[UPDATE] Vergleichstest interne SSDs, Stand November 2016

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Crucials BX100 hat mit der BX200 in Anbetracht der reinen Nomenklatur schon seit einiger Zeit einen offiziellen Nachfolger, ist aber immer noch problemlos erhältlich. Und so ganz stimmt das mit dem Nachfolger dann doch nicht, denn die BX200 ist nicht nur günstiger, sondern scheint auch in vielen Bereichen langsamer zu sein. Von daher ist die BX100 immer noch eine gute Wahl, wenn es um einen ordentlichen Preis-Leistungs-Kompromiss geht.

Die eigentliche SSD wird in einem Aluminiumgehäuse untergebracht, dessen Inneres leicht zu erreichen ist: Ober und Unterschale sind ineinandergesteckt und lassen sich durch vorsichtiges Hebeln voneinander lösen.

Im Gegensatz zur BX200 setzt die BX100 noch auf Silicon Motions vierkanaligen SM2246EN-Controller und nutzt MLC- statt TLC-NAND-Flash. Dieser wurde im 16-nm-Fertigungsprozess hergestellt und stammt – wie bei Crucial bzw. Micron üblich – aus eigener Herstellung. Abgerundet wird das Gesamtpaket durch 256 Megabyte DDR3-Cache.

Das PCB im Inneren des Gehäuses fällt nahezu verschwenderisch groß aus: Bei konkurrierenden Modellen mit TLC-NAND ist es zumeist deutlich kleiner, da hier mehr Informationen auf kleinerer Fläche gespeichert werden können.

Der Controller-Chip wurde mit einem Wärmeleitpad bestückt, um die hier entstehende Abwärme direkt an das Aluminiumgehäuse weiterleiten zu können.

Acronis True Image HD 2014 ist – wenngleich mittlerweile veraltet – ebenso Bestandteil des Lieferumfangs wie ein Abstandshalter, falls die BX100 in einem 9,5 mm hohen Notebookschacht eingesetzt werden soll.

Garantie, Leistungsdaten, Features

Mit drei Jahren entspricht die Herstellergarantie dem Durchschnitt und die Langzeithaltbarkeit beim Beschreiben der SSD fällt mit 75 TBW etwas höher aus als bei vielen TLC-basierten Konkurrenzmodellen. Selbst bei den offiziellen Leistungsangaben übertrifft sie die neuere BX200: Bis zu 70.000 IOPS nennt der Hersteller beim zufälligen Schreiben von 4K-Blöcken. Gerade viele günstigere Modelle in dieser Größenklasse bieten auf dem Papier nur knapp die Hälfte.

Wird die BX100 als Systemlaufwerk eingesetzt, kann ihre Leistung über die Aktivierung des Momentum Cache per Software geregelt werden: Dabei wird ein Teil des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers des PCs als zusätzlicher Cache für die SSD genutzt. Das beschleunigt die Systemleistung bei zufälligen Dateizugriffen und schont die Flash-Zellen der SSD.

Auch der für Over-Provisioning zur Verfügung stehende Platz kann konfiguriert werden: Insgesamt lassen sich per Slider ein bis 50 Prozent einstellen.

Software und Screenshots

Neben den Einstellmöglichkeiten für die bereits erwähnten Features erlaubt die Crucial Storage Executive-Software Firmware-Updates und gibt System- und SMART-Informationen aus. Einzelheiten können den Screenshots entnommen werden. 

Die PSID Revert-Funktion funktioniert natürlich mangels Verschlüsselung nicht mit der BX100, sondern mit der MX200, die wir als System-SSD nutzen.

Verlaufs- und Einzel-B-enchmarks

In einem ersten, kurzen Komplettdurchlauf mir HDTune zeigt die BX100 weder beim Lesen noch beim Schreiben eine Schwäche: Beim Schreibtest sind keine Einbrüche festzustellen. Mit unbedeutenden Ausschlägen schreibt die SSD mit um die 350 MByte/s.

Bei extremer Belastung sieht es ebenfalls gut aus für BX100: Beim sechsstündigen, zufälligen Beschreiben mit 4K-Blöcken bleibt die Leistung relativ lange bei knapp unter 70.000 IOPS, sackt dann auf knapp über 32.000 IOPS ab und nimmt dann kontinuierlich weiter ab. Nach einer Stunde können immer noch rund 15.000 IOPS gemessen werden.

Im CrystalDiskMark bewegt sich auch die etwas ältere Crucial BX100 wie erwartet beim Lesen von sequenziellen Daten am Limit des Controllers. Beim Schreiben sind es zwar je nach Queue Depth nur zwischen 327,7 MB/s (QD1) und knapp über 380 MB/s (QD2 bis QD16), aber die liefert sie konstant. Die zufälligen Lese- und Schreibvorgänge von 4K-Blöcken absolviert sie relativ unauffällig mit in dieser Preisklasse üblichen Werten.

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