOPS (zumindest in CrystalDiskMark) punkten.

Ebenfalls interessant...