MSI GeForce GTX 1060 Gaming X 3G: 1152 Shader & halber Speicher

Inhaltsverzeichnis

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Namenswirrwar und Reste-Essen

Das mit dem Abspecken ist ja immer so eine Sache – wenn es denn überhaupt ein sinnvolles Diätprogramm ist.

Die Verwendung von teilweise deaktivierten Chips, die bei der Herstellung ja stets anfallen, ist nichts Ehrenrühriges, sondern gängige Praxis bei beiden Herstellern, um die Bücher sauber zu halten.

Allerdings tun wir uns persönlich mit der Namensgebung schon etwas schwerer, denn wenn man ehrlich ist, ist das hier nichts anderes als eine GeForce GTX 1050 oder vielleicht GTX 1050 Ti, jedoch keine echte GTX 1060 mehr.

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Mit dieser Namensgebung aus der Abteilung “Tarnen und Täuschen” werden OEM-Anbieter natürlich hochzufrieden sein, der uninformierte Kunde ist aber am Ende der mögliche Leidtragende.

MSI GeForce GTX 1060 Ti Gaming X 3G im Detail

Man wird genauer auf die Bezeichnung oder den angegebenen Speicher achten müssen, denn mit 1152 statt 1280 Shadern bietet der GP106-300 exakt 10 Prozent weniger theoretische Rechenleistung. Zudem halbiert sich der Speicher von sechs auf mickrige drei Gigabyte, was bei aktuellen Titeln bereits in Full-HD schon arg knapp werden könnte. Ob und wie stark dies der Fall ist, soll der heutige Test klären.

Dass diese Karten zuerst in Asien vorgestellt wurden, verwundert auch nicht, schließlich ist der dortige Markt deutlich anders ausgerichtet und auch Karten wie diese GeForce GTX 1060 “Light” werden dort mit Sicherheit eine garantiert zufriedenene Kundschaft unter den Millionen an MMORPG-Playern finden.

Wir konnten uns bereits vor der eigentlichen Marktpräsenz in Deutschland eine dieser neuen Karten besorgen und stellen sie heute im Detail vor. Das komplette Portfolio von MSI zeigt allerdings auch, dass die Hersteller dieses Sparbrötchen durchaus ernst nehmen und mit vielfältigen Modellen an den Markt gehen:

Geforce GTX 1060 Gaming 3G Geforce GTX 1060 X Gaming 3G Geforce GTX 1060 Armor 3GV1 Geforce GTX 1060 Armor 3G OCV1 Geforce GTX 1060 3GT OC
GPU GP106-300 GP106-300 GP106-300 GP106-300 GP106-300
GPU-Takt (Basis/ Turbo) 1531/ 1746 MHz 1594/ 1809 MHz
1506/ 1708 MHz 1544/ 1759 MHz 1544/ 1759 MHz
Speichergröße 3 GByte 3 GByte 3 GByte 3 GByte 3 GByte
Speicherstandard GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5 GDDR5
Backplate optional ja
nein nein nein
Kühllösung Twin Frozr IV Twin Frozr IV Armor 2X Armor 2X Dual Fan

Unser Schwerpunkt wird sein, sowohl DirectX 11 als DirectX 12 in einem Spiel zu testen und herauszufinden, wo die Unterschiede zur größeren Schwester mit der GP106-400-GPU liegen, und wie diese Karte im direkten Vergleich zur RX 470 in Form der MSI Radeon RX 470 Gaming X 8G abschneidet. Der Vergleich ist sicher etwas unfair, aber leider war in den vergangenen Tagen kein 4-GByte-Modell der RX 470 aufzutreiben.

Da alle drei Karten von MSI stammen und alle drei der selben Design-Philosophie folgen, nutzen wir jedes der drei Modelle im MSI-eigenen OC-Mode als Werksvorgabe. Damit liegen die Taktraten beider GeForce-Schwestern auf gleichem Niveau – auch beim Boost-Takt. Dies wird uns sehr entgegen kommen, wenn wir sie direkt vergleichen.

Hier schnell noch der GPU-Z Screen für den schnellen Überblick:

So testen wir

Wir nutzen unser Standardmessystem für die Messung von Performance und Leistungsaufnahme, ein spezielles Mainstream-System, um dem Grafikkarten-Segment realistischer gerecht zu werden, sowie unseren reflexionsarmen Audio-Messraum mit dem bekannten Equipment für die Erhebung des Betriebsgeräuschs.

Für die genauen Messmethoden und Testaufbauten empfehlen wir unsere Grundlagenartikel zum jeweiligen Thema, denn Transparenz und Nachvollziehbarkeit sind wichtig für die Einordnung der ermittelten Werte und Ergebnisse:

>>>   THDE intern: So messen und bewerten wir die Grafik-Performance
>>>   Infrarot-Technik richtig und sinnvoll eingesetzt
>>>   Grundlagen GPUs: Leistungsaufnahme, Netzteilkonflikte & andere Mythen
>>>   So testen wir Lautsprecher, Kopfhörer und Geräuschemissionen

Nachfolgend findet ihr noch einmal tabellarisch geordnet die technischen Daten der verschiedenen Mess- und Testsysteme:

Leistungsaufnahme
Messverfahren: berührungslose Gleichstrommessung am PCIe-Slot (Riser-Card)
berührungslose Gleichstrommessung an der externen PCIe-Stromversorgung
direkte Spannungsmessung am Netzteil
Messgeräte: 2x Rohde & Schwarz HMO 3054, 500 MHz Mehrkanal-Oszillograph mit Speicherfunktion
4x Rohde & Schwarz HZO50, Stromzangenadapter (1 mA bis 30 A, 100 KHz, DC)
4x Rohde & Schwarz HZ355, Tastteiler (10:1, 500 MHz)
1x Rohde & Schwarz HMC 8012, Digitalmultimeter mit Speicherfunktion
Infrarotmessungen
Messtechnik: 1x Optris PI640, Infrarotkamera + PI Connect
Infrarotüberwachung in Echtzeit
Geräuschemission
Mikrofon: NTI Audio M2211 (mit Kalibrierungsdatei)
Hardware:
Steinberg UR12 (mit Phantomspeisung für die Mikrofone)
Creative X7
Software:
Smaart v.7
Messraum:
eigener reflexionsarmer Messraum, 3,5 x 1,8 x 2,2 m (LxTxH)
Kontrollmessungen:
Axialmessungen, lotrecht zur Mitte der Schallquelle(n), Messabstand 50 cm
Ausgabewerte:
Geräuschentwicklung in dBA (Slow) als RTA-Messung
Frequenzspektrum als Grafik
Gaming-Performance Standard-Testsystem Mainstream-Testsystem
Testsystem: Intel Core i7-5930K @4,2 GHz
Alphacool-Wasserkühlung (Nexxxos-CPU-Kühler, VPP655-Pumpe, Phobya Balancer, 24-cm-Radiator)
Crucial Ballistix Sport, 4x 4 GByte DDR4-2400
MSI X99S XPower AC
1x Crucial MX200, 500-GByte-SSD (System)
1x Corsair Force LS 960-GByte-SSD (Anwendungen, Daten)
Be Quiet! Dark Power Pro, 850W-Netzteil
AMD FX 8350 @stock
be quiet! Dark Rock Pro 3
16 GB Corsair DDR3 1866
MSI Gaming 970
Be Quiet! Straight Power 500 Watt
1x Crucial MX200, 500-GByte-SSD (System)
Betriebssystem und Treiber: Windows 10 Build 1607 (10.0.14393.51)
Crimson 16.8.2
GeForce 372.54  W

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