[UPDATE] Vergleichstest interne SSDs, Stand November 2016

Eine grobe Einordnung zum Abschneiden der SSDs haben wir bereits auf den einzelnen Produktseiten gegeben, der Rest erklärt sich eigentlich mit Blick auf die Reihenfolge von selbst. Selbsterklärend ist, dass alle Laufwerke, die über PCI Express angebunden werden, deutlich mehr Leistung bringen als jene am SATA-Controller. Allerdings reichen auch letztere für Gamer voll aus.

Natürlich gibt es da noch diesen inneren Drang, immer die schnellsten erhältlichen Komponenten im Rechner haben zu wollen – uns selbst geht es da ja nicht anders. Ergo wird eben doch oft zur teuren, aber eben auch schnelleren M.2- bzw. PCI-Express-Alternative gegriffen als zur unter Umständen vernünftigeren und günstigeren 2,5-Zoll-SSD mit SATA-Anbindung.

Schließlich ist das ja auch zukunftssicherer falls … diese Leistung dann doch irgendwann … doch einmal wirklich … also … erforderlich werden sollte … ?

PCMark 8

Wenn es darum geht, die im Alltag zu erwartende Leistung einer SSD so gut wie möglich abzubilden, führt eigentlich kein Weg am exzellenten Storage-Test des PCMark 8 vorbei.

Auch wenn die Futuremark-Benchmarks 3DMark und PCMark häufig und gern als Produzenten synthetischer Fantasiewerte verunglimpft werden: Auf den Storage-Test des PCMark 8 trifft das sicherlich nicht zu, denn dieser lässt den Testkandidaten viele reale Testszenarien durchlaufen und misst die während dieser Zeit bereitgestellte Leistung.

Dabei fließt nicht nur die mögliche Maximalleistung ein, wie sie in unseren sequenziellen und zufälligen Lese- und Schreibtests auf den einzelnen Produktseiten gezeigt werden, sondern der PCMark bildet auch in gewissem Umfang die Dauerleistung der SSD ab: Die Schreiboperationen reichen in jedem Fall aus, um auch jene SSD-Leistung abzubilden, die sich zeigt, wenn DRAM-Cache und möglicherweise (Pseudo-)SLC-Cache aufgebraucht und vollgeschrieben sind.

Vier Adobe-Programme (After Effects, Illustrator, InDesign, Photoshop), drei Microsoft-Office-Programme (Excel, PowerPoint, Word) und zwei Spiele (Battlefield 3, World of Warcraft) müssen von jedem Testkandidaten in Form von identischen Patterns durchlaufen werden.

Das sorgt für realitätsnahe Messwerte, die zudem auch erfreulich wenig divergieren: Wo in anderen Benchmarks mehrere Durchläufe und die Bildung eines Mittelwerts Pflicht sind, reicht im PCMark 8 dank sehr nahe beieinanderliegender Messwerte ein Durchlauf und maximal ein zweiter zur Verifikation.

AS-SSD-Kopiertests (ISO, Program, Game)

AS SSD ist nach wie vor ein besonders beliebtes Tool beim Erheben von Speicher-Benchmarks. Wir nutzen hier vor allem die drei praxisnahen Kopiertests, bei denen der Kopiervorgang einer ISO-Datei sowie von Programm- und von Spieledateien abgebildet wird.

Die Daten, die sich in einem Programm- oder Spieleordner befinden, können zugegebenermaßen im Hinblick auf Größe und Anzahl extrem unterschiedlich ausfallen. AS SSD bietet hier dank gleichbleibender Grunddaten dennoch einen brauchbaren Benchmark-Ansatz.

Selbstverständlich greifen wir hier auf den 10-GByte-Durchlauf zurück: Wir wollen es gerade den günstigsten verfügbaren Laufwerken mit wenig Cache, TLC-NAND und weniger performantem Controller nicht zu einfach machen.

Der ISO-Test besteht aus zwei großen Dateien, der Programm-Test ausschließlich aus vielen kleinen Dateien und der Spiele-Test aus einer Mischung kleiner und großer Dateien. Das ist genauso gut, als würden wir selbst entsprechende Ordner mit Daten zusammenstellen, aber für unsere Leser besser mit dem eigenen System vergleichbar. Berücksichtigt werden muss aber, dass auch das Betriebssystem und die sonstige Hardware einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die erreichbaren Werte haben können.

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