[UPDATE] Nvidia Titan X 12 GB: Neues Single-GPU-Flaggschiff

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Wie schon zum Launch der GeForce GTX 1070 können wie auch diesmal noch kein finales Fazit ziehen, denn es fehlen noch die Messungen zu Stromverbrauch, Temperaturentwicklung und zur Lautstärkeentwicklung. Mindestens zwei dieser drei Disziplinen verlangen aber nach einer detaillierten Untersuchung, da die Titan X auf dieselbe Kühllösung setzt wie die Founders Edition der GeForce GTX 1080 – und das, obwohl ihre TDP um 70 Watt höher ausfällt.

Trotzdem haben wir bereits einiges zur Rohperformance der Titan X aufzeigen können: Bei 3840 x 2160 Pixeln ist sie fast 29 Prozent schneller als die GeForce GTX 1080, die ihrerseits in der genannten Auflösung um 34 Prozent schneller als die GTX 980 Ti ist.

Für die GeForce GTX 1080 Founders Edition mussten zum Launch 789 Euro bzw. 700 US-Dollar investiert werden und somit etwas mehr, als für die GTX 980 Ti zu deren Release fällig wurde. Für das Geschwindigkeitsplus, das die Titan X in die Waagschale werfen kann, verlangt Nvidia einen Premium-Aufschlag von über 70 Prozent. Das Preis-Leistungsverhältnis ist somit sicher kein Argument für die neue Grafikkarte.

Nvidia selbst erwarte, dass die meisten Titan X für den Einsatz im Deep-Learning-Bereich verkauft werden. Dennoch teilt der hier verwendete GP102-Chip zweifelsfrei die Gene des für den Gaming-Bereich vermarkteten GP104. Für alle, denen die Performance der GTX 1080 nicht ausreicht, um sie als erste Grafikkarte für die flüssige Darstellung von 4k-Inhalten bei hohen Detaileinstellungen zu akzeptieren, gibt es also nun eine noch leistungsstärkere Alternative. Diese kostet allerdings voraussichtlich stattliche 1200 US-Dollar.

Vielleicht wäre ein SLI-Gespann aus zwei GTX 1070 eine Alternative? Das ist zumindest eine Option, zu der gern geraten wird. Allerdings sind wir im Hinblick auf SLI-Gespanne aus verschiedenen Gründen vorsichtig. Zunächst einmal hat Nvidia die Unterstützung von 3- und auch 4-Wege-SLI eingestellt. Das ist zumindest ein indirektes Eingeständnis der Tatsache, dass es nicht leicht ist, aus derartigen Multi-GPU-Gespannen auch eine mit der Vervielfältigung der Grafikkarten skalierende Leistung herauszukitzeln.

Obwohl VR immer noch in den Kinderschuhen steckt, glänzt der mGPU-Support hier durch auffällige Abwesenheit – zumindest abgesehen von Nvidias eigenen VR-Lösung Funhouse. Außerdem haben wir uns mit einigen Entwicklern über die Herausforderungen und Hürden von AFR (Alternate Frame Rendering) unterhalten und diese sind nicht unbedingt leicht zu überwinden. Aus diesen Gründen raten wir dazu, einer hochgradig performanten Single-GPU-Lösung einem gegenüber einem günstigeren Dual-GPU-Gespann den Vorzug zu geben. Die Ersparnis beim Erwerb von zwei GTX 1070 wäre spätestens zu dem Zeitpunkt dahin, an dem der Käufer feststellt, dass das Gespann bei 4k-Auflösung nicht wie gewünscht im Spieletitel der Wahl skaliert.

Aus diesem Grund hat sich Nvidia dazu entschlossen, potentielle Käufer für die Highest-End-Hardware entsprechend zur Kasse zu bitten. 1200 US-Dollar erscheinen auf den ersten Blick vielleicht vollkommen verrückt, aber wir hatten in der Vergangenheit bereits noch teurere Prozessoren und SSDs im Test – daran bemessen hat der Kauf einer Titan X sicherlich den größten Einfluss auf die Gaming-Performance eines Systems. Wer sich diese Grafikkarte leisten kann, kann bedenkenlos zugreifen. Für alle anderen haben sowohl AMD als auch Nvidia eine neue Generation an 14/16-nm-GPUs im Angebot, die ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.

Unterdessen machen wir uns an die in diesem Test noch fehlenden Messungen und werden sie in Form eines Updates oder Follow-Up-Artikels zur Titan X nachreichen.

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