[UPDATE] Nvidia Titan X 12 GB: Neues Single-GPU-Flaggschiff

Nvidias neueste Grafikkarte wird zweifellos ausschließlich in High-End-Systemen verbaut werden, von denen einige sicherlich auch mit einer Broadwell-E CPU bestückt werden. Aus Gründen der Vergleichbarkeit halten wir uns dennoch weiter an unseren Core i7-6700K auf MSIs Z170 Gaming M7 Mainboard im Zusammenspiel mit G.Skills F4-3000C15Q-16RR Speicherkit.

Intels Skylake-Architektur bietet nach wie vor den effizientesten Per-Clock-Cycle und ist bei einem Basistakt von 4 GHz deutlich höher getaktet als die CPU-Modelle, die über mehr Rechenkerne verfügen. Crucials MX200 SSD bleibt ebenso Bestandteil der Testplattform wie der Noctua NH-U12S Kühler sowie das Dark Power Pro 10 von be quiet! mit 850 Watt.

Im Hinblick auf die Konkurrenz im Grafikkartenbereich lässt sich nur sagen, dass die Titan X derzeit schlichtweg keine Konkurrenz hat. Bis jetzt war die GeForce GTX 1080 die schnellste verfügbare Single-GPU-Grafikkarte. Allein auf Basis der vorliegenden Spezifikationen lässt sich aber schon sagen, dass sie von der Titan X geknackt werden muss.

Dennoch wollen wir zu Vergleichszwecken die Messungen aus unserem Review zur GeForce GTX 1070 heranziehen, welches GeForce GTX 1080, 1070, die alte Titan X, GTX 980 Ti, Radeon R9 Fury X und die R9 Fury beinhaltete. Die schwächeren Karten GeForce GTX 980 sowie die Radeon R9 390X sollen hier keine weitere Beachtung finden.

Treiber und Benchmarks

Ein paar signifikante Änderungen am Testablauf haben wir im Hinblick auf die verwendete Software zu vermelden.

Zunächst einmal nehmen wir Doom in den Benchmarkparcours auf. Das war eigentlich schon im Rahmen des Launch-Tests zu GeForce GTX 1060 geplant, jedoch ging uns hier angesichts des sehr knapp bemessenen Zeitraums zwischen dem Start des Tests und dem NDA-Ende schlichtweg die Zeit aus. Wir testen das Spiel unter Verwendung der Khronos Vulkan API, die sowohl von AMD als auch Nvidia unterstützt wird.

Zu diesem Zweck müssen wir auf Fraps verzichten und PresentMon nutzen, einen Frame-Rate-Monitor auf Basis von Event-Tracing für Windows. Standardmäßig zeichnet PresentMon alle laufenden Prozesse auf. Davon greifen wie anschließend genau jene Prozesse heraus, die wir evaluieren wollen, und erstellen einen Verlauf.Der Hauptvorteil von PresentMon besteht darin, dass das Tool auch neuere APIs wie Vulkan und DirectX 12 unterstützt.

Das bedeutet konsequenterweise auch, dass wir ab jetzt für Hitman sowie Rise of the Tomb Raider den DirectX-12- statt des alten DirectX-11-Renderpfads nutzen.

Die Benchmark-Suite, die diesmal zum Einsatz kommt, umfasst insgesamt neun Spieletitel. Drei Games nutzen DirectX 12, eins setzt auf Vulkan setzt und fünf weitere basieren weiterhin auf DirectX 11. Damit möchten wir auch unserem Leser-Feedback entgegenkommen, denn vor allem der Wunsch nach Doom-Benchmarks wurde in den letzten Grafikkartentests mehrfach geäußert.

Zu den DX11-Titeln zählen Battlefield 4, Grand Theft Auto V, Project CARS, The Division und The Witcher 3. Vor allem CARS wird immer wieder dafür kritisiert, dass es Grafikkarten von AMD und Nvidia sehr ungleich behandelt. Bislang war das Spiel vor allem deshalb Bestandteil unserer Benchmark-Suite, da es auch VR-Plattformen unterstützt. Da DiRT Rally mittlerweile die Occulus Rift ab Version 1.2 unterstützt, werden wir über einen Wechsel der Spieletitel nachdenken. Das gilt zumindest dann, wenn Slightly Mad Studios weiterhin nicht in der Lage sein sollten, uns beim Troubleshooting im Hinblick auf das Verhalten von CARS zu unterstützen.

Im Hinblick auf die verwendeten Treiber setzen wir nun ebenfalls auf neuere Versionen. In Doom, Hitman, Rise oft he Tomb Raider und The Division werden alle AMD-Grafikkarten im Zusammenspiel mit der Radeon Software Crimson Edition 16.7.3 verwendet, während alle Nvidia-Grafikkarten GeForce 368.98 nutzen. In den übrigen Spieletiteln kommt ein Mix aus Radeon Software Crimson Edition 16.5.2 und GeForce 368.13, 368.19 und 365.10 zum Einsatz. Künftig werden wir diese Versionen Spiel für Spiel durch neuere ersetzen.

Ashes of the Singularity
DirectX 12, Extreme quality preset, built-in benchmark
DirectX 11, Ultra quality preset, custom Tom’s Hardware benchmark (Tashgar jeep ride), 100-second Fraps recording
Vulkan, Ultra quality preset, custom benchmark, 100-second PresentMon recording
DirectX 11, Very High quality settings, 4x MSAA, built-in benchmark (test five), 110-second Fraps recording
DirectX 12, Ultra level of detail, FXAA, High texture quality, built-in benchmark, 95-second PresentMon recording
DirectX 11, Ultra quality settings, High anti-aliasing, High texture resolution, Nürburgring Sprint, 100-second Fraps recording
DirectX 12, Custom quality preset, Very High quality settings, built-in benchmark, 80-second PresentMon recording
DirectX 11, Custom quality preset, Ultra quality settings, Supersampling temporal AA, built-in benchmark, 90-second Fraps recording
DirectX 11, Highest quality settings, HairWorks disabled, custom Tom’s Hardware benchmark, 100-second Fraps recording

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