Nvidia GeForce GTX 1060 FE 6GB: Pascal für den Mainstream

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Nvidias GeForce GTX 1060 setzt wie schon die beiden größeren Schwestern GeForce GTX 1070 und GeForce GTX 1080 auf das neue Edge-Design – diesmal jedoch in etwas kostenfreundlicherer Ausführung.

Trotzdem besitzt die Karte immer noch eine Länge von 25,4 cm (zwischen Slot-Blende und Kartenende gemessen), eine Einbauhöhe von 10,7 cm (Oberkante Mainboard-Slot bis Oberseite Karte) und eine Tiefe von 3,8 cm, wobei hier dann die Slotblende der breiteste Part ist und nur ca. 3,5 cm auf die Karte selbst entfallen.

Das Gewicht fällt mit 845 Gramm auch nicht gerade zimperlich aus, so dass man der Karte das eingesetzte Metall durchaus auch messtechnisch anmerkt.

Optik, Haptik und Anschlüsse

Für die Kartenabdeckung nutzt Nvidia erneut einen Materialmix aus Aluminium und Kunststoff, wobei das Cover diesmal schon etwas einfacher gestaltet wurde. Es lässt sich – einschließlich des Lüfters – auch ein einem Stück abnehmen, wie wir gleich noch sehen werden. Auch der beleuchtete “GeForce GTX”-Schriftzug fehlt nicht. Auf den etwas eigenartig positionierten PCIe-Spannungsversorgungsanschluss gehen wir später noch ein.

Im Gegensatz zu früheren Kühlerkonstruktionen auf Grafikkarten mit kurzer Platine ist der Überhang des Gehäuses rückseitig nicht mehr mit einer Luftöffnung für den üblichen Radiallüfter versehen, sondern mit einer Abdeckung verkleidet. Auf eine herkömmliche Backplate wird jedoch aus Kostengründen verzichtet.

Die Rückseite zeigt sich mit den bekannten, kiemenförmigen Lufteinlässen, die jedoch in diesem Fall mit Sie anzusprechen sind, wenn man mit der Karte im Gehäuse werkelt. Lies: Hier ist vorsichtiges Hantieren angesagt.

Das Slot-Panel zeigt gegenüber den beiden bereits vorgestellten Pascal-Karten keine Änderungen. Die Slot-Blende wird auch hier von insgesamt drei DisplayPort-Anschlüssen dominiert, die Nvidia als DisplayPort-1.2-zertifiert ausweist, jedoch auch auf die Implementierung neuerer Standards verweist (DisplayPort 1.3/1.4 ready). Der verbaute Controller-Chip kann es jedenfalls.

Dazu kommen noch ein HDMI-2.0-Ausgang und der duale DVI-D-Ausgang. Auf ein analoges Signal verzichtet Nvidia komplett.

Kühleraufbau, Platine und Spannungsversorgung

Nach den äußeren optischen und haptischen Eindrücken kommen wir nun zu weiteren Details im Inneren der Karte. Zunächst entfernen wir die Abdeckung und geben den bislang verdeckten Blick auf die Kühlerkonstruktion frei.

Was uns sofort auffällt, ist die weiter oben schon erwähnte Positionierung des PCIe-Anschlusses im verlängerten Gehäuse, der nunmehr mit verlängerten Kabeln lösgelöst von der Platine autark angeschlossen ist.

Schön ist diese Lösung nicht und sie verhindert zudem, dass Board-Partner mit dieser eigentlich nur 17,5 cm langen Referenzplatine ausgesprochen kurze Karten bauen können, da schlichtweg kein Platz für die PCIe-Anschlussbuchse vorgesehen ist.

Nimmt man den eigentlichen Kühlerblock ab, indem man die vier zur Fixierung verwendeten Schrauben löst, fällt der Blick auf einen massiven Kupfer-Heatsink und einen Metallframe. Der geschlossene Lamellenkühlkörper ähnelt dem der GeForce GTX 1070 und sollte für die angepeilte Verlustleistung der GPU locker ausreichen.

Auffällig ist auch hier wieder der massive Montage- und Kühlrahmen, der einerseits dafür sorgt, dass Spannungswandler und Speicher ausreichend kühl bleiben und andererseits auch für die Stabilität der Gesamtkonstruktion verantwortlich ist.

Entfernt man auch diesen Rahmen und klappt ihn nach oben weg (ganz abnehmen kann man ihn wegen des fest verlöteten, separaten Stromanschlusses ja leider nicht), dann kann man schließlich die Platine in ihrer ganzen Pracht bewundern.

Im Mittelpunkt steht natürlich wieder der Grafikprozessor auf seinem Sockel, wobei die GP106-400-A1-GPU deutlich kleiner geraten ist als der GP104-Chip der beiden bereits gelaunchten GeForce-Modelle GTX 1070 und GTX 1080. Doch es gibt noch weitere auffällige Unterschiede zu den anderen Platinen, die zum Beispiel den verbauten Speicher betreffen.

Es fällt auf, dass bei der GTX 1060 nur sechs der acht vorhandenen Felder für den Speicher mit Modulen belegt sind. Dabei handelt es sich um Samsung-Module vom Typ K4G80325FB-HC25, die eine Kapazität von jeweils acht Gigabit (32x 256 MBit) besitzen und je nach abgefordertem Takt mit Spannungen zwischen 1,305 und 1,597 Volt betrieben werden können. In Summe ergibt das einen Gesamtspeicher von sechs Gigabyte.

Der leider undokumentierte PWM-Controller uP9509 kommt erneut von uPI Semiconductor Corp und ist ganz offensichlich der kleinere Bruder des noch bei der GP104-GPU  eingesetzten uP9511P. Allerdings reicht er für die insgesamt drei Phasen für die GPU und die eine für den Speicher völlig aus.

Die letztgenannte Speicher-Phase und eine der GPU-Phasen werden vom Mainboard-Slot versorgt und die beiden weiteren samt des Zubehörs vom PCIe-Anschluss. Wie sich das auf die Belastung der einzelnen Versorgungsschienen auswirkt sehen wir uns gleich noch im Detail an.

Für die Spannungsregelung setzt Nvidia auf jeweis einen einzigen E6930 pro Phase, der als Dual-Channel-N-MOSFET sowohl die High- als auch Low-Side bedient und auf separate Gate-Treiber verzichten kann. Ds erklärt dann auch den freien Platz auf der Platine neben dieser Komponente.

Die drei Phasen sind für die GPU völlig ausreichend, verzeichnen relativ niedrige Spannungswandlerverluste und sind zudem sinnvoller aufgeteilt als die sechs Phasen der Radeon RX 480.

Bis auf den etwas verloren wirkenden PCIe-Versorgungsanschluss macht die 1060er Referenzkarte (pardon: Founders Edition) keinen schlechten Eindruck, zumal bei so niedrigen Verlustleistungen auch eine Radiallüfterlösung nicht die schlechteste Lösung sein muss.

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